Eine Saite erzeugt Schwebung

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fauler_Zauber
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Ich hab gerade mal eine alte Gitarre (Squier Strat MIK) neu hier und habe neue dickere (10-er) Saiten aufgezogen.
Wenn ich auf der G oder H Saite ca. in der Höhe des 12. Bundes spiele, dann gibt es eine unschöne Schwebung gratis dazu.
Alle anderen Saiten habe ich gedämpft, beim Overdrive ist das besonders unschön zu hören.
Woran kann das liegen? 1 Saite Angeschlagen, der Rest gedämpft, Schwebung...???

Habt Ihr eine Idee?
Saite Müll? Gitarre hin?

Gruß
fauler_Zauber

Ach ja, ich spiele schon seit über 20 Jahren Gitarre, sollte ich doch da nichts übersehen haben, ich denke nicht?
Bei der E Saite hatte ich das maaaanchmal gaaanz wenig und es fiel nur beim Stimmen auf, weil ich plötzlich eine 2. Schwebung dabei hatte...
 
Eigenschaft
 
Wie definierst Du "Schwebung"?

Wie sieht denn die Situation zwischen Sattel und Mechanik aus? Schwingt dort eventuell eine Saite mit? In diesem Fall wäre entweder eine Sattelnut zu groß (was bei älteren Gitarren schonmal vor kommen kann) oder die Saite hat nicht genug Zug auf den Sattel.

Mach Dir doch mal ein Gummiband hinter dem Sattel um die Saiten und höre ob es dann weg ist.... wenn ja, dann brauchst Du nen neuen Sattel oder einen Saitenniederhalter.... ODER eben ein Gummiband hinterm Sattel ;)

Alternativ kannst Du auch mal ein Taschentuch zwischen die Federn vom Tremolo fädeln und schauen ob es DANN weg ist. Wenn ja, brauchst Du ein Dämpfungssystem ODER eben ein Taschentuch zwischen den Federn ;) - ein Gummiband hilft auch hier.

Grüße,
Martin
 
... und noch weitere Ursachen:

- "Stratitis" durch zu starke Magnetkräfte. Tonabnehmer runterschrauben.
- Schlechte Saiten, die ungleichmäßig schwingen
- Schlechte Gitarre mit Holzeigenschaften, die in bestimmten Frequenzbereichen "obertonunreine" Schwingungen auslösen.
 
Wie definierst Du "Schwebung"?

Wie sieht denn die Situation zwischen Sattel und Mechanik aus? Schwingt dort eventuell eine Saite mit? In diesem Fall wäre entweder eine Sattelnut zu groß (was bei älteren Gitarren schonmal vor kommen kann) oder die Saite hat nicht genug Zug auf den Sattel.

Mach Dir doch mal ein Gummiband hinter dem Sattel um die Saiten und höre ob es dann weg ist.... wenn ja, dann brauchst Du nen neuen Sattel oder einen Saitenniederhalter.... ODER eben ein Gummiband hinterm Sattel ;)
Hm, ich kann es versuchen, doch ich halte es für unwahrscheinlich, wenn ich alle Saten dämpfe und auf dem 12.Bund spiele.
Der Sattel ist eher zu eng und/bzw. zu hoch
Alternativ kannst Du auch mal ein Taschentuch zwischen die Federn vom Tremolo fädeln und schauen ob es DANN weg ist. Wenn ja, brauchst Du ein Dämpfungssystem ODER eben ein Taschentuch zwischen den Federn ;) - ein Gummiband hilft auch hier.

Grüße,
Martin
Na das werde ich mal testen, das klingt logisch.
Danke
Markus

- - - Aktualisiert - - -

... und noch weitere Ursachen:

- "Stratitis" durch zu starke Magnetkräfte. Tonabnehmer runterschrauben.
- Schlechte Saiten, die ungleichmäßig schwingen
- Schlechte Gitarre mit Holzeigenschaften, die in bestimmten Frequenzbereichen "obertonunreine" Schwingungen auslösen.

Die Tonabnehmer sind schon fast auf Schlagbretthöhe, vielleicht sind sie aber schlecht und stark...
Schlechte Saiten? D`Addario verschweißt aber schon etwas älter...
Schlechte Gitarre? Viele sagen ja gerade das über Squier MIK, andere nicht, das versuche ich gerade herauszufinden.

Auch dir Danke!
 
Hm, ich kann es versuchen, doch ich halte es für unwahrscheinlich, wenn ich alle Saten dämpfe und auf dem 12.Bund spiele.
Der Sattel ist eher zu eng und/bzw. zu hoch

Das ist aber einer der häufigsten Fehler bei der Strat, dass die Saiten über/bei der Kopfplatte mitschwingen. Probiers aus... ich tippe auf eine der beiden, genannten Stellen. Schlechtes Holz wäre Dir ja früher schonmal aufgefallen.
 
Das ist aber einer der häufigsten Fehler bei der Strat, dass die Saiten über/bei der Kopfplatte mitschwingen. Probiers aus... ich tippe auf eine der beiden, genannten Stellen. Schlechtes Holz wäre Dir ja früher schonmal aufgefallen.

Nee, ich hab die Gitarre erst seit kurzem, schlechtes Holz kann durchaus sein.
Aber ich werde mal beide Enden der Saiten testen.

Danke!
 
Also, so was ist per Ferndiagnose natürlich immer schwer. Mein Tip wäre aber einmal, die Krümmung des Halses zu überprüfen. Wenn du einfach so dickere Saiten, die stärkeren Zug bewirken, aufziehst, dann gibst du dem Hals eine konkave Krümmung. Die ist natürlich am stärksten in der Mitte des Halses, sprich um den 12. Bund. Drückst du in diesem Fall die Saite auf das Bundstäbchen, kann es sein, dass diese dann das nächste Bundstäbchen leicht berührt und die Saite nicht frei schwingen kann. Daher kommt dann ein hässliches Surren.
 
Also, so was ist per Ferndiagnose natürlich immer schwer. Mein Tip wäre aber einmal, die Krümmung des Halses zu überprüfen. Wenn du einfach so dickere Saiten, die stärkeren Zug bewirken, aufziehst, dann gibst du dem Hals eine konkave Krümmung. Die ist natürlich am stärksten in der Mitte des Halses, sprich um den 12. Bund. Drückst du in diesem Fall die Saite auf das Bundstäbchen, kann es sein, dass diese dann das nächste Bundstäbchen leicht berührt und die Saite nicht frei schwingen kann. Daher kommt dann ein hässliches Surren.

ne Du .... so schlimm wird das nicht und ist eigentlich in dieser Form auch nicht möglich, solange kein Halsverzug vorliegt. Die Krümmung des Halses ist nicht in der Mitte am Tiefsten, sondern im 21. Bund (bzw. im letzten Bund), wenn man vom Saitenverlauf ausgeht.
 
Ok, du bist der erfahrene Gitarrenbauer, dann wird das wohl mit dem 21. Bund stimmen (Wenn man sich wirklich verzogene Gitarren anschaut, sind die Saiten in den oberen Lagen ja weiter wer vom Hals). Und ich habe gleich in mehrfacher Hinsicht quatsch erzählt: 12. Bund - Mitte der Mensur, nicht des Halses.
 
also bei Les Paul Formen oder Gitarren mit Klebhals kommt das tatsächlich häufiger vor, wie Du es beschrieben hast. Quatsch ist das also nicht - bei Schraubhälsen ist das aber recht selten.
 
Hi,

also ich hab ein paar Tests gemacht:
1. Filzklötzchen zwischen die Vibratofedern, es hat sich nichts geändert,
2. Taschentücher zwischen die Saiten im Kopfbereich, es hat sich nichts geändert,
3. andere Japan Strat genommen, es hat sich nichts geändert?
4. Epi Les Paul genommen, es hat sich nichts geändert?????

Die Japan Strat und die Epi Les Paul sind eigentlich gut und professionell eingestellt worden. Hals OK, und so weiter...

Ich glaube es sind meine FINGER???!!!???
Kann es sein dass eine gewisse falsche Schwebung normal ist?
Ich hab sie recht gut gehört mit viel Distortion, ich glaube sie war aber auch schon im Clean da.
Ich werde noch mal die Tele und den anderen Amp testen...

Die gute Nachricht: Die Gitte ist zumindest in dem Punkt nicht schlecht (-er als die anderen).
Die schlechte Nachricht: Ich bin total verwirrt.

Gruß
fauler_Zauber
 
Hi ;)

Die Sache mit den Vibratofedern betreffend habe ich einen überaus wertvollen Rat eines Gitarrenbauers bekommen.
Direkt in die Krümmung (die Windungen?) der jeweiligen Federn ein Stückchen Schaumgummi zurecht friemeln (auch auf die Länge achten, beim zurecht Schneiden!)... :great:
 
Also:
Die genannten Probleme sollte man immer erst mal ohne jede Verzerrung prüfen; Gitarre absolut clean.

Jeder Verzerrer erzeugt Oberwellen (durch die Verzerrung) - diese kann man auch als Schwebung bezeichnen.
Das was smartin geschrieben hat (ich hab das mal als "mitklingeln" oberhalb des Sattels beschrieben) kann ich bestätigen.

Dazu kommt noch eine Möglichkeit: die Oktavreinheit stimmt nicht - gerade im 12. Bund kannst du leicht "harmonics" erzeugen (auch durch unsauberes Greifen) - wenn die Oktavreinheit nicht sauber eingestellt ist liegen diese "neben" dem Ton.
Das kannst du ganz einfach prüfen:
Jede Saite muss im 12. Bund den exakt gleichen Ton als Harmonic und gegriffen erzeugen; unterscheiden sich die Töne muss die Oktavreinheit nachgestellt werden.
Wenn man das nicht hören kann bitte ein Stimmgerät verwenden dass per Kabel angeschlossen wird; mit den Clips wird dieser Test nix (die werten den Grundton und nicht die Harmonics aus).
 
wenn er drei Gitarren ausprobiert hat, liegts nicht an der Gitarre...

Verstärker kaputt?!
 
Sorry - hab ich überlesen; wie gesagt: wenn man das mit Verzerrer ausprobiert würde es mich nicht wundern.Clean sollte - sauber gegriffen - keine Schwebung zu hören sein.
 
Ich werde das noch mal verifizieren.
eben war clean die Schwebung vielleicht noch als "Idee" zu hören, ich werde anderen Amp und die letzte übrig gebliebene Gitte, 'ne Ami Tele noch mal gegen prüfen. Danke für die Ideen jedenfalls.
 
Hallo,

hatte mit verschiedenen Gitarren an einem bestimmten Amp mit einem bestimmten OD auch einen solchen Effekt, der alles andere als schön klang. Mit einem anderen OD war der Effekt fast weg, sodass ich davon ausging, dass der Amp dies hauptsächlich zutage förderte ... ich konnte dies mit einem Kondensator am Amp-Eingang [hatte verschiedene ausprobiert] dann entschärfen.

Gruß,
Dietmar
 

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