Eigentlich ist KI die Lösung......statt einer Band?!

Eher KI als Werkzeug ist für mich z.B. das Generieren von Gesang mit Synthesizer V. Auch da werkelt im Hintergrund eine KI, man kann sie aber bis ins kleinste Detail anleiten - und muss es auch, damit die eigene Schöpfung perfekt umgesetzt wird. :)
Ich verwende seit geraumer Zeit Synthesizer V und habe auf Grund der KI Debatte darüber nachgedacht, ob man diese Software wirklich als KI bezeichnen kann.
Meiner Meinung nach trifft das nur bedingt zu, denn so wie @Jan S. es bereits beschrieben hat, sehe ich das auch:
(meine Wahrnehmung bezieht sich auf Version 1, zur aktuellen Version 2 kann ich nichts sagen)
1. Ist der Algorithmus starr, d.h. er lernt nicht mit - und für V1 gibt es auch keine updates mehr, da man ja V2 kaufen soll.
D.h. das Ding geht immer nach Schema F vor, er analysiert nichts, er interpretiert nichts und hat keine Ahnung, wo ich hin will.
2. Der Voice Provider für die jeweilige "KI-Sänger-Datenbank" ist bekannt (sofern er/sie nicht anonym bleiben möchte) und wurde mit hoher Wahrscheinlichkeit auch für seinen Beitrag entsprechend entlohnt.
Beispielsweise für die von mir häufig genutzte KI-Sängerin "Solaria"
3. Man muss sich tatsächlich um jedes Detail selbst kümmern, also Phonetik, Silbentrennung, Tonhöhe (also Noten) usw.
Zusätzlich kann man Klangfarbe, Spannung, Atemgeräusche, Vibratio und noch vieles mehr anpassen.
Einige Dinge sind nicht zu ändern, z.B. der Akzent, wenn die Frau amerikanisches Englisch spricht, kann man daraus kein britisches Englisch machen und wenn man sie auf deutsch singen lassen möchte,
muss man sehr viel an der englischen Phonetik herumschrauben und im Endeffekt hört man die Originalsprache natürlich trotzdem heraus.
D.h. die Software macht 1:1 das, was ich ihr vorgebe - sonderlich intelligent finde ich das nicht ;)
Wenn ich das Wort "Blpftkurakkozzmopf" eingebe, singt / rappt Synth V "Blpftkurakkozzmopf" :ugly:

Für mich habe ich daher das Fazit gezogen, dass Synthesizer V (Version 1) keine KI ist sondern halt Softwaresynthesizer, wie zigtausende andere.
Allerdings mache ich dennoch - einfach um des Friedens willen - die Angabe, dass bei dem Song teilweise KI verwendet wurde, auch wenn das wie gesagt nur sehr bedingt zutrifft.
Beitrag automatisch zusammengefügt:

Gefährlich wird es erst wenn die KI vergöttert werden sollte.

Ansonsten kann es einfach eine Arbeitserleichterung sein.

Ganz allgemein was KI betrifft.
Ich schreibe derzeit einen Song dazu. Natürlich ohne KI-Unterstützung, deswegen dauert das noch ein bisschen :D
 
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Spielt es eine Rolle von wem die seichten Popsongs im Radio kommen? Die mit den 20 Songwritern, zur Perfektion getrimmten Vocals, auf Millisekunde genau positionierten (künstlichen) Instrumenten?
Mich tangiert das nicht.
Nein, für mich auch nicht. Mir ist da auch egal, ob das Autotune-Gejaule komplett künstlich erzeugt wird oder von irgendeinem Möchtegern-Sänger stammt 😄
Live Auftritte werden dann etwas herausfordernd (auch für das Publikum) und unplugged Gigs dürften schwierig werden 🤪

Ich sehe hier zwei Probleme in naher Zukunft auf uns zukommen:
1. Echte kreative Menschen gehen in der schieren Masse der KI-Songs einfach unter
2. Berufsmusiker, die z.B. Songs für Werbespots komponieren, kriegen weniger bzw. gar keine Aufträge mehr
3. Spätestens, wenn irgendwelche gierigen Geschäftsleute das große Geld wittern oder irgendein echter Superstar mal so richtig angepisst ist, weil ihm der neue KI-Hit mit seiner Stimme
die Show stiehlt, werden interessante und bizarre Rechtsstreitigkeiten entflammen.

Die Menschen, die sich von sowas berieseln lassen, interessieren sich nicht dafür ob es KI oder irgendein künstlichen Popsternchen ist.
Sehe ich auch so. Der Zweck heiligt die Mittel.
Und in einer Gesellschaft, die immer schnelllebiger und oberflächlicher wird, hört kaum noch jemand mehr genauer hin.

Aber Menschen werden sich immer danach sehnen von Künstlern berührt zu werden (also … nicht im dreckigen Sinne ;) ). Die KI wird das nicht so schnell abschaffen. Vermutlich wird sie das nie.
In Japan oder Korea gibt es angeblich schon KI-Konzerte, aber wie das genau funktioniert, weiß ich nicht.
Aber von der KI-gesteuerten Sexpuppe zum KI-gesteuerten "Androiden" auf der Bühne ist es auch kein so großer Schritt mehr.

Um ehrlich zu sein sehe ich das sogar als eine Chance! Die Menschen sind es langsam satt 24/7 mit 0815 Inhalt unterhalten zu werden.
Dem widerspricht mMn die aktuelle Statistik der sog. Bildschirmzeit, die gestern oder vorgestern veröffentlicht wurde. Tatsächlich verbringen wir so viel Zeit am Handy, wie nie zuvor und scrollen stundenlang wie Zombies
durch TikTok oder Instagram, um uns mit 08-15 Inhalten zu unterhalten.
 
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Das Problem: Es kommt nur ein Programm heraus und nichts was menschlichen Schaffens entspricht.
Wieso ist das ein Problem? Es kommt doch ein „Programm“ (oder was immer) heraus, das letzten Endes (bzw. initial) vom Menschen erschaffen wurde.
Es ist dann eher eine Frage, inwieweit es irgendeinem menschlichen Schaffen entspricht.

Um die Beantwortung dieser Frage geht es hier im Thread ja auch; da hilft m.E. wenig, immer wieder zu betonen, wie „endgeil“ die menschliche Kreativität doch sei.
 
Die Software / das coding als solches wurde von Menschen programmiert / entwickelt.
Die KI kann sich keine eigenen Gedanken zu einem Thema machen und somit auch nicht kreativ sein.
Wenn man ihr den Auftrag erteilt "Denk Dir eine warm klingende Melodie aus", dann bastelt sie aus ihren gesammelten Trainingsdaten per Wahrscheinlichkeitsberechnung und notfalls per Zufallsgenerator
irgendeine Melodie zusammen, die die meisten Menschen als "warm" empfinden.

Der Vorteil ist natürlich, dass man mit der KI nicht über Befindlichkeiten diskutieren muss, sie nie unpünktlich zur Bandprobe erscheint und auch stets motiviert ist :D
 
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Die KI kann sich keine eigenen Gedanken zu einem Thema machen und somit auch nicht kreativ sein.
Das ist m. E. eher eine Frage, die DU da so klar für Dich beantwortest.
Was sind die „eigenen Gedanken“ (eines anderen Menschen)? Was ist es, was wir als „(nicht) kreativ“ bei anderen Menschen wahrnehmen? Nehmen wir unsere eigene Kreativität wahr?!?

M.E. können wir andere Menschen „nur“ über ihren „Output“ begreifen. Nicht über ihre analysierte Funktion.
Auch die lernenden Maschinen sollten wir deshalb nicht allein über ihre (programmierte) Funktion begreifen.
 
In der neuen Band stellt sich mir die Aufgabe, zu texten. Mir fällt da nicht jede Woche ein kompletter Song aufs Papier. Der Vorschlag kam, dann doch eine KI zu bemühen. Aber ehrlich gesagt sträubt sich bei mir da Einiges. Ich möchte schon meine Themen mit meinen Worten ausdrücken. Macht mich das zum Egomanen?

Der nächste Schritt wäre dann Drumgrooves und Gitarrenriffs von KI kreiren zu lassen. Das werde ich mal vorschlagen, wenn im Probenraum jemand "KI" sagt.
 
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Ich sehe hier zwei Probleme in naher Zukunft auf uns zukommen:
1. Echte kreative Menschen gehen in der schieren Masse der KI-Songs einfach unter
2. Berufsmusiker, die z.B. Songs für Werbespots komponieren, kriegen weniger bzw. gar keine Aufträge mehr
3. Spätestens, wenn irgendwelche gierigen Geschäftsleute das große Geld wittern oder irgendein echter Superstar mal so richtig angepisst ist, weil ihm der neue KI-Hit mit seiner Stimme
die Show stiehlt, werden interessante und bizarre Rechtsstreitigkeiten entflammen.
Genau auf den Punkt gebracht, was mich auch an der KI stört, insb. die ersten 2 Punkte. :great:
(Und ein persönlicher 4., dass ich einfach keine Lust und wohl auch wenig Interesse daran habe, mich da hinein zu fuchsen, das aber irgendwann kaum noch vermeidbar sein wird^^)

Wenn etwas erst einmal technisch irgendwie funktioniert, dann wird es mit der Zeit immer besser und ausgefeilter und irgendwann vermutlich genauso gut oder gar besser, als das Original.
Ich möchte aber lieber Songs hören, die von echten Musikern stammen. Auch wenn man das dem Song selbst nicht mehr anhören kann. Wenn zumindest wenn der Hinterkopf weiß, dass das von echten Musikern stammt, genieße ich es mehr.

Ich bin daher klar für Bandmusik, selbst wenn es da mal knirschen sollte und ggf. ein Bandwechsel sinnvoll werden kann. Ich denke, dass auch die mit der Band aufgenommene Musik dem TE besser gefallen wird, wenn sie nicht KI-generiert ist. Er weiß, dass das alles echte Handarbeit ist und gerade dann, wenn das Ergebnis nur unter Schwierigkeiten erzielt werden konnte, wertet das den fertigen Song noch einmal auf.
Außerdem alte Regel: Den Ärger vergisst man irgendwann, der Song bleibt.

Kurzes OT: Ein Musiker, der noch einmal 15 Jahre älter ist als ich, erzählte mal, dass es eine ähnliche Diskussion schon gab, als Orchester durch Synthesizer ersetzt wurden.^^
Okay, Synthies finde ich auch gut und praktisch (habe mich selbst früher mal viele Jahre mit einem gebrauchten Roland Jupiter 4 beschäftigt, als es noch analoge Synthies für 200 DM gab, weil alle den neuen Yamaha DX7 spielen wollten^^), aber ich freue mich auch, wenn z.B. ein Filmsoudtrack wie Herr der Ringe tatsächlich mit Orchester eingespielt wird. OT Ende
 
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Hier über Sinn und Unsinn von KI allgemein zu diskutieren geht IMO am Thema von @DarkStar679 ziemlich vorbei und wurde an anderen Stellen auch schon ausführlichst durchgekaut.

Hier ist doch die Frage, ob einem die KI eine Band ersetzen kann.
Im Prinzip verneine ich das, ohne aber die zwischenmenschlichen Probleme, die das Bandleben so mit sich bringt, zu negieren. Aber letzteres ist IMO der Preis, den man zahlen muss, um zu den „Edelstein Momenten“ zu kommen, die IMO nur in einer Band aus Menschen entstehen können.

Ich hatte mit 25 meine „Musiker Karriere“ ziemlich frustriert komplett beendet. Über Jahre hatten wir ein gutes Set an Stücken erarbeitet, wurden aber immer wieder durch Besetzungswechsel an der Gesangsfront zurück geworfen. Kaum war eine Sängerin auftrittfit, kam irgendwas von Umzug in andere Stadt, bis Engagement in Partyband auf Malle… Parallel fing unser Drummer an zu träumen und begann Vorhänge und Bühnenbilder für Liveauftritte zu konstruieren … wir hatte aber da bis dato gerade mal einen einzigen Kneipen Gig… nach es dann doch wieder auf einen Auftritt zuging, bekam die nun wieder inzwischen neu eingearbeitete Sängerin, den Rappel faselte völlig abstrus von Whisky vor dem Gig den sie wohl „brauche“…..
Da habe ich dann den Stecker gezogen und lieber mein Studium ordentlich abgeschlossen, Familie gegründet und meine berufliche Karriere verfolgt.
Gut 20 Jahre habe ich dann eigentlich keine Gitarre mehr angefasst.
(Wer bis hierher mitgelesen hat, herzlichen Glückwunsch, jetzt wird es erst wieder spannend…)
Dann habe ich mir irgendwann ein Mac Book gekauft und darauf Garage Band entdeckt.
Da bekam ich wieder Lust Songs zu machen.
Das reine Editieren war mir nach einiger Zeit zu „mechanisch“. Also doch wieder Gitarre. Aber auch das mir langweilig, immer nur im eigenen Saft zu baden. Dann habe ich über dieses Forum Leute gefunden, mit denen ich Projekte zusammen komponiert und eingespielt habe. Das war schon viel spannender und befriedigender für mich. Gleichzeitig war ich frei, flexibel und ungebunden. Doch so schön und fruchtbar der Austausch via Mail & Co auch war, ich vermisste die Interaktion im Probenraum. Eben diese Edelstein Momente, wo tolle Dinge passieren und gelingen, die so nicht abgesprochen waren. Reaktionen auf Dynamikänderung, auf ein besonderes Lick/ Solo oder sogar auf Fehler, wenn das heiter und nicht ernst/ böse genommen wird.
Daher habe ich mir wohl wissend, dass es auch die Schattenseiten geben wird, wieder Bands gesucht. Mental gereift und viel resilienter, kann ich unnötige Diskussionen resorbieren. Es muss auch nicht alles effizient und optimal laufen. Eh isch mich uffresch is es mir lieber egal…
Arbeiten mit einer KI kann da IMO eine Band ( noch?) nicht ersetzen.
 
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… Ich sehe hier zwei Probleme in naher Zukunft auf uns zukommen:
1. Echte kreative Menschen gehen in der schieren Masse der KI-Songs einfach unter
2. Berufsmusiker, die z.B. Songs für Werbespots komponieren, kriegen weniger bzw. gar keine Aufträge mehr
3. Spätestens, wenn irgendwelche gierigen Geschäftsleute das große Geld wittern oder irgendein echter Superstar mal so richtig angepisst ist, weil ihm der neue KI-Hit mit seiner Stimme die Show stiehlt, werden interessante und bizarre Rechtsstreitigkeiten entflammen. …
Wobei man ehrlicherweise konstatieren muss, dass die von dir genannten Punkte (insb. Nrn. 1 und 2) ja bereits Realität sind, und das seit Jahren - „dank“ Spotify und den veränderten Hörgewohnheiten. Die KI ist daran nicht einmal Schuld. Sie verbreitert das Problem nur noch.

Musik ist über die Jahre hinweg einfach Massenware geworden. Diese Masse wird durch KI weiter aufgeschwemmt, aber eigentlich ist es ja relativ egal, ob jeden Tag 100.000 neue Songs das Internet fluten, oder die dreifache Menge. Ins Leere gehen die meisten davon so oder so. Leider auch diejenigen, die es wert wären, gehört zu werden.

Ich persönlich finde es halt einfach schade, dass persönliches musikalisches Schaffen heutzutage nahezu nichts mehr wert ist. Das meine ich nicht monetär, sondern beziehe mich auf die Wertschätzung des Ergebnisses. Früher - sehr viel früher ;) - war Musik einfach (i) kreative Schöpfung und (ii) anspruchsvolles Handwerk. Beides wurde wertgeschätzt. In einer Welt, in der das Erstere kaum mehr gefragt ist und die KI das Zweitere zunehmend übernimmt, geht m.E. etwas sehr schönes verloren.
 
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Da habe ich dann den Stecker gezogen und lieber mein Studium ordentlich abgeschlossen, Familie gegründet und meine berufliche Karriere verfolgt.
Und das ist interessant, kennen vermutlich viele. Die Erkenntnis. dass Talent, Engagement oder wie man es sonst nennen will, einfach nicht ausreichen. So hab ich es jedenfalls immer gesehen und nicht den Umständen „die Schuld“ gegeben.
So gesehen, wird es natürlich in absehbarer Zeit Teil-)KI-Bands geben - wenn es die mal nicht schon gibt.
 
Nein, für mich auch nicht. Mir ist da auch egal, ob das Autotune-Gejaule komplett künstlich erzeugt wird oder von irgendeinem Möchtegern-Sänger stammt 😄
Live Auftritte werden dann etwas herausfordernd (auch für das Publikum) und unplugged Gigs dürften schwierig werden 🤪

Ich sehe hier zwei Probleme in naher Zukunft auf uns zukommen:
1. Echte kreative Menschen gehen in der schieren Masse der KI-Songs einfach unter
2. Berufsmusiker, die z.B. Songs für Werbespots komponieren, kriegen weniger bzw. gar keine Aufträge mehr
3. Spätestens, wenn irgendwelche gierigen Geschäftsleute das große Geld wittern oder irgendein echter Superstar mal so richtig angepisst ist, weil ihm der neue KI-Hit mit seiner Stimme
die Show stiehlt, werden interessante und bizarre Rechtsstreitigkeiten entflammen.


Sehe ich auch so. Der Zweck heiligt die Mittel.
Und in einer Gesellschaft, die immer schnelllebiger und oberflächlicher wird, hört kaum noch jemand mehr genauer hin.


In Japan oder Korea gibt es angeblich schon KI-Konzerte, aber wie das genau funktioniert, weiß ich nicht.
Aber von der KI-gesteuerten Sexpuppe zum KI-gesteuerten "Androiden" auf der Bühne ist es auch kein so großer Schritt mehr.


Dem widerspricht mMn die aktuelle Statistik der sog. Bildschirmzeit, die gestern oder vorgestern veröffentlicht wurde. Tatsächlich verbringen wir so viel Zeit am Handy, wie nie zuvor und scrollen stundenlang wie Zombies
durch TikTok oder Instagram, um uns mit 08-15 Inhalten zu unterhalten.

So langsam verliere ich hier den Überblick. 😄
Aber ich versuche trotzdem mal, auf deine Punkte einzugehen.

1.
Echte kreative Menschen hatten auch früher keine Chance, wenn sie sich nicht verkaufen konnten. In jedem Jahrzehnt gab es jede Menge durchschnittliche Musik – und gleichzeitig unzählige talentierte Künstler, die nie gehört wurden und irgendwann verschwunden sind.

Das ist aber kein rein musikalisches Phänomen. In vielen Berufen ist es ähnlich: Talent allein reicht selten aus. Wenn man mit Musik Erfolg haben will, muss man sich eine Fanbasis aufbauen und seine Musik auch vermarkten.

Ob das heute leichter oder schwerer ist als früher, kann ich nicht wirklich beurteilen. Aber eines glaube ich schon: Fans von Helene Fischer werden weiterhin Helene-Fischer-Alben hören – ganz egal, ob irgendwo KI-generierte Musik im Radio läuft oder nicht.
Genauso wie ich weiterhin Alben von meinen Lieblingsbands hören werde – und von neuen Bands, die mich wirklich ansprechen.

2.
Da stimme ich dir zu. Das ist genau das, was ich vorher als Hintergrundmusik bezeichnet habe. Der Unterschied ist ungefähr so wie zwischen einem Windows-Hintergrundbild und einem Picasso. Das eine ist einfach da und interessiert niemanden wirklich. Für das andere zahlen Menschen Geld, um es sich anzuschauen und zu bewundern.

Musiker, die in diesem Bereich arbeiten, müssen sich allerdings rechtzeitig neu orientieren.

Ich kenne das aus meinem eigenen Beruf. Ich habe mein Design-Team früh auf diese Veränderung vorbereitet. Ein gutes Beispiel ist ein Content Writer aus meinem Team. Schon vor über zwei Jahren habe ich ihm gesagt:
"If you don’t want to lose your job to AI, you need to become the master of AI."

Genau das hat er getan. Heute formt er die Interaktion zwischen Mensch und KI. Er optimiert Prompts, definiert, was gute Voice UX ausmacht, und entwickelt Methoden, um die Qualität von Konversationen zu messen und zu verbessern. Er hat sich früh in eine Richtung entwickelt, die ihn heute zu einem wichtigen Experten in unserer Firma macht.
Während andere, die nur gejammert haben, ohne etwas zu verändern, am Ende gehen mussten.

Am Ende lässt sich Veränderung nicht aufhalten. Wir haben nur die Wahl:
Wollen wir darüber jammern – oder die Chance nutzen, uns anzupassen, um erfolgreich zu bleiben?
Das war schon immer so und ich denke nicht, dass es heute schwieriger ist. Denn heute geht es selten ums reine Überleben im Vergleich zu früher.
 
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M.E. können wir andere Menschen „nur“ über ihren „Output“ begreifen. Nicht über ihre analysierte Funktion.
Auch die lernenden Maschinen sollten wir deshalb nicht allein über ihre (programmierte) Funktion begreifen.
Frage an ChatGBT:
"Gibt es eine KI, die den Turning test bestanden hat?"

Kurz gesagt: Ja, vermutlich schon – aber es ist umstritten.

Was der Turing-Test überhaupt bedeutet
Der Alan Turing entwickelte Turing-Test prüft, ob ein Mensch in einem Chat nicht zuverlässig unterscheiden kann, ob er mit einem Menschen oder einer Maschine spricht. Wenn das nur etwa 50 % der Zeit gelingt, gilt der Test als bestanden.

Neuere Ergebnisse (2024–2025)
In Studien konnten moderne Sprachmodelle Menschen oft täuschen.
GPT‑4 wurde in einem Test in etwa 54 % der Fälle für menschlich gehalten.
Eine neuere Studie (2025) fand, dass GPT‑4.5 in einem klassischen Drei-Teilnehmer-Turing-Test 73 % der Menschen täuschte.
Auch LLaMA 3.1 kam mit etwa 56 % nahe an menschliche Werte heran.

Das bedeutet: In diesen Experimenten konnten die Teilnehmer nicht zuverlässig erkennen, wer die KI war.

Warum das trotzdem diskutiert wird
Viele Forscher sagen, dass das kein Beweis für echtes Denken oder Bewusstsein ist. Gründe:
Der Test misst nur wie gut eine KI menschlichen Dialog imitiert.
Mit bestimmten Rollen („Persona-Prompts“) kann die Täuschung deutlich steigen.
Manche Experten halten den Test deshalb heute für zu einfach oder veraltet.

Fazit:
Moderne KI-Modelle (z. B. GPT-4 oder GPT-4.5) haben in Studien den Turing-Test wahrscheinlich bestanden.
Aber: Das bedeutet nicht, dass sie wirklich denken oder bewusst sind – nur, dass sie sehr überzeugend wie Menschen schreiben können.
 
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