Erfahrungsaustausch/Diskussion Konzertgitarren - Preis, Quali, Klang

von Hans_3, 20.11.07.

  1. Hans_3

    Hans_3 High Competence Award HCA

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    Erstellt: 20.11.07   #1
    Das Thema ist mir eigentlich etwas peinlich... Als eigentlicher E-Gitarrist habe ich dort viele Jahre meinen Klang entwickelt und tue es auch heute noch. Man ist ja nie zufrieden...

    Konzertgitarren um die 300 DM hatte ich auch von Anfang an. Da das aber immer nur eine "Nebensparte" bei mir war (obwohl ich immerhin einige Werke von Villa-Lobos und Bach sowie einige Flamenco-Techniken leidlich beherrsche), habe ich mich mit dem vorhandenen Klang zufrieden gegeben.

    Aus einer Laune heraus habe ich kürzlich eine gebrauchte Konzertgitarre preiswert gekauft, die ursprünglich mal einen Neupreis von 600 Euro hatte. Da hat's mich plötzlich voll aus 20 Jahren Tiefschlaf gehauen. Klarheit und Transparenz in Bässen, Mitten und Höhen egal bei welcher Anschlagstärke. Meine schon ewig gespielten Stücke hören sich auf einmal frisch, lebendig und präsent an wie noch nie... Manchmal denke ich, dass ich's gar nicht bin, der spielt...

    Ich könnt' mich in de A.. beißen, weil ich bei der Tonentfaltung von E- und Stahlsaitenakustics das Gras wachsen höre, das aber irgendwie nie auf Konzertgitarren übertragen habe.

    Kurzum die eigentlichen Diskussionspunkte:

    1. Frage: Wer ist von billigen oder mittelmäßigen Konzertgitarren auf besser umgestiegen (ab neu 500 Euro) und mag/kann meine o.a. Erfahrung teilen?

    2. These (die auch Stahlsaiter einschließt): Eine gute A-Gitarre schärft naturelles Tonempfinden, wenn sie Attack, Sustain, Klangfülle, Response Offenheit und Klarheit mitbringt. Wer diese Eigenschaften einer gute A-Gitarre bewusst oder unbewusst aufgenommen hat, wird sich auch mit billigen E-Gitarren, billigen Effekten und billigen Amps nicht zufrieden geben können ("billig" soll hier heißen: Klang, nicht Preis. Im Gegensatz zu teurem Tonholz und Handarbeit bei A-Gitarren gibt es bei durchaus E-Bauteile, die auch für wenig Geld "gut klingen" können).
     
  2. stollentroll

    stollentroll Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.11.07   #2
    Hi,
    zu 1.) ich hab die erfahrung zwar leider noch noch nicht gemacht und spiele immernoch meine c.a. 300€ Yamaha, die einen wunderbaren Klang hat, meinte, daß es Bei Konzertgitarren so eine magische Grenze gibt, die bei 600€ liegt. Bie 600€ sind die Gitarren wohl nicht besser als eine gute für 300€. Der Aufpreis liegt wohl in der Regel nur in der aufwendigeren Optik begründet. Bei dieser 600€ Grenze würde es dann aber qualitativ einen enormen Sprung geben. Das würde ja Deine Theorie bestätigen.

    zu 2.) Sehe ich genauso und das gilt nicht nur für Akustikgitarren. Man muss aber schon einiges an Erfahrung gesammelt haben, um unter billigen Gitarren die guten raus zu picken. Auch hier gilt in der Regel, daß die besseren was mehr kosten. Aussnahmen bestätigen die Regel.
     
  3. gitisfun

    gitisfun Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.11.07   #3
    Also zum ersten Punkt halte ich mich zurück, da kann ich nichts zu sagen.


    Das ist ein sehr interessante Aussage über die alleine es schon wert ist zu diskutieren.
    Deswegen würde ich diesen Teil der These weiterführen un in eine Frage umformulieren:
    "schärft eine gute A-Gitarre naturelles Tonempfinden, wenn sie Attack, Sustain, Klangfülle, Response Offenheit und klarheit mitbringt mehr als ein schlechte A-Gitarre?"

    Ich lerne jetzt seit ca. acht Monaten A-Gitarre und spiele eine 120,-- Klampfe.
    Als ich angefangen habe war mein "naturelles Tonempfinden" gar nicht existent.
    Ein Beispiel: das Stimmen der Gitarre ging nur mit Stimmgerät.
    Wenn mein Gitarrenlehrer dann auf meiner Klampfe ein paar Akorde angeschlagen hat und "nachjustiert" hat habe ich große Augen gemacht, aber keinen Unterschied gehört.
    Vor zwei Wochen kam ein Aha-Effekt, ich habe zum ersten mal bewußt bei einem a-moll Akord wahrgenommen das die g-Saite korrigiert werden muß.
    Auch mit dem Stimmen nach Flageolett kann ich langsam was anfangen, da gab's am Anfang keine chance.
    Das zeigt das sich mein Tonempfinden auch auf meiner 120,-- Gitarre in kleinen Schritten verbessert.
    Das naturelle Tonempfinden scheint sich also auf schlechteren A-Gitarren auch weiterzuentwickeln. Interessant wäre mal eine Studie dazu ob das auf guten A-Gitarren schneller geht.

    Da du hier ganz bewußt den Bogen zur E-Gitarre ziehst kann ich da aus mangelnder E-Gitarrenerfahrung wenig zu sagen. Auf A-Gitarren bezogen würde ich mir im nächsten Kauf auf jeden Fall meiner (kleinen) Entwicklung gerechtwerdend eine bessere zulegen.
    Ich glaube aber schon das sich das auch auf E-Gitarren und ihre Amps übertragen lässt. Der eigene Anspruch an das Equipment erhöht sich meiner Meinung nach im gleichen Verhältnis zum eigenen Können, unabhängig ob E-Gitarre oder A.
    Greetz gitisfun
     
  4. frt987

    frt987 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.02.09   #4
    Hallo Hans_3,

    welch eine Perle von Thema! Schade daß sie auf so wenig Resonanz stößt.

    Ich habe in Jugendjahren Geige gelernt, und diese eigentlich eher nach Gehör gespielt (meine Mutter spielt Klavier - Schlager-Hausmusik). Daher bringe ich - glaub' ich halt - bzgl. Gehör einiges mit. Die Gitarre bewunderte und umschlich ich schon lange wegen ihrer harmonischen Vielseitigkeit, aber ich wußte, daß es hart werden würde, ein weiteres Instrument in meinem Alter (40+) bis zur gleichen Geläufigkeit zu lernen wie die Geige.

    Vor 3 Jahren hab' ich dennoch damit begonnen und bin seither 'auf Droge'.

    Habe auf einer 130€ Stagg - Fichte (wirklich:rolleyes:))massiv, 'handmade';) - begonnen, nach 1,5 Jahren eine ältere Handgemachte (Fichte) von einem jungen Wiener Gitarrenbauer gekauft (700€ Kulanzpreis wegen Anfängerstück, seine Nr. 4 :).
    Im Urlaub habe ich nur die Stagg mit, habe also regelmäßig den Vergleich.

    Die Stagg liegt einfach GUT in der Hand (Punkt!). Es war zum Anfangen sicher die Richtige! Aber der Klang ist halt dumpf, irgendwie leer und inspiriert nicht sehr zum klanglichen Experiment.
    Im Gegensatz zum Gitarrenbauer-Gitarre: sie gibt mir soviel klangliche Vielfalt, daß ich manchmal verzweifle ob meiner beschränkten Fähigkeiten - aber sie liegt nicht so gut in meinen Händen. (Wenn ich sie doch nur 'verheiraten' könnt'!)

    Ich bin auch dieser Überzeugung! Erst wenn man ein hochwertiges Instrument intensiver gespielt hat, kann man (hier 'der Duchschnitts-Anfänger') die Fähigkeit entwickeln, klangliche Eigenschaften zu erkennen und diese in einer Interpretation einzusetzen.
    Wenn ich da an die vielen großteils ungestimmten Pianos denke, auf denen Kinder und Jugendliche ihre ersten Erfahrungen sammeln müssen wo ein einzelner Anschlag einen dissonanzreichen Klangbrei erzeugt! Oder die Lagerfeurer-Sperrholzgitarren mit vergammelter Weich-Besaitung noch vom Hersteller :eek::kotz:

    Ist wohl ähnlich wie mit Recording/Mixing/Mastering: auch da ist es ja unumgänglich, auch wirklich hochwertiges GEHÖRT zu haben, um die Grenzen des real-existierenden Equipments zu erkennen und richtig einzusetzen - nichwa?
    Hab ich selbst erlebt, als ich nach ersten Home-Recording Versuchen einmal in einem (low-end) Studio gesessen bin und GEHÖRT habe.

    Ihr Musiker da draußen, das kann Euch doch nicht kaltlassen - oder doch :screwy:
     
  5. [HWOS] g30rG

    [HWOS] g30rG Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.02.09   #5
    E: oh gott, das thema ist ja voll alt. habe ich mich hier gerade des necropostings schuldig gemacht? :o

    hi hans_3. interessantes thema, was du da ansprichst.

    ich bin von einer 3/4 konzertgitarre zu einer ganzen umgestiegen, aber das ist schon länger her. da habe ich noch nicht sehr an den klang gedacht.
    letzten winter bin ich dann von meiner 400-euro rodriguez zu einer 1700-euro hanika umgestiegen.
    warum? ich suchte den klang. ich vertrete die meinung, dass die genauen klangvorstellungen sich ergeben, wenn man sich mehr mit musik beschäftigt. also eher, wenn man mehr musik hört oder bewusster musik hört, als einfach nur die tatsache, dass man schon 10 jahre spielt.
    ich war bis vor ca 2 jahren nicht so sehr auf den klang bedacht und musik war ein ganz normales hobby, dann habe ich bewusster musik gehört und meinen geschmack aufgefächert bzw ausgebreitet. ab dieser phase kam mir der klang meiner alten konzertgitarre immer unzureichender vor, einfach leer und charakterlos.

    zu anfang der beschriebenen "musik qualitativ anders begreifen"-phase habe ich angefangen e-gitarre zu spielen. ich habe sofort gemerkt, dass ich gewisse ansprüche an den ton der egitarre habe! mein mutter hat sich gewundert: "magst du nicht erstmal mit einer günstigen e-gitarre anfangen, die klingen doch nicht soo anders?"
    aber dann kam mein vater recht bald darauf: "der bub spielt schon recht lange gitarre, ich glaube, dass er da gewisse ansprüche haben muss."
    er schob es auf die quantität, ich auf die qualität.

    bis zu einem gewissen grad schult die a-gitarren-klangerfahrung das e-gitarren-ohr. allerdings merke ich, dass ich mich viel mehr mit der e-gitarre selber beschäftigen müsste, wenn ich auch dort die verschiedenen soundnuancen bei den wirklich höherpreisigen gitarren schätzen können will.

    ob dieses "schulen" von akustisch nach elektrisch besser geht als umgekehrt?
     
  6. Priceless

    Priceless Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.02.09   #6
    Ich spiele mittlerweile auch schon seit fast 10 Jahren Gitarre (A) und hab am Anfang auch auf einer mehr oder weniger Billig-Klampfe angefangen, wahrscheinlich so um die max. 100 DM damals. Dann wechselte ich auf eine etwas teurere, die mein Bruder mir dann überließ und mittlerweile spiel ich eine Höfner HM 88 (~1000 €).

    Im Laufe der Jahre, wenn man sich mit A-Gitarre beschäftigt, kriegt man ein gewisses 'Gespür' für die Klangfülle... Ich hab meine Gitarren vom Preis her sozusagen stetig aufgewertet und muss sagen, dass wenn ich heute eine der anderen Gitarren spiele, ich mich frage wie ich damals auf so einer Klampfe überhaupt spielen konnte ;)

    Meine Erfahrung ist auch, dass die Gitarre ein sehr persönliches Instrument ist - Je nachdem was man bevorzugt. Ich habe mal eine 3000€ Gitarre ausprobiert, die mir vom Bespielen her absolut nicht zusagte, und vom Klang hörte ich nicht viel Unterschied zu meiner jetzigen Gitarre.

    Als kompletter Neuling hört man nicht, welche Tonfülle bzw. welcher Klang da jetzt genau anders oder besser sein soll... aber nach einiger Zeit merkt man, z.b. bei seinem Gitarrenlehrer wenn der eine gute Gitarre hat, ja das klingt schon irgendwie anders und besser.

    Zum Schulen von Akutisch auf E-Gitarre: Ich bin schon der Meinung, dass es sozusagen schneller von statten geht, 'Ansprüche' zu entwickeln, wenn man mit akustischer Gitarre anfängt. Wenn man dann mit einer E spielt und z.B. nur über den Verstärker den Cleansound, kann das bei einer nicht so guten Gitarre schnell zu viel höheren Ansprüchen führen. Ich glaub andersrum sehnt man sich eher nach einer besseren E-Gitarre.

    Gruß Priceless
     
  7. think.funny

    think.funny Registrierter Benutzer

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    wo's am schönsten ist ;)
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    Erstellt: 08.02.09   #7
    Hi HWOS,
    ein bewusst geschultes Gehör entwickelt sich im Laufe eines Lebens, in dem sich jemand mit Musik beschäftigt.

    Ist jemand nur ab und an mal auf Youtube oder hört miese MP3 Dateien, die runtergepixelt wurden, wird sich sein Anspruch nie grossartig erhöhen.

    Spielst Du eine mittelmässige Konzertgitarre, gehst auf gute Konzerte, hörst über eine sehr gute Anlage feinst eingespielte Aufnahmen, wirst du sicher schnell den Unterschied an Soundqualität bewusst merken und dieser wird sich manifestieren.

    Das Gleiche gillt für eine E-Gitarre, ob du nun von einer Anfängerkonzertgit. kommst oder auch nicht, dein Ohr/Hirn wägt ab, was klanglicher Genuss für dich ist und je mehr unterschiedliche Qualität die ihm biestest, desto schneller wird deine Orientierung sich nach dem besseren Instrument ausrichten.
    Dazu kommt noch, dass du mit Spieltechnik deinen Klang verfeinern kannst.

    Mein Rat ist, nach dem ersten "Hobel" sollte ein gutes Instrument ins Haus. Alles andere erschwert deinen Werdegang. Wie gut, hängt schliesslich von deinem Geschmack und Geldbeutel ab.


    Das kann mit einigen Faktoren zusammenhängen, wie zB Entwicklung deines musikalischen Gehörs, ob die Gitarre so teuer ist, weil mehr Wert auf Intarsiesn gelegt wurde, als auf Hölzer, die Akustik des Raumes ... o. weil dir deine Gitarre eh die liebste ist ;) ...
     
  8. Gast75843

    Gast75843 Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 09.02.09   #8
    Hallo Hans, auch ich habe mit Westerngitarren begonnen, kam dann zur Bastardlaute, und besitze seit einigen Jahren eine spanische Gitarre, die heute ca. 650.- € kostet. Ja, ich kann deine Erfahrungen bestätigen, da tut sich wirklich ein Stückchen Himmel auf...:)
     
  9. Disgracer

    Disgracer A-Gitarren-Mod Moderator

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    Erstellt: 09.02.09   #9
    Ich würde beinahe sagen, dass das Verhältnis Preis zu Qualität und Klang bei klassischen Gitarren nahezu linear ist.

    Der Klang ist natürlich sehr subjektiv, aber man kann sagen, dass je mehr man bezahlt, desto mehr Möglichkeiten offenstehen, und der Sound klarer und differenzierter wird.

    Klar gibt es immer wieder kleine Ausreißer nach oben oder unten, aber ich könnte dir jetzt keine klassische Gitarre sagen, die wahnsinnig überteuert ist, oder wahnsinnig günstig.

    Das Problem, dass vmtl viele Leute haben, ist, dass sie das Potenzial der Gitarre gar nicht ausnutzen können. Ich hab das erlebt, als ich mit meinem Gitarrenlehrer mal im Laden war. Was bei mir noch flach und gleichförmig klang, war bei ihm auf einmal durchaus sehr brauchbar.
    Und auch letztens saß ich im Laden und zwei Typen kamen rein, die offenbar auch ein wenig Ahnung hatten, nach dem was sie so erzählten. Aber als der eine dann auf ner 3000€+ Gitarre losspielte und sie als "mördermäßig überteuert" und "viel zu undefiniert und muffig" beschrieb, konnte ich auch nur noch lächeln. Ist logisch, wenn man ohne Fingernägel nur in Griffbrettnähe anschlägt, dass eine Gitarre dann nicht super klar klingt.. ;-) Aber so ein teures Gerät eröffnet eben auch andere Möglichkeiten.
    Ich hab das Ding dann auch mal angespielt, worauf der Kommentar fiel: "Okay, wenn man davor steht klingt sie gar nicht schlecht".. Aber damit hatte das wenig zu tun...

    Aber es macht eben auch keinen Sinn soviel Geld auszugeben, wenn man die Möglichkeiten nicht ausschöpfen kann/will. Dann kommt man auch bei einer günstigeren Gitarre gut bei weg, die vllt auch einen guten Sound bietet, aber eben nicht die Soundvielfalt.

    Zum Entwickeln des "musikalischen Anspruchs".
    Ich denke es braucht da irgendeine Initialzündung. Sei es ein sehr gutes Instrument, eine sehr gute Musik-Anlage oder etwas in der Richtung. Also ein Gerät, was einem die Unterschiede aufzeigt die es gibt. Was man nicht kennt, kann man nicht vermissen.
    Ob nun E- oder A-Gitarre ist glaub ich völlig egal.
     
  10. obstwald

    obstwald Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.06.09   #10
    Hallo Hans im Glück.

    Hier eine andere Erfahrung, mit ähnlichem Ausgang.

    Mitte der 80er habe ich meine erste Musima gekauft,
    wir hatten ja nix, nichma 'n Vergleich.

    Dann kam der Westen mit viel Lack und Farbe
    (is ja alles so schön bunt hier...)
    und versprach das Bleu von's Himmel.

    Und nach vielen Jahren nun, und mehrenden Experimenten mit Gitarren mit klangvollen spananischen Namen aus liebevollen chinesischen Kinderhänden kann ich nur sagen daß:
    1. die Musima sooo schlecht nicht war
    2. es durchaus sinnvoll sein kann, Gitarren in die Hand zu nehmen und anzuhören, was beides bei ebay+co. nicht geht. (Fazit: Abteilung 'Einsteiger-Gitarren' bei ebay sollte verboten werden, wegen Kinderschändung (ich ruf gleich mal Schäubi an)

    3. ich jetzt bei einer 35 Jahre alten Japanerin (Yairi) gelandet bin, solide Zeder.
    Und DAS war MEINE Offenbahrung!
     
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