Digitalpiano Funktion Masterkeyboard

von Rocconi, 13.11.16.

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Casio
  1. Rocconi

    Rocconi Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.11.16   #1
    Hallo Leute,

    ich habe eine relativ simple Einsteigerfrage. Leider verwirren mich die Begrifflichkeiten etwas, daher frage ich lieber noch einmal nach.
    Ich würde mir gerne ein Digitalpiano zulegen. Ich habe vor etlichen Jahren Klavier gespielt, nun würde ich das sehr gerne wieder etwas aufleben lassen. Bezüglich der Auswahl des genauen Produkts werde ich noch eingehend recherchieren, dazu sollte es ja genug Infomaterial in diesem Forum geben.
    Meine Frage ist nun: Kann ein solches Digitalpiano (Preisklasse um 500€) auch als Tastatur zum Ansteuern von VST-Plugins auf dem Computer genutzt werden (diese Art von Gerät nennt man "Masterkeyboard", richtig?). Oder ist das nicht möglich und man müsste quasi extra noch ein Masterkeyboard kaufen, um diese Funktionalität zu bekommen?

    Wie gesagt, die Begrifflichkeiten sind mir nicht ganz klar. Über eine kurze Antwort würde ich mich sehr freuen!
    VG Rocconi
     
  2. maurus

    maurus Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.11.16   #2
    Jedes Digitalpiano, das einen MIDI-Ausgang hat, kann das. Die preiswerten Digitalpianos nutzen meist MIDI über USB, das reicht. Die etwas besseren haben eine eigene, separate MIDI-Out Buchse. Für eine VST-Konfiguration wichtig ist auch die Computer-Seite: Es ist manchmal nicht ganz einfach, eine Konfiguration mit minimaler Latenz hinzubekommen. Informier dich mal zu diesem Stichwort, wenn du unerfahren damit bist. (Ich gebe zu: Ich selbst hab das Gepfriemel mit dem Computer irgendwann frustriert aufgegeben, trotz MacBook Pro und renommierter Software.)

    Wenn du Erfahrung am Klavier hast, kann es freilich sein, dass dir die Tastaturen der preiswerten Instrumente nicht ausreichen. In einen Laden gehen und probeweise anspielen!
     
  3. bebob99

    bebob99 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.11.16   #3
    Hallo @Rocconi
    Mir fällt spontan kein aktuelles Tasteninstrument ein, das NICHT irgend eine Sorte MIDI Schnittstelle eingebaut hat. Das ist es, was Du benötigst, um Signale von der Klaviatur in den Computer zu bekommen. Einige haben die 5-poligen Standard DIN Stecker, einige haben eine USB-To-Host Schnittstelle, einige haben beides.

    Da die meisten Computer im Gegensatz von Digital Pianos und Keyboards heutzutage standardmäßig keinen MIDI Anschluss haben, brauchst Du im Fall von "DIN-MIDI" noch einen MIDI Adapter für den PC. Gängige MIDI Adapter haben eine USB Schnittstelle auf der PC Seite und zwei DIN Kabel für das Keyboard oder Digital Piano. Diese Adapter kosten kleines Geld. Ich habe einen 10€ Adapter, der funktioniert astrein.

    Keyboards und Digital Pianos mit USB-To Host Schnittstelle haben im Grunde genau diesen Adapter schon eingebaut. Deshalb reicht dort ein normales USB Kabel. Am PC bzw. der DAW Software erscheint dann das Piano als MIDI Kanal.

    Die runden MIDI Anschlüsse braucht man, wenn man mehrere MIDI Geräte zusammen hängen will. Das ist eher was für Bühne oder Studio. Mit der USB Schnittstelle ist man daheim wahrscheinlich besser bedient.

    Was ein Digital Piano von einem typischen Master Keyboard unterscheidet sind die Funktionen abseits von Noten-Tasten. Bei DPs findet man üblicherweise keine Pitch Bender, Drehknöpfe oder Schalter, die MIDI Signale an die angeschlossene DAW Software liefern. Wenn solche Schalter und Regler vorhanden sind, steuern die primär die interne Funktion des Pianos. Ich gehe aber davon aus, dass die Betätigung natürlich trotzdem in MIDI übertragen wird. Mein 25 Jahre altes Casio Piano macht das jedenfalls schon so.

    Bezüglich Deines Wunsches, an einem solchen Instrument wieder mehr Klavier zu spielen - 500€ ist eine gängige Budget Vorstellung aber eine schlechte Grenze. Hier beginnt es gerade einmal mit brauchbaren Tastaturen. Darunter geht praktisch nichts, aber bis 800€ ändert sich schon einiges. Jenseits der 2500€ flacht die Kurve dann wieder gut ab. Aber eben zwischen 500 und 1000€ macht sich jeder investierte Euro wirklich bemerkbar.

    Du wirst ums Probespielen im Musikladen nicht herum kommen.
     
  4. Claus

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    Erstellt: 13.11.16   #4
    Beim genannten Budget kann das leider passieren:
    Korg B1 mit "Null, Zero, Niente, Nix - MIDI"-Schnittstelle. :eek:
    https://www.thomann.de/de/korg_b1_black.htm

    Gruß Claus
     
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  5. Rocconi

    Rocconi Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.11.16   #5
    Wow, vielen Dank für die schnelle Hilfe und die große Resonanz. Super Forum, ihr habt mir wirklich weitergeholfen!

    Viele Grüße
    Rocconi
     
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  6. Gast 2351

    Gast 2351 Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 14.11.16   #6
    Um die Infos dazu in diesem Forum kurz zusammenzufassen:

    Mit dem Roland FP-30 bekommst du für unter 600€ aktuell am meisten Klavier für dein Geld.

    https://www.thomann.de/de/roland_fp_30_bk.htm?

    Es hat als einziges Piano in dieser Preisklasse einen 3-fach Sensor samt Druckpunktsimulation und spielt sich daher noch authentischer als z.B. ein Yamaha P-115 (2-fach Sensor) oder ein Kawai ES-100 in derselben Preisklasse.
     
  7. Zeugschläger

    Zeugschläger Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.11.16   #7
    Mir war echtes MIDI wichtig, weil man sich damit die Funktionalität beliebig erweitern kann. Ich weiß nicht, ob es sowas fertig gibt, aber zumindest im Selbstbau ist es damit relativ leicht möglich, sich beliebige Bedienelemente dazuzubauen. Vielleicht stellt man ja relativ bald fest, dass ein paar Drehregler doch ganz praktisch wären.
    Mit USB ist das sehr viel komplizierter.
     
  8. bebob99

    bebob99 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.11.16   #8
    Wobei wir ich das dann schon wieder als "Studio" bezeichnen würde.

    Ohne konkrete Zahlen zu kennen würde ich vermuten, dass 99,99% aller Nutzer von Digital Pianos nicht früher und auch nicht später auf die Idee kommen, da "ein paar Drehregler dran zu machen". Schon weil die zur Steuerung des Instruments ja gar nichts nützen, sondern nur zur Steuerung von weiteren dran gehängten MIDI Komponenten, wie etwa einer externen Sound Engine. Die allermeisten werden die MIDI (oder USB) Schnittstelle überhaupt nicht benutzen.

    Für Technik Schrauber ist die runde DIN Buchse natürlich viel praktischer. Ich habe Ende der '80er selber mit Chips und Lötkolben meinem PC eine MIDI Schnittstelle nachgerüstet um das Casio Keyboard anzuflanschen. Hat nichts genützt. Erst vor zwei Jahren hat's doch noch geklappt mit dem Klavier lernen - mit einem mechanischen Klavier :D

    Aber wenn schon jemand gezielt nach einem DP als Master Keyboard fragt hast Du wahrscheinlich Recht. Das wird keine 08/15 Heim Installation. Dann wäre aber auch eine MIDI-Thru Buchse sinnvoll und da schaut's schon eher schlecht aus.
     
  9. DschoKeys

    DschoKeys HCA Workstation (Yamaha) HCA

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    Erstellt: 25.11.16   #9
    Komplizierter als mit konventionellen MIDI-Anschlüssen ist das mit USB eigentlich nicht; zumindest dann, wenn man einfach einen USB-Controller parallel zum Keyboard an den Rechner anschließt. Die Teile sind heutzutage so günstig geworden, dass ich da persönlich mit Selbstbau gar nicht mehr anfangen würde: https://www.thomann.de/de/daw_controller.html?oa=pra

    Viele Grüße, :)

    Jo
     
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