Epiphone Les Paul Elektronik austauschen

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Hallo zusammen,

Gerne möchte ich die Potis und die Elektronik austauschen. Dies ist die Ausgangsbasis:

IMG_1517.webp


IMG_1519.webp


Ein bisschen was eingelesen habe ich mich schon. Ich benötige für eine klassische Les Paul wohl 4 logarithmische Longshaft Potis. Gerne mit Riffelachse!

Würde da zu Göldos greifen. Oder gibt es da Vorschläge? Momentan sind scheinbar Mini Pots drin; 2x B500, 2x A500.

Wie ich das sehe, sind 47er Caps an den Tonepotis verbaut. Hier kenne ich mich weniger aus. Was nimmt man da am besten? Mir ist der Klang gerade viel zu dumpf beim Zudrehen. 22er oder ggf. beim Steg-Tonepoti ein 15er scheint mir besser geeignet.

Wo liegt der Unterschied zwischen BumbleBees, PIOs, etc?

Vielen Dank schon mal im Voraus!
René
 

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Hier Zitat von der Rockinger Website

"Noch heute werden bei Tonkondensatoren hauptsächlich die früher üblichen Werte verwendet: 22nF für Humbucker/P90, 47nF für Singlecoils und 47nF für Bässe.
Nach unserer Ansicht sind 47nF für Gitarre nicht mehr zeitgemäss, weshalb wir folgende Werte empfehlen: 15-22nF für Gitarren und 33-47nF für Bässe."

Quelle https://www.rockinger.com/parts/elektrik-knoepfe/kondensatoren/984/orange-drop-kondensatoren-400v/600v

Ich persönlich komme mit Orange Drops prima klar, andere schwören auf PIO u.ä.
Keine Ahnung ob man das wirklich hört ......

Ich persönlich habe VIP Potis drin, die für mich deutlich besser funktionieren als Göldos.
Deutlich besser heisst 50s wiring und der Sound soll cleaner aber nicht so dumpf werden
wenn man beide Potis zurückdreht. Das gibt super oldschoolige Sounds WENN die
PUs denn PAF ähnlich sind und keine Outputmonster.

Ob du wirklich longshaft brauchst muss du abmessen indem du ein Poti rausschraubst....
 
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Kleine Anmerkung noch zur Potikennlinie, Du hast jetzt zwei logarithmische (A) und zwei lineare (B) Potis drin, vielleicht willst Du die Regelcharakteristik behalten....
 
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...4 logarithmische Longshaft Potis.
... Momentan sind scheinbar Mini Pots drin; 2x B500, 2x A500.
man kann sich überlegen, ob 4 mal logarithmisch, oder - wie jetzt bei dir - auch zwei lineare für Volume.

*editiert*
 
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Bedenke, dass wenn du US Potis (wie CTS und ähnliche) benutzt, wahrscheinlich die Löcher aufbohren musst, da die einen größeren Achsdurchmesser haben.
 
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auch zwei lineare für den Ton.
Wie kommst Du darauf dass die für Tone verwendet werden?
Bei Volumepotis kann man darüber diskutieren, aber bei Tonepotis ist eine lineare Charakteristik imho völlig unbrauchbar.
Normalerweise steht "A" für log und "B" für lin, es würde mich sehr sehr wundern wenn die linearen beim Tonepoti verbaut sind.
Ich persönlich würde immer log für Tone und Vol empfehlen, macht man nix verkehrt.

Was die Caps anbelangt würde ich auch 22nF nehmen, 47nF sind schon arg dumpf bei Humbuckern.

Das von @Dr Dulle angesprochene 50ies Wiring ist auch eine Überlegung wert, wenn man die Gitarre neu verdrahtet.
Vorteil: beim Zurückdrehen gehen weniger Höhen verloren. Vorteil des modern Wiring ist, dass man den PU Selector als Killswitch nutzen kann. Auch hier Geschmacksache.
 
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„Mir ist der Klang gerade viel zu dumpf beim Zudrehen…“ dann würd ich zuerst an ein 50s wiring denken, hat meinem Paulchen diesbezüglich sehr geholfen.
 
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  • #9
Ja das dachte ich mir auch schon.

Welche Litze nimmt man am besten? Cloth Wire oder mit Isolierung? Ist wieder Glaubenskrieg, oder? 😉
 
  • #11
„Mir ist der Klang gerade viel zu dumpf beim Zudrehen…“ dann würd ich zuerst an ein 50s wiring denken, hat meinem Paulchen diesbezüglich sehr geholfen.
Ich hab das so verstanden, dass das aufs Tonepoti bezogen war wegen den Caps. Ein kleinerer Kondensatorwert bewirkt dass es im komplett zugedrehten Zustand, also bei "1" weniger dumpf tönt.

Das 50ies Wiring hingegen hat primär Einfluss auf das Volumepoti. Dass beim "Leisermachen" weniger Höhen verlorengehen.
Das ist technisch gesehen zwar nur ein Kompromiss, der aber trotzdem für viele ausreichend ist.
Für eine komplett unabhängige Lautstärkenregelung bräuchte man aber eine aktive Schaltung.
 
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  • #12
VIP Potis sind die von Vintage Inspired Pickups?
 
  • #13
Ja.
 
  • #14
...Das 50ies Wiring hingegen hat primär Einfluss auf das Volumepoti. Dass beim "Leisermachen" weniger...
50s Wiring macht v.a. auch dann Sinn, wenn man beide Potis, also Volume und Tone zusammen nutzt. Neben dem geringeren Höhenverlust beim Volumepoti reagiert auch das Tonepoti beim 50s Wiring völlig anders als beim modern wiring. Das Tonepoti kann man beim 50s wunderbar dafür nutzen, den Ton aufzuklaren, ihn glasiger zu machen, sobald das Volumepoti nicht mehr auf 10 (=voll aufgedreht) steht. Es werden über einen weiten Regelweg des Tonepotis erst mal die Mitten reduziert, was gerade verzerrte Sounds sehr clean werden lässt. Dadurch kann man bei einem guten Amp problemlos zwischen kräftiger Zerre und praktisch clean nur durch Drehen an den Potis wechseln, ohne am Amp selbst irgendwas umstellen oder einen Kanalwechsel vornehmen zu müssen.
 
Grund: Vollzitat reduziert
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  • #15
Das Tonepoti kann man beim 50s wunderbar dafür nutzen, den Ton aufzuklaren, ihn glasiger zu machen, sobald das Volumepoti nicht mehr auf 10 (=voll aufgedreht) steht.
Genau das Zusammenspiel von Tone und Volumepoti und ein PAF ähnlichem PU sind hier ausschlaggebend.
Dadurch kann man bei einem guten Amp problemlos zwischen kräftiger Zerre und praktisch clean nur durch Drehen an den Potis wechseln, ohne am Amp selbst irgendwas umstellen oder einen Kanalwechsel vornehmen zu müssen.
Ein guter Amp ist dafür mMn einer der seine (high gain) Zerre nicht nur im Preamp erzeugt,
sondern dann eher was Oldschooliges .......
 
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  • #16
Ich spiele den Marshall Origin 50 Combo.

Ja, die Vol.-Potis habe ich selten komplett auf 10 gedreht. So habe ich immer eine „Reserve“. 🙂
 
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  • #17
Wo liegt der Unterschied zwischen BumbleBees, PIOs, etc?

Ich selber bin da eher der Meinung, dass der Wert des Kondensators und die Charakteristik des Potis (logarithmisch (A), linear (B), irgendwas dazwischen) einen stärkeren Einfluss haben als die Art des Kondensators, wohlgemerkt bei gleicher Verschaltung der Bauteile (50's, 60's modern, ... wiring)


Aber hier sind mal zwei Videos, wo man sich mal 'nen Eindruck holen kann, ob der Unterschied für einen selber ausreichend groß ist oder nicht.

Klick1
Klick2


Vorteil des modern Wiring ist, dass man den PU Selector als Killswitch nutzen kann.

Ob man den PU-Selector als Kill-Switch nutzen kann, hat meiner Erfahrung nach nichts mit der Verdrahtung von Volume und Tone- Poti zueinander zu tun, sondern mit der Verschaltung der Pickups generell.
Bei der Standard Les Paul Schaltung mit 2x Volume 2x Tone Potis ist diese Option des Kill Switch immer gegeben, weil man ein Pickup-Signal durch das Zudrehen des Volume-Potis hart gegen Masse "fährt" und damit bei der Parallelschaltung der beiden Potis (Mittelstellung des PU-Selctor-Switches) automatisch beide Signale auf Masse liegen. Das geht beim 50's wiring genauso wie bei allen andern wiring Optionen.
Entscheidend ist die Verdrahtung der Volume-Potis. Bei der Standard - Jazz-Bass Schaltung sind die beiden Volume - Potis der PU's "falsch herum" angeschlossen, damit das nicht passiert. Zu sehen in @Cadfael's Cadfaels Schaltplan-Sammlung V 4.27, aus der die nachfolgend Screenshots entnommen sind.

1772615742485.png
1772615828108.png
 
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  • Ersteller
  • #18
Ich habe die Potis mal ausgemessen und vermute mal, es sind Longshaft Versionen. Bzgl der Bohrung in der Decke: hier habe ich bestimmt noch etwas Platz, denn die Achse wackelt noch etwas.
Hier ein paar Fotos:

IMG_1521.jpeg



IMG_1522.jpeg


IMG_1523.webp


IMG_1525.webp


Ich nehme mal an, dass die 8mm Pots passen sollten.
 
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  • #19
Hallo, das sind keine Long Shaft Potis, die haben 17-18mm Shaft.
 
  • #20
Richtig. Und bezgl. der Achsdurchmesser: Fernostpotis haben meist 8mm, US Potis 10mm.
 
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