Equipment für speziellen Verwendungszweck u. V-Amp VS POD

von TheBruce, 26.12.04.

  1. TheBruce

    TheBruce Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.12.04   #1
    Hallo zusammen,

    zunächst noch einmal fröhliche Restweihnacht an alle hier im Board, bald ist es ja überstanden :).

    So, nun aber zum Thema. Ich bin nach einigen Jahren Abstinenz (jaaa, ich bereue!) kürzlich wieder in die Gitarrenwelt eingestiegen, nachdem ich mich viel mit anderen Instrumenten (insb. Pfeifenorgel) beschäftigt habe. Und da von damals nur ein Zoom 505 (erste Version) übriggeblieben war, stellt sich allmählich die Frage nach neuem Equipment. Zum Verwendungszweck: Ich spiele NICHT gegen eine Band an und habe es auch nicht vor. Bei mir geht es insbesondere um (HD-)Recording und folgendes: Ich spiele gemeinsam mit meiner Freundin (Klavier, und zwar sehr gut :great: ) einige eigene Arrangements mit Solo-Gitarre. Da es u.U. auch in Frage kommt, dies auch mal für andere Leute zu tun (Freundeskreis u. Familie), sollte das ganze auch noch halbwegs transportabel sein. Es geht also in gewissem Sinne um Recording und (beschränkten) "Live-Einsatz" gleichermaßen. Daher kommt meiner momentanen Ansicht nach eigentlich nur eine Racklösung in Frage.

    Beim Klavier gibt es zwei verschiedene Fälle: Entweder ist ein "richtiges" Klavier vorhanden, dann soll das genutzt werden oder aber ein (zum Glück teilweise zerlegbares) Digital-Piano soll mitgenommen werden. Der erste Fall richtet keinen Anspruch an mein Equipment, außer dass ich mich dem Klavier anpassen muss. Im zweiten Fall sollte das Digitalpiano eventuell auch über mein Equipment laufen (Stereo-Line out), da a) die eingebauten Boxen nicht der Knüller sind, man b) das ganze viel besser aufeinander abstimmen könnte und c) so recht einfach einen guten Live-Mitschnitt (des reinen PA-Signals) realisieren könnte, was auch eine Option fürs oben genannte Homerecording darstellt, wie mir gerade auffällt.

    So, wenn man schon beim Thema Rack ist und weiß, dass sich das ganze eher um Recording dreht und für den Live-Einsatz eher "Wohnzimmertauglich" als "Heavy-Band-Tauglich" sein soll, dann landet man ganz schnell beim Thema digitales Amp-Modelling, sehe ich das richtig? An primär für den Rackeinbau gedachten Geräten kommen nach kurzer Recherche da die jeweiligen "Pro"-Versionen der Geräte Line6 POD XT und Behringer V-Amp in Frage, weiß jemand weitere potentielle Kandidaten? Ausgehend von diesen beiden Geräten verwundert mich aber der leicht unterschiedliche Preis. Immerhin würde man für das POD XT Pro quasi 4 (!!! in Worten VIER!!!) Behringer V-Amps Pro bekommen. Kann ich das damit gleichsetzen, dass das POD pro entsprechend auch viermal besser ist? Ich fürchte fast nicht, möchte aber dazu mal Eure Meinung einholen, zumal sich die allermeisten Angaben zum Streit (soviel hab ich hier schon mitbekommen) POD VS V-Amp eben nicht auf die Pro-Versionen, sondern auf die "Bohnen" beziehen. Falls der (berechtigte) Vorschlag kommt, schonmal vorweg: Ich kann die Geräte leider nicht kurzfristig und nicht ohne größeren Fahraufwand testen, vermutlich im direkten Vergleich sogar garnicht.

    Übrig bleibt die Frage der Abstrahlung. Insbesondere im oben genannten Einsatzfall des Digitalpianos macht da eine "Mini-Mini-Mini"-PA schon Sinn, aber auch um meine Gitarre "stand-alone" spielen zu können, oder? Die Raumgröße wird, wie angedeutet, "großes Wohnzimmer" kaum überschreiten. Also einen kleinen Rackmixer und eine kleine 19"-Endstufe? Dazu Boxen, möglichst klein u. leicht bei dennoch brauchbarer Qualität? Achso, ich vergaß: Bei einigen Stücken wäre es vielleicht sinnvoll und nett Drum- und Bassspuren als "Teilplayback" einzusetzen. Das vielleicht zuhause im "Homestudio" auf CD brennen und im Rack nen schnöden CD-Player dafür verwenden? Oder gäbs da bessere Alternativen? Vielleicht sogar etwas, was man über die Midi-Trete (ich dachte an eine Behringer FCB 1010, ist das OK?) abfahren könnte? Bei allen oben genannten Equipment-Parts kenne ich mich leider nicht gut aus und wäre für Eure Vorschläge sehr sehr dankbar! Preislich sollte das ganze eher im unteren Segment liegen, High-End ist leider nicht drin. Dennoch bin ich bereit für ein gutes Preis-Leistungsverhältnis gern mehr zu zahlen als das Minimum, wenn ich dafür etwas solideres erhalte.

    Achso, vielleicht noch folgendes: Soundmäßig geht es eher um einige hübsche Leadsounds und cleanere Sachen, absolute Hammerzerre ist bei den Piano-Sachen nicht gefragt und wäre eher "just for fun", so für mich mal zwischendurch. Ansonsten bin ich gern bluesig eingestellt und ach ja, das Hauptinstrument ist eine (traumhafte :D ) Strat. Ein Humbucker-Brett ist zwar auch vorhanden, wird aber weit weniger benutzt. Effekte spielen teilweise schon eine Rolle, da könnte man aber ja zur Not was externes besseres im 19" nehmen, da trau ich den Modellern nicht allzuviel zu (lasse mich aber gen vom Gegenteil überzeugen :) )Außerdem hab ich irgendwo gelesen dass die eingebauten Tunern bei beiden nicht so der Bringer seien, das kann im Zusammenspiel mit einem von Haus aus eher ziemlich gut gestimmten :D Digitalpiano evtl. ein Problem werden. Also vielleicht noch nen separaten Racktuner?

    So. ich glaub ich hab ganz gut beschrieben in welche Richtung es gehen soll, ich bedanke mich bereits jetzt bei Euch für das Lesen des kleinen Romans und erst recht für die Tipps, auf die ich ganz gespannt warte! Danke, danke, danke :)
     
  2. hoschi

    hoschi Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.12.04   #2
    Hi,

    der V-Amp II von Behringer ist sicherlich ein Gerät, dass mehr für die Heavy-Fraktion geeignet ist. Derzeit sind sich die meisten einig, dass das Vox-Tonelab der beste Modeller ist, gerade wenn es nicht um High-Gain Sound geht. Das Pod-XT ist sicherlich ein sehr guter Modeller und ist ganz klar mit dem Tonelab von Vox vergleichbar. Die Pro Versionen von Behringer und Line6 haben generell mehrere (und für Recording bessere) Anschlußmöglichkeiten und noch das ein oder andere Extra gegenüber der Bohnenversion, soundlich sind sie aber mit denen identisch. Vom Vox-Tonelab gibt es keine 19" Version. Ob das Pod XT 4x besser ist, als der Vamp kann Die sicherlich keiner beantworten, aber das es besser ist, wird keiner abstreiten können. Musst halt selber wissen, ob Du bei jedem Anschalten des Pods noch genau weißt das der 4x teurer war, oder Du Dich über einen guten Sound freust.

    Bass & Drum Spuren würde ich über das Digitalpiano abhandeln. Das hört sich doch auch schon bei günstigeren Keyboards ganz ordentlich an. Das mit dem Behringer Fusspedal habe ich nicht verstanden. Willst Du darüber Midi-Files abspielen ??

    Du wirst um das Anspielen nicht herumkommen, wenn Du die beste Lösung für Dich haben willst. Ansonsten bestell Dir den Vamp Pro und werde glücklich damit. Er wird um längen besser klingen als Dein Zoom und wenn Du den Unterschied zum Pod und/oder Tonelab nie gehört hast, wird Dir der Sound gefallen.

    Behringer erhebt übrigens nie den Anspruch, dass beste Gerät auf den Markt zu bringen. Meiner Meinung nach ist das Preis/Leistungsverhältnis immernoch unschlagbar.

    Gruß, Hoschi
     
  3. Doc.Jimmy

    Doc.Jimmy Mod Emeritus Ex-Moderator

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    Erstellt: 26.12.04   #3
    Hi Bruce

    Auch dir erstmal frohe restweihnachten :D

    Fangen wir mal mit dem V amp vs. Pod XT vergleich an .

    Als erstes ist der V amp mit dem normalen Pod vergleichbar , das Pod XT bietet viel mehr an einstellungen und effekten , gerade was die reglung der effekte angeht ist das Pod XT in einer anderen liga untergebracht .
    Nachteil ist allerdings das es mit dem Pod XT mehr aufwand ist einen guten sound zu erstellen gerade durch die vielzahl an einstellungsmöglichkeiten .

    Ich würde aufgrund der besseren qualität zum Pod XT greifen , der V amp hat des weiteren etwas lange umschaltzeiten und da du ja mehr oder weniger live spielst ist das auf dauer keine lösung .

    Zum Pod XT kannst du dann die behringer midileiste nehmen , damit läst sich alles steuern und die zwo pedale sind auch sehr von nutzen .

    Jetzt zur verstärkung .

    Da gibts jetzt einige lösungen , da du ja von PA sprichst währe es eine lösung einen aktiv monitor am Pod zu fahren und der rest läuft über PA .

    Ander möglichkeit ist eine endstuffe ( gitarrenendstuffe ) über ein z.b 2x12er box , diese könnte man dann über mikro abnehmen und in die PA gehn was aber technisch mehr arbeit ist da mikro abnahme ihre tücken hat .

    Oder eben direkt in die PA , da hört man sich aber so schlecht :D

    Hier würde ich die monitor lösung vorziehn gerade wenn du dann noch mit PA arbeitest .

    Fürs Homerecorden reicht das Pod XT schon aus , damit geht man einfach in die soundkarte vom pc und spielt drauf los , Pod XT sowie V amp haben beiden angepaste ausgänge für sowas ;)

    In sachen PA suchst du am besten bei mal ein wenig im PA forum hier im board dort gibts bessere infos . Es sollte zumindest zwo tops und ein sub sein , gerade wenn drums und bass drüber laufen sollen . Auch hier gibts aktive lösungen die auch sehr gut zu transportieren sind .

    Für die drums und bass geschichte würd ich auch nochmal im recording forum fragen , soweit ich weis gibts es 19" cd player die man ansteuern kann also mit autostart funktion , ob das über midi läuft kann ich dir aber nicht sagen .
     
  4. Alexa

    Alexa Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.12.04   #4
    Also für deine Zwecke dürften wohl selbst das alte POD, V-Amp wie u.a. auch ein Yamaha DG Stomp ausreichend sein, wobei letzteres schon als Bodentreter konzipiert worden ist. Damit solltest du ohne weiteres angenehme Clean und Leadsounds für dein Spiel produzieren können.

    Wenn du erwähnst, ein POD XT + Floarboard, bzw. MIDI-Leiste anzuschaffen, solltest du einen Blick auf das POD XT LIVE werfen, was dann doch eine günstigere Variante ist und auch Umfangreicher.

    An PA benödigst du für deine Zwecke und Räumlichkeiten sicher keine Monitorboxen etc., dass wäre für diesen Zweck zu oversized. Ich würde sogar anraten, nur mit einem Minimixer, wo Gitarre, E-Piano und Gesang dranhängen, direkt in einen Line-In oder CD-IN usw. Eingang einer vorhandenen HIFI-Anlage zu gehen. Jede halbwegs vernünftige HIFI-Anlage sollte hier im Übermaß für die nötige Lautstärke sorgen können.

    Demnach hättest du evtl. nur ein einfaches Desktop Gerät oder Bodentretervariante und einen Minimixer und kein komplexes Racksystem, aber es wäre um ein vielfaches Günstiger und auch leicht transportabel.

    Aber es gibt natürlich auf viel technischere und teurere Lösungen... ;)


    Gruß,
    Alexandra
     
  5. Phili

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    Erstellt: 27.12.04   #5
    Ichbin gerade hin und weg. Ich muss jetzt einfach mal kurz off topic gehen.
    Dieser Thread ist absolut vorbildlich! Eine gut recherchierte, klar und freundlich formulierte Frage :great: . Und siehe da, es gibt (bis auf meine :o ) nur hochwertige und sachliche Antworten. Soetwas habe ich auch schon lange nicht mehr gesehen. Von mir aus bekommt ihr alle einen Award für gutes Benehmen und Fachkundigkeit :great: :great: :great: .
     
  6. TheBruce

    TheBruce Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 30.12.04   #6
    Hallo zusammen,

    entschuldigt meine späte Rückmeldung, habe mich noch einige Tage in der Weltgeschichte herumgetrieben. Vielen Dank für die kundigen Antworten, kann mich dem Lob meines Vorredners insofern nur anschließen. Interessant auch die Vorschläge, die in Richtung Vereinfachung des Setups gehen, allerdings kommen davon nicht alle in Frage.

    Zum Beispiel rollen sich mir die Zehennägel beim Gedanken daran hoch, die Drum- und Bassspuren über irgendeine Rhytmussektion eines Keyboards abzuwickeln. Nene, so war das nicht gedacht, ein bischen höhere Ansprüche hatte ich da schon, z.B. werde ich beim recorden natürlich mit einem echten Bass aufnehmen. Zum Glück handelt es sich auch bei unserem Digitalpiano um etwas "richtiges", das solche "Gimmicks" garnicht bietet. Was die Drums angeht muss ich mich aber noch umschauen, aber ich glaube da gibt es recht gute Software auf dem Markt, auch als VST (benutze Cubasis 3.0, hat mir bisher zumindest immer gereicht, hab allerdigs ein Jahr nichts mehr damit gemacht).

    Auch der Vorschlag vorhandene HiFi-Anlagen zu nutzen entspricht nicht so recht meinen Vorstellungen, so sehr kann ich mich nicht von den Gegebenheiten vor Ort abhängig machen, noch dazu als "Gast im Haus" an der Anlage der Hausherren rumfummeln wollen. Ich muss mir ja ohnehin eine Möglichkeit schaffen meine Gitarre zuhause beim üben nicht nur über Phones spielen zu müssen, also spricht nichts gegen die "kleine PA-Lösung", wobei ich gelesen habe, dass die lineare Verstärkung über eine PA den Modellern mit ihren Boxen-Simulationen ohnehin entgegen kommen soll.

    Praktisch ist allerdings der Vorschlag einen Blick auf das POD Live-Ding zu werfen, das würde natürlich tatsächlich ein Gerät weniger bedeuten, das auch transportiert werden will. Dennoch habe ich mich vorerst für folgenden Weg entschieden: Ich versuche es mit dem V-Amp Pro. Die Aussage, ich würde damit sicher einen um Längen besseren Sound haben als mit dem Zoom 505 erster Generation, hat mich aufhorchen lassen: Ich finde den Zoom-Sound nämlich nichtmal so schlecht :). Aber die doch sehr beschränkten Anschlussmöglichkeiten sowie eine Unzulänglichkeiten in der Bedienung und natürlich auch im Klang schreien nach etwas besserem.

    Der Grund für die Entscheidung für den V-Amp: Bei diesem Preis tut es noch nicht sooo weh, einfach mal zu testen. Man wird die Dinger auch eigentlich ganz gut wieder los und so kann ich mir die Zeit nehmen, den Behringer-Sound ausgiebig zu testen und kennenzulernen und kann so dann später umso besser einen Vergleich zu den zum Vergleich anzuspielenden PODs und Konsorten machen. Wenn mir das Behringerteil dann trotzdem reicht, umso besser. Die zu erwartenden Umschaltzeiten beim V-Amp sind natürlich bei bestimmten Verwendungszwecken schon ein wichtiges Argument, danke für den Hinweis. Da es bei mir aber schon in der Hauptsache um Recording geht und auch sonst im Live-Betrieb die Dinge eher ruhiger zugehen... ich denk´ dass ich damit leben könnte... Mal schaun. Mir ist der Preisunterschied angesichts fehlender direkter Vergleichmöglichkeit einfach zu hoch, also lerne ich einfach das günstigere Gerät durch Kauf bestmöglich kennen um dann umso genauer die Stärken der anderen ausmachen zu können. Der Verlust durch Wiederverkauf hält sich angesichts des günstigen Neupreises ohnehin in recht überschaubaren Grenzen und ist ohnehin nicht als solcher zu betrachten, schließlich hab ich in der Zeit ja ein Gerät in Gebrauch, mit dem man sicher schon was anstellen kann. Hoffe Ihr könnt meiner Argumentation folgen.

    Für die Abstrahlung werde ich, wie vorgeschlagen, nochmal ins PA-Forum posten. Besten Dank nochmals an Euch!
     
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