Saber Rider schrieb:
@Stringgod
Sicher, ich versteh dich voll und ganz. In diese Richtung will ich mit meinem Spiel ja auch.
JP ist allerdings der einzige Shredder dessen Shredsoli mir auch wirklich zusagen. Nebenbei, er kann auch gefühlvoll solieren, wir wollen mal nicht Lines in the Sand, Scarred oder Spirit carries on vergessen...
Santana ist sicherlich reine Geschmackssache, mich langweilt er mit seinem ewig gleichen Zeug ungefähr genauso wie Yngwie.
Wer mich noch ziemlich beeindruckt was Ideenvielfalt im Umgang mit der Gitarre angeht, ist Robert Fripp. Der kann sich zwar manche Shredeskapaden auch nicht verkneifen, allerdings hat sein Spiel schon einen ganz anderen Grundgedanken als die ganzen bisher genannten. Schräg, aber unheimlich interessant...für mich zumindest.
Hab nirgendwo gesagt, dass er nicht gefühlvoll spielen kann. Das sollte jeder gute Musiker, sonst ist er ja kein Musiker. Santana kan bestimmt auch n bisschen Shredden, wenn er will. Aber, wie ich oben schon mehrmals erwähnt habe, ist das nicht Petrucci's stärkster Punkt. Petrucci ist n guter Musiker und weiss somit auch was er wo spielen muss. Aber entschuldige mal. Wenn man mal Tender Surrender von Vai gehört hat oder Crying von Satriani, dann verstehe ich nicht wie man bei Petrucci überhaupt noch von Feeling sprechen kann (hab jetzt extra nur Gitarristen aus dem Rockbereich aufgezählt, von Bluesgitarristen müssen wir in Punkto Feeling ja erst garnicht sprechen). Natürlich hat der Feeling, keine Frage, aber nicht mit wirklichen Grössen zu vergleichen. Was ich toll an John finde ist sein Timing, sein Genauigkeit, seine Riffideen und seine Art Gitarre zu spielen passt sehr gut zu DT.
Anto schrieb:

ich muss jetzt einfach mal sagen das das korrekt ist
vorallem das mit santana
@ stringod
wenn ich manchmal lese was du über td und gerade über john petrucci schreibst denke ich mir ds auch du dich noch nicht richtig damit beschäftigt hast
aber nur manchmal
Klar findet ihr Santana langweilig. Das fand ich früher auch. Fand früher auch Hendrix langweilig. Da habt ihr im Moment noch dasselbe Problem, das ihr Bassist86 vorwerft. Es ist einfach eine Phase. Das geht schon vorbei, keine Angst

.
Mal ernsthaft. Man muss bei solchen Leuten genau hinhören, weil die halt auf den ersten Blick nicht spektakulär spielen. Aber nur auf den ersten Blick. Bis man sich mal etwas näher mit beschäftigt.
Einfach mal versuchen das Little Wing Intro genauso zu spielen wie Jimi. Funzt net. Einfach mal eine Santana Impro genauso zum klingen zu bringen wie er. Funzt net. Allerdings mit der richtigen Gitarre und dem richtigen Amp und viel Technik üben ist Petrucci zu erreichen. Ist nachspielbar. Sogar noch viel geiler (gitarristischer), nach meinem Geschmack.
John ist ganz klar ein Klassiker, d.h. einer der gut komponierte Sachen nachspielen kann. Improvisation ist alles andere als seine Stärke, wenn man ihn mit wirklichen Impromeistern wie Scott Henderson, Scofield, Metheny etc. vergleicht.
Ich muss nicht alles von Petrucci kennen. Hab gerade noch ein Stück der neuen Scheibe gehört und dachte mir: mmhhh, ganz nett, das Übliche halt.
Echte Fans sehen da natürlich Unterschiede, aber bei mir hat das Interesse bei der Awake aufgehört. Hab zwischendurch nochmal die Six Degrees gehört. Fand ich super langweilig und warum sollte ich mir jetzt noch mehr anhören ?
Es gibt so viel geilere Musik als DT, die ich noch nicht gehört habe, warum sollte ich mich dann mit DT beschäftigen ?
Und bitte jetzt keine Kommentare wie: "Ja, die muss man mehrmals hören. Du verstehst das ja garnicht ! "
DT ist ne tolle Band, aber es gibt so viel geilere Sachen zu entdecken.