Eigentlich ist KI die Lösung......statt einer Band?!

Mimimi, KI schafft nichts neues, KI kopiert nur und setzt neu zusammen... aber dann 50 Jahre Blues spielen. Merkste selber, wa?
Ist genau der Punkt, wo dein Vergleich hinkt. Der alte Blueser, egal wie gut oder einfallsreich er ist, spielt mit seinen Fingern Musik. Hirn -> Gitarre -> Finger -> Ohren der Zuhörer. Das schafft keine KI der Welt. Die hat keinerlei Lebenserfahrung.
 
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Für die Vocals meines neuesten kleinen House-Projektes hätte ich im echten Leben sicherlich niemals eine Sängerin und und einen Sänger gefunden die mir eine ähnliche Qualität wie die von Suno Studio bieten könnten. Ich werde KI in Zukunft also weiterhin nutzen um meine Vorstellungen umzusetzen. Der größte Teil der "Arbeit" findet aber wahrscheinlich weiterhin in der DAW statt, denn komplett KI-generierte Songs geben auch mir nix.
Ich mag dein Beispiel, weil es sehr praxisnah ist und zeigt wo es für dich einen Nutzen hat :)

Aber ich glaube schon, das du sehr wohl, zugebenermassen mit etwas Aufwand, eine tolle Sängerin hättest finden können, die deinem House Song eine Gute und sogar noch viel bessere Stimme hätte sein können als die jetzige KI-Stimme.

Es gibt soviele Sänger und Sängerinnen, Musiker und Musikerinnen da draussen.
Aber, man muß sie finden, man muß den Kontakt herstellen, man muß erklären was man machen will
und man muß sich letzendlich auch einig werden über eine evt. Vergütung, Aufwandsentschädigung, usw. ist man bereit dafür was zu zahlen, oder muß es unbedingt kostenlos sein
also recht viel Kommunikation und Zeitaufwand.

Also das kann schon recht ein grosses Hindernis sein, und daher kann es schon verstehen wenn man hier lieber den Weg eines geringeren Widerstands wählt und dann sich dann zb mit Werkzeugen, wie einer KI, selber dransetzt was zusammenzuschrauben.

Und irgendwie passt das auch zum Eingangspost des Themas, das Problem der Kommunikation, der Zwischenmenschlichkeit, dann unterschiedlichen Ziele, und Prioritäten, uswund das man dem ganzen einfach überdrüssig ist und sich etwas mit weniger von dem ganzen Aufwand wünscht.
 
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noch muss sich niemand sorgen. KI wird in erster Linie die 0815 Fließband Musik ersetzen. Spielt es eine Rolle von wem die seichten Popsongs im Radio kommen? Die mit den 20 Songwritern, zur Perfektion getrimmten Vocals, auf Millisekunde genau positionierten (künstlichen) Instrumenten?
Mich tangiert das nicht.

Die Menschen, die sich von sowas berieseln lassen, interessieren sich nicht dafür ob es KI oder irgendein künstlichen Popsternchen ist.

Und ich meine das übrigens nicht abfällig, auch wenn es so klingt.
Musik ist nicht immer gleich und hat nicht immer den gleichen Zweck. Manchmal ist es seichte Hintergrund Berieselung, manchmal berührt es die Herzen, manchmal muss man besoffen sein um mitzugröllen. Alles ist legitim und völlig in Ordnung.

Aber Menschen werden sich immer danach sehnen von Künstlern berührt zu werden (also … nicht im dreckigen Sinne ;) ). Die KI wird das nicht so schnell abschaffen. Vermutlich wird sie das nie.

Um ehrlich zu sein sehe ich das sogar als eine Chance! Die Menschen sind es langsam satt 24/7 mit 0815 Inhalt unterhalten zu werden. Sie werden wieder auf Konzerte gehen und lokale Bands hören wollen. Nutzt das als Gelegenheit die Menschlichkeit in der Musik wieder in den Vordergrund zu stellen.
 
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relevanter geistiger Schöpfungshöhe geht. Genau das ist ja originär eine menschliche Eigenschaft. KI schafft bekanntlich nicht kreativ, sondern imitiert lediglich.
Das ist eben zumindest umstritten. Und schon gar nicht „bekanntlich“.
So etwas wie „originär eine menschliche Eigenschaft“ festzustellen, unterstellt ja, deutet ja, eine menschliche Erkenntnis als sozusagen objektiv („göttlich“). Das genau ist sie leider nicht. Wir bewegen uns da sozusagen in unserem eigenen „Erkenntnis-Sumpf“.
Die Begrenztheit des Menschen (in der Natur) zeigte sich schon oft, die sogenannte „KI“ zeigt es aktuell nur noch etwas deutlicher.
Insofern, bitte nicht auf einem (menschlichen) Konstrukt einer „Schöpfungshöhe“ ausruhen, sondern konkret beobachten und beurteilen, inwieweit diese (ich nenne sie lieber )„lernenden Maschinen“ etwas machen, was wir Menschen nicht wollen.
Und gut aufpassen, wem diese Maschinen „gehorchen“.
 
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Das ist eben zumindest umstritten. Und schon gar nicht „bekanntlich“.
So etwas wie „originär eine menschliche Eigenschaft“ festzustellen, unterstellt ja, deutet ja, eine menschliche Erkenntnis als sozusagen objektiv („göttlich“). ….
Mir ging es nicht um pseudo-philosophische Diskussion, sondern ich meinte und meine die geistige Schöpfung im Sinne des Urheberrechts - das bislang zu der „geistigen Schöpfung“ und KI eine ziemlich einhellige Meinung hat.

So oder funktioniert eine KI eben, stark vereinfacht gesagt, durch Imitation des Vorhandenen, nicht durch neue Schöpfung - und dazu gibt es nichts zu diskutieren, das ist einfach die Funktionsweise. Künstlerisches Schaffen ist das - für mich - eben nicht. Wer das gerne anders sehen möchte, der kann das ruhig tun - das ist mir, offen gesagt, ziemlich egal. ;)
 
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Um „Pseudo“ gehts hier ja (hoffentlich) niemand … genau das Urheberrecht (und die Definition „Schöpfungshöhe“) gerät ja auch gerade ins Wanken. Das ist aber nur ein Detail vom Ganzen.
 
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Mit mäßigen Erfolg nutze ich derzeit KI dazu, um so zu tun, als ob ich das gelesen hätte, von dem der Kollege so tut, als habe er es geschrieben.
Dazu passt ein Zitat einer der bedeutendsten Philosophen unserer Zeit (Butthead). "This is the coolest thing, I've ever seen."
 
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@abolesco Du bist einfach sooo cool. Wie schön das ist und wie es gleichzeitig brettert, einfach geil.
Beitrag automatisch zusammengefügt:

Ist genau der Punkt, wo dein Vergleich hinkt. Der alte Blueser, egal wie gut oder einfallsreich er ist, spielt mit seinen Fingern Musik. Hirn -> Gitarre -> Finger -> Ohren der Zuhörer. Das schafft keine KI der Welt. Die hat keinerlei Lebenserfahrung.
Halt ich halt für nicht haltbar. Die Leute labern viel zu oft von Feeling und gucken verkniffen, während sie den immer gleichen Quatsch wiederholen. Wer kann, der kann, aber meistens ist es halt viel Hokus Pokus und kalter Kaffee. Ich hab mich da lang genug rumgetrieben, bisschen Weizen, fast nur Spreu. Wenn man wirklich in die Tiefe geht, ist KI ein Werkzeug wie eine Gitarre, ein Verzerrer, ein Amp. Arbeiten mit KI und KI die Arbeit machen lassen sind zwei grundverschiedene Dinge. Aber viele Musiker sind halt enorm konservativ und haben Angst, dass man ihnen die Wurst vom Brot ziehen könnte. Trotz 909 spielen die Leute noch Schlagzeug.
 
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Du vergleichst jetzt aber nicht wirklich einen drum Computer mit einem echten Schlagzeuger, oder? 😂
 
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Du vergleichst jetzt aber nicht wirklich einen drum Computer mit einem echten Schlagzeuger, oder? 😂
naja, wenn man eine DAW MIDI spur nimmt.....das klingt wie ein echter schlagzeuger, obwohl nur samples getriggert werden.
 
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naja, wenn man eine DAW MIDI spur nimmt.....das klingt wie ein echter schlagzeuger, obwohl nur samples getriggert werden.
Dann versuch mal ein Billy Cobham Solo so zu programmieren, dass es auch so lebendig wirkt. Du wirst merken: Du hast keine Chance. Musik entsteht aus der Bewegung des Körpers, dass ist kaum Stück für Stück nachzubilden. Präzision ist kein Problem mit dem Computer, aber alles was darüber hinausgeht, ist sehr schwierig, wenn man gewisse Ansprüche an Ausdruck hat.
 
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Du vergleichst jetzt aber nicht wirklich einen drum Computer mit einem echten Schlagzeuger, oder? 😂
Doch, natürlich, weil diese Diskussion eh schon so wunderbar unscharf ist. Ich könnte auch fragen: wer wirft einen Akkuschrauber durch die Fensterscheibe in die neue Wohnung und erwartet, dass die Möbel nach acht Stunden aufgebaut sind?
Ich vermute ja zwei Dinge. Erstens machen die meisten einfach irgendwelche Musik (wie ich) und halten ihr Schaffen für große Kunst mit Persönlichkeit (ich nicht). Der Großteil ist dabei halt trotzdem so generisch unspannend wie Tim Bendzko. Ist ja geil, wenn es einem die Welt bedeutet, aber ob das jetzt alles so großartige Kunst ist, mmmh, weiß nicht.
Zweitens hätte man sich einfach nen anderen Namen einfallen lassen sollen. Es ist eh schon viel zu wenig Intelligenz für so viele Leute da, da reagieren halt viele über, wenn das was kommt, was unter Umständen auch funktioniert und ähnlich oder gleich heißt.
Aber joa, manche Männer bekommen ja auch Panik, wenn sie sehen, was für Spielzeug die Traumfrau in der Schublade hat.
 
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große kunst?
naja, wenn ich meine kollegen manchmal so höre, dann scheint es wohl deren sicht zu sein, große kunst zu machen, auch wenn sie es versuchen herunter zu spielen.
mein blick auf "unsere" (meine) kunst ist da recht nüchtern. ich weiß recht genau, wo meine grenzen sind.
ich sehe das eher als spaß am machen an, weniger als kunst. und der geringe erfolg gibt meiner sichtweise recht.
aber das macht ja nichts. das "rockstar" leben hätte für mich zuviele nachteile, deshalb bin ich mit dem amateurlevel durchaus sehr zufrieden.

das einzige was halt nervt sind diese "profi-ansprüche" wenn die coversongs mit der lupe analysiert werden und versucht werden soll, eine professionelle tonproduktion in einem proberaum / livebühne umfeld nachzuahmen. das sind immer die momente, wenn ich den kopf schüttel.
statt spaß und coolen klang, wird der schwierigkeitsgrad künstlich angehoben, ohne einen mehrwert zu erzielen.
deshalb der frust.
 
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In einem meiner nächsten Songs geht es das Thema „digitaler Kolonialismus“ …


Der Song ist garantiert menschengemacht.
 
Im Alter geht mir der tiefere Sinn flöten!
Mir Fragen nach (dem) Sinn zu stellen, habe ich aufgehört, seitdem ich mich philosophisch mit dem Existenzialismus beschäftigt habe:
Was macht es überhaupt für einen Sinn, nach (dem einen) Sinn zu fragen? Was für mich sinnvoll ist und was nicht, bestimme ich schließlich selbst.
 
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Das Problem: Es kommt nur ein Programm heraus und nichts was menschlichen Schaffens entspricht.
 
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Mit Groove Agent Rasselt das Schlagzeug gediegen vor sich hin. Jeden Break und jedes fill muß einzeln eingegeben werden. Ein jaming mit echten Schlagzeugern ist definitiv viel inspirierter und fließt.
Wenn eine ki das kann , lass ich mich gerne überzeugen.
 
Das ist eine seltsame Erwartung an etwas, was nicht denken kann wie Menschen es versuchen zu tun.
 
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Gefährlich wird es erst wenn die KI vergöttert werden sollte.

Ansonsten kann es einfach eine Arbeitserleichterung sein.

Ganz allgemein was KI betrifft.
 
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Das Problem: Es kommt nur ein Programm heraus und nichts was menschlichen Schaffens entspricht.
Naja, immerhin greift das Programm auf menschliches Schaffen zu. Ohne menschliches Schaffen hätte die KI keine Trainingsdaten. Und ohne dass menschliche Sklaven eine Selektion der Inhalte betreiben, geht es auch nicht:

Die australische KI-Forscherin Kate Crawford formuliert es so: „Künstliche Intelligenz ist weder künstlich noch intelligent.“ Das gilt auch für das beliebte Tool ChatGPT. Wie die meisten Systeme, auf denen heutzutage das KI-Label klebt, beruht auch ChatGPT auf maschinellem Lernen. Damit ChatGPT nicht irgendetwas nachplappert, sondern die gewünschten Dinge sagt, muss es mit den richtigen Daten gefüttert werden. Für diese Arbeit braucht es Menschen. Der Erfolg von ChatGPT beruht nämlich zu einem großen Teil darauf zu wissen, was sie nicht sagen darf: Anstößiges, Verletzendes, Gewalttätiges. Damit wir KI und Soziale Medien unbeschwert nutzen können, müssen Datenarbeiter*innen massenhaft traumatisierende Bilder und Texte von Kindesmissbrauch, Folter, Vergewaltigungen und Hinrichtungen anschauen oder lesen und dann aussortieren.

Diese Datenarbeiter*innen sind aufgrund der geringen Löhne vor allem in Ländern des Globalen Südens beschäftigt, etwa in Kenia, Uganda, Indien oder Costa Rica. Ausgebeutet werden sie insbesondere von Tech-Konzernen aus dem Norden: Google, Meta, Microsoft und OpenAI. Nach Schätzungen der Weltbank sind über 100 Millionen Datenarbeiter*innen weltweit tätig.
Quelle

Die Frage ist auch: Wie definierst Du "menschliches Schaffen" in diesem Kontext?
 
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