Wenn ich das richtig verstehe, ist da nur Platz für zwei Mikros. Aus meiner Erfahrung als langjähriger In-Ear Nutzer kann ich nur sagen, dass Bassdrum und HiHat für mich die wichtigsten Signale sind, die ich benötige. Wir haben zwar das komplette Drumset abgenommen, das ich mir auf die Ohren mischen kann, aber ich merke es, wenn unser Drummer bei kleineren Locations auf das HiHat Mikro verzichtet, dass mir was fehlt. Es kommt zu wenig von der HiHat über die Snare und auch über die Overheads. Gerade Einzähler fehlen mir, die häufig auf der HiHat gespielt werden, und für das Timing ist die HiHat das wichtigste Instrument des Drumsets. Hier spreche ich allerdings nur für mich als Keyboarder/Gitarrist. Denke aber, dass es den anderen Musikern genauso geht. Bassist will vermutlich mehr die Bassdrum als ich sie brauche, aber die Pegel kann sich dann ja jeder selber so mischen, wie er möchte.
Andere Aspekte, die mir hier durch den Kopf gehen:
Warum zwei Athmo-Mikros? Bei uns kommt Athmo mit über die Overheads, und evtl. würde auch eins reichen, wo man dann wieder mehr Kanäle für Drum-Abnahme verfügbar hätte.
Ansonsten ist sicherlich auch entscheidend, ob es sich um eine laute Bühne handelt, mit lauten Amps. Hier würde ich mir bei Einsatz von Mikros mit Kugelcharakteristik ziemlich viel Müll einfangen.
Wenn man häufig auf Festivals spielt, also mehrere Bands am Start, sind schnelle Umbauten wichtig, und da hat man nicht die Zeit für aufwendige zusätzliche Mikrofonierung.
Um den Punkt mit dem Zuspieler für's In-Ear Rack mit einem Drum mix aufzunehmen - wäre natürlich auch ein Weg, wobei man dann keine individuelle Anpassung von wegen Verhältnis BD, SN, OH, Toms vornehmen kann, was aber vermutlich nicht so entscheidend ist. Nur wäre man hier dann auf die Kooperation und die Möglichkeiten der Techniker vor Ort angewiesen. Ich ziehe eine autarke Option vor.