Eigentlich ist KI die Lösung......statt einer Band?!

Ich denke KI wird jetzt und in Zukunft dabei helfen, dass auch Musiker, die keine Möglichkeit auf eine Band haben (Keine Proberäume in der Nähe, Wohnen am Arsch der Welt und der nächste Musiker 50km entfernt, "menschenscheu" oder was auch immer) trotzdem ihre Kreativität in Musik ausleben können. Ich als Gitarrist hab zwar 1,5 Bands, denke mir aber immer wieder z.B. "Jetzt hab ich nen cooles Riff gefunden, Bass dazu kann ich einspielen - hab ich aber nicht daheim zur Zeit, Schlagzeug theoretisch auch - aber hab ich auch nicht daheim, Texte schreiben klappt eher solala, ich liefere Thema und ein paar Sätze - Alles was ich nicht kann oder nicht gut kann macht die KI, ich sings ein und spiele den Rest selbst ein und hab irgendwie das beste aus beiden Welten in einem trotzdem eigenen Song geschafft."

Dass ist dann was "fürs stille Kämmerlein". Wenn ich damit live auftreten wollen würde, würde ich auch wieder echte Menschen ins Boot holen. Aber den fertigen Song gibts dann schon mal und der muss ja nicht schlecht oder "seelenlos" klingen.
 
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ich hab zwei bands.
eine handhabe ich wie ein diktatur.....genaue vorgaben, alle ziehen mit und wer nicht will, soll gehen.
funktioniert wunderbar. friedlicher umgang, klingt toll, alle haben spaß. läuft wie ein gutes getriebe.

die andere ist eine baisdemokratie.
alle rangeln, streiten sich ständig, der eine will dieses, der andere jenes, die band klingt auch nicht sonderlich gut.
Spannend, dass du das gerade heute bringst. Wir haben uns in letzter Zeit auch mit diesem Thema beschäftigt und sind zu einem ähnlichen Schluss gekommen.

Bei der Basisdemokratie endet es oft beim kleinsten gemeinsamen Nenner. Eine Ansammlung von Kompromissen, die keinen so richtig glücklich macht.

Ich habe auch erlebt (quasi als Bandmitglied ohne Stimmrecht 😅), dass es ziemlich gut funktionieren kann, wenn jemand den Lead übernimmt und sagt wo's lang geht.

Auf der anderen Seite kann natürlich auch eine demokratische Band sehr gut funktionieren, wenn alle ähnliche Vorstellungen haben.
 
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ich betreibe ja auch motorsport. wenn dort ein ziel gesetzt ist, dann arbeiten alle daraufhin es zu erreichen.
…da geht es halt los, beim Sport sind die Ziele sehr konkret, messbar, klar definierbar. Musik ist Kunst und soll „gefallen“. Da konkrete Ziele zu definieren, ist schon im Ansatz schwierig. Gut, wer da offen und kompromissbereit ist.
in einer band stelle ich doch deutliche egoistische tendenzen fest. (ich will mich da einschließen) und diese tendenzen nerven manchmal echt.
als wenn alle stars wären.
Das in Bands „egoistische“ Tendenzen auftreten können ist nicht neues… es ist sogar so, dass in Bands egozentrische und sogar narzistische Charaktere sich stärker konzentrieren, weil dort die „Bühnen“ zu finden sind, wo Narzisten sich „präsentieren“ können.
(Leider!!!!) ist es so, dass Projekte an denen Narzisten (d.h. aber eben auch Leute mit dem ernsthaften Problem einer Persönlichkeitsstörung) beteiligt sind, durch diese Menschen (kurz- und mittelfristig) überdurchschnittlich erfolgreich sein können, weil diese Menschen durch ihre inneren Dämonen so gequält werden, dass sie extrem viel Energie entwickeln, damit sie die für sie so unfassbar wichtige Anerkennung, bekommen und ihre reale Unsicherheit nicht zutage tritt.
Für den Narzisten ist es aber per Selbstdefinition (Unfehlbar zu sein…) fast unmöglich, selbstkritisch diese Diagnose zu verstehen, zu akzeptieren und daran zu arbeiten.
Mit Narzisten langfristig zusammenzuarbeiten ist echt hartes Brot. Dazu muss man schon devot sein und entweder ein ähnlich kaputtes Ego oder total abhängig sein. Gesund ist das langfristig nicht.

Das Zusammenarbeiten mit KI nutzt dann aber vielleicht dem Narzisten. Die kann nicht weglaufen, widerspricht nicht und geht auch nicht seelisch zu Grunde…
 
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Menschen sind unterschiedlich. Um durch das Wirrwarr der Verwirrungen durch zu kommen helfen Vorurteile. Der Verzicht auf Groß-/Kleinschreibung heißt für mich: "Will eine andere Welt als die, in der ich mich wohlfühle". Das sagt nichts über den Menschen, das definiert die Teamfähigkeit. Und wenn ich Sternchen sehe, ergreife ich die Flucht. Ich bin ja kein krötenfressender Lohnsklave mit Pensionsansprüchen, die ich mir erdulde.😅
 
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ich betreibe ja auch motorsport. wenn dort ein ziel gesetzt ist, dann arbeiten alle daraufhin es zu erreichen.
Das Ziel von allen ist dann Umweltzerstörung? 😉
Bei der Basisdemokratie endet es oft beim kleinsten gemeinsamen Nenner. Eine Ansammlung von Kompromissen, die keinen so richtig glücklich macht.
Merkwürdig. Beim Glücklichsein stören die andern …

Also wirklich, die Thread-Frage ist doch bereits beantwortet.
 
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Das Ziel von allen ist dann Umweltzerstörung? 😉

Merkwürdig. Beim Glücklich sein stören die andern …

Also wirklich, die Thread-Frage ist doch bereits beantwortet.
Nein.
Was wollt ihr mit der ganzen Musikproduktion??? 3 Kommentare, 10 Plays auf YT? Ob mit KI oder ohne?
Ich habe es ja selbst mein Leben lang gemacht.
Im Alter geht mir der tiefere Sinn flöten!
Was ist der Unterschied zu einem Hundespaziergang oder einer Motorradrunde durch den Taunus? Die letzte Runde von mir ist fast 50 Jahre her.
Das letzte Recordingprojekt ca. 4 Jahre.
 
KI ist eigentlich leider keine Lösung, weil ohne Menschen. Übt weiter!
 
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Puh, ob Motorsport ok ist oder nicht, ist ein relevantes Thema, hat aber mit Band Dynamik mal so gar nix zu tun....

Fakt ist für mich aber, das KI keine zwischenmenschlichen Probleme lösen wird. Sie kann sie natürlich beseitigen, indem das "Zwischenmenschliche" eleminiert wird. Ein valides Szenario. ....hilfreich ist das IMO aber nicht.
 
Vielleicht ist es für manche interessant, wenn ich kurz beschreibe, wie wir in unserer Band arbeiten.

  • Wer eine Songidee einbringt, ist für diesen Song der Song Leader. Diese Person bringt die Grundidee und meist auch eine erste Struktur mit – etwa Intro, Verse, Bridge, Chorus. Diese Struktur wird dann gemeinsam mit der Band weiterentwickelt. Wenn jemand eine Idee hat, probieren wir sie einfach aus und entscheiden sehr pragmatisch: funktioniert oder nicht.
  • Ich selbst singe in der Band und habe bisher alle Melodien und Texte geschrieben. Deshalb habe ich bei manchen Dingen natürlich ein stärkeres Mitspracherecht – vor allem wenn Akkorde oder Harmonien meine Gesangsmelodie betreffen. Das mache ich aber innerhalb eines Rahmen, der die Grundidee nicht verändert.
  • Obwohl ich eigentlich Gitarrist bin, mische ich mich bewusst kaum in das ein, was unsere beiden Gitarristen spielen. Jeder soll Raum haben, seinen eigenen Stil einzubringen. Dasselbe gilt für die anderen Instrumente. Wir machen Vorschläge, aber wir betreiben kein Mikromanagement. Ein Multiinstrumentalist in der Band kann zum Beispiel mit dem Drummer über eine Idee sprechen, gibt aber nur eine grobe Richtung vor – die konkrete Umsetzung bleibt beim Drummer.
  • Ich selbst sehe meine Fähigkeiten als (eher mäßiger) Multiinstrumentalist auch eher als Kommunikationswerkzeug, um Ideen zu erklären – nicht, um anderen vorzuschreiben, was sie spielen sollen.
  • Das führt dazu, dass der Song Leader zwar die Richtung vorgibt, aber jeder genug Raum für Interpretation und Kreativität hat.
  • Wir versuchen unsere Songs möglichst einfach zu belassen damit wir uns nicht zu sehr in komplizierten Details verlieren. Unsere Zeit ist ohnehin schon begrenzt.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Basis der Band: Schon bei der Gründung habe ich darauf geachtet, dass wir ähnliche Ziele haben, menschlich gut miteinander auskommen und ungefähr auf einem vergleichbaren Niveau spielen. Uns war von Anfang an klar, dass wir alle Verpflichtungen außerhalb der Band haben. Deshalb kann nicht immer jeder bei jeder Probe dabei sein oder perfekt vorbereitet sein.

Wir nehmen die Band ernst – aber innerhalb der Zeit, die unser Leben uns realistisch lässt.

vielleicht führt das dazu, dass unsere Proben relativ entspannt sind und Spaß machen.
 
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Interessant, ich würde es gerne mal vergleichen, am besten mit Lost in the Woods
@ pandemonia
Original track eingeben und Ergebnis vergleichen.
Bedingung okulele und Gesang bleibt.
 
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KI ist die lösung. man tippt ein paar begriffe ein und eine KI macht für einen einen song.
kein stress, kein üben, kein sich ärgern, kein sich wundern.
Einspruch ...

So einfach isses mit der KI leider auch nicht. Wenn man sie wirklich nur als Musikerersatz nutzen will, also meinethalben ein Alphornsolo zum eigenen Track addieren will, muss man sich ja auch erstmal mit DAW und KI- Bedienung auskennen, und auch das Prompten will gelernt sein. Denn sonst kommt da nicht das raus was man haben will und man ärgert sich über verplemperte Zeit und sinnlos ausgegebenes Geld.
Wenn man das aber ein wenig übt frustet KI sicherlich weniger als echte Bandbros, bei denen ja immer irgendwas nicht so ist wie man es gern hätte ... ich kenne das nur zu gut.

Für die Vocals meines neuesten kleinen House-Projektes hätte ich im echten Leben sicherlich niemals eine Sängerin und und einen Sänger gefunden die mir eine ähnliche Qualität wie die von Suno Studio bieten könnten. Ich werde KI in Zukunft also weiterhin nutzen um meine Vorstellungen umzusetzen. Der größte Teil der "Arbeit" findet aber wahrscheinlich weiterhin in der DAW statt, denn komplett KI-generierte Songs geben auch mir nix.
 
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Ich bin ja - in der Arbeitswelt - inzwischen an den Punkt gekommen, wo ich meine Kollegen darum bitten will, mir einfach ihre Prompts zu schicken, statt ihren AI Slop.
Ich bilde mir ein, mir damit besser einen Reim drauf machen zu können, worauf sie eigentlich hinauswollen, und wo sie im Denkprozess (soweit vorhanden) gerade stehen.
Mit mäßigen Erfolg nutze ich derzeit KI dazu, um so zu tun, als ob ich das gelesen hätte, von dem der Kollege so tut, als habe er es geschrieben. Leider liegt Copilot oft daneben, und dann muss ich mich doch in die Sache hinein 👍wühlen.🚀 und mich durch einen
  • 🌎Wust
  • 💲an
  • 📈Punktaufzählungen
  • 🧑‍💼bekloppten Emojis
und willkürlicher Formatierung quälen

Fragt mich vielleicht nächste Woche nochmal. Vielleicht habe ich bis dahin den Mut aufgebracht, meine Kollegen wirklich unverblümt nach ihren Prompts zu fragen.

Wie stehe ich nun zu Rein KI-erzeugter Musik?
Sie ist für mich , hoffentlich für viele Konsumenten auch, bedeutungslos - kaum jemand wird Fan davon werden, sie wird allenfalls als Hintergrundgedudel akzeptiert - als dynamisch on-the-fly erzeugter Soundtrack zu Spielen, Filmen, Serien oder von mir aus zum echten Leben wird das wohl eine große Rollen in unserem zukünftigen Leben einnehmen. Wers mag.

Wenn man daher als Hobbymusiker wirklich sicherstellen will, daß man die Musik wirklich nur für sich selbst machen will verzeiht - machen LASSEN will, und daß sie wirklich zuverlässig NIEMANDEN SONST interessiert, dann ist der freigiebige Einsatz von generativer KI wohl angesagt. Ich habe schon ein paar Individuen kennengelernt, die Ihre KI-generierte Musik auf Spotify hochladen, sich deswegen schon irgendwie toll finden, aber sich ehrlicherweise den Scheiss nicht mal selber anhören mögen.
Ja gut. Speicherplatz kostet heute fast nichts mehr. Ist egal.
 
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Dass mir jetzt bloß niemand von alten weißen Männern und Gatekeeping anfängt, geeeell? Mimimi, KI schafft nichts neues, KI kopiert nur und setzt neu zusammen... aber dann 50 Jahre Blues spielen. Merkste selber, wa?
Einfach bisschen selbstbewusster sein, dann muss man vor KI keine Angst haben. Und morgen ersetzen sie die Arbeiter an den Webstühlen durch Dampfmaschinen, tut doch endlich was! Zum Beispiel nen Bluessong drüber schreiben.
 
Ich denke, man darf KI durchaus kritisch gegenüberstehen, wenn es um kreatives Schaffen mit relevanter geistiger Schöpfungshöhe geht. Genau das ist ja originär eine menschliche Eigenschaft. KI schafft bekanntlich nicht kreativ, sondern imitiert lediglich. Damit macht sie zwar vielleicht (bald) handwerklich perfekte Musik. Dafür raubt sie indes die menschlichen geistigen Schöpfungen.

Für die Musik empfinde ich das als höchst bedauerlich. Deshalb wird für mich echte Musik immer allein menschliches Schaffen sein. KI kann - für mich - in diesem Schaffensprozess nur ein vom Menschen geführtes Werkzeug sein.
 
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Du stellst den Unterschied schon gut raus. Werkzeug in meiner Hand, eben. Ich muss halt grinsen, wenn man kategorisch gegen irgendwas ist. Es gibt, im Vergleich zu allem, was existiert, sehr wenige Dinge, die kategorisch abzulehnen sind, glaube ich. Aber das war auch schon immer so. Kritisch sollte man immer sein, nur ein Depp rast mit 250 gegen einen Baum, weil er ein Airbag hat. Das hat halt nichts mit dem Airbag zu tun, sondern mit dem Trottel, der sich übers Armaturenbrett verteilt.
 
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So, ich setze meinen Song mal direkt hier rein, nur mal so damit man weiß worum es geht. Idee von mir! Die Musik ist ganz normal in der DAW entstanden, nur die Stimmen sind von Suno Studio.
Für mich passt es perfekt.
... es war keineswegs nur ein bisschen Prompten und Knöpfchendrücken nötig:



Dafür raubt sie indes die menschlichen geistigen Schöpfungen.
:unsure: kann man so nicht sagen mMn.
 
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Für die Vocals meines neuesten kleinen House-Projektes hätte ich im echten Leben sicherlich niemals eine Sängerin und und einen Sänger gefunden die mir eine ähnliche Qualität wie die von Suno Studio bieten könnten.
Mit Verlaub, du hast gar keine Sängerin in deinem Projekt. Es ist wie in der Anfangszeit vom Tonfilm: jemand schüttelt eine Blechplatte und man hört den Donner.
Aber nichts gegen dein Projekt, was du machst, ist ganz legitim.

"denn komplett KI-generierte Songs geben auch mir nix."

Du könntest ja auch eine Sängerin finden, die weniger perfekt klingt als die KI-Frau, dafür menschlicher.
 
:unsure: kann man so nicht sagen mMn.
Doch kann man. Nichtsdestoweniger lassen sich dazu durchaus unterschiedliche Auffassungen vertreten. ;)

Suno Studio geht mir persönlich schon zu weit. Man kann zwar Ideen einbringen, aber die KI genehmigt sich (jedenfalls sieht es auf allen Videos danach aus) einige unkontrollierbare Freiheiten in der Umsetzung. Das ist nicht nur Werkzeug, wie z.B. des Malers Pinsel. Sondern der Pinsel wird auf Anregung einer kleinen Idee auch wesentlich durch die KI geführt.

Eher KI als Werkzeug ist für mich z.B. das Generieren von Gesang mit Synthesizer V. Auch da werkelt im Hintergrund eine KI, man kann sie aber bis ins kleinste Detail anleiten - und muss es auch, damit die eigene Schöpfung perfekt umgesetzt wird. :)
 
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