Ersatzteile alte Strat

Wie sieht denn das spaltmaß der Halstasche aus? Das fand ich bei schon vielen CBS-Gitarren viel zu groß und habe da oft angepasst. Alles andere find ich jetzt erstmal nicht wild, außer dass sie wahrscheinlich ziemlich schwer ist, aber ich mag schwere Gitarren.
 
Spaltmaß ist auch voll in Ordnung.
Ja, schwer ist sie. Ich habe sie mal gewogen, ungefähr 4,3kg.
Wie gesagt, ist schwerer als meine Paula (3,9kg).
Aber dafür klingt sie halt auch etwas fetter. ;)
 
Diesen abgebrochenen Flügel an einer Mechanik habe ich bei meiner '76er Strat schon seit ca. 35 Jahren, bei meiner ist es die der E-Saite, stört mich überhaupt nicht und beinflußt auch nicht die Stimmstabilität.
Saite ganz normal aufziehen - fertig. Würde ich so lassen.
Die Madenschrauben für die Bridge gibt es in jedem einigermaßen sortierten Musikladen - und wen interessierts ob die von '79 oder 2016 sind - steht ja nicht mal drauf;)
Potis sind eh Verschleißteile, habe ich in meiner bestimmt schon das vierte Mal gewechselt (habe aber die originalen noch - warum auch immer!)
Also, wechseln - z.B. CTS oder die Japaner von Rockinger (da gibt es auch die Schrauben für die Bridge).
Ja, und schwer ist meine auch. Damals in den 70er Jahren bedeutete schwer = viel Sustain.

Und zum Thema "alles original": Ich kann mich immer nur wieder wundern über all diese 50er und 60er Vintage Schätzchen zu horrenden Preisen bei denen sogar die Potis, Bünde und Reiterchen noch original sind - wie schafft man das denn? Gitarre im Safe aufbewahrt? Nie gespielt? Der Lack aber abgeranzt? Wunder über Wunder! Mußte ich mal los werden:evil:.

LG Woodie
 
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Ich würde den Tuner auch lassen, wenn die Gitarre einigermaßen stimmstabil ist. Bleiben die Potis und die Schrauben, beides kein Drama.

Ich war ja erstaunt, meine 2011er Mexikanerin wiegt auch satte 4kg, ist also auch nicht wirklich ein Leichtgewicht. Und deine Strat ist noch leichter als meine Squier CV Tele mit 4,4kg. :D
 
Und zum Thema "alles original": Ich kann mich immer nur wieder wundern über all diese 50er und 60er Vintage Schätzchen zu horrenden Preisen bei denen sogar die Potis, Bünde und Reiterchen noch original sind - wie schafft man das denn? Gitarre im Safe aufbewahrt? Nie gespielt? Der Lack aber abgeranzt? Wunder über Wunder! Mußte ich mal los werden:evil:.

LG Woodie

Ich hatte letztes Wochenende eine 67er ES-335 in der Hand. Die Gitarre war optisch eine 2 (vielleicht auch 2-), auch alles orginal.
Aber das sah halt so aus: Bei jeder Poti-Bewegung kratzte es arg, beim Umschalten der PUs krachte es, Bendings waren wegen den flachen Bünden gar nicht wirklich möglich. Außerdem ist die E- und A-Saite stänig von den Saitenreitern der Bridge gesprungen.
-> Eigentlich unspielbar.

Aber nach einem längerem Gespräch mit dem Verkäufer ergibt das für mich auch in gewisser Weise Sinn.
Es gibt viele Kunden, die einfach eine Gitarre wollen, an der nichts gemacht wurde. Diese spielen aber die Gitarre wohl nicht. Zumindest kann ich mir das nicht vorstellen.
Wenn dann ein Kunde diese Gitarre wirklich spielen möchte, wird sie auch so hergerichtet, dass sie spielbar ist.

Aber natürlich gibt es auch viele Fakes auf dem Markt, gerade wenn man in Richtung eBay & co denkt.
 
Na dann hast Du wohl nen Glücksgriff unter den CBS'lern gemacht. :great: 4,3KG finde ich noch akzeptabel.
--- Beiträge wurden zusammengefasst ---
gerade wenn man in Richtung eBay & co denkt.

Vor allem wird da gefälscht was das Zeug hält. Es ist halt auch so enorm einfach eine Strat zu fälschen. Man findet alle Teile im Internet die man braucht und macht am Ende locker 100€ Reingewinn. Lohnt sich also sogar und die unerfahrenen Käufer freuen sich noch über ein Schnäppchen.

Deshalb fragte ich nach Brücke, Halsverbindung und Kopfplatte als Foto :D
 
Hi,

ich würde an der Gitarre durchaus einiges ändern, aber eben nur das, was sich hinterher wieder rückgängig machen lässt. Die Originalteile kann man dann aufbewahren und bei einem evtl. Verkauf wieder draufbauen. Grundsätzlich ist an der Gitarre ja auch schon was gemacht worden, denn diese fetten Bünde sind wohl kaum Originalteile.

Bei exakter Passung gehören neue Mechaniken und zB Saitenniederhalter mit Rollen durchaus zu den Wechselkandidaten, bei Schaller bekommt man die doch passend Auch die Saitenreiter könnte man durch welche aus Stahlblech oder Messing ersetzen - nicht nur, weil sie vielleicht sogar besser klingen, sondern auch, weil die Originale sehr weich waren und je nach Schweiß, Saiten (Stainless Steel zB) und Anschlag ordentliche Riefen entwickeln können. Das wäre also sogar eher eine Maßnahme zum Werterhalt.

Bei den Potis geht Reinigen auf jeden Fall vor Austauschen, denn wenn sie noch unberührte Lötstellen hat, macht das für Interesseneten auf jeden Fall was aus - vor allem, weil die PUs dann als Original erkannt werden können.

Auf jeden Fall eine Gitarre, mit der man sicher viel Spaß haben kann!

Gruß, bagotrix
 
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Bei den Potis geht Reinigen auf jeden Fall vor Austauschen, denn wenn sie noch unberührte Lötstellen hat, macht das für Interesseneten auf jeden Fall was aus - vor allem, weil die PUs dann als Original erkannt werden können.
interessanter Punkt!
 
Zuletzt bearbeitet:
Das Problem ist, dass das hintere Tone-Pote wahrscheinlich nicht mehr zu retten ist.
Der Schaft ist verbogen. Natürlich kann ich probieren, diesen mal mit einem Schraubendreher grade zu biegen, die Gefahr ist aber, dass dieser abreißt.

Bünde sind nicht orginal, das stimmt. Aber ganz ehrlich - das ist bei so einer alten Gitarre auch nie ein Fehler.
Wie oben schon geschrieben, hatte ich schon andere Vintage-Geschichten ohne gemachte Bünde in der Hand, manche davon waren nicht spielbar.


Danke für den Hardware-Tipp, da werde ich mal schauen!
 
Bei den Potis geht Reinigen auf jeden Fall vor Austauschen, denn wenn sie noch unberührte Lötstellen hat, macht das für Interesseneten auf jeden Fall was aus - vor allem, weil die PUs dann als Original erkannt werden können.
Wenn es überhaupt noch die Original Potis oder Pickups sind ;)
Das Problem ist, dass das hintere Tone-Pote wahrscheinlich nicht mehr zu retten ist.
Der Schaft ist verbogen. Natürlich kann ich probieren, diesen mal mit einem Schraubendreher grade zu biegen, die Gefahr ist aber, dass dieser abreißt.
Jetzt die ernsthafte Frage: nutzt du die Tone Potis überhaupt? Ich verwende die zB so gut wie überhaupt nicht, sind bei mir immer voll offen bzw. hab ich sie durch NoLoad ersetzt. Aber meine Gitarre ist auch mehr als 30 Jahre jünger :D
Wenn du die Potis an sich gar nicht beim spielen verwendest und sie den Sound nicht beeinträchtigen, würde ich sie tatsächlich lassen.
 
Potis und PUs sind, soweit ich weiß, orginal.
Wie erwähnt, ich bin mit dem Vorbesitzer gut befreundet. Dieser war auch der Einzige.

Ab und an verwende ich die schon, aber in erster Linie soll einfach ein Poti-Knopf drauf.
Natürlich kann ich es erstmal mit Kontaktspray probieren.
 
Moin!


Nein! Nö. Niemals! Auf gar keinen Fall! Nienicht! Nimmer! Nie wieder in den Mund nehmen dieses böse Wort.

Gelinde Gesagt ist Kontaktspray nur gut, um sich seine Potis kaputt zu machen und um Kunstoffe anzuschmelzen. Mehr auch nicht. Suche mal nach dem bösen Wort hier im Forum und ich hoffe du wirst fündig, was die allgemeine Meinung zu dem Teufelszeug sagt.

Wie hier zum Beispiel:
https://www.musiker-board.de/thread...hrottet-kontakt-60-spray.648246/#post-8043906

Schicken Gruß,
Etna
 
Danke für die Verlinkung. Bei Kontaktspray habe ich eigentlich an Kontakt 601 gedacht, was ja auch in dem Thread empfohlen wurde.

Ich tu mir etwas schwer, denn zu jedem Bauteil gibt es unterschiedliche Meinungen.
Die einen sagen, Tuner wechseln wäre besser für den Werterhalt. Andere sagen nur nicht die Tuner wechseln.
Die einen sagen, Potis wechseln. Die anderen sagen, Potis nur nicht wechseln.
Ebenso ist das bei der Hardware.
 
Ist doch eigentlich ganz einfach: 

1. muss überhaupt etwas gewechselt werden oder kann man es reparieren? 
2. Wenn etwas defekt ist: BRAUCHE ich das überhaupt 
3. WENN etwas defekt ist und man es braucht bleibt nur das Austauschen.  

Ich hab an meiner 74er ein Poti mit Wackler (mechanisch, nicht Soundmäßig!). Da die Elektronik eh schon mal ausgetauscht wurde, sind die Lötpunkte nicht mehr original, wesshalb ich einfach das Poti Tausche und das originale einlagere. Das Selbe ist mit den Tunern: Wenn da einer dabei ist, der rumlümmelt würde ich einfach nach passenden Replacements schauen, die dann 1:1 passen und keine neuen Löcher brauchen.  

Man kann natürlich auch überlegen, bei solchen Aktionen gleich vernünftige Hardware drauf zu bauen, aber das ist Geschmacksache.  
Wir reden trotz allem "nur" hier über eine 79er (vermutlich 78-82) Strat. Es wird sich nie DER Pre-CBS Hype einstellen, obgleich sie wohl in etwa wertstabil sein werden.  
 
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Ich sehe das so wie frama. Kein Grund, die Nerven zu verlieren. Ich würde ganz pragmatisch, die Gitarre gut spielbar machen...und mich darüber freuen, wenn sie denn gut klingt. Alles andere schmälert doch nur das Vergnügen. Gedanken über Wertzuwachs lenken doch nur ab. Und das ist auch eher unrealistisch. Der Vintage-Hype ist schon seit einigen Jahren überdreht. Abgesehen davon ist eine Spät-70er Strat eh kein Vintage und wird es auch niemals werden. Vor 20 Jahren hätte man große Schwierigkeiten gehabt, so eine Gitarre überhaupt zu verkaufen. Das hat sich ein wenig geändert. Viel mehr wird aber wohl auch nicht drin sein.
Bitte nicht falsch verstehen: Ich spreche hier vom Wert und nicht von der tatsächlichen Qualität. Das sind auf diesem Markt immer 2 verschiedene Dinge.
Ich habe eine 75er Les Paul, die sehr, sehr gut ist (nachdem die gesamte Hardware und Elektronik optimiert wurde). Ich erfreue mich immer wieder, wie gut die Gitarre klingt und resoniert. Da blieben schon einige CS Les Pauls auf der Strecke. Trotzdem wird mir diese Gitarre nicht meine Rente sichern. Selbst wenn sie unberührt und NOS wäre.
Also denk doch mal über ein vernümftiges Tremolo und gute PUs nach-)
 
Die Nerven verliere ich nicht, keine Angst. ;)
Wie schon erwähnt: Ich habe die Gitarre als Player-Gitarre gekauft und nicht als Altersvorsorge. Dennoch möchte ich einfach die Gitarre in einem guten Zustand haben.

Heute Abend versuche ich, den verbogenen Poti-Schaft richtig zu biegen.
Funktioniert das, bleibt der Poti und ich versuche das Kratzen ein bisschen in den Griff zu bekommen.
Funktionert das nicht, tausche ich alle Potis.

Die Tuner lasse ich erstmal so.
Tremolo habe ich eh mit 5 Federn befestigt, da ich das nicht nutze. Und so bleibt die Gitarre wenigstens stimmstabil, wenn eine Saite reißt.
Wenn ich Trem will, dann nehm ich meine ESP mit Floyd Rose. ;)


Gerade beschäftige ich mich auch mit dem Kauf einer anderen (hoffentlich wirklich Vintage-)Gitarre, aber davor möchte ich erstmal meine Strat "fertig" bekommen.
Auch wenn ich sie schon einige Jahre so gespielt habe.
 
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Sehr gute Einstellung. Wichtig ist ja, dass du die Gitarre in einem für dich angenehmen Zustand erhältst. Ob sie jemals im Wert steigen wird, du sie vielleicht eines Tages verkaufen möchtest etc. - das sollte in meinen Augen nebensächlich sein. Denn ich seh Gitarren auch als ein Instrument, das gespielt werden möchte. Und wenn daran etwas zu reparieren ist, dann ist es eben so. Über den finanziellen Wert würde ich da nicht weiter nachdenken, wichtig ist doch der ideelle Wert für dich. ;)
 
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Die gesamte Tremolo Einheit ist ja nicht nur zum wabbeln da, sondern trägt auch sehr entscheidend zum Sound bei
 
Moin!

So ist das... man fragt 3 Leute und erhält 5 Meinungen.

Ich bin eher von der pragmatischen Sorte. Tauschen was not tut und gut. Solange man die alten Teile aufbewahrt, sehe ich keinen Wertverlust und die Gitarre soll ja weiterhin genutzt und gespielt werden. Und dazu gehört auch Wartung und Pflege. Ein Poti sit nunmal ein Verschleißteil. Außerdem gibt es ja alle notwendigen Teile im Original vom Hersteller noch so zu kaufen, sodass keine Änderung am Instrument vorgenommen werden muss.

Letztendlich muss jeder selbst für sich entscheiden, was einem wichtiger ist.

Und zum Kontaktspray: Ich nutze seit fast 10 Jahren Wick Vaporub. Die Creme gibt es in der Apotheke. Davon gebe ich mit einem Streichholz etwas in das Poti, dann erhitze ich es mit einem Lötkolben so, dass fast das umliegende Zinn schmilzt, drehe ein paar mal dran und meist reicht das als Pflege. Selbst mit Kontakt 601 ist das nicht immer gegeben. Gerade, wenn man mal ein 50 Jahre altes Pult zur Restaurierung vor sich hat und die ganzen Werte seit Jahren nirgendwo mehr hergestellt werden.

Schicken Gruß,
Etna
 
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vor allem würde ich aber erst mal eines machen:

einen richtigen Fachmann fragen.

Hier bekommst du eigentlich immer nur persönliche Meinung von leuten, die ihr Instrument spielen, aber von keinem, der sein Geld mit dem Handel von alten Instrumenten verdient.

Wenn so jemand dann sagt, dass es tödlich wäre, bestimmte Änderungen vorzunehmen, und vielleicht auch eine Prognose bezgl. des (zukünftigen ) Wertes abgeben kann, DANN kann man entscheiden was man machen will.

eine neue Gitarre zum Spielen kaufen und das alte Ding in die Ecke stellen und warten,
oder
einfach die alte Gitarre in Stand halten und spielen.

Ich glaube zwar auch nicht, dass der Wert deiner Gitarre durch die decke geht, und wahrscheinlich musst du noch 25 Jahre warten, bis der Wert 5-stellig wird - aber auch das ist nur hypothetisch - und keinesfalls eine fundierte Aussage
 

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