H
Han Prolo
Registrierter Benutzer
- 27.10.26
- 03.12.23
- 9
Liebe Gemeinschaft,
ich mag Euch gerne ein langjähriges Projekt von mir vorstellen, in welches ich sehr viel Zeit und Herzblut investiert habe. Es wäre großartig, Feedback zu erhalten, um so neue Impulse zur Optimierung aufnehmen zu können - manchmal sieht man ja vor lauter Bäumen den Wald nicht und ich möchte gerne meinen blinden Fleck durch Euch sichtbar machen.
Zum Projektursprung:
Ich mache zu Hause alleine Musik und wollte immer schon meine Ideen in einer guten Qualität aufnehmen - heute zum Glück alles kein Problem mehr. Dabei ist mir wichtig, einen guten Workflow zu haben und so bin ich auf die Idee gekommen, mir ein Homerecording-Pedalboard zu bauen, welches all meinen Ansprüchen gerecht werden soll. Der Gedanke an sich ist nicht innovativ und dennoch…
Anfangs habe ich mit einem UA Apollo Twin X begonnen. Irgendwie widerstrebte es mir jedoch, für zig hunderte oder tausende Euro Plugins zu kaufen, wo ich am Ende nichts richtiges in der Hand halte. Ich wollte für mein Geld einen realen Gegenwert und an echten Knöpfen drehen können. Ja, die Qualität der UA-Plugins ist großartig, aber ich hatte Angst, mich darin zu verlieren und am Ende immer mehr Plugins zu kaufen, weil ich glaubte, dass ich sie brauche. UA macht gutes Marketing und ich habe viele Leute in den Foren gesehen, die in einen Kaninchenbau eingebrochen sind. Das wollte ich tunlichst vermeiden.
Ich habe dann einfach angefangen, meine Gitarren-Pedale vor dem Twin X einzuschleifen. Nach und nach habe ich mir weitere Pedale dazugekauft. Als ich mir dann einen Bass zulegte, kaufte ich auch hierfür einige Pedale. Schnell bemerkte ich, dass ich viel Zeit dafür aufbrachte, die Pedale auf- und wieder abzubauen. Zudem musste am Ende eines Tages der Schreibtisch aufgrund von Home-Office wieder frei sein… Es hat nicht lange gedauert, bis mir das Konzept der Umbauarbeiten auf den Keks ging und ich bemerkte, dass mir dadurch viel Zeit und Ideen flöten gingen. Es war irgendwie lähmend. Außerdem ist es für die Pedale sicher auch nicht cool, ständig neu verkabelt und bewegt zu werden und dann fällt eins auf den Boden…
Daraufhin habe ich mir überlegt, wie ich mir ein Pedalboard für alle Anwendungen zusammenbauen kann: Gesang, Gitarre, Bass, Keyboard, Reamping und Mixing. Alles im Sinne von Plug and Play. Strom an und sofort mit allem loslegen können - egal welches Instrument.
Zuerst habe ich mir ein Brett unter meinen Schreibtisch geschraubt - im Sinne eines überdimensionalen Tastaturhalters, aber der Platz war limitiert und zudem bekam der Schreibtisch ein wenig Überhang. Meine Beinfreiheit war danach auch nicht mehr dieselbe... Dann habe ich ein großes Brett auf einen Keyboardständer montiert und alles daran angebracht. Das war an sich schon cool, sah jedoch einfach nur Kacke aus: Alle Kabel sichtbar und darüber hinaus ein großer Staubfänger in Summe.
Also habe ich mich rangesetzt und mir mal richtig Gedanken gemacht. Ich fertigte mir dann auf dem Papier eine Signalkette an, die ich dann immer weiter optimiert habe. Als dieser Prozess fertig war, habe ich mir Gedanken zum Board für die Pedale gemacht. Kein Board von der Stange hielt meinen Ansprüchen stand, also blieb nur noch DIY. Da man hin und wieder sein Board verändern möchte, fiel Holz als Material raus. Das Klettband hätte die Beschichtung des Holzes abgerissen. Also habe ich mir als Board-Chassi Aluminium ausgeguckt. Als alle Gedanken berücksichtigt waren, habe ich das Alu-Chassi dann fertigen lassen. Klingt extrem teuer, lag jedoch nur bei ca. 150 Euro für ein 120 x 40 cm Chassi.
Dieses Chassi ist wie folgt aufgebaut: Oben die Pedale, innen drin die Kabel mitsamt Netzteilen, Lüftungsschlitzen und Kühlkörpern zur Vermeidung von Überhitzung, Steckdosenleiste mit Überspannungsschutz und Netzfilter, und unten drunter das Interface, die Reamping- und DI-Box. Alles auf Rädern, damit sich unten auf dem Boden kein Staub ansammelt und alles in schön.
Nun heißt es: Nichts mehr umstecken, nur noch Plug in Play. Kurz nach Corona habe ich mit dem Projekt gedanklich begonnen und mir dann nach und nach alles zusammengekauft. Zur Vollendung fehlt mir aktuell ein maßgefertigter Staubschutz und zwei neu erscheinende Pedale, von denen ich glaube, dass ich diese ebenfalls brauche. Ja, auch bei Pedalboards baut man ab und an mal um. Immerhin kann kann Pedale man im Vergleich zu Plugins gut verkaufen. Der Wertverlust hält sich dabei in Grenzen.
Anbei findet Ihr das Schaubild der Signalkette. Man sollte mit Input 2 starten und danach zu Output 5 springen. Von dort aus baut sich alles auf und sollte hoffentlich nachvollziehbar sein. Zudem ein paar Bilder des Boards in seiner Rohfassung, damit man einen Eindruck bekommt, wie es aussieht.
Bei Fragen gerne melden, ansonsten freue ich mich über konstruktives Feedback.
Cheerio
ich mag Euch gerne ein langjähriges Projekt von mir vorstellen, in welches ich sehr viel Zeit und Herzblut investiert habe. Es wäre großartig, Feedback zu erhalten, um so neue Impulse zur Optimierung aufnehmen zu können - manchmal sieht man ja vor lauter Bäumen den Wald nicht und ich möchte gerne meinen blinden Fleck durch Euch sichtbar machen.
Zum Projektursprung:
Ich mache zu Hause alleine Musik und wollte immer schon meine Ideen in einer guten Qualität aufnehmen - heute zum Glück alles kein Problem mehr. Dabei ist mir wichtig, einen guten Workflow zu haben und so bin ich auf die Idee gekommen, mir ein Homerecording-Pedalboard zu bauen, welches all meinen Ansprüchen gerecht werden soll. Der Gedanke an sich ist nicht innovativ und dennoch…
Anfangs habe ich mit einem UA Apollo Twin X begonnen. Irgendwie widerstrebte es mir jedoch, für zig hunderte oder tausende Euro Plugins zu kaufen, wo ich am Ende nichts richtiges in der Hand halte. Ich wollte für mein Geld einen realen Gegenwert und an echten Knöpfen drehen können. Ja, die Qualität der UA-Plugins ist großartig, aber ich hatte Angst, mich darin zu verlieren und am Ende immer mehr Plugins zu kaufen, weil ich glaubte, dass ich sie brauche. UA macht gutes Marketing und ich habe viele Leute in den Foren gesehen, die in einen Kaninchenbau eingebrochen sind. Das wollte ich tunlichst vermeiden.
Ich habe dann einfach angefangen, meine Gitarren-Pedale vor dem Twin X einzuschleifen. Nach und nach habe ich mir weitere Pedale dazugekauft. Als ich mir dann einen Bass zulegte, kaufte ich auch hierfür einige Pedale. Schnell bemerkte ich, dass ich viel Zeit dafür aufbrachte, die Pedale auf- und wieder abzubauen. Zudem musste am Ende eines Tages der Schreibtisch aufgrund von Home-Office wieder frei sein… Es hat nicht lange gedauert, bis mir das Konzept der Umbauarbeiten auf den Keks ging und ich bemerkte, dass mir dadurch viel Zeit und Ideen flöten gingen. Es war irgendwie lähmend. Außerdem ist es für die Pedale sicher auch nicht cool, ständig neu verkabelt und bewegt zu werden und dann fällt eins auf den Boden…
Daraufhin habe ich mir überlegt, wie ich mir ein Pedalboard für alle Anwendungen zusammenbauen kann: Gesang, Gitarre, Bass, Keyboard, Reamping und Mixing. Alles im Sinne von Plug and Play. Strom an und sofort mit allem loslegen können - egal welches Instrument.
Zuerst habe ich mir ein Brett unter meinen Schreibtisch geschraubt - im Sinne eines überdimensionalen Tastaturhalters, aber der Platz war limitiert und zudem bekam der Schreibtisch ein wenig Überhang. Meine Beinfreiheit war danach auch nicht mehr dieselbe... Dann habe ich ein großes Brett auf einen Keyboardständer montiert und alles daran angebracht. Das war an sich schon cool, sah jedoch einfach nur Kacke aus: Alle Kabel sichtbar und darüber hinaus ein großer Staubfänger in Summe.
Also habe ich mich rangesetzt und mir mal richtig Gedanken gemacht. Ich fertigte mir dann auf dem Papier eine Signalkette an, die ich dann immer weiter optimiert habe. Als dieser Prozess fertig war, habe ich mir Gedanken zum Board für die Pedale gemacht. Kein Board von der Stange hielt meinen Ansprüchen stand, also blieb nur noch DIY. Da man hin und wieder sein Board verändern möchte, fiel Holz als Material raus. Das Klettband hätte die Beschichtung des Holzes abgerissen. Also habe ich mir als Board-Chassi Aluminium ausgeguckt. Als alle Gedanken berücksichtigt waren, habe ich das Alu-Chassi dann fertigen lassen. Klingt extrem teuer, lag jedoch nur bei ca. 150 Euro für ein 120 x 40 cm Chassi.
Dieses Chassi ist wie folgt aufgebaut: Oben die Pedale, innen drin die Kabel mitsamt Netzteilen, Lüftungsschlitzen und Kühlkörpern zur Vermeidung von Überhitzung, Steckdosenleiste mit Überspannungsschutz und Netzfilter, und unten drunter das Interface, die Reamping- und DI-Box. Alles auf Rädern, damit sich unten auf dem Boden kein Staub ansammelt und alles in schön.
Nun heißt es: Nichts mehr umstecken, nur noch Plug in Play. Kurz nach Corona habe ich mit dem Projekt gedanklich begonnen und mir dann nach und nach alles zusammengekauft. Zur Vollendung fehlt mir aktuell ein maßgefertigter Staubschutz und zwei neu erscheinende Pedale, von denen ich glaube, dass ich diese ebenfalls brauche. Ja, auch bei Pedalboards baut man ab und an mal um. Immerhin kann kann Pedale man im Vergleich zu Plugins gut verkaufen. Der Wertverlust hält sich dabei in Grenzen.
Anbei findet Ihr das Schaubild der Signalkette. Man sollte mit Input 2 starten und danach zu Output 5 springen. Von dort aus baut sich alles auf und sollte hoffentlich nachvollziehbar sein. Zudem ein paar Bilder des Boards in seiner Rohfassung, damit man einen Eindruck bekommt, wie es aussieht.
Bei Fragen gerne melden, ansonsten freue ich mich über konstruktives Feedback.
Cheerio
