[Effekt] Boss RC 500 Looper

  • Ersteller Mister Fuzzy
  • Erstellt am
Mister Fuzzy
Mister Fuzzy
Registrierter Benutzer
Zuletzt hier
23.10.21
Registriert
15.08.08
Beiträge
15
Kekse
0
Ort
Aachen
Boss RC 500

Ui toll ich kann nach 15 Jahren mal wieder ein Review schreiben. Die grundsätzlichen Funktionen und was ein Looper genau ist, habe ich mir mal gespart. Anbei also Alles was den RC 500 im Vergleich zur Konkurrenz besonders gut macht, Alles was noch besser geht und ein kurzes Fazit.

Was ist das Besondere?

Das Gerät ist trotz der vielen Funktionen total intuitiv. Es gibt keine Doppelbelegungen der Schalter und die Menüführung ist kurz, eindeutig und übersichtlich. Nach etwa einer Stunde konnte ich Alles im Schlaf bedienen. Die Anleitung ist ebenfalls gut zu lesen und auch zum schnellen Nachschlagen gut geeignet. Ergänzend gibt es eine Paramterübersicht über alle Funktionen zum Download.

Die Tonqualität ist top. Da rauscht nix, mumpft nix, fiept nix - super.

Es gibt 2 Spuren, die unabhängig voneinander oder gleichlaufend verwendet werden können. Im letzteren Fall kann der zweite Loop dann ein Mehrfaches der Länge des ersten Loops sein.

Stereo Ein-/Ausgang. Am Ausgang können auch die 2 Loops oder Drums und Loops getrennt werden. XLR Eingang für das Mikrofon gibt es auch. Der ist von oben mit einem griffigen Drehregler regelbar (ja kein Unterunteruntermenü und auch kein komischer Fingerspagatminiminiregler an komischen Orten)

Die Taster sind unabhängig von der Beschriftung frei mit Funktionen belegbar. Fußschalter und MIDI Leiste können noch mehr steuern. Alles für das Wohlfühlsetup ist intuitiv erreichbar. Die erste Aufnahme kann auf Wunsch auch automatisch mit dem ersten gespielten/gesungenen Ton starten.

Das Display ist bei jedem Lichtverhältnis lesbar. Durch Farbwechsel werden Aufnahme, Overdub, Abspielen angezeigt. Abspiellänge und Position beider Loops werden durch Balken dargestellt. Richtig toll ist das LED Management.: Es gib LEDs für die Loops, die Drums und den Eingangspegel. Zwei kleine LEDs blinken im Takt. Das Gerät ist also nicht überfrachtet. Man hat immer den Überblick über Alle wesentlichen Funktionen.

Der Drumcomputer klingt super und bietet jede Loopingtaugliche Funktion. Es gibt Takt vor dem Loop, durchgehenden Takt oder Takt nur für den ersten Loop. Der Looper kann das Tempo automatisch an das eigene Spieltempo anpassen. Hier werden die Drums dann nach dem ersten Loop gestartet.

Die Sonderfunktionen sind nicht überfrachtet. Effekte und Drumauswahl sind für die schnelle Orientierung aussagekräftig benannt und klingen toll.

Es gibt diverse MIDI Funktionen und endlich eine Midi Clock die funktioniert. Obwohl die Anleitung von einem Tempowechsel im Betrieb abrät: Meinem Drumcomputer ist der RC-500 bis zu +-40 bpm ohne großes Geeier gefolgt.

Nebenbei - Der Looper ist über Midi auch mit weiteren RC-500 oder RC5 kaskadierbar. Es ist also möglich das Setup auch noch weiter auszubauen auf 4, 6, 8, 10 Loopingspuren wuhahahaha - Graf Zahl freut das...

Was geht besser?

Der Looper ist toll. Aber klar irgendwas ist immer. Hier noch ein paar Ideen, die das Gerät noch etwas verbessern könnten:

1) Ein Kopfhörerausgang. Der Looper ist ja eigentlich Dank der Batterien total mobil. Die schrägen Töne beim Üben und Songschreiben könnte man seiner Umwelt damit ersparen. Anderer Vorteil : Wie schön wäre es den Klick auf den Ohren zu haben und das Publikum hört nur die Loops. Mit einem Mischer geht es schon jetzt. Der Looper kann ja Klick und Loops getrennt auf je einer Buchse ausgeben. Aber den Mischer braucht man dann halt auch.

2) Ein An- Aus Schalter - wenn der Ausgang genutzt wird geht der Strom an. Verbuchen wir mal unter Geschmackssache. Für mich, der sein Setup im Wohnzimmer fest verkabelt hat, ist es nervig immer den Stecker zu ziehen.

3) Notwendiges Zubehör - ein Netzteil und ein passendes USB Kabel dürfen bei einem Kaufpreis von rund 250-300 Euro wirklich dabei sein. Das Netzteil kostet noch einmal rund 30 Euro also ca. 10% vom Gerätepreis. Mini-USB wird auch immer seltener. Die Preise für Midi Kabel (20€/1.5m) und ggf. einen Fussschalter (30-70€) sind ebenfalls nicht ohne.

4) Zugentlastung für die Midibuchse. Ich habe schon Sorge, dass sich das 3,5mm Midisteckerchen bei einem beherzten Pedaltritt auch mal verabschiedet.

5) Die Funktion Undo/Redo ist in der Betriebsanleitung gut versteckt. Hierfür muss man bei Werkseinstellung Taster 1/Record - 2 Sekunden gedrückt halten.

Fazit:

Dafür das wir 2021 haben, bin ich schon etwas verwundert. Es scheint wirklich schwer zu sein Geräte zu entwickeln, die zuverlässig Aufnehmen und Abspielen können. Irgendwo fehlte mir immer etwas...bis der RC-500 im Katalog auftauchte. Seriöse Konkurrenz im gleichen Preisbereich mit dieser Qualität und Funktion habe ich keine gefunden.

Das Gerät hat viele Kleinigkeiten, die toll durchdacht und gelöst sind. Durch die Anpassbarkeit, das Beleuchtungskonzept, die klare Menüstruktur, wenig Spielkram und den schnellen Zugriff auf wesentliche Funktionen ist der Looper optimal für die Liveperformance und Straßenkünstler.

Ich vermute sogar, dass man den Looper kompromisslos für Livemusiker mit geeigneter PA entwickelt hat. Eine einfache Kopfhörerbuchse und vllt. ein Anschluss für eine Musikquelle würde das Gerät auch für Songschreiber und zum Üben perfekt machen.

Für den Preis erwarte ich ein Rundrumglücklichpaket mit Netzteil und USB Kabel. Die Kosten für das absolut erforderliche Netzteil und weiteres Zubehör sind mir selbst für gute Qualität zu hoch.
 
Eigenschaft
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Gefällt mir
Reaktionen: 4 Benutzer
I
Ikosa
Registrierter Benutzer
Zuletzt hier
14.08.21
Registriert
16.07.21
Beiträge
4
Kekse
0
Hallo liebe Community,

ich habe mir vor kurzem zwei Geräte, den Boss RC-500 und den RC-300 gekauft (beide gebraucht). Nun ist mir aufgefallen, dass ich beim RC-500 mit einem dynamischen Mikrofon den Gain komplett aufdrehen muss, um auf die Lautstärke des Gitarreninputs zu kommen. Beim RC-300 im Vergleich mit dem gleichen Mikrofon muss ich den Gain nur wenige Millimeter aufdrehen, ansonsten übesteuert mir das Ding.

Ist das normal, oder stimmt da am Preamp vom RC-500 etwas nicht?
 
Lothy
Lothy
Registrierter Benutzer
Zuletzt hier
11.11.21
Registriert
29.04.04
Beiträge
41
Kekse
62
Ort
Schwabach
*edit*

Das ist leider so. SM58 ist ganz schlecht, da kommt fast nix an. Mein EV Mikro muss ich 3/4 aufdrehen, dann ist es genau richtig und hat dann noch Luft.
 
Grund: Vollzitat Vorpost
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
M
mynodeus
Registrierter Benutzer
Zuletzt hier
06.12.21
Registriert
19.10.10
Beiträge
353
Kekse
3.006
Ort
NRW
@Mister Fuzzy
Da das gerade Thema ist, hast Du bei Deinem Gerät mal den Mikrofon-Eingang genutzt und wenn ja, mit welchem Mikrofon, für welche Schallquelle und mit welchen Ergebnissen?
Welches Track Level und welches Rhythm Level verwendest Du normalerweise, damit alles von den Lautstärkeverhältnissen her zusammenpasst?
 
Zuletzt bearbeitet:
I
Ikosa
Registrierter Benutzer
Zuletzt hier
14.08.21
Registriert
16.07.21
Beiträge
4
Kekse
0
@Lothy
Ich habe mir nun Abhilfe mit einem Preamp Triton ("FetHead") geschaffen. Einfach anstöpseln und Phantomspeisung an. Ich denke, wenn direkt Kondensatormikrofone verwendet werden ist es weniger ein Problem.

Ich habe auch von Seiten des Herstellers die Information bekommen, das sei "normal" und habe auch zwei Geräte verglichen. Ja, es ist tatsächlich so leise. Ich schätze ein Akku-betriebenes Gerät kann auch keine derartig hohe Mikrofonverstärkung leisten.
 
M
mynodeus
Registrierter Benutzer
Zuletzt hier
06.12.21
Registriert
19.10.10
Beiträge
353
Kekse
3.006
Ort
NRW
Hallo RC-500 Nutzer!
Nach dem Speichern einer Aufnahme (write) schaffe ich es nicht mehr, einzelne Tracks zu löschen. (Typische Anwendung wäre es, zu einem Track A eine weitere Varianten von Track B aufnehmen zu wollen. Dazu würde ich auf einen neuen Speicherplatz schreiben und wollte dann den alten Track B löschen). Ich kann aber nur den Speicherplatz als ganzes löschen, dann verschwinden beide Tracks und nicht nur Track B leeren. Kann mir da jemand helfen? Habe ich eine Funktion übersehen oder kann der Boss das tatsächlich nicht?
 
Lothy
Lothy
Registrierter Benutzer
Zuletzt hier
11.11.21
Registriert
29.04.04
Beiträge
41
Kekse
62
Ort
Schwabach
...Nach dem Speichern einer Aufnahme (write) schaffe ich es nicht mehr, einzelne Tracks zu löschen....Habe ich eine Funktion übersehen oder kann der Boss das tatsächlich nicht?
Track auswählen, Stop gedrückt halten. Es dürfen nicht beide Tracks aktiviert sein. Evt. Trackselect nochmal gedrückt halten um in den Einzelmodus zu wechseln.
 
Grund: Vollzitat Vorpost reduziert
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Mister Fuzzy
Mister Fuzzy
Registrierter Benutzer
Zuletzt hier
23.10.21
Registriert
15.08.08
Beiträge
15
Kekse
0
Ort
Aachen
@Mister Fuzzy
Da das gerade Thema ist, hast Du bei Deinem Gerät mal den Mikrofon-Eingang genutzt und wenn ja, mit welchem Mikrofon, für welche Schallquelle und mit welchen Ergebnissen?
Welches Track Level und welches Rhythm Level verwendest Du normalerweise, damit alles von den Lautstärkeverhältnissen her zusammenpasst?
Ja für ein mobiles Setup mit AKG D5 über einen Batterieverstärker. Die Vorverstärkung ist nicht rekordverdächtig. In dem Setup hat es aber gut funktioniert.
Die Lautstärkeanpassung kommt auf deine Quelle an. Den Track kannst Du ja mit den Schiebereglern ziemlich gut an den Rest anpassen.
Für mich sind diese Dinge eher etwas für sehr mobile Setups. Bei mir war der Looper eine Ergänzung zu bestehendem Equipment. Da waren die übersichtliche Bedienung, Midianbindung und die 2 getrennten Spuren der Kaufgrund. Ich habe einen externen Drumcomputer im Einsatz und die Tracks gehen einzeln ins Pult. Mikrofonvorverstärkung geht über die Subgruppe vom Pult oder ein Effektgerät in den Looper.
 
Zuletzt bearbeitet:

Ähnliche Themen


Neue Themen

Unser weiteres Online-Angebot:
Bassic.de · Deejayforum.de · Sequencer.de · Clavio.de · Guitarworld.de · Recording.de

Musiker-Board Logo
Oben