Drum Mikrofone gesucht (Toms/HiHat) - Live

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Gouvi

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Hallo zusammen,

ich update gerade meinen Mikrofon-Satz. Das ganze soll live zum Einsatz kommen für alle möglichen kleineren und größeren Auftritte, hauptsächlich bei zwei Coverbands (Funk, Soul, Pop).

Es geht mir um gute livetaugliche Allrounder.

Bereits im Einsatz sind:

Snare: Sm 57
OH: Rode NT5
Bassdrum: Shure* Beta 52a

Gesucht werden in jedem Fall ein Satz Tom Mikrofone, meist für 2 Toms (12/14), je nachdem auch noch eine dritte Tom (10) sowie für die Hi-Hat. Falls ihr Alternativ-Vorschläge für die Snare habt bin ich da auch offen. Komme mit dem Sm57 klar, aber es ist jetzt mittlerweile 15 Jahre alt, schon etwas verschlissen und ich habe doch immer recht viele Probleme mit Bleeding.

Bei den toms war ich schonmal auf Sennheiser* E904 oder Beyerdynamic* TG D57C gestoßen. Bei der HH auf Sennheiser* E614, Beyerdynamic* M201.

Aber ich bin offen für Tipps aller Art bei Mikrofonen für Toms, HH und auch Snare.

Budget Läge so bei 150-200 pro Tom-Mikrofon, ca 300-350 für HH und Snare je nachdem auch 300+.

Vielen Dank schonmal für euren Input.
 

Das M201 ist inzwischen mein Standard Mikro an der Snare. Hin und wieder habe ich auch ein e904 da dran oder, was auch ganz gut funktioniert ist ein AE2300.
Das Beta52 ist schon mal eine gute Wahl für die Bassdrum. Da würde ich nichts ändern fürs erste. Ok, ich verwende inzwischen ganz gerne das ATM250*.

Und weil wir gerade dabei sind, das AT4041 *eignet sich auch ganz gut für OH und Hihat. Ich habe da aktuell aber die CC8 *von Austrian Audio, die für mich noch mal ein Stück besser funktionieren. Aber die könnten etwas aus dem Budget liegen. die NT5 z.B mag ich gar nicht, egal was die Quelle ist, also auch nicht an den Drums.

Und für die Toms nehme ich aktuell entweder die e904 oder aber die e604*, die gerade wenn man es eher Vintage haben will besser passen. Die e904 sind etwas moderner im Sound. die 604er gibt es auch im Dreier Pack etwas günstiger als einzeln. Mit den Audix D2 kann man aber auch ganz tollen Sound machen, die gibt es auch als Trio *etwas günstiger.

Wenn es sich ausgeht dann erst mal das Set hier:

1778499275807.webp

Eventuell noch die NT5 kurzfristig auswechseln. Dann passt das schon
 
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  • #3
Danke dir für den ausführlichen Input schonmal. Die NT5 hab ich tatsächlich erst relativ neu als OHs. Komme ganz gut als Allrounder damit klar, aber ist wohl auch Geschmackssache. Aber bezüglich HH/Toms/Sn gucke ich mir das gleich genau an :)
 

Also, ich hatte früher mal einfach 4 Stück Shure SM57 für Snare und Toms. Das war günstig, die Mikrofone auch für anderes einsetzbar und von daher ganz ok.
Negativ waren das allseits bekannte "rasseln" der SM57, sowie empfand ich die Dinger als Unhandlich am Drumkit.

Seit so 5 Jahren habe ich auf Audix D1, D2, D4 umgestellt - viel kompakter, weniger Bleed. Mit folgenden Rim-Halterungen habe ich in Kombination mit den Audix-Mikros gute Erfahrungen gemacht:

Die SM57 kommen immer mal wieder als Ersatz-Mikrofone mit, aber sind fast arbeitslos geworden....
 
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Und für die Toms nehme ich aktuell entweder die e904 oder aber die e604**, die gerade wenn man es eher Vintage haben will besser passen. Die e904 sind etwas moderner im Sound. die 604er gibt es auch im Dreier Pack etwas günstiger als einzeln.
Die 604er sind so die "go-to"-Tommikes. Nahezu unkaputtbar, Sound und Preis passen.
Nach Lust und Laune kommen bei mir auch mal die Beyerdynamic ins Rennen. Günstig und gut.
*
 
Ich bin ein großer Fan des e904 an Snare und allen Toms. Knackige Höhen, kontrollierter Bassbereich - damit kriege ich in jeder Situation sehr schnell einen passenden Drumsound. Und da ich die Mikros seit Jahren kenne, kriege ich auch einen oldschool oder jeden anderen Sound damit hin. Und die Kings bei den Overheads (zur Not kann man dann auch mal die Tom-Mikros weglassen) sind für mich die Neumann KM184.

Auch die Schlagzeugmikros von Audix finde ich toll, die knallen sogar noch etwas mehr als die Sennheiser. Ein Drummer, dessen Band ich betreue, nimmt für seine Toms die Kondensator-Schwanenhals-Mikros von Audix. Sind sehr geil, leider kenne ich die Namen nicht. Aber auch das i5 an der Snare ist super. Das SM57 fand ich dagegen immer etwas verwaschen im Höhenbereich.
 
Ich kann nur mal wieder erneut anbringen, dass ich ein riesen Fan der JTS CX505 an den Toms bin. Die CX508 mit Schwanenhals statt Rimklemme machen auch als "Underhat" an HiHat und Ride einen hervorragenden Job. Sind halt mechanisch nicht die robustesten, mögen also eher nicht mit dem Stick getroffen werden, und das fest angebrachte Kabel samt fest angebrachtem, recht schweren Speiseadapter kann eventuell stören. Aber performance-mäßig kann ich nicht meckern. Bis jetzt war auch noch jeder Gasttechniker begeistert.

An der Snare ist das genannte M201 eine Möglichkeit (geht auch gut an der HiHat), oder ein sE V7x.
 
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Ich dreh den Spieß mal um: da ich meist nicht meine eigenen Mikros dabei habe, bekomme ich ganz verschiedene Mikros an die Toms gestellt, bzw heutzutage geklemmt, und in der Regel kommt irgendwann die Rückmeldung "geiler Drumsound". Die E604 sind dabei gar nicht selten, aber auch t-bones sind darunter. Am Ende scheint es also doch darauf rauszulaufen, dass der Anwender seine Mikros halt kennen muss, nicht auf den Typ der Mikros. Und vermutlich auch ein bisschen aufs Tuning 😉

Selbst auf Stadionbühnen habe ich schon Budget-Mikros wie die Opus 88 gesehen, und dabei konnte man sich gewiss nicht über den Tomsound beschweren.
Deshalb, und aufgrund der Tatsache, dass Sound immer Geschmacksfrage ist, würde meine Kaufentscheidung in deiner Situation etwa mit diesen beiden Fragen beginnen und enden:
1. Welche Mikros sind robust und wirken Vertrauen erweckend?
2. Welche Mikros strapazieren dabei die Haushaltskasse am wenigsten?

Bei Bassdrum, Snare und Overheads lege ich deutlich mehr Wert auf den Sound, Toms funktionieren unter Livebedingungen immer irgendwie und sollten gut halten und auch mal nen versehentlichen Treffer verkraften. Just my 2 Cents.
 
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Selbst auf Stadionbühnen habe ich schon Budget-Mikros wie die Opus 88 gesehen, und dabei konnte man sich gewiss nicht über den Tomsound beschweren.
der Nachfolger heißt ja TG D58 bzw TG D57 und ist gar nicht mal so ein "Budgetmikro" verglichen mit den Audix oder Sennheiser. Und ja, die funktionieren an Toms, wie an allen anderen Trommeln, sehr gut. Ich mag deren definierten Low Ends speziell an den Stand Toms ganz gerne. Die Klemmen vom TG D58 gibt es übrigens auch extra (MKV 87) aber die ist recht teuer, wie ich finde. Da ist die Kombi mit dem TG D35 dann schon fast ein Schnäppchen. Gute Klemme mit halbwegs passablem Mikro.

Generell haben sich ja wohl inzwischen Mikros mit Rim Halterung durchgesetzt. Wer will noch einen Wald Mikrofonstative rund um das Drum Kit aufbauen. Inzwischen maximal die beiden für die Overhead und der Rest direkt geklemmt. Da helfen übrigens auch Halterungen wie diese hier https://www.thomann.at/gravity_mamh_01.htm*. Ich hab mir ein paar zugelegt um z.B an den Beckenstativen Mikros zu befestigen wenn mal wieder ein Drummer sein Set extrem eng aufgebaut hat.
 
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  • #10
Danke euch für den ganzen Input.
Ich werde jetzt mal Folgendes ausprobieren:

Snare: M201
HH: schwanke ich noch zwischen den AT 4041 und dem AA CC8
Toms: Tendiere gerade zu den E604 nach dem Hören einiger Vergleichsaufnahmen, ganz sicher bin ich aber noch nicht, sind halt dann doch 100 € günstiger im 3er Pack, auch wenns daran nicht hängen sollte.
 
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  • #11
Meiner Meinung nach machst du mit den e604 nichts verkehrt.
 
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  • #12
Wie ist eigentlich der Soundunterschied zwischen den Sennheiser 604 und 904 zu beschreiben? Lohnt sich ein Upgrade?
 
  • #13
Ich finde nicht dass es ein Upgrade ist. Das sind zwei etwas verschiedene Mikros, das 604er klingt eher nach Vintage, weniger Höhen, während das 904er mehr Höhen hat und irgendwie moderner klingt. Das 904er kann man auch ganz gut an der Snare benutzen, wenn man sein 201er daheim vergessen hat.

Ich habe schon Rider gekriegt, da stand das e604 drin, mit dem Kommentar "no 904 instead". Es gibt also Kollegen, die ziehen das einfach dem moderneren vor.
 
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  • #14
Ich habe sechs e904 und darf hin und wieder auch mal mit dem e604 was abnehmen - ich finde, das e604 klingt bassiger. Voller, wenn man es positiv beschreiben will, weniger kontrolliert, wenn einem der kontrollierte Frequenzgang des e904 besser gefällt. Ich komme mit beiden klar, mag aber den Sound der e900-Serie mehr, auch an der Snare und für alle möglichen andere Instrumente.
 
  • #15
Mein Eindruck aus verschiedenen Vergleichen war, dass das e904 stärker processed klingt. Nicht ganz so stark (schlimm), wie die Audix, aber eine ähnliche Richtung.
 
  • #16
Manche benutzen wohl bevorzugt MD421 für Toms. Habe eben bei der Recherche gesehen, dass es mittlerweile eine kompaktere Version davon mit einer Drum Clamp gibt. Eine Suche nach "tom drums md421" liefert massig Videos dazu. Oder nach "tom mic comparison" suchen?
 
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  • #17
Ja, ja, das MD421 ist schon gut in der Anwendung, auch das kompakte Modell passt.
Wenn ich mir aber das angepeilte Budget von 150-200€ ansehe,dann liegen die schon etwas drüber. Für ein MD421 bekommst du in etwa den 3er Pack 604er.

Für mich ist es gar nicht Mal so kritisch was man da an die Trommeln knallt, ob ein e604, e904 oder MD421. So lange das Set gut gestimmt ist , der Raum passt und man Sorgfalt beim Positionieren vom Set und den Mikros walten lässt wird es gut Ergebnisse geben die auch noch Raum für Feinabstimmung ein beim Mix zulassen.
 
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  • #18
Ganz generell würde ich dir empfehlen einfach mal möglichst viele Mikrofone zu bestellen und miteinander zu vergleichen, wenn du die Möglichkeit dazu hast. Am Ende des Tages hat doch jeder seine eigenen Vorstellungen davon wie etwas klingen soll und welche Mikros diesem Sound entgegenkommen und welche dagegenarbeiten.

Meine persönlichen Gedanken zum Thema Drum Mikrofonierung und vielleicht noch ein bisschen weitere Inspiration für dich:

Das Beta 52a finde ich als einzelnes Bassdrum Mikro ganz furchtbar und unbrauchbar, weil der Frequenzgang ab ~5kHz komplett wegbricht; das kann man auch nicht wieder reinequen. Wenn du nur ein Bassdrum Mikro einsetzen möchtest, würde ich ein Audix D6 oder Sennheiser e902 nehmen. Alternativ ein e901 oder Beta 91a, wenn man mehr auf den Grenzflächen Sound steht.

An der Snare nutze ich seit einigen Jahren sehr gerne das Audix OM5. Nominell wird das ja eigentlich als Vocal Mikro verkauft, aber an der Snare funktioniert das auch richtig dolle gut und hat einen deutlich reduzierten Bleed im Vergleich zu vielen anderen Mikros.

An Toms benutze ich am liebsten die Beyerdynamic TGd58. Sämtliche dynamische Mikros, die ich je probiert habe, waren mir oben rum alle zu dumpf, selbst wenn sie laut Frequenzgang einen krassen Höhenboost haben sollen. Außerdem hab ich bei dynamischen Mikros immer den Grundton von Floortoms vermisst, der von Kondensator Mikros wunderbar übertragen wird. Die TGd58 im speziellen waren für mich dann einfach das beste Gesamtpaket aus Sound, Klammer, Größe und Platzierbarkeit.

Für Overheads und Cymbal Spot Mics nutze ich Line Audio CM4. Wirklich tolle Mics die klanglich weit über ihrer Preisklasse spielen. Die NT5 klangen mir immer unangenehm/kreischig in den oberen Mitten. Von den günstigen Kleinmembranern von Rode bevorzuge ich die M5, die klingen für mich deutlich weniger unangenehm.
 
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  • #19
Wie ist eigentlich der Soundunterschied zwischen den Sennheiser 604 und 904 zu beschreiben? Lohnt sich ein Upgrade?
Ich hab einmal die Gelegenheit gehabt, ein Kit für Demoaufnahmen komplett mit 604ern und 904ern an den Toms gleichzeitig abzunehmen. Die Wahl der 904er war dann ein absoluter no-brainer. Die 604er klangen sehr pappig flach. Müßte mal schauen ob ich die damaligen Testaufnahmen bei den Soundchecks noch finde, oder ob ich die direkt nach Mikroauswahl wieder in die Tonne getreten habe.
 
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  • #20
Viel entscheidender als das Mikro ist das daß Schlagzeug vernünftig gestimmt und abgestimmt ist.
Ist das nicht der Fall kannst Du da Mikros drannhängen was immer Du willst es wird nicht funktionieren.
 
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