Erste Gesangsprobe einer Hobbysängerin

Ratschläge die hier von Usern gemacht wurden, hast du wirklich gelesen? Die bestanden vorderrangig durchaus nicht aus überschwenglichem Lob.
Stimmt. Du bist noch ganz am Anfang. Ich finde da sollte auch das positive noch herausgearbeitet werden. Motivation ist in diesem Stadium sehr wichtig!
Immer nur drauf ist da überhaupt nicht förderlich.
Alleine schon den Mut hier mal ein hörbeispiel reinzustellen ist nicht selbstverständlich.

Wenn Du jetzt schon etliche Jahre auch auf Konzerten gesungen hättest und hier eine Hörprobe eines Stückes reingestellt hättest dann wäre die art und weise der Bewertung (nicht die Qualität) auch komplett anderst ausgefallen als bei einem neuen Mitglied das sich überlegt zu singen oder auch nicht und noch nicht so viel Erfahrung hat.

Beispiel:
Mein Kumpel (Profimusiker) gibt mir auf meine Wunsch ein knallhartes Feedback. Aber das ist ok, weil es so stimmt.
Aber ich weis von wem es kommt und freue mich drüber auch wenn es manchmal echt hart ist für mich. Aber es hilft mir besser zu werden, die punkte zu fokusieren an denen ich noch arbeiten kann.

Wie fühlt sich wohl ein(e) unerfahrene und noch unsichere Sänger(in) bei solch einem Feedback?

Ich habe bei einem einwöchigem Workshop mit einem TOP Coach mal erlebt wie ein gestandener Mann der schon länger gesungen hat und sich aber falsch eingeschätzt hat bei der konstruktiven Kritik des Coaches in Tränen ausgebrochen ist. Auch das gibt es.

Also lieber Konstruktive kritik, die es hier im Thread viel gab, sowie auch lob für das was gut ist. Und das kam hier ja auch.
 
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Ich oute mich jetzt mal... Ich konnte fast mein ganzes Leben lang nicht singen (traf die Töne nicht, habe einen katastrophal geringen Stimmumfang), aber spiele seit 57 Jahren Piano und würde mich als gehobenen Nicht-Profi-Level am Klavier verorten. Ich habe Rhythmusgefühl und kann gut hören, also ich weiss, wie etwas klingen muss und höre Fehler meist sofort (falsche Töne, falscher Rhythmus...). Deswegen ließ ich das mit dem Gesang, weil das, was da bei mir rauskam, meinem musikalischen Ästhetikgefühl die Haare zu Berge stehen ließ 😩. Aber dann war in der Band einfach Bedarf an Background-Vocals, ich wusste genau, wie es klingen sollte (2. Stimme) aber konnte es nicht stimmlich umsetzen. Und dann habe ich 2020 mir zu Weihnachten ein paar Gesangsstunden geschenkt... um zu sehen, ob wirklich Hopfen und Malz verloren ist... und was soll ich sagen... Mit wenigen Stunden und Übungen und gutem Zuspruch der "gnädigen" Lehrerin merkte ich plötzlich, dass das ja doch geht, das man das trainieren kann und dass ich nun inzwischen den Einen oder Anderen Background-Vocal mitsingen kann, ohne dass es mich vor Missempfinden zerreisst 😅. Ich werde sicher nie mehr ein guter Leadsänger, aber ich habe die Angst vor der eigenen Stimme verloren und kann jetzt einfach ein paar Sachen mitsingen, ohne mich schämen zu müssen... und wenn ich weiter Gesangsunterricht nehmen und üben würde (was ich leider momentan wieder nicht tue), dann wäre noch mehr drin, denn ich muss wenigstens nicht darüber nachdenken, wie etwas klingen muss, sondern nur, wie ich das umsetze. Das ist ein Vorteil, wenn man schon eine gewisse Musikalität hat, und die Stimme "nur" als weiteres "Instrument" erlernen muss. Also... Quintessenz: Bevor man es nicht mit z.B. Gesangsunterricht versucht hat, kann man überhaupt nicht sagen, ob das was wird. Also... PROBIEREN, das schadet nie! Und wenn man nach einer Zeit X das Gefühl hat, man macht keine Fortschritte, dann erst muss man prinzipiell mal darüber nachdenken! Ich bin gespannt, was Du nach dem Unterricht sagst und wenn Du evtl. dann nochmal was zum Besten gibst... Würde mich wundern, wenn keine deutlichen Fortschritte machbar wären... Und Hauptsache es genügt Deinen eigenen Ansprüchen und Du hast Freude daran!
Und @Perkeo ... Es tut mir echt weh, wenn jemand einen Fremden, der hier sich traut, sich sozusagen bloß stellt, dann so niedermacht... Das ist nicht nett, finde ich und nicht taktvoll und kann eine Person total runter ziehen. Das muss doch nicht sein. Und geht wohl auch nur in der Anonymität des Internets... Just my opinion 😊
So, genug des Monologs! LG, Frank
 
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Aber dann war in der Band einfach Bedarf an Background-Vocals, ich wusste genau, wie es klingen sollte (2. Stimme) aber konnte es nicht stimmlich umsetzen.
Das ist schonmal die halbe Miete. Das schlimmste ist wenn die Eigenen Qualitäten so gar nicht eingeschätzt werden können. Wenn anhand von einer Aufnahme schonmal selber sinvoll reflektiert werden kann ist das Super!

Und dann habe ich 2020 mir zu Weihnachten ein paar Gesangsstunden geschenkt... um zu sehen, ob wirklich Hopfen und Malz verloren ist... und was soll ich sagen... Mit wenigen Stunden und Übungen und gutem Zuspruch der "gnädigen" Lehrerin merkte ich plötzlich, dass das ja doch geht, das man das trainieren kann und dass ich nun inzwischen den Einen oder Anderen Background-Vocal mitsingen kann, ohne dass es mich vor Missempfinden zerreisst 😅.
Singen ist ein Handwerk das gelernt werden kann. Mit ein paar Tips und übungen von / mit dem Profi tud sich am Anfang viel.

Ich werde sicher nie mehr ein guter Leadsänger, aber ich habe die Angst vor der eigenen Stimme verloren und kann jetzt einfach ein paar Sachen mitsingen,
Die eigenen Grenzen kennen ist auch sehr sinvoll und wichtig.

und wenn ich weiter Gesangsunterricht nehmen und üben würde (was ich leider momentan wieder nicht tue), dann wäre noch mehr drin,
Aber es ist so wie mit vielem. Mit 20 % Einsatz bekommst du 80 % resultat. Die letzten 20 % sind dann wieder schwierig und bedürfen 80 % einsatz.

Also... Quintessenz: Bevor man es nicht mit z.B. Gesangsunterricht versucht hat, kann man überhaupt nicht sagen, ob das was wird. Also... PROBIEREN, das schadet nie!
Ist auf jedenfall sinvoll.
Ein gutes Feedback ist aber auch schon viel Wert!
 
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Also lieber Konstruktive kritik
Man kann dafür u.U. auch PM nutzen ... wenn es evtl zu persönlich wird. Ich würde auch bei Gruppenunterricht gewisse Dinge lieber unter 4 Augen sagen und nicht jemanden vor allen kritisieren.
Wie Du geschrieben hast, kommt es auch aufs Level an und wie gut man sich kennt.
 
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Du warst in deutlich trolligeren und hoffungsloseren Fällen schon mal nachsichtiger. ;)
Hehe, erwischt... naja, das war 2023, also Jugendsünden :cool:. Wobei ich auch erst hinterher gesehen habe, dass sich das Drama schon 10 Jahre zieht. Manchmal bin ich halt auch ein "Netter"... zwei Seelen in meiner Brust.

Bei Quando Version I hat sie nach Lust und Laune noch völlig neben der Spur gesungen, bei Version II passte schon deutlich mehr. Es gibt also nachweislich Verbesserungspotential.
Ja, das hab ich schon auch bemerkt. Ging mir auch weniger um die Userin, schon gar nicht, sie "abzukanzeln" oder was mir noch alles vorgeworfen wurde, sondern eher um einige Reaktionen der anderen hier. Die waren in meinen Augen einfach komplett vom anderen Stern und hatten mit einer sachlichen Kritik (und die wurde ja gewünscht!) nichts zu tun.
Nicht von Dir, du hast ja klar angesprochen, was komplett verunglückt war.

Ob das dann mit GU auch noch Spaß macht, steht auf einem anderen Blatt.;)
Das ist nämlich ein wichtiger Punkt. Ich kann die dahinter liegende Motivation nicht beurteilen, ich weiß nicht, ob der Ratschlag "nimm Unterricht, dann wird das schon besser werden" ein guter Ratschlag ist oder nicht. Denn ein Ziel zu verfolgen, dass in weiter Ferne ist bedeutet keinesfalls nur "Spaß" und "wachsen mit der Aufgabe".

[gelöscht wg. Küchenpsychologie... :rolleyes: ]

Deshalb: Feedback ja klar, aber nur das was ich hören kann, aktuell weiß und aus einer realistischen, sachbezogenen Zuhörerperspektive. Zuraten, abraten, in diese oder jede Richtung "schubsen"... nein. Kann ich nicht und möchte ich auch nicht verantworten.
Von daher wollte ich jetzt auch nicht zu sehr auf Dir rumhacken, @Perkeo ;) .-
Ja, kein Thema @opa_albin, alles gut :) Ich hätt auch etwas defensiver schreiben können, muss ich wohl nochmal in mich gehen...
 
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Musik zu machen kann auch der Anfang eines richtig üblen Leidenswegs sein.
Sollte nicht so sein, aber ja, so Geschichten habe ich auch schon gehört.
Es ist schon gut, wenn man außer Musik noch mehr Ideen hat, was man im Leben machen könnte. Leute, die unbedingt Musik beruflich machen wollen und sich gar nichts anderes vorstellen können, haben es da teilweise schwerer.

Andererseits - sowas sucht man sich ja nicht raus. -Wenn man so von Musik begeistert ist, dass man sich das am allermeisten wünscht, dann ist das halt so und dann wird es auch schwierig, mit irgendeinem Brot-Job zufrieden zu sein.
Das trifft ja aber alles nicht auf die Threadstarterin zu .. und ich bin wieder mal abgeschwiffen ;)
 
Das ist jetzt um Gottes willen nicht auf die Threadstarterin zu beziehen!
Ist in dem Thread, wo TE nach Rückmeldungen fragt, und ja von Dir schon ordentlich abgekanzelt wurde, sicherlich total einleuchtend und hilfreich. Ich würde mich noch weiter über üble Leidenswege erlabern, küchenpsychologische Einordnung kann nie schaden.
 

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