(Eigenartiges) Problem beim Doublebass spielen:

von Crashtestdrummi, 04.08.10.

  1. Crashtestdrummi

    Crashtestdrummi Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.08.10   #1
    Hallo zusammen!
    Ich mache für mein Problem bzw. Frage mal nen eigenen Thread auf. Es gibt zwar schon diverse Threads, die Doublebass behandeln, aber ich weiss nicht, ob jemand schon mal über dasselbe geschrieben hat, wie ich.

    Das Problem ist nämlich, dass ich beim Doublebass spielen nicht richtig Tempo aufbauen kann. Gut, das Problem werden viele kennen, aber das Komische dabei ist, dass ich mit dem rechten ALS AUCH LINKEN Fuß einzeln problemlos auf über 180 bpm komme, während ich mit beiden zusammen gerade mal 120 bpm erreiche. Das gilt auch nur für durchgehende Doublebassschläge mit beiden Füßen, Salven spiele ich auch ohne weiteres in hohem Tempo. Ich habe meine Technik dabei mal beobachtet und gemerkt, dass ich ziemlich locker aus dem Fußgelenk spiele, wenn ich mit den Füßen EINZELN spiele. Wenn ich mit BEIDEN ZUSAMMEN spiele, tue ich das nicht, sondern verkrampfe etwas und führe den Schlag mit dem ganzen Bein aus, also hebe das jeweils ganze Bein mit der Oberschenkenkelmuskulatur an. Ich kann das irgendwie nicht koordinieren, bzw. habe nicht mal ein Gefühl dafür.

    Was kann ich jetzt dagegen tun? Liegt das Problem einfach an zu wenig Übung oder fehlt mir da irgendeine Verbindung im Gehirn? Ich weiss es nicht :D

    Danke schonmal im Vorraus! ;)
     
  2. ThaInsane88

    ThaInsane88 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.08.10   #2
    Hallöchen Crashtestdrummi.

    Für mich klingt das Ganze nach einem Koordinationsproblem. Ich würde dir Vorschlagen erst mal langsam anzufangen und das ganze dann auch mit Metronom. Dadurch hast du auch gleichzeitig das Gefühl für punktgenaue Schläge. Ich würde sagen einfach Üben Üben Üben. Was man mit einem Fuß kann ist dabei eher marginal. Beide Füße zusammen ist etwas anderes als einzelne Füße.

    Also Üben.
     
  3. Rey

    Rey Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.08.10   #3
    Ich hatte das Problem am Anfang auch und habe es auf verschiedenste Arten in den Griff bekommen.

    1. Zwischendurch solltest du mal die Präzision vergessen (keine Angst die führen wir dann gleich wieder ein). Beobachte mal Kinder, wenn sie z.B. in einer Fernsehsendung möglichst viel Lärm machen sollen. Dann wird oftmals mit den Füssen einfach drauflosgetrampelt. Die erreichen dabei locker mehr als 120 bpm. Was du mit 10 Jahren konntest, kannst du immer noch. Am besten versuchst du das mal ohne Doublebass und danach mit. Also einfach wild drauflostrampeln. Du wirst feststellen, dass die Füsse zwar ev. galoppieren, aber trotzdem relativ regelmässig sind. Sie können also schneller als du dachtest

    2. Trainiere ganz einfache Übungen. Viertel auf dem Ride + Sechzehntel Doublebass

    3. Variiere mit den Geschwindigkeiten. Die Übung immer mit einer Geschwindigkeit beginnen, bei der du dich sehr wohl fühlst. Nach ein paar Minuten zu einer Geschwindigkeit wechseln die für dich gerade Limit ist. Nach ein paar Minuten wechselst du wieder auf eine Geschwindigkeit bei der du dich wohl fühlst, damit du die Präzision nicht verlierst. Das ganze machst du am besten mit UND ohne Metronom (mit Metronom ist man oftmals vom Kern der Sache abgelenkt, ohne fehlt es teilweise an Präzision)

    4. Spiele einen einfachen Rockbeat. Immer 8 Takte ohne DB danach 8 Takte mit DB usw...

    5. Versuch dich mal an King of the Kill von Annihilator

    Tipps & Infos:
    Ich spiele die Bassdrum eigentlich immer mit dem ganzen Bein, ausser ich will leisetreten, für Jazz usw..
    Du wirst sehen, dass du aber eine gewissen Geschwindigkeit, fast nur noch treten musst, dass Bein kommt quasi von selbst wieder hoch (solltest du beim Kindergetrampeln feststellen). Die Geschwindigkeit wo das im Hirn zu einem Wechsel kommt zwischen aktivem anheben des Beins und nur treten, ist die schwierigste, das dürfte so um die 160 bpm sein. Darüber wirds fast schon wieder einfach. Ohne spezielle Tricks sollten eigentlich 220-230bpm drinliegen. Training brauchts natürlich immer.

    So und jetzt toitoitoi
     
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  4. Ahead Freak

    Ahead Freak Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.08.10   #4
    An dieser Stelle mein Lieblingszitat: "Geschwindigkeit ist ein Abfall von Präzision" . Ob richtig oder nicht sei jetzt mal dahingestellt.

    oder

    180 + 180 sind halt auch nicht immer 360.


    Genug der Flosken.

    Das Gehirn muss diese neuen Koordinationsabläufe erst lernen, deshalb heisst es am anfang einen Gang zurück, auch wenn du gerne schneller moechtest bzw. kannst. Fang langsam an und erhöhe mit der Zeit dein Tempo.
    Bringt gerade am Anfang vielleicht nicht soviel Spaß, aber du wirst sehen, dass es funktioniert.

    Der Kranke hatte also schon recht: Üben, üben, üben.

    :great:
     
  5. Limerick

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    Erstellt: 05.08.10   #5
    Grüss dich! :)

    Vieles wurde bereits genannt. Eine Art "Hirnblockade" kann ich mir nicht vorstellen ;) Wenngleich es skurril klingen mag: Auch da bin ich der Überzeugung, dass eine Sache der Übung ist. Viele Tipps werden dir weiterhelfen. Im Zweifelsfalle für mich immer noch die beste Option: Sich das von einem erfahrenen Drummer (Lehrer) begutachten lassen. Die erkennen oft sofort was falsch ist und geben dir auch sogleich Tipps in die richtige Richtung. Ausserdem kennen diese viele gute Übungen in die Richtungen.

    Alles Liebe,

    Limerick
     
  6. Rey

    Rey Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.08.10   #6
    Tja, da ich das Problem von mir selbst kenne, wage ich hier nochmals zu widersprechen.

    Ab einer gewissen Geschwindigkeit wechselt das Spielgefühl beim Doublebass massiv. Sobald man diese Geschwindigkeit erreicht, kommt man dann nicht wirklich weiter. Hier kann es nun helfen direkt mit einer etwas höheren Geschwindigkeit zu spielen.

    @Limerick: Zumindest bei mir gab's diese Hirnblockade. Da ich mich auch immer von langsam nach schnell vorarbeite, bin ich auch irgendwo bei 120-140 bpm hängen geblieben.

    Zum Vergleich, achtet euch mal, wie das Spielgefühl bei einem Zweier mit den Händen massiv ändert. Am Anfang muss jeder Schlag gespielt werden, während man ab einer gewissen Geschwindigkeit nur noch mit dem Rebound arbeiten muss, für den zweiten Schlag. Wenn du nun genau an der Geschwindigkeitsgrenze übst, wo du die Technik umstellen musst, dann ist das schwierig, wie wenn du direkt etwas schneller übst.
     
  7. Bacchus#777

    Bacchus#777 Drums, Crowdfunding Moderator

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    Erstellt: 05.08.10   #7
    Hi CTD ;)

    Ich kann dir auch nur empfehlen, was alle anderen sagen. Mach einfach ganz ruhig und mit Geduld. Beide Füße in Einklang miteinander zu bringen ist hart, ich spiele auch schnelle kurze Pattern in hohem Tempo viel leichter als das gleiche Tempo durchgehend mit DB Gewummer.

    Auch gar nicht unwichtig für schnelles und wirkungsvolles DB-Spiel ist das, was unter dir steht: nämlich dein Hocker. Ist der stabil? Haben deine Oberschenkel genug "Luft zum Atmen"? Als ich von meinem billig-Hocker auf meinen First Chair umgestiegen bin, hat das Welten ausgemacht. Mein DB Spiel wurde mit einem Schlag viel besser und einfacher. :)

    Viel Erfolg beim Üben, keep it up! :great:

    Bacchus
     
  8. Ahead Freak

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    Erstellt: 05.08.10   #8
    Hey Lim,

    Eine Art der "Blockade" meinte ich auch gar nicht ;) Viel eher meinte ich, dass es eine neue Art der Bewegung ist, die das Gehirn erst lernen muss...


    viele Grüße
    Timon
     
  9. Limerick

    Limerick helpful and moderate Moderator HFU

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    Erstellt: 05.08.10   #9
    Ok, da habe ich mich wohl etwas unverständlich ausgedrückt. Bzw, ich habe es etwas falsch verstanden. Die Hirnblockade rührt möglicherweise daher, dass andere Bewegungsabläufe erst erlernt werden müssen. Dein Vergleich, Rey, trifft das denke ich ziemlich genau. Aber auch hier: Alles eine Sache der Übung. Also nichts Aussergewöhnliches ;)

    Alles Liebe,

    Limerick
     
  10. Niggo666

    Niggo666 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.08.10   #10
    Dann fang mal an, gestanden haste ja hier schon.....:p:

    (oh, hab da wohl was falsch verstanden, aber das zitat lass ich stehn:p)
     
  11. Crashtestdrummi

    Crashtestdrummi Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.08.10   #11
    Vielen Dank an dieser Stelle schon mal für die ganzen guten Tipps! =)
    Ich habe jetzt die letzten Tage ein bisschen mehr als sonst an meinem Doublebassspiel geübt, in dem ich normale 16tel zu nem 4tel Ridepattern, Doublestrokes, Paradiddle und diverse ternäre Patterns mit den Füßen gespielt habe. Gut, nach ein paar Tagen kann man noch keinen soo großen Unterschied erwarten, aber ich fühle mich schon um einiges fitter, was Doublebass angeht :D Ich glaube, es fehlt mir tatsächlich einfach an mehr Übung.

    Und ich weiss nicht, ob das jetzt noch was zur Sache tut, aber hier sind noch ein paar Fakten:
    -Ich spiele (beim Doublebass) mit Heel Up
    -Ich spreche auch nochmal mit meinem Schlagzeuglehrer darüber, aber meine Musikschule ist noch 5 Wochen geschlossen und deswegen dachte ich, hier zu fragen geht erstmal schneller.
    -Und nen guten Hocker habe ich, ja. Ich habe seit geraumer Zeit das Modell "Gomezz" von K&M. Allerdings habe ich die Jahre davor nie nen richtigen Hocker gehabt und habe immer auf irgendeinem, viel zu niedrigen oder nem viel zu hohen Barhocker gespielt. Das hat mein Bassdrumspiel sehr geprägt und diese Gewöhnung an die Fehlhaltung wieder auszubügeln beadrf natürlich etwas Zeit^^
     
  12. Limerick

    Limerick helpful and moderate Moderator HFU

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    Erstellt: 08.08.10   #12
    Ouh weia! Ihr Jungs habt mich langsam bei den Eiern! :D

    Alles Liebe,

    Limerick
     
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