Ach jo, kaum ist man mal ein paar Tage weg...
Ich fühle mich an diesem Thread nicht ganz unschuldig, denn ich glaube, der "andere Thread", von dem hier am Anfang gesprochen wurde, war der, in dem ich sagte, ich slappe fast ausschließlich aus dem Daumengelenk...
Also zum Slappen:
Leider ist meine Digicam auf nem Gig verloren gegangen *schnüff*, also weder mpeg noch gif noch jpg von mir... Mein Unterarm liegt fast parallel zu den Saiten, Daumen in typischer Tramper-Stellung, Bewegung fast ausschließlich aus dem Daumengelenk, leichtes(!) Schwungholen aus dem Handgelenk. Verhältnis Daumengelenk - Handgelenk so ca. 80/20.
Kleiner Finger bleibt fast immer auf dem Korpus als Anchor (ist ne Macke von mir). Also sehr kleine Bewegungen.
Ich finde es unlogisch, dass man mit weit ausholenden Bewegungen besser auf Tempo kommen soll, denn der Weg, den der Daumen zurücklegen muss, ist dann schließlich größer. Das wird bei Tempo 120-140 schon zum Problem... Und was die Lautstärke angeht: Mit meinen "kleinen" Daumenschlägen komm ich schon weit in die Kompression, noch mehr wird dann eh weggeregelt... Sound ist auch knackig, also was will ich mehr...
Unterarm: liegt beim normalen Zupfen entspannt auf der Oberseite des Korpus. Alles andere wäre auch zu anstrengend, erst recht damals bei den 8-Stunden-Tanzgigs...

Bin ich froh, dass ich das nicht mehr mache!
Anschlaghaltung: Also ich finde Bassplayers Bildchen nicht übertrieben idealisiert, genau genommen sollte man auch den Längenunterschied zwischen Zeige- und Mittelfinger ausgleichen. Nur dann sind beide Finger gestreckt und erzeugen den gleichen Sound (gleiche Anschlagsstärke vorausgesetzt, also: ÜBEN!!) Das heißt für die meisten von uns, dass die Fingerchen recht schräg auf den Saiten liegen müssten (Gruß an Spanker

)... und es gibt genug hervorragende Bassisten, bei denen das genau so aussieht.
Natürlich kommen jetzt wieder rund 3 Millionen Gegenbeispiele...
De facto sieht meine Haltung rechts ziemlich genauso aus wie bei Aqua, nur dass ich den Daumen auf die E-Saite lege...
Und ich teile die Auffassung, dass man Präzision und hohes Tempo am besten mit einer sauberen Technik erreicht. Natürlich lassen sich auch die exotischsten Spielweisen perfektionieren, aber es gibt immer eine Grenze, und der Aufwand, um mit anderer Technik zum gleichen Ergebnis zu kommen, ist erfahrungsgemäß deutlich höher. Das zeigt sich immer dann, wenn die "Selfmade-Bassisten" mal ihre gewohnten Bahnen verlassen und was Neues machen sollen/wollen...
Hautpsache, es macht Spaß!
LeGato