E-Gitarren ohne Amps einspielen

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benni_cajon82

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Hi zusammen,

ich möchte gerne eine Band in Rockbesetzung möglichst ohne Overdubbing aufnehmen im Proberaum. Da wenig übersprechen soll, soll alles (also auch die beiden egitarren und der Bass) für jeden über Kopfhörer beim Einspielen hörbar sein. Amps sollen still sein, da die sonst in die Dr-Mics übersprechen. Da es verzerrte E-Gitarren sind, musste eine Lösung her- ich habe mir Verzerrerpedale beschafft. Meine Überlegung also:

Ich lasse dr, bass, e-git, keyboard live einspielen, Gesang macht leise mit, und später noch richtig einsingen.
Meine Überlegung zum Routing der Gitarren:

Git->Hi-Z-Eingang Interface

Recording: -> DAW, Ampsimulationen im Insert Monitoring, evtl Recording:
-> Output Interface ->
-> Dist.Pedal ->
-> Eingang Interface -> DAW
-> Kopfhöreroutput Interface


Meine Fragen:
Geht der Sound der verzerrten E-Gitarren ohne Amp wohl in Ordnung für die Gitarristen beim Einspielen?
Kann ich das DistortionPedal mit einem Gitarrensignal füttern, das in den Hi-Z Eingang des Interfaces geroutet wurde (Probleme mit Widerstand am Pedal? Sonst geht das Gitarrenkabel ja direkt rein.,..)

Danke Euch für Eure Meinungen.
 
gesch

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Hi,

natürlich muss der Sound dem Gitarristen zusagen und ganz Wichtig, er muss den verzerten Sound beim einspielen hören.
Wenn nur mit cleaner Gitarre eingespielt wird, dann spielt der Gitarrist auch anders - soll heißen: Je nach Sound wird ein Gitarrist auch anders die Saiten anschlagen und phrasieren.

Gruß
 
whitealbum

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Wichtig bei so einer Überlegung sind mehrere Dinge:

1. Der "künstlich" erzeugte Ampsound über eine Ampsimulation muss dem Gitarristen wie dem Bassisten gefallen, er sollte sich den Sound zu Rechtbasteln.
2. Die erzeugte Simulation muss bei der Einspielung für die beiden hörbar sein, wesentlich für das Einspielen.
3. Das Audio-Interface muss wenig Latenz erzeugen können, denn es kommt eine Eingangs- wie Ausgangslatenz bei Ampsimulationen zustande.
Je nach Sensibilität des Gitarristen und Schnelligkeit der NUmmer, sollte eine Gesamtlatenz unter 5ms anvisiert werden.
 
B

benni_cajon82

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hi, danke erstmal. Ja, ich habe die Möglichkeit, dass die Gitarristen sich sowohl mit Zerre, als auch Speakersimulation hören- -wobei das Routing ein wenig aufwändig ist. Buffer Size ist bei 128 Samples, sind je 6,5msec Ein-und Ausgangslatenz :/
@gesch : Brauchst du eine Speakersimulation beim einspielen, findest du den Sound nur mit einem Zerrepedal auf dem Kopfhörer ok?
 
gesch

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Das A und O ist immer der Sound (jedenfalls bei mir).
Dabei ist es mir egal wie er erzeugt wird. Wenn es nur mit "Zerrepedal" auf dem Kopfhörer gut klingt und mich inspiriert dann reicht das - wenn nicht, dann muss eine andere Lösung her.

Gruß
 
whitealbum

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Bei mir funktioniert das nur mit Pedal überhaupt nicht, ich brauche wirklich den Sound mit dem ich interagiere.
Das ist vergleichbar, wenn ein Konzertpianist auf einem Bontempi Sound spielen würde.

Aber vielleicht tickt Euer Gitarrist anders.

Ansonsten runter auf 64 Samples Buffergröße, sollte der computer eigentlich packen beim Einspielen, sind ja nicht viele Spuren.
alles in der DAW an LAtenzvergrößerten "Maßnahmen" ausmachen (oft geben dann Plugins noch was dazu).
 
mjmueller

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Hallo,
ein guter Kompromiss ist auch zweigleisig fahren, wenn möglich.
Also alle Signale vor den Amps splitten. Die nackten Signale ins Interface. Das andere Signal in die Amps und - wie gesagt, wenn möglich - von den Amps abgreifen (DI Out, KH Out, FX Send).
Diese Signale dann auf die Monitore.
Stimmen würde ich auch nachträglich aufnehmen.

Andererseits: es muss kein Fehler sein, alles zugleich "nicht-stumm" aufzuzeichnen. Mit etwas intelligenter Aufstellung können Übersprechungen schon deutlich reduziert werden und die Bleedings können auch den Sound positiv prägen (iSv Natürlichkeit).
Vielleicht sogar aus der Not eine Tugend machen und die Ambientmics als primär betrachten?
 
S

SingSangSung

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Hallo,
ein paar Anmerkungen:
- wenn Du schon eine Ampsimulation verwendest, warum machst Du damit nicht auch die Zerre? Ich habe in den letzten Tagen intensiv mit Guitarix herumgebastelt und bin total überrascht, wie gut das klingt. Für Windows gibt es da bestimmt auch was entsprechendes
- wenn Du das Zerrpedal verwenden willst: Das kommt vom Routing her normalerweise vor der Cabinet-Simulation. Natürlich kann es andersrum auch gut klingen, aber üblich ist es nicht
- ein Problem, das Du so gar nicht lösen kannst: Wenn z.B. beim Gitarrensolo Feedback entstehen soll, braucht man echten Schall, der mit der live gespielten Gitarre interagiert

Ich stimme also @mjmueller zu: Im Zweifelsfall lieber etwas übersprechen in Kauf nehmen.
 
B

benni_cajon82

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@SingSangSung: das Zerrpedal ist vor der Speakersimulation. Ich gehe nur nackt ins Interface, von da aus weiter ins Pedal, das wiederum ins Interface geht und damit die Simulation füttert- die wiederum abgehört wird. Zum Glück ist Feedback nicht gewollt. Und oich bracuhe das Zerrpedal, weil man sonst nicht clean und Zerre hin und herschalten kann beim Spielen. (Oder gibts da doch ne Möglichkeit?)

--- Beiträge wurden zusammengefasst ---
Ich brauch das Zerrpedal, weil sonst kein Schalten zwischen clean und Zerre möglich ist. Ich nehme das nackte Signal ins Interface, gebe es weiter an die Zerre, das kommt erneut ins Interface und in die Simulation. Das wird dann abgehört. Feedback wird nicht gewünscht, von demher passt das so. danke an eure Antworten. PS Das einzige Probelm wird mein Kopf beim Routingverwirren sein und dass die Leute alle mit KH spielen müssen und höffentlich können.
 
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