Dröhnen bei der Aufnahme von Akustikgitarre

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Hallo ihr Lieben,

ich bin komplett neu in der Materie, und habe gerade meine ersten Aufnahme-Versuche gestartet. Ich möchte eine Akustikgitarre aufnehmen, der Song ist gezupft. Das Problem dabei ist, dass die Bässe furchtbar dröhnen. Mit meinem nicht vorhandenen Wissen was Equalizer angeht, kriege ich es zwar hin, das der Sound ... sagen wir, "ok" ist. Aber ich habe dennoch das Gefühl, dass ich irgendetwas falsch mache, es muss doch möglich sein, meine Gitarre so aufzunehmen, dass ich kein Dröhnen bekomme. Die Gitarre hat auch einen Klinkenstecker, wenn ich über Kabel statt Mikrofon aufnehme, dröhnt die Aufnahme zwar nicht, allerdings wird der Sound auch etwas verändert, und der Sound durchs Mikro gefällt mir einfach besser.

Equipment/Setup ist folgendes:
Audiointerface: Steinberg UR22
Mirkofon: t.bone SC 400
Software: Ableton Live 8

Ich habe bereits unterschiedliche Abstände zwischen Mikro und Gitarre getestet, dröhnen tut es sowohl bei 10-15 cm als auch bei 40-50 cm. Beide Male war das Mikro auf das Schallloch gerichtet.

Ich werd mal ne Hörprobe mit hochladen, damit ihr euch eine eigenes Bidl machen könnt.


Es wäre tierisch lieb, wenn mir jemand ein paar Tipps geben kann, wie ich solche Probleme vermeide. Wie gesagt, der Equalizer sit ne Lösung, aber ich glaub ich mach einfach beim Aufnehmen was falsch oder so.

EDIT: Rechtschreibkorrekturen.
 
Eigenschaft
 
Hi!

je mehr du das Mikrofon in Richtung Schalloch richtest je mehr Bässe bei der Aufnahme.
Versuch mal das Mikrofon mehr aufs Griffbrett zu richten.
Die Abstände und Position einfach ausprobieren. 10-40 cm was du sagst ist ein guter Ansatz. Je näher das Mikrofon je präsenter der Klang, je weiter Weg, umso räumlicher klingt es.
und von der Position her, positionieren viele ihr Mikrofon auf Höhe des 12. Bundes, mehr oder weniger aufs Schallloch oder Griffbrett gerichtet, je nach Bass den man haben möchte. Aber es lohnt sich selber auszuprobieren.

Zum Thema Equalizer: Wenn irgendwie möglich den Klang mit der Mikrofonpositionierung hin zu bekommen. Man kann mit dem EQ wohl paar Dinge etwas anpassen, aber man kann nicht aus einer schlechten Aufnahme eine gute Aufnahme machen^^
Allerdings bei akustischer Gitarre kannst alle Frequenze unterhalb ca 80Hz emliminieren. mit einem High Passfilter, vermutlich HPF genannt im Ableton. (die 80Hz auch ausprobieren, das ist nur ein Ansatz.. man sollte damit nicht den Klang der Gitarre verändern, sondern nur das Tiefe dröhnen entfernen, welches man nicht vermisst wenn es weg ist:)
Ich glaube dein TBone hat das nicht, aber es gibt Mikrofone da gibts ein Schalter für den HPF. Wenn doch, würde ich den benutzen, um das dröhnen gar nicht erst mit aufzunehmen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo SoldierOfSodom und herzlich willkommen "on Board",

Der Tipp von Zelo01, das Mikro auf das Griffbrett am 12. Bund zu richten, ist schon ein guter Ansatz. Das wird vermutlich schon einiges verbessern. Zumal Deine Gitarre bei ca. 115Hz eine Resonanz hat, die bei Mikrofonierung Richtung Schalloch "gut" eingefangen wird.
Darüberhinaus hat das Mikro einen heftigen Nahbesprechungseffekt, der Frequenzgang wird erst bei knapp einem Meter Abstand im Bass-Bereich ausgeglichener. EQing ist also bei geringen Abständen Pflicht, nicht Kür:D

Viele Grüße,

Klaus
 
Vielen vielen Dank ihr beiden, da werde ich mal fröhlich weiterprobieren :) Falls weitere Probleme auftauchen, melde ich mich wieder :)

Lieben Gruß

K
 
Viel Spass beim ausprobieren:)

da hat TripleK recht. Distanz 10-40 cm ist eher zu knapp. Es wird natürlicher wenn der Abstand grösser ist.
Oft ist man halt gezwungen näher ran zu gehen, zB wegen Nebengeräuschen die man nicht mit aufzeichnen will (Lüfter der Rechners zB, oder schlechte Raumakustik), oder in einer Live Situation.

Wenn die Aufnahmesituation gut ist, bin ich einverstanden mit ca 1m Abstand:)
 
Woran mach ich fest, ob die Raumakustik gut ist? Ist damit einfach gemeint, dass die Gitarre im Raum so klingt, wie ich gerne möchte dass sie klingt? Oder gibt es bestimmte Dinge, die grundsätzlich dafür sorgen, dass ein Raum "gut" oder "schlecht" klingt? Wie z.B. Größe des Raumes, Größe der Spiegelnden Flächen, vollgestellt oder eher nicht, solche Dinge?
 
Das ist eine gute Frage.
Quadratische Räume sind nicht so toll, da die Längs und Quermoden in den selben Frequenzen liegen. Ebenfalls ist es nicht so gut wenn die Wände paralell sind, weil sich der Schall dann endlos lang hin und herwerfen kann.

Das Geometrie des Raums sind aber Dinge sie sich kaum verändern lassen. Man kann dann zu Absorbern etc greifen, wenn man die Möglichkeit hat, würde ich dann aber vorschlagen den Raum zu wechseln.

hmmm also im Homerecordingbereich würde ich mir die Aufnahme einfach anhören, ob sich lange störende Hallfahnen abzeichen, oder gewisse Frequenzen ausgelöscht bzw überbetont sind. Und viel ausprobieren mit der Positionierung des Mikrofons, aber auch mit der Position wo sich die Gitarre im Raum befindet. Die klingt auch nicht überall gleich. (Da kannst auch ohne Mirkrofon einfach mal den Punkt suchen, wo es für dich am besten Klingt im Raum.)
 
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Hallo,
ich habe genau das gleiche Problem....
Mein Equipment/Setup ist folgendes:
Mic:TLM 49
Preamp: Universal Audio 6176
Git: Gibson hummingbird
Software: Proo Tools 11

Ich kriege das Dröhnen einfach nicht in den Griff....
Spiele auch mal schnellere Sachen, mit schlagmustern..
aber alles vermischt zu Brei....
Wenn ich zupfe und leiser spiele wirds etwas besser,
aber auch nicht optimal...
Kann mir bitte jemand helfen was ich noch tun kann, bin schon total verwzeifelt :-/
 
Wo hast du denn dein Mikrofon positioniert? Bei welcher Frequenz ist dieses Dröhnen angesiedelt?
In welchem Raum nimmst du auf? Hörprobe?

Ich könnte jetzt ein paar wilde Vermutungen anstellen, aber das lasse ich mal lieber und warte auf belastbare Fakten.
 
...Hallo...

12ter Bund.... aber auch schon auf den 8 probiert...
....Frequenz? E,A,D - Saiten verursachen das Problem...
...Aufnahme ich bei mir n der Wohung...
--Hörprobe müsste ich erst aufnehmen, kann ich aber heute abend gerne machen....
 
Hallo kamillo

12ter Bund.... aber auch schon auf den 8 probiert...
In welcher Entfernung hast du das Mikro denn aufgebaut ?.
Ich habe die Erfahrung gemacht, das ein größerer Abstand das Dröhnen um einiges verringert.
Mittlerweile baue ich meine Mikros in einem Abstand von ca. 30-40cm auf . Anschließend kleine korrekturen mit dem EQ, wo noch
ein paar störende Frequenzen vorhanden sind und alles passt.
 
Danke Alex ...
Meistens 10cm vom Griffbrett....
Also ich habe das Mikrofon auch schon mal 40 cm weggestellt, einwenig besser war es....
Aber auch noch nicht optimal, Zudem ensteht das Problem, das Raumanteile zu hören sind (durch das
Großmembran) und der klingt halt nicht
so mega :-/
Kann es sein das das TLM 49 dafür ungeiegnet ist?
 
Meistens 10cm vom Griffbrett....Also ich habe das Mikrofon auch schon mal 40 cm weggestellt, einwenig besser war es....
Aber auch noch nicht optimal,....
Naja, optimal sind meine Aufnahmen auch nicht auf Anhieb. Ein wenig nachhelfen muss ich da auch.
Allerdings, sind das nur geringe Eingriffe mit dem EQ. 10cm finde ich mittlerweile etwas gering. Wobei natürlich, je näher das Mikro
umso weniger Raumanteile sind auf der Aufnahme.

Kann es sein das das TLM 49 dafür ungeiegnet ist?
Ohh...Ich glaube das ist eine Frage, die unsere Mikrofon Spezailisten hier besser beantworten können.
Ich als Amateur in Sachen Mikrofone, würde sagen, das ein Neumann Mikro für rund 1500.- € eigentlich ein guter Allrounder sein sollte.
Also wenn ich mit meinen beiden AT2020 gute Aufnahmen bekomme, sollte das mit einem Mikro, das dass zehnfache kostet doch
locker funktionieren.
Aber eigentlich sollten deine Probleme doch mit ein paar Absenkungen bestimmter Frequenzen behoben werden.
 
Zuletzt bearbeitet:
ein Blick auf die Beschreibung des TLM-49 bei Neumann lässt es tatsächlich als nicht ideal zur Gitarren-Aufnahme erscheinen:
ua der Hinweis auf die bewusst warme Abstimmung im Bereich Stimme und der mit 34mm recht grosse Membrandurchmesser...

zu letzterem: hat mich mal selbst verblüfft, dass ein 'eigentlich' besseres Mikro an der Gitarre das schwächere Ergebnis lieferte.
Mit einem AKG D-19 Derivat komme ich stimmlich sehr gut klar, für die Gitarre bevorzuge ich ein Telefunken TD26, was dem Beyer M201 ähnelt.
Die Membranfäche dürfte sich um den Faktor 3-4 unterscheiden, das kleinere TD26 liefert eindeutig den klarer definierten Ton.

das AT2020 ähnelt von der Kapselgrösse eher einem Kleinmembraner, würde hier also Vorteile verbuchen
(wenn man der Arbeitshypothese folgt)

beim TLM-49 weist Neumann auf eine Tendenz zur Hyperniere hin, was dafür sorgen könnte, dass Anteile die 'on axis' (zB über den Korpus) reflektiert werden, sich ungünstig addieren...
ist mir mal mit einem Sennheiser MD441 (ebenfalss hyper) passiert, dass am Ende ein sonst nicht vorhandener Dröhnanteil auf der Aufnahme war

cheers, Tom
 
Ich nehme eigentlich auch ganz gerne mit Großmembranern auf, aber ich habe auch schon bessere Ergebnisse mit einem Kleinmembrankondensator erzielt.
Die Färben nicht so stark (Geschmackssache) und haben meines Erachtens nie so viel Raumanteile mit drauf.
Hier habe ich etwas gefunden. Da nimmt auch jemand mit einem TLM 49 eine Gitte auf. Leider kann ich momentan nicht reinhören, aber das Feedback der User klingt nicht schlecht.
 
hmmmm, ok danke euch schon mal....
Also grundsätzlich möchte ich dazu sagen, dass ein teures Mic nicht immer Vorteile bringt...
Es nimmt viel feiner auf, bedeutet, hat man nicht eine optimale Umgebung (Raumakustik)
hat man viel Müll dabei...was vll. ein billigeres Mikrofon nicht mit aufnimmt...
Tja, na dann stehe ich jetzt da.... habe mir schon überlegt ein kleinmembran
zu kaufen... Neumann km184 oder das AKG c 415 oder Sennheiser MD 421
Aber momentan fehlen noch die finanziellen Ressourcen.... :-(
 
Also ich würde mal die Raumakustik genauer unter die Lupe nehmen, da du sagst, es sind zu viele Raumanteile auf der Aufnahme, trotz sehr geringem Abstand von 10cm.
Klar hat auch Gross/kleinmembran und die Richtcharakteristik des Mikrofons ein Einfluss, aber wenn sich bei einer Nierencharakteristik bereits bei 10cm Abstand störende Hallfahnen abzeichnen, denke ich, liegt das Problem hauptsächlich bei der Raumakustik.
 
Nö, bei 10cm ist kaum Raumanteil, ich habe gesagt da ist das Dröhnen sehr stark...
 
Achso, jep, ich hab nochmal nachgelesen.. Das hab ich falsch verstanden, sorry
 
Aber momentan fehlen noch die finanziellen Ressourcen.... :-(
Mal ne dumme Frage ...Müssen es denn solche Preisregionen sein ?. Mir scheint, das du ja dringend ein Mikro benötigst.
Gut, kommt natürlich auch auf die Ansprüche an. Aber ich muss echt sagen, das ich mit meinen beiden AT2020 (Stereomikrofonie) echt super
Aufnahmen der Akustikgitarre bekomme. Alternativ wird hier im Forum auch seeehr oft das AT2035 empfohlen.
Aber ich denke mal, wenn ich mir so dein erwähntes Equipment anschaue, wird das wohl für dich eher in den "Spielzeugbereich" fallen.
 

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