E-Piano für 6-jährige Anfängerin (Roland F20 / Kawai ES 100)

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suni09
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Hallo zusammen,

ich wende mich an Euch, da ich auf der Suche nach einem guten Einstiegsmodel für meine Tochter bin. Sie nimmt seit einigen Wochen Klavierunterricht und muss nun auch zuhause üben.
Ich weiß bei so jungen Menschen kann die Lust auch schnell wieder weg sein und dann hat man das gute Geld rausgeschmissen aber andererseits denke ich mir, wenn wir sie in der Musikschule ordentlich übt und zuhause dann nur ein "Spielzeug" hat macht das keinen Spaß und ist auch nicht effektiv.

Also habe ich mich - völlig unwissend - mal etwas informiert und bin auf das Yamaha P 35 gestoßen und dann sogar auf das Roland F 20 und Kawai ES 100. Leider ist der nächste Laden ziemlich weit weg von uns, also würde ich erstmal noch ein paar Meinungen einholen bevor wir testen gehen ;-)

Was würdet ihr mir von den 3 genannten empfehlen, wo sind die Vor- und Nachteile oder gibt es etwas viel besseres in der Preisklasse? Unser absolutes Maximum sind 900 €, da sollte dann aber wohl auch schon ein ordentlicher Ständer dabei sein. Oder meint ihr das Üben auf dem Küchentisch samt Stuhl ist auch in Ordnung für kleine Anfänger?

Obligatorisch füge ich einfach mal noch den Fragebogen an:


(1) Welches Budget steht dir zur Verfügung? (Bitte unbedingt angeben!)
bis 900 EUR;
[x] Gebrauchtkauf möglich

(2) Ist bereits Equipment vorhanden, das weiterbenutzt werden soll?
[ ] ja: ___________________________________ _______________
[x] nein

(3) Wie schätzt du deine spieltechnische Erfahrung mit Tasteninstrumenten ein?
[x] Anfänger
[ ] Fortgeschrittener
[ ] ambitionierter Fortgeschrittener
[ ] Profi (Berufsmusiker)

(4a) Wo wirst du das Instrument bevorzugt einsetzen?
[x] Zuhause
[ ] auf der Bühne
[ ] im Proberaum
[ ] im Studio

(4b) Wie oft wirst du es bewegen?
2-3 mal im Jahr aus dem Haus, ansonsten fester Standort Wohnzimmer oder tägliches Abbauen/Verstauen

(4c) Welches Gewicht willst du maximal schleppen?
bis zu 50 kg

(5) Zu welchem Zweck benötigst du das Instrument (als Klavierersatz, in der Live-Band, als Soundlieferant im Studio, als Alleinunterhalter-Board, ...)
Klavierersatz zum Lernen, einfache Unterhaltungsmusik zuhause

(6) Welche Musik-Stile spielst du und in welchen Besetzungen?
Kinderlieder, Klassik, Volkslieder usw.

(7) Welche Gerätetypen kommen für dich in Frage?
[x] Klangerzeugung und Tastatur im selben Gerät (Standalone-Geräte)
[ ] Computer + Soundkarte + MIDI-Masterkeyboard (Computer-Software plus separate Tastatur)
[ ] Expander + MIDI-Masterkeyboard (Einzelgeräte jeweils für Klangerzeugung und Tastatur)
[ ] Wie oben, aber Expander 19-Zoll-Rack geeignet

(8) Welche Tastaturgrößen kommen für dich infrage?
[ ] 25
[ ] 37
[ ] 49
[ ] 61 (Standardgröße Keyboards/Orgeln)
[ ] 73/76
[x] 88 (Standardgröße Klavier)

(9) Welche Tastaturtypen kommen für dich infrage?
[ ] leicht- bzw. ungewichtet (Standard Keyboards/Orgeln/Synthesizer)
[x] Hammermechanik (wie beim Klavier)

(10) Soll dein Instrument "Spezialist" auf einem bestimmten Soundgebiet sein?
[x] ja: keine Keyboard-Spielereien, solider Klang wie bei klassischen Konzerten
[ ] nein, lieber ein Allrounder

(11) Welche Funktionen sind dir besonders wichtig?
[ ] Standard-Sounds (Piano, E-Piano, Orgeln, Streicher, Bläser etc.)
[ ] Synthese (Sounds mit subtraktiver Synthese, FM, DSP u.ä. erstellen)
[ ] Sampling (Sounds und Geräusche aufnehmen und triggern)
[ ] Sequenzer/Midi-Recorder (Songs/Performances/Backings aufnehmen und abspielen)
[ ] Audio-Recorder (Audio aufnehmen/laden und abspielen)
[ ] Begleitautomatik / Rhythmusgerät
[ ] Masterkeyboardeigenschaften (zum Ansteuern anderer Geräte)
[ ] Eingebaute Lautsprecher
[ ] Eingebaute Effekte (falls gewünscht, konkret: __________)
[x] sonstiges: Was davon ist sinnvoll?

(12) Hast du bestimmte Ansprüche an die Optik? (klavierähnliches Aussehen, wohnzimmertauglich etc.)
wohnzimmertauglich, nicht zu modern

(13) Sonst noch was? Extrawünsche, Hinweise oder Anmerkungen?
bin völlig unwissend und gespannt auf Empfehlungen



Vielen Dank an Euch!
 
Eigenschaft
 
Willkommen im Forum!

Du bist mit den genannten Geräten schon auf dem richtigen Weg. Die ließen sich zur Not auch wieder mit geringem Abschlag verkaufen.

Wenn Du testen gehst, nimm Deine Tochter mit! Das bringt enorm viel für die Motivation.
 
So ein Set https://www.thomann.de/de/kawai_cn_14_sb_set.htm hat bereits alles dabei, was man für vernünftiges Üben benötigt, paßt mit 879 Euro genau ins Budget. Mit einem Tischpiano wie dem ES100 samt allem Zubehör kommt man nicht günstiger weg und es sind kräftigere Lautsprecher und bessere Pedale verbaut.
 
Ich selbst habe u.a. ein Kawai ES-100 und bin absolut zufrieden. Ich habe auch eines der großen Yahama Digitalpianos und habe mir das Kawai als Zweitinstrument gekauft und spiele fast nur noch auf dem Kawai. Die Tastatur gefällt mir besser, die Yamahas waren immer etwas härter. Der Klang ist einwandfrei und für das Geld (<700€) fast ein Schnäppchen.

Das mit dem Tisch und Küchenstuhl solltest du dir abschminken. Erstens sollte es größenverstellbar und immer aufgebaut sein. Minimum ein Scherenständer für den Anfang und ein Drehstuhl - ist in dein Budget dann ja auch noch drinnen. Und ein Kopfhörer schont deine Ohren ;-)). Alles in allem kommt man da mit 150 € aus.

Ansonsten schließe ich mich meinem Vorredner an, bei allen drei Farbrikaten kann man nichts falsch machen. Ich habe allerdings das Yamaha P 105 im Direktvergleich gehabt (gleicher Preis wie das Kawai), Entscheidung s. oben.

Und unbedingt Tochter mitnehmen und ausprobieren, ihr muss es zum Schluß gefallen und sie motivieren.

Good luck!
 
Bei einem Kind würde ich auf jeden Fall ein Instrument mit eingebauten Lautsprechern nehmen: dann hast du die Chance zu korrigieren, wenn deine Tochter aus Versehen mal ein Stück falsch einübt, z.B. Vorzeichen übersieht. Außerdem wird sie dir ja auch vorspielen wollen. Den Kopfhörer kannst du ihr ja immer noch nahelegen, wenn der Flohwalzer ab dem 100. Mal nervt :)
 
Und selbst wenn die Tochter später die Lust verliert, muß deswegen nicht gleich das Instrument weg. Die meisten finden dann doch nach 'ner "Phase" wieder von selbst zurück ans Klavier. ;-)
 
Hallo,

vielen Dank schon mal für die flinken Antworten!

Denke auch daß die Investition nicht vergebens sein wird, da wir noch 2 kleinere Knirpse haben, die man damit noch vertraut machen kann und vielleicht entdeckt Mama ja auch die Leidenschaft zum Musizieren wieder...

Hab mal geschaut, daß Kawai ES-100 im Set kostet ca. 819 € und das CN-14 ca. 879 €. Optisch wäre das CN-14 mir im Wohnzimmer lieber, den Rest gilt es jetzt einfach mal im Fachgeschäft auszutesten.

Muss allerdings noch mal dumm fragen:
Woran merke ich als Zuhörer den Unterschied ob die Anzahl der Stimmen z.B. 32 (Yamaha P-35) oder 192 (Kawai ES-100) beträgt? Wie macht sich das bemerkbar?

Der Tip, unsere Große mitzunehmen um durch das Aussuchen/Testen die Motivation zu steigern, ist auch sehr gut... hätte man sonst wahrscheinlich nur auf nüchterne Aussagen und Zahlen beschränkt und einfach vor die Nase gesetzt ;-)
 
Die Anzahl der Stimmen macht sich so lange es genug sind gar nicht bemerkbar, wenn es zu wenig sind kann es dazu kommen dass Töne abreißen bzw. gar nicht gespielt werden. Das ist dann schon unangenehm, bei Klaviersounds hat man das Risiko vor allem beim Spielen mit dem Haltepedal.
Den Tipp deine Tochter mitzunehmen, um möglichst viel anzutesten, auch etwas von Yamaha (z.B. P-105) kann ich nur bestätigen, viel ist auch mehr eine Geschmacksfrage als dass es ein klar besseres Gerät gibt.
 
Woran merke ich als Zuhörer den Unterschied ob die Anzahl der Stimmen z.B. 32 (Yamaha P-35) oder 192 (Kawai ES-100) beträgt? Wie macht sich das bemerkbar?
Die Anzahl der Stimmen ist ausreichend, solange sie mindestens 64-128 beträgt. Zum Erlernen des Instruments wichtiger sind eine möglichst klavierähnliche Tastatur und ein möglichst klavierähnlicher Klang. Mit beidem können Yamaha P-35 und P-105 nicht wirklich punkten, erst das P-255 ist in der Hinsicht ernstzunehmen, aber deutlich zu teuer. Yamaha eben.

Je billiger und leichter die Tastatur ist, desto ungeeigneter ist sie für das Üben für den Klavierunterricht. Der Schüler trainiert sich irgendwas an und am richtigen Klavier in der Musikschule "funktioniert" es nicht mehr.
Je billiger und schlechter die Klangerzeugung ist, desto mehr Fehler verzeiht/verschleiert das Gerät. Der Schüler übt tagelang, hört aber seine Fehler zum ersten mal in der Unterrichtsstunde am richtigen Instrument.

Übrigens: Es gibt auch günstige Gebrauchtklaviere, die all diese Einschränkungen nicht haben. Es muß nicht unbedingt digital sein. ;-)
 
Hallo nochmal,

habe es heute doch noch in ein Musikgeschäft geschafft...
Da waren nur E-Pianos von Roland, Yamaha und Gewa (?) ausgestellt. Deshalb fehlt mir jetzt etwas die Anbindung zu Kawai...

Der Verkäufer hat mich dann auch restlos davon überzeugt, ein fest stehendes zu nehmen, da wir auch kein mobiles brauchen und dann natürlich bei dauerhaftem Aufstellen auch der optische Aspekt bei dauerhaufter Betrachtung im Wohnzimmer dazu kommt... schlußendlich hängen wir jetzt bei folgendem E-Piano:
https://www.thomann.de/de/roland_rp_401r_rw_set.htm

Bevor nun zur Tat geschritten wird hätte ich aber dennoch die Bitte, ob ihr mir deutliche Unterschiede (außer die nackten Zahlen) nennen könnt zum Kawai CN-14. Uns persönlich spricht die Rosenholz-Optik mehr an und daß die Zusatztasten mittig ausgerichtet sind und nicht am Rand. Aber gibt es da qualitativ auch Argumente pro und kontra?

Vielen Dank?
 
Vielleicht sitze ich gerade auf der Leitung, aber was meinst Du genau mit "Zusatztasten"?

Was sonst noch auffällt: Das Kawai ist derzeit nicht lieferbar, und das Roland liegt deutlich über dem angegebenen Preisrahmen, bietet aber auch mehr (z.B. Klänge). Ob das in Eurem Fall wichtig ist, müsst Ihr selbst wissen.
 
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Mit zusatztasten meint sie die bedienknöpfe.
 
Wenn Dir der Roland-Sound gefällt, kannst Du Dir auch das F130 ansehen. Das ist noch einmal deutlich schlanker und somit eine Design-Alternative. Gut sind die alle.

Über die Kawai-Seite findest Du Fachhändler. Der Extra-Weg lohnt sich. Man lernt was über die Unterschiede und das Gerät steht dann ja doch lange bei einem rum.
 
Wenn Dir der Roland-Sound gefällt, kannst Du Dir auch das F130 ansehen. Das ist noch einmal deutlich schlanker und somit eine Design-Alternative. Gut sind die alle.
Gerade das Design vom F130 gefällt uns im Vergleich zum RP-401 nicht so gut. Da finde ich nicht nur technisch, sondern auch optisch die 2 neuen Vorschläge (Yamaha CLP 252 und Kawai CN 25) natürlich optimal, zumal gerade mal 100 Euro drüber.

Klar sind wir inzwischen deutlich drüber aber man will sowas ja auch nicht alle Jahre wieder kaufen... Und wenn für 1200-1300 solche E-Pianos zu haben sind, dann macht das natürlich sind. Wir haben gestern nur noch nach Roland geschaut und da war die bessere Optik und Technik dann schon bei 2.000 Euro. Aber wenn Kawai und Yamaha da was bessere zum selben Preis bieten...

Kann man denn von Qualität und Klang nicht irgendwie sagen:
1. Platz FA. Roland
2. Platz FA. Kawai
3. Platz FA. Yamaha

Das wäre deutlich einfacher für uns, da wir hier keinen Laden haben der alle drei Marken führt und noch dazu einen direkten Vergleich der Preisgruppen zulässt beim Ausprobieren...
 
Kann man denn von Qualität und Klang nicht irgendwie sagen:
1. Platz FA. Roland
2. Platz FA. Kawai
3. Platz FA. Yamaha
Nein, das kann man definitiv NICHT sagen. Es ist (a) in jeder Preisgruppe verschieden, (b) je nachdem, ob Klänge, Tastatur oder technische Features betrachtet werden, verschieden, und (c) sind ab einer bestimmten Schwelle (oberhalb, sagen wir, 1000€) zwischen den Herstellern keine substantiellen Qualitätsunterschiede mehr, sondern eher unterschiedliche Konzepte, die subjektiv unterschiedlich bewertet werden.

Mir persönlich sagen z.B. die Roland-Instrumente, die ich bisher kennengelernt habe, nicht besonders zu, aber es gibt andere erfahrene Musiker, die das ganz anders sehen (auch hier im Faden). Und je nach Preisgruppe würde ich mal Yamaha, mal Kawai, und für wieder andere Zwecke Clavia den Vorzug geben... :D

Sieh es positiv: Mit keinem dieser Hersteller machst du etwas falsch. Ich stimme übrigens denen zu, die empfehlen, für Anfänger*innen besonders auf die Qualität der Tastatur zu achten und keine zu leichtgängige Tastatur zu wählen. Den beiden Vorschlägen von jtsn oben kann ich mich anschließen.
 
Allerdings ist die klangabstrahlung der stages mit internen Lautsprechern besser als bei den homedingern, würde mir also bei Wahl eines Instrument mit Lautsprechern nur ein Kawai es 7, yamaha p 255 oder Roland fp 50 kaufen, das man mit unterstand auch schick aussehen lassen kann. Außerdem kann man es mal zur Familenfeier mitnehmen, sobald das Kind was vortragen möchte.

Nur die drei sind daher meine blindkauftipps, wenn schon jemand so einen Tipp haben möchte.
 
Allerdings ist die klangabstrahlung der stages mit internen Lautsprechern besser als bei den homedingern
Die Kabinette haben üblicherweise mehr und/oder leisungsfähigere Lautsprecher. Bspw. 2x 20 W beim kleinsten Clavinova (statt 2x 12 W beim FP-50). Ein an richtiger Stelle fest installierter Pedalsatz ist für Anfänger auch nicht ganz unwichtig. Irgendwohin "mitnehmen" wird ein Kind ein 22kg-Instrument sowieso nicht.
 
Ach so, ja, direkt beim Einsteiger cn von Kawai fand ich die klangabstrahlung auch super, Kawai cn 14.
 
Das wäre deutlich einfacher für uns, da wir hier keinen Laden haben der alle drei Marken führt und noch dazu einen direkten Vergleich der Preisgruppen zulässt beim Ausprobieren...
Trau Dir was zu! Geh in mehrere Läden. Es geht ja um viel Geld und gerade Klang und Tastatur müssen "passen", damit man jeden Tag mit Freude ans Gerät geht. Keine Ausreden! Testen! ;)
 

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