Erfahrungsbericht Behringer PMH2000 und Peavey Pro 15

von gracefruit, 16.02.07.

  1. gracefruit

    gracefruit Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.02.07   #1
    Hallo Board,

    habe mir trotz einschlägiger Warnungen vor kurzem die Kombination Behringer PMH2000 / Peavey Pro 15 als PA / Proberaumanlage angelacht. Wollte hier mal versuchen, einen neutralen, fundierten Erfahrungsbericht zu starten, den ich später um jeweils neue Erfahrungen ergänzen werde.
    Kurz zu mir: Ich verdiene nicht meinen Lebensunterhalt mit Musik, mache jedoch seit langer Zeit Musik in Bands und habe schon viele PAs der Liga Proberaum / kleiner Club gehört. Die Dissereien im Board der Art "kannst Dein Geld besser im Klo runterspülen" haben mir ein ziemlich schlechtes Gefühl beim Kauf dieser Anlage gemacht. Mehr Geld war aber nicht drin, eine Anlage musste her und ich wollte keine gebrauchte Anlage. Wir lassen Gesang und akustische Instrumente über die Anlage laufen.

    Erster und wichtiger Punkt des Erfahrungsberichts:
    Der Sound des Powermixers und der Boxen im Proberaum ist absolut o.k. Stimmen klingen crisp und haben Volumen. Akustische Gitarren haben Wumms untenrum und sind schön perlig obenrum. Mit der Effektkombi "Chorus & Reverb" kann man sowohl für Vocals als auch für die Gitarren was anfangen, habe schon Schlechteres von Standalone-Multieffektgeräten gehört.
    Wie sich die Anlage in Clubs / über die Zeit bewährt (oder auch nicht), schreibe ich dann, wenn es soweit ist.

    Ich habe schweineteure Anlagen gehört, natürlich klingen die wärmer / besser. Ein Flügel klingt besser als ein Klavier, eine Gibson klingt besser als eine Epiphone, ein Bang & Olufsen CD-Player klingt besser als einer von Sony. Kein Geheimnis, aber Gretchenfrage ist halt, wieviel Geld ist übrig und / oder wieviel Geld ist einem der jeweilige Klangunterschied wert. Ich habe teurere Anlagen gehört, die deutlich schlechter klingen als diese. Für den Hobbymusiker mit normalen Ansprüchen vom Sound her absolut akzeptabel. Sogar die Effektsektion ist für einen Powermischer in Ordung - da habe ich schon großen Schrott gehört.

    Noch ein Wort zur Diskussion Peavey Pro 12 oder 15 für Gesang. Allgemeine Weisheit: 12 Zoll Boxen sind besser für Gesang, 15 Zoll Boxen klingen unsauber, "wabern", mumpfen.
    Ich habe beide Boxen im Laden ausgetestet: Die 12" Box ist sehr mittenlastig in der Gesangswiedergabe, die 15er betont eher die Höhen und Bässe. Klingt in meinen Ohren crisper und wummst mehr untenrum (na ja, zumindest das war schon vorher klar...). Mumpft nicht, wabert nicht auffallend. In meinen Ohren kein Vergleich zur 12er Box. Habe mich dann gegen die Theorie für die Peavey Pro 15 entschieden.

    Lasst Euch keinen Scheiss erzählen. Es gibt immer Leute, die extrem hohe Ansprüche haben oder ihre weisen Dissereien in so einem Board loswerden müssen.
    Zum Schluss bemerkt: Ich bin weder verbandelt mit Behringer noch mit Peavey. Ich will keine Loblieder singen, ich will den Leuten nur einen neutralen, fundierten Erfahrungsbericht schreiben, damit sie sich keinen Müll erzählen lassen. Wenn es Negatives zu berichten gibt, kommt das genauso hier rein wie Positives.

    Viel Spaß
    Christian
     
  2. Harry

    Harry Moderator PA Moderator HCA

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    Erstellt: 16.02.07   #2
    Ich möchte nur zum Punkt 12" oder 15" kurz einhaken:
    möglicherweise wird da oft was falsch verstanden. Es ist so, dass grundsätzlich die 10"er oder 12"er eine bessere Sprachverständlichkeit gewährleisten als die 15"er.
    Wir z.B. benutzen für die Konferenzbeschallung ebenfalls Speaker mit 15" - das heißt noch lange nicht, dass man die Sprache schlecht versteht. Aber die verwenden wir auch als Fullrange für Partymusik-Beschallung - und als Kompromiss sind sie ausgezeichnet.
    Es geht um die Grundtendenz - und ja, natürlich klingen 12er tendenziell sehr viel mittiger als 15er. Manchem vielleicht zu sehr.

    Ich nehme mal als Beispiel die hier oft vorgeschlagenen 12er aus der Club-Serie von Yamaha. Als standalone klingen die mir auch zu mittig - aber sie setzen sich hervorragend durch bis in die letzte Ecke eines Clubs. Stellt man z.B. einen Sub drunter und trennt sie ab, klingen sie auf einmal wunderbar ausgewogen. Desweiteren macht so eine Box z.B. als Monitor eine hervorragende Figur, weil sie einfach laut sind und gut durchdringen.

    Also: möglicherweise wird das ein oder andere Mal "Scheiss" erzählt - kann schon sein. Aber vieles wird leider oft auch falsch interpretiert, vielleicht auch übertrieben empfohlen.
    Wichtig ist auch immer, dass man Äpfel mit Äpfel vergleicht und nicht mit Birnen. Möchte damit sagen: immer in derselben Preis-/Leistungskategorie vergleichen, dann bekommen Aussagen auch eine ganz andere Wertigkeit.

    Und der Punkt Behringer Powermixer - puuuhhh - gaaaanz schwierig.
    Hier gibts wirklich ganz üble Statements zu den Teilen die mindestens genauso fundiert sind wie deines.
     
  3. Witchcraft

    Witchcraft Ex-Mod Ex-Moderator

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    Erstellt: 16.02.07   #3
    So schwierig ist das garnicht.
    Ich für meinen Teil mag halt keine Geräte, die nicht halten was versprochen wird.
    Und das ist bei den Behringer Powermixern definitiv der Fall, zumindest bezüglich
    der Endstufenleistung. Und da brauche ich auch garnichts messen, da reichen mir
    meine Ohren ;)

    @ gracefruit: Hast du den Behringer denn auch mal mit einem anderen Powermixer,
    z. B. Yamaha oder Dynacord verglichen ? Da hätte dir eigentlich was auffallen müßen.

    Was den Boxenvergleich angeht:
    Die Hörgewohnheiten haben sich scheinbar verändert, halbwegs linear ist nicht mehr
    so gefragt, die Badewannencharakteristik ist auf dem Vormarsch.
    Dieses bestätigt auch ein kurzes Gespräch vor einiger Zeit mit einem Mitarbeiter von
    db-technologies. Auf meine Frage, warum sie denn das kleine Entertainersystem S-400
    aus dem Program genommen haben, bekam ich die Antwort: Zu linear für die
    Kundschaft in dieser Preiskategorie.

    Im übrigen zeigt sich sowieso erst was von der Sprach- bzw. Gesangsverständlichkeit
    der Boxen übrig bleibt, wenn sie mal richtig am Limit laufen müßen.

    Aber noch eine kleine Anmerkung zu deinem Post im Allgemeinen:
    Ich finde es wirklich mehr als unangemessen, das du hier so pauschal die User als
    Dummschwätzer hinstellst, welche nur Tipps geben, welche sie auch mit ihrem
    Gewissen vereinbaren können.
    Aus diesem Grunde werde ich z.B. weiterhin von Behringer Powermixern abraten :)
     
  4. Werner

    Werner Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.02.07   #4
    Geil! Behringer Powermixer, mein Lieblingsthema. :great:

    Zu der subjektiven Leistungsabgabe ist ja schon Unterschiedlichstes geschrieben worden, nur noch nichts objektives, sprich Messdaten.
    Einen interssanten Askekt hatte WattsNr2 in diesem Thread gebracht. Leider ist da keiner drauf eingegangen.
    Ich denke mal, wir brauchen nicht erneut unsere Meinung über die Willicher Edelmarke preiszugeben, das sorgt nur wieder für rasende Gemüter, die keine Waffe mit weniger Durchschlagskraft als einem Morgenstern akzeptieren.
    Stattdessen hätte ich jetzt gern endlich mal eine Zahl mit der Angabe Watt dahinter, die objektiv bestätigt ist.
     
  5. gracefruit

    gracefruit Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.02.07   #5
    Wirkt das so? War absolut nicht meine Absicht!
    Habe nur den Eindruck, dass sich der "Behringer kauft man nicht"-Kodex langsam verselbständigt. Habe bez. dieses Mischers hier keine fundierten Berichte gelesen, nur pauschales "Alles Grütze bei Behringer, kannst Dein Geld besser verbrennen".
    Mir ging es desweiteren in meinem Post nicht darum, festzustellen, ob ein von der Ausstattung her vergleichbarer Yamaha-Powermixer für 750 Euro besser klingt als ein Behringer-Gerät für 290 Euro. Mir ging es darum, festzustellen, dass der Behringer für 290 Euro akzeptabel klingt und sich zunächst mal nicht nach "Geld im Klo runtergespült" anfühlt. Ebenso die Peavey-Boxen. Mag sich noch ändern, werde davon berichten.
    Höchster Respekt vor Usern, die eigene Erfahrungen gemacht haben und diese hier kundtun! Wie gesagt, will keine Werbung machen, nur die Kirche im Dorf gelassen sehen.
    Christian
     
  6. Witchcraft

    Witchcraft Ex-Mod Ex-Moderator

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    Erstellt: 16.02.07   #6
    Ich frage mal in der Redaktion nach, ob die mir erlauben den damaligen Vergleichstest
    hier zu veröffentlichen.
    Dieser Test war übrigens ein Grund dafür, das Behringer in dieser Zeitschrift keine
    Werbung mehr schaltet ;)
     
  7. Sticks

    Sticks Mod Emeritus Ex-Moderator HFU

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    Erstellt: 16.02.07   #7
    Nunja, 'klingt' oder 'klingt nicht' ist ja beileibe nicht der einzige Anspruch an das Equipment rund um die Schallwandlung und -verstärkung. Dabei fließen Erfahrungen in Fragen solider Bauweise, Dauerhaftigkeit, Zuverlässigkeit, Serienstreuung, Endkontrolle undsoweiterundsofort ein.

    Allein der Begriff 'PA' setzt meines Erachtens schon eine gewisse Meßlatte - über deren Höhe sich bestimmt lang diskutieren ließe - die aber nicht unterschritten werden sollte, will man sich tatsächlich mit PA auseinandersetzen. Dazu gehört auch, daß Geräte eine gewisse Widerstandsfähigkeit gegen die Unbillen des gewöhnlichen Einsatzes aufweisen, mit einem Wort: "beanspruchungsgerecht" ausgelegt sind.

    DAS ist meiner unmaßgeblichen Meinung nach die Untergrenze der Meßlatte, die von einigen Herstellern, die vorgeben, "PA-Komponenten" zu produzieren, leider immer wieder mit regelmäßiger Häufigkeit unterschritten wird. Dabei hat sich gezeigt, daß dafür das Preisniveau ein nahezu untrüglicher Indikator ist. Sicher gibt's hier und da mal ein Schnäppchen - aber ich kann mir kaum vorstellen, daß Hersteller sich auf Dauer Unterpreisgeschäfte leisten wollen und können.

    Vor so einem Krempel zu warnen halte ich daher für richtig, auch wenn die Begründungen nicht immer 'stilsicher' sind.

    jm2c ;)
     
  8. maracas

    maracas Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.02.07   #8
    Hallo Witchcraft,

    du sprichst mir aus dem Herzen! Ich will mich auch nicht schon wieder hier über die "Qualität" der Behringer-Powermixer auslassen. Einige Anmerkungen habe ich aber schon noch:

    Wenn jemand, der solch einen Powermixer kauft zufrieden damit ist > wunderbar, besser kann es gar nicht laufen, derjenige braucht sich nämlich nicht zu ärgern...

    Aber es gibt nun mal viele Musiker, die schon einiges Equipment in ihrem Leben gehört haben und - aufgrund von vielen Vergleichsmöglichkeiten - nicht nur subjektive Beurteilungen vornehmen können, sondern auch durch ihr geschultes Gehör annähernd objektive Aussagen treffen können. Ich sehe es daher genau wie Witchcraft. Im Gegensatz zu vielen Theoretikern, die ihre Ohren zugunsten von messtechnischen Argumentationen eintauschen, gibt es nunmal kein verlässlicheres Werkzeug für Audio-Anwendungen als geschulte und gesunde Ohren, und die "messen" sogar alles in "Real-Time".

    Bezugnehmend auf die Behringer-Powermixer liegt dort eindeutig ´was im Argen... Und zwar auch unabhängig von der umstrittenen Leistungsangabe. Auch ich bin daher der Meinung: Leute, es ist so einfach. Vergleicht mehrere Produkte unterschiedlicher Hersteller vor Ort und ihr werdet hören...

    Gerade wenn einem Musiker Vergleichsmöglichkeiten fehlen, wird es sehr schwierig annähernd objektive Erfahrungsberichte zu verfassen. Ich sehe den o.g. Bericht aber als sehr subjektiv an - was aber auch legitim ist - und freue mich zusammen mit dem Besitzer über dessen Zufriedenheit. Leider war mir persönlich dieses nicht vergönnt...

    An Witchcraft: Könntest du mir den von dir erwähnten Testbericht an mich privat schicken? Ich habe mich bei meinen Praxistests seinerzeit nicht von irgendwelchen Tests oder Meinungen "manipulieren" lassen und bin aber - so wie es scheint - zu ähnlichen Ergebnissen gekommen. Daher interessiert mich dieser Test natürlich brennend...

    Vielen Dank im Voraus


    Mit kreativen Grüßen

    maracas
     
  9. gracefruit

    gracefruit Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.02.07   #9
    Ich habe im Laufe meines rund 25jährigen Musikerdaseins einige Erfahrungen bez. des Klangs und Durchsetzungsvermögens kleinerer PAs sammeln dürfen. Ich denke, durchaus beurteilen zu können, was für die Liga Proberaum / Club im ambitionierten Hobbybereich akzeptabel ist und was nicht. Wer 2000 Euro für eine kleine PA übrig hat, muss sich mit diesem Thread nicht herumschlagen - er wird Anlagen dieser Preiskategorie vergleichen und kaufen. Wer sich allerdings für 700 Euro eine komplette Anlage leisten muss, kommt mit Vorschlägen der Art "kauf Dir eine JBL EON und schaff Dir mehr Geld an" oder "spül dein Geld besser im Klo runter" nicht wirklich weiter, es sei denn, PAs aus diesem Preisbereich (hier: Behringer & Peavey) wären pauschal inakzeptabel. Wir werden sehen. Unterschreibe Sticks' Post (#7) Wort für Wort, werde weiter berichten.

    Ein Wort zur Serienstreuung: Diese würde erklären, warum es zwischen all den Behringer-Feinden auch zufriedene Behringer-Benutzer gibt (bzw. warum die Firma nicht nach einem Jahr mit Pauken und Trompeten pleite gegangen ist).
    Ich hätte mir den Behringer-Powermixer (vor allem nach der Lektüre der vernichtenden Kommentare in diesem Board) nicht gekauft, wenn ich nicht bereits Erfahrungen mit Behringer gemacht hätte. Ich besitze vier Behringer-Geräte (im Soundprocessing-Bereich), die allesamt im "objektiven/direkten Vergleich" zu ähnlich ausgestatteten, jedoch deutlich teureren Konkurrenzprodukten abfallen - jedoch im "objektiven/direkten Vergleich" zu Produkten der gleichen Preiskategorie deutlich auftrumpfen. Als Studioequipment für professionelle Produktionen nicht empfehlenswert (vgl. Modebegriff "Rauschinger") - im ambitionierten Homerecording-Bereich nach meiner eigenen Erfahrung großartig und genügend rauscharm. Alle diese Geräte waren ihr Geld wert, erfüllen ihren Zweck und keines hat mir bisher Scherereien gemacht.
    Da ich oberhalb der Kellerband-Liga herumfuhrwerke, jedoch unterhalb der Kleines-Vermögen-übrig-Liga, ist Behringer meinen Erfahrungen nach jedenfalls für mich eine Alternative. Vielleicht habe ich ja mit meinen Geräten auch einfach nur Glück gehabt.

    Es scheint jedenfalls eine pauschale Riesenwut auf "den Krempel" zu geben, hin und wieder unterbrochen von Usern wie Werner (#4) und mir, die offensichtlich andere / eigene Erfahrungen gemacht haben. Serienstreuung? Psychologie (wer will schon lowest budget sein)? Ich selbst taub?
    Wird wohl alles in Betracht zu ziehen sein...
    Christian
     
  10. chelijah

    chelijah Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.03.07   #10
    hallo gracefruit,

    wir sind ein guitar-vocal-cover-duo und schauen auch schon auf ca. 20ig
    jahre bühnenerfahrung zurück. wir haben uns vor ca. einem jahr für die
    aktiven peavey pro 15p plus 2 dazupassende peavey pro subs entschieden.

    unsere alte anlage bestand aus 2 mackie srm 450 u. 1x sub. bevor wir die peaveys kauften, stellten wir die anlage in einem kleinen, akkustisch sehr guten konzertsaal auf und verglichen ausgiebig mit den alten mackies.
    wir entschieden uns dann für dieses system zum einen, weil es wirklich
    preiswert ist, zweitens weil die boxen toll aussehen u. drittens - der wichtigste punkt....der sound hat uns besser gefallen. und soweit wir uns
    erinnern konnten, klangen sie auch besser als unsere uralt jbl eons..

    zu 50ig % spielen wir in kleineren pubs wo wir mit 2 pro 15 p das volle
    auslangen finden. im winter spielen wir viel in schigebieten im freien,
    wo wir dann natürlich auch die bässe brauchen.
    und wer so oft wie wir das equipent bei den Gondeln in grosse stahlkörbe
    schmeisst, um dann die anlage beim hochtransportieren eisigen minusgraden u. mitunter auch schneefall aussetzt, der kann schon ein bischen einschätzen, ob eine anlage roadtauglich ist oder nicht.

    vorab: die wesentlich teuereren mackies sind dem eisigen winter in den tiroler bergen nicht gewachsen!!

    die peaveys haben somit über 100 gigs hinter sich. vom gemütlichen pub bis hin zu freiluftveranstaltungen (siehe oben) , wo wir an die grenzen deren belastbarkeit gingen.

    ich kann nur eines sagen: bei diesen dingern bezahlt man keinen cent zuviel!!
    klangmässig beeindrucken sie durch druckvolle bässe und wirklich crispe,aber immer angenehme höhen, die aber auch noch
    genug reichweite haben. ich gehe soweit u. behaupte dass sie den natürlichen klang der gitarren unterstützen u. keine
    frequenzen überbetont oder zu kurz kommen.
    bei den vocals sieht es etwas anders aus. wer einen trockenen vocalsound mag, also in den mitten etwas schwächer,
    der ist mit den boxen super bedient. es bedarf kaum irgendwelchen nachregelungen am mixer. wem die boxen in den mitten
    zu schwach daher kommen, kann ja nachregeln oder die 12er kaufen.
    wir bevorzugen allerdings den vocalsound einer 15er box. aber das ist ja
    bekanntlich rein subjektiv.

    wir hatten in diesem jahr öfters das erlebnis, dass andere musiker aus dem publikum die boxen begutachteten u. sichtlich
    positiv überascht waren, wenn wir ihnen die leistung (270 watt) und den preis bekannt gaben.

    einziger kleiner wehrmutstropfen: die schönen silbernen gitter bekommen durch schläge schnell dunkle flecken. hier wäre es
    sicherlich angebracht, wenn peavey für diese boxen schutzhüllen anbieten würde, oder die beschichtung so "hammerfest"
    herstellen würde, wie sie es im prospekt behaupten.
    ja, eckschoner könnten sie auch noch gebrauchen. wir haben diese nachträglich um 20ig euro angebracht.

    ansonsten gibt es nichts negatives.

    uns ist in diesem jahr auch nichts kaputt gegangen. und wenn man sich die preisliste der ersatzteile ansieht, weiss man, dass
    dann auch noch keine welt untergeht.

    schlussendlich wird die beurteilung des klanges immer subjektiv sein. aber setzen sie sich mal bei gleicher lautstärke direkt
    vor ein paar peaveys und dann vor ein paar...z.b. mackies srm 450...

    ,,,,sie werden es nicht erwarten können, sich wieder vor die peavey hinsetzen zu können. der klang ist unvergleichlich
    angenehmer.

    fazit: würden unser lautsprechersystem gestohlen werden oder sonst irgendwie abhanden kommen, wir würden wieder
    exact das selbe system kaufen. peavey kann man nur gratulieren, zu diesem wirklich günstigen preis ein derart
    klanglich ausgewogenes system anzubieten.

    ich will hier auch nicht über die mackies schimpfen, aber wir hatten in den
    in ca. 2 jahren wirklich keine freude damit. 5x den hochtöner ausgetauscht,
    und der klang....naja...ab ca. 8-10 metern gut. aber in kleinen engen pubs
    tuts halt schon weh, wenn man direkt davor steht...

    zu behringer noch was. wir haben uns zur gleichen zeit wie die peavey so
    ein weisses 12 kanalding mit eingebauten effecten gekauft. wir waren mit
    unserem steinalten soundcraft spirit folio zwar sehr zufrieden, aber wir dachten uns ein mixer mit eingebauten effecten macht das rack etwas leichter...... uupsh...beim 2. gig verabschiedete sich die effectfraktion! habs
    am nächsten tag gleich wieder meinem musikalienhändler zurückgebracht und mir dafür ein sennheiser e935 micro genommen. seither leistet wieder unser spirit folio seinen dienst. will nicht über behringer schimpfen, aber
    hatte auch mal 2 aktive truth b2031 in meinem recordingstudio. die waren
    so was von "truth" dass sie jetzt in meinem wohnzimmer als hifi boxen dienen....

    abschließend möchte ich dir einfach nur recht geben. zuerst mal seine klanvorstellungen definieren,und dann vergleichen. peavey hat mit der pro-serie bewiesen, dass man im unteren bis mittleren preissegment wirklich tolle ware abliefern kann. mal abgesehen davon, dass ich auch schon uralte
    behringer mischer gesehen habe, die immer noch brav ihren dienst tun...

    ok....wenn ich permanent vor 1000 leuten spiele, dann muss ich mir was wesentlich lauteres und teuereres kaufen, oder noch 4 bis 6 stk von den peaveys und die dann schön verteilen.......wäre interessant zu hören, mit
    was ich dann den besseren klang habe ;-)

    ach ja noch was nicht ganz idealistisches: was kostet mich das musikmachen und was verdiene ich damit???
     
  11. gillem

    gillem Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 26.03.07   #11
    Behringer kennt halt ihre eigenen Chinaeinkäufe nicht.... bestes Beispiel ist auch die
    Behringer A500 hier schwanken die Leistungsangaben zwischen Handbuch, Webseite,
    Endstufenaufdruck um 20%. Und zur Verarbeitung von Behringergeräten gibts hier
    im Forum ja ein Thema ( Stichwort nur mit Isolierband isolierte lose im Gehäuse rumhängende
    Mittelabgriffe der Primärseite des Netztrafo u.s.w. )...... und nein ich schimpfe nicht
    über Behringer vom Hören und sagen sondern war Jahrelang mit Behringer zufrieden
    nur von ( den letzten von Behringer gekauften Geräten hier für die Zukunft ) 18 Geräten
    von Behringer die in der letzten Aufrüstaktion hier gekauft wurden waren nur 4 Stück
    ohne techn. oder optische Mängel.

    Und das es so viele zufriedene Behringer Kunden ( noch ) gibt liegt daran das Behringer
    durchaus mal gute Geräte vertrieben hat...nur derzeit ist es unterste Kaufhausqualität...
    Hier nur mal ein Beispiel eines "abgeschirmten" Netztrafo neuer Geräte mit Mittelabgriff
    auf der Primärseite der irgendwann mal Netzspannung aus Gehäuse jagen wird........:
    [​IMG]
    ( dieses Überlebenstrainingsgerät wurde so von Behringer geliefert.... )


    ...und wenn Behringer noch nicht mal die Leistung kennt wen wundert denn zuwenig
    Leistung..:screwy: :screwy: ..:
    [​IMG]
     
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