Einfache Pop-Songs für Klavier & Keyboard für Anfänger

Hi Ballad,

Dir ist natürlich kein Vorwurf zu machen, ebenso wenig wie SMD.
Wenn man nur die Melodie spielen will/kann, dann ist das sicher eine gute Möglichkeit.
Ich stelle nur fest, dass für die Melodie die linke und die rechte Hand in Kombination benützt werden,
und so würde ich nie unterrichten, weil es eben völlig Klavierspiel-untypisch ist.
Üblicherweise würde ich die Melodie komplett mit der rechten Hand alleine spielen (ev. gestützt durch Akkordtöne),
und der Linken bliebe auf jeden Fall mal der Grundton (ev. mit Begleitung) vorbehalten,
und das ist eben nicht spielbar, wenn die Linke Teile der Melodie übernehmen muss.

Das ist alles, was ich gemeint habe.
Sonst vielen Dank für Deine Anregung!

Gruß, Roman
 
Hey Roman,

interessant, dass du das für Anfänger so sehr ablehnst. Ja, ich gebe dir recht, später ist das natürlich gewissermaßen untypisch bzw. unüblich, aber das kann man dem Anfänger doch in dem Zuge verbal vermitteln, dass das eben nur zur Übung (jetzt) so gemacht wird und der nächste Schritt dann eben ein anderer ist? Ich sehe das jetzt natürlich aus meiner Perspektive als (was das Klavier angeht) Autodidakt, kenn mich in der Klavierdidaktik also nicht bzw. nur laienhaft aus. Ist das denn tatsächlich so problematisch?
Und was mich daran auch wundert ist die Tatsache, dass der Anfänger dann scheinbar noch auf dem Niveau ist, wo noch kein Lagenwechsel möglich ist (was ja, finde ich, am Klavier noch viel essentieller und grundlegender ist als z.B. an der Gitarre), aber durchaus schon die Fertigkeit hat, mit der linken Hand eine Begleitung (nur Noten oder auch Intervalle/Akkorde?) zu spielen und zwar gleichzeitig (Thema Koordination, das ist am Klavier am Anfang ja für viele die größte Herausforderung) mit der rechten Hand. Dann wundert es mich aus klavierdidaktischer Perspektive doch sehr, dass der- oder diejenige noch nicht im Stande ist/sein sollte, die rechte Hand ein Stückchen zu bewegen, um mehr als 5 Töne spielen zu können...

Liebe Grüße
Ballad
 
Hi Ballad,

also ich mache das grundsätzlich so, dass ich die rechte Hand nur die Melodie spielen lasse und die Linke den Grundton des Akkords.
Dann wird der Tonraum der Rechten nach und nach erweitert, die Linke spielt nach wie vor die Grundtöne.
Schließlich erfolgt das Ganze in der richtigen Rhythmik.
Musik besteht immer aus Melodik, Rhythmik und Harmonik, und wenn die Rechte die Melodie spielt, dies im richtigen Rhythmus,
und in der Linken den Grundton dazu, dann ist das Lied schon fast komplett hörbar.
Danach kommen verschiedene Melodien in Dur und Moll, und im Anschluss daran dreistimmige Akkorde in Dur und Moll.
Danach dreistimmige Akkorde Vermindert und Übermäßig mit neuen Melodien.
Schließlich vierstimmige Akkorde Dur, Moll, Vermindert, Übermäßig, wiederum mit neuen Melodien.
Bislang alles in C-Dur und A-Moll.
Danach werden die Lieder transponiert und die verschiedenen Tonarten erlernt und schließlich
verschiedene Begleitungen wie Akkordzerlegungen, Alberti-Bass, usw.
Das ist mein didaktisches Konzept, nach dem ich seit Jahren unterrichte, funktioniert bislang ganz gut... :)

Liebe Grüße und viel Erfolg,
Roman
 
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