einpegeln von Mikrofonen/EQ bei Aufnahme

von ebber², 27.03.08.

  1. ebber²

    ebber² Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.03.08   #1
    Hallo

    Ich habe hier ein Firewire Mischpult mit dem ein komplettes Schlagzeug (3 Tom , 1 Snare, 1 Base und 2 Overhead Mikrofone) aufgenommen wird.
    Allerdings bin ich mir immer noch im unklaren wie hoch der Pegel sein soll der in den Computer geht.

    Das Mischpult schickt momentan das Signal nach dem Gain Regler und dem Mischpult internen 3-Band EQ in den Computer.
    Wie hoch soll ich den Gain jetzt einstellen wenn ich den Mischer der Software anschaue?
    Der höchste Ausschlag bis 0 dB oder höher? So hoch wie es geht ohne Clipping?

    Die gleiche Frage gilt für die Lautstärke des Keyboards welches über line Eingänge läuft.
    Wie "laut" soll ich aufnehmen?

    Eine andere Frage ist: wie soll ich den EQ des Mischpults (PHONIC PHHB18FW) anwenden? Neutral lassen und später alles in der Software machen oder schon mit dem Mischpult EQ das "bestmögliche" rausholen und zusätzlich danach mit der Software weiterbearbeiten?

    Vielen dank im Voraus für eure Hilfe
     
  2. JayT

    JayT Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.03.08   #2
    Hi,

    Normalerweise haben solche Kleinmischpulte irgendwelche Clipping-Anzeigen (Rote LED) oder digitale Anzeigen. Die sollten nie das Maximum erreichen bzw nie rot aufleuchten.

    Zuerst musst du den Eingangs-Gain (oder "Trim") Poti einpegeln, also so einstellen, dass die Eingangsstufe nicht schon gleich zerrt. Die sind analog, also wenns einmal leicht aufleuchtet wäre es noch nicht so schlimm. Besser ist aber leiserer und sauberer.

    Dann kommts draufan, ab wo das Signal für den PC abgezweigt wird. Entweder nach dem Fader, dann muss nämlich auch der EQ und der Fader so eingestellt werden, dass es im Rechner nicht clippt, sonst gleich nach dem Eingang was dann ja schon eingstellt wäre.

    Tipp:
    - Nicht zu knapp einstellen. Mehr Sicherheitsabstand ist immer besser als Clipping.
    - Nicht nur Einzeldrums (nur Snare, nur Kick) ausprobieren, sondern auch alles gemeinsam. Durch Übersprechen bekommen alle Mikros immer noch ein bisschen mehr Pegel drauf.
    - Zu leise soll es natürlich auch nicht sein. Also ein gesundes Maß sollte es schon sein.
    - 24 bit Auflösung wären gut bei der Aufnahme.
    - Wenn die Spuren dann relativ leise sind, vergiss das "Normalisieren". Das ist ein
    unnötiger Schritt, den viele gerne machen, damit die Wellenform-Darstellung schöner
    aussieht. Unnötiger, verschlechtender Arbeitsschritt. Besser enfach einen Zoom-Faktor verändern. Die Pegel muss man dann beim Mischen eh anpassen, da kann man es dann immer noch lauter machen. Auch alle Plugins (Kompressoren, EQ,...) haben einen
    Gain-Regler, den man verwenden kann.

    Wenn du dich gut auskennst und der EQ vernünftig klingt (analoger EQ), dann schadet ganz leichtes EQen nicht. Aber man muss wirklich wissen was man tut und was man später im Mix braucht. Die sichere und Flexible Variante ist natürlich das dann später ITB zu machen.

    EQen musst du aber auch dann, wenn dein Mischpult nicht alle Einzelkanäle zum PC schickt sondern nur die Stereo-Summe. Dann bleibt dir nichts anderes übrig.

    lg. JayT.
     
  3. kb1

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    Erstellt: 27.03.08   #3
    Nimm bei 24bit einen Richtwert von -10dbfs bis max. -6dbfs. Lieber weiter unten, gerade bei der Snare kann ja doch noch im Laufe der Zeit ein lauterer Schlag daherkommen. Viele Drummer spielen bei der Aufnahme selbst dann auch noch etwas lauter.
     
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