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Diskussion Expression Pedals - Roland EV5 nutzt den Regelweg nicht
Mir schwant was... Kannst du mal bei Knopf-Stellung 0 den Widerstand messen bei Pedal "zu", bei einem Viertel, der Hälfte, 3/4 und vollem Pedalweg? Wenn es geht, wirklich präzise mechanisch bestimmen. Wenn die da nämlich aus Versehen ein log-Poti eingebaut haben, dann kann das alles zusammenpassen. Wenn da noch ein bisschen Ripple auf der Versorgungsspannung dazukommt, wäre das womöglich eine Erklärung...
Ja, das klingt einleuchtend. Und weil ich gar nicht mehr weiß, wann ich das Ding wo gekauft habe (kann durchaus auch gebraucht gewesen sein), könnte es auch ein modifiziertes sein. Das mache ich aber morgen Abend (im Alter braucht man nicht mehr so viel Schlaf? Dass ich nicht lache... ).
Pedalweg (0, 25, 50, 100) %: (35, 270, 920, 9600) Ω bei Nullstellung des grauen Reglers
Hinweis: Die Widerstandsmessung bei 75% habe ich vergessen, aber auch so wird ein Bild draus.
Diagramm mit linearer Y-Achse:
Diagramm mit logarithmischer Y-Achse:
Die Ergebnisse konnte ich mangels präziser Messmethode nicht ganz genau ermitteln (ganz simpel mit Lineal den jeweiligen Pedalweg eingestellt und dann mit Multimeter die Widerstände zwischen Tip und Sleeve abgelesen). Dazu kommen noch Bauteil- und Messgerätetoleranzen. Daher sind die Werte entsprechend ungenau und die Linien in den Diagrammen nicht genau logarithmisch. Aber es lässt sich wohl dennoch bestätigen, dass in meinem EV-5 offenbar ein logarithmisches 10k-Poti verbaut ist
Da ich nicht sagen kann, ob ich das Pedal seinerzeit neu gekauft habe und nicht ausschließen kann, dass es ein möglicher Erstbesitzer umgebaut hat, finde ich solche Vorwürfe nicht gut. Und das sage ich, der sich auch hin und wieder über Roland als Hersteller lustig macht, indem ich das ein oder andere Feature, über das man als Anwender den Kopf schütteln kann, als "eingebauter Roland" bezeichne.
Vielleicht können andere hier im Board, die ebenfalls ein EV-5 haben, ähnliche Messungen durchführen und die Ergebnisse hier posten. Dann haben wir zumindest eine größere Datenmenge.
Ok, ich wäre auch vorsichtig damit, per se Roland da was zu unterstellen. Da müssten Messdaten von mehr Exemplaren her. Aber das würde durchaus vieles erklären, auch die durchaus relativ deckungsgleichen Schilderungen diverser Nutzer im Internet.
Ob das ein Designfehler ist (so nach dem Motto: "Volumepedale sind ja auch logarithmisch") oder ob da die eine oder andere Charge falscher Potis in die Produktion gerutscht ist, wäre dann gut andere Frage.
Zumindest dein persönliches Mysterium wäre damit geklärt - da wäre ich jetzt mal gespannt auf z.B. @BinaryFinary@hervshahn@Aynsley etc gespannt, ob die bei ihren Messungen was anderes rauskriegen.
Ich schau mal heute Abend, was ich da noch zu beitragen kann
Aber die logarithmische Kurve würde vielleicht erklären, warum der Fantom so seltsam auf das Pedal reagiert und andere Geräte nicht. Würde mich nicht wundern, wenn das so wäre und die Hoffnung, dass dies mal verbessert wird, ist bei der Firmware-Politik von Roland nicht gegeben oder sehr sehr gering.
Falls das ein gebrauchtes Pedal war könnte es ja auch durchaus sein dass der Vorbesitzer das lin Poti gegen ein log Poti getauscht hat, weil er es als Volumen Pedal einsetzen wollte ... hätte wäre wenn, ist halt alles Spekulation aber das log Poti scheint wohl die Erklärung für das seltsame Verhalten zu sein
Ich hab als mechanischen Gesamtweg an der Fußspitze des Pedals 36 mm „ausgemacht“; dann hab ich (gerundet) gemessen bei
0 mm (also Fußspitze sozusagen durchgedrückt) 10 kOhm,
bei 12 mm 7,3 kOhm,
bei 18 (Mitte) 1,3 kOhm,
bei 24 0,5 kOhm,
bei 36 (also Fußhacke durchgedrückt) 0 KOhm.
Ich schätz mal, auch eindeutig logarithmisch.
Bei graues Rad auf 10 ergibt sich (kOhm): 60, 56, 52, 51,50
Habe mein Pedal aufgeschraubt und mal reingeguckt. Die Madenschraube, mit der der U-Winkel für die Montage der beweglichen Trittfläche an der Poti-Achse befestigt ist, ist mit Sicherungslack gegen Lösen geschützt. Ebenfalls ist der Sicherlungslack auch an der Kunststofffassung des Poti-Gehäuses großzügig aufgetragen. Es erweckt nicht den Anschein, als sei daran herumgefummelt worden.
Außerdem deuten die von @Aynsley ermittelten Werte ebenfalls auf ein logarithmisches Poti hin.
Stand jetzt gehe ich davon aus, dass mein EV-5 "works as designed".
... bzw. ein "A" für logarithmisch oder "B" für linear ....
Ein logarithmisches Poti für ein Control Pedal würde mich wundern, aber wer weiss ... mein Nord jedenfalls interpretiert die Bewegung des Pedals bei gleichmässiger Bewegung über den gesamten Pedalweg sehr linear von 0% bis 100%, genauso wie bei meinen anderen Pedalen wie dem Yamaha FC-7 oder dem Korg XVP-20.
Wenn das Nord ein Roland- und ein Yamaha-Pedal beide (ohne modifiziertes Kabel) als linear interpretiert, wäre das seltsam. Eins ist RTS und eins TRS - oder kann man das beim Nord einstellen?
Ich gehe auch erstmal davon aus, dass beide bisher vermessenen Pedale ab Werk das Log-Poti haben. Frage wäre nur, ob mit Absicht oder aus Versehen... Wenn jetzt einer um die Ecke kommt und ein lineares Poti findet, wissen wir's...
Wenn das Nord ein Roland- und ein Yamaha-Pedal beide (ohne modifiziertes Kabel) als linear interpretiert, wäre das seltsam. Eins ist RTS und eins TRS - oder kann man das beim Nord einstellen?
Ohhh, obwohl: wenn da nicht nur RTS oder TRS einzustellen ist, sondern explizit die Hersteller aufgeführt sind, dann kann es natürlich auch gut sein, dass das Nord die krumme Kennlinie der Nord-Pedale kennt (falls das bei denen generell so ist) und diese dann analog oder digital kompensiert, so dass das Verhalten linear(er) wird.
Man kann mit einem Widerstand Log-Potis einigermaßen linearisieren:
...was lange währt, wird endlich gut: meine "alte Dame" namens Korg CX3 (die von gaaanz früher, Baujahr 1979) bekommt ein neues Innenleben. Nachdem ich das Projekt immer wieder verschoben habe, lag nun vor etwa zwei Wochen das Paket mit der neuen Elektronik von Carsten Meyer in der Post, und es...
www.musiker-board.de
...oder eben nach der Digitalisierung ein entsprechendes Mapping vornehmen. Das wäre beides ein schlauer Zug von Nord.
Beitrag automatisch zusammengefügt:
...du kannst ja beizeiten mal berichten, ob das EV-5 auch linear vom Nord interpretiert wird, wenn du das auf "Fatar" einstellst. Das ist auch TRS wie das Roland, aber sollte linear sein. Insofern würde ich vermuten, dass mit der Fatar-Einstellung das EV-5 am Nord dann auch am Anfang wenig macht und erst gegen Ende plötzlich die Post abgeht.
Herr, schmeiß Hirn vom Himmel: Ich habe doch auch ein rotes Brett - in meinem Fall ein Nord Lead A1. Fragt mich nicht, warum ich bislang nicht auf die Idee kam, das EV-5 an dem Teil auszuprobieren. Wahrscheinlich, weil ich für meine Anwendung bisher noch kein Pedal an dem Teil benötigt habe...
Ich teste das nachher mal und werde berichten, ob man am NL A1 auch einen spürbaren toten Anfangsweg hat.
Das sehe ich so nicht, ohne das Poti auszubauen, wenn es womöglich auf einer nicht sichtbaren Gehäuseseite steht, es sei denn das kleine A im Kreis über "ALPHA" kennzeichnet das:
(Das Poti am Rand zur Einstellung des "Offsets" sieht auf der Rückseite des Potigehäuses auch so aus.)
alles ja höchst interessant. Vielleicht öffne ich meine Pedale auch mal … Auf jeden Fall kann das „nicht“ im Thread-Titel „… EV5 nutzt Regelweg nicht“ schon mal weg.
Ich meiner Anwendung ist mir der log. Charakter des Pedals nicht aufgefallen, auch nicht im Vergleich zu anderen. Kann mir das nur so erklären, dass ich meist (indirekt) Lautstärken damit steuere.
Leute, das wird definitiv einer meiner Lieblings-Threads. Einfach, weil ich Lustiges und Comedy mag und unheimlich gern lache. Haltet euch fest:
Ich habe vorhin das EV-5 an den Nord Lead A1 angeschlossen und am A1 für das Controller-Pedal "r5" eingestellt (= Roland EV-5). Sobald ich das Pedal auch nur einen Hauch betätige, setzt der A1 die Widerstandsänderung in CC-Werte um. Ich habe die volle Bandbreite an CC-Werten und einen komplett nutzbaren Pedalweg! Einzig der seitliche Regler ist nicht in voller Ausprägung, sondern nur bis zu einer geringeren Drehung sinnvoll, da bereits deutlich vor Einstellung 10 keine Werte-Änderung und auch kein hörbarer Unterschied zwischen unten und durchgedrückt mehr erfolgt, aber das ist mir egal.
Wenn ich am Nord etwas anderes einstelle, z. B. Fatar oder Korg, habe ich zwar auch keinen toten Anfangsweg, aber der NL A1 erzeugt bei komplett durchgedrücktem Pedal keine Maximalwerte mehr.
Mein Workaround:
EV-5 am Nord Lead A1, dort die Systemeinstellung auf "Roland EV-5" einstellen.
Im MIDI-Menü dafür sorgen, dass CC gesendet werden (MIDI-Out vom A1 hängt eh am MIDI-In des Fantoms).
Den Fantom mit den sauber übertragenen CC-Änderungen spielen und freuen, dass kein toter Pedalbereich mehr da ist!
Denn jetzt weiß ich es: Roland hat das EV-5 für Nord Keyboards designed und benötigt demnach was Rotes als zur Aufbereitung der Daten dazwischen
Beitrag automatisch zusammengefügt:
Noch ein Nachtrag: Ohne zu messen habe ich das Pedal am Nord auch gefühlt halb gedrückt. Laut der 7-Segment-Anzeige interpretiert der NL A1 in etwa 50-60% des Pedalwegs. Also scheint das EV-5 mit dem log. 10k-Poti korrekt gebaut zu sein. Einzig am blöden Fantom lässt sich nichts einstellen, um den toten Bereich zu vermeiden.
Spooky...