Erstes Effektgerät - Empfehlungen & was beachten?

von mobi4ever, 14.02.18.

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pedaltrain
  1. mobi4ever

    mobi4ever Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.02.18   #1
    Hallo,

    ich habe mir einen Orange Crush 35rt gekauft. Dieser unterstützt ja FX Loop! Ich habe selbst noch nie mit Effektgeräten gearbeitet und wollte mich mal hier in diesem tollem Forum schlau machen!

    Hier meine Fragen:

    1) Auf der Amp-Rückseite gibt es ja bei dem FX Loop zwei Anschlüsse: Send&Return. Wo kommt da was rein? Mein Gitarrenkabel kommt in ein Effektgerät und das Effektgerät dann in Send&Return oder wie läuft das?
    2) Habt ihr eine Empfehlung? Budget wäre so bis 200 Euro - bin zwar Beginner, was Effektgerät angeht, aber ich will ungern jetzt was qualitativ minderwertiges kaufen, was nach kurzer Zeit nicht mehr "reicht" bzw. wo man zu schnell an die Grenzen kommt. Dann lieber was, womit man rein wachsen kann! ;)
    3) Wann sollte man überhaupt den FX Loop nutzen? Habe öfters gelesen, dass man manche Effekteräte oder Pedale auch in den Gitarreninput hängt?

    Ich freue mich über euren Input!
     
  2. Captain Knaggs

    Captain Knaggs Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.02.18   #2
    Weswegen willst du denn ein Effektgerät? Brauchen tut man keines, außer man sucht einen bestimmten Sound.

    Grundsätzlich ist es so, dass Effekte Dein Signal verändern/beeinflussen und du überlegen musst wann sie das tun sollen.



    Hier mal eine gaaanz vereinfachte Erklärung:


    Dein Amp hat eine Vorstufe, die Deine Verzerrung erzeugt.

    Die Endstufe macht laut.

    Der FX Loop sitzt zwischen den beiden.


    Wenn Du also Effekte hast die NACH der Verzerrung das Signal beeinflussen sollen, dann kommen die in den Loop


    Wenn Du Effekte hast die erst das Signal beeinflussen sollen und DANN verzerrt werden sollen, dann müssen sie VOR den Amp, also zwischen Gitarre und AMP.


    Beispiel: Bei einem Hall VOR dem Amp. Wird ein Signal mit Hall verzerrt.
    Bei einem Hall IM FxLoop wird ein verzerrtes Signal mit Hall versehen.



    Die Erklärung ist ganz vereinfacht, aber sollte fürs erste Verständnis reichen:)

    Gruß,

    Thorsten
     
  3. mobi4ever

    mobi4ever Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.02.18   #3
    Danke für die Erklärung!
    Verstehe ich das richtig:

    a) Wenn ich Gitarre in ein Reverb stecke und das Reverb dann vorne an dem Amp im "Gitarren"-input stecke, wird mein Gitarrenspiel bzw jede Note, die ich anspiele, mit Reverb versehen. Wenn ich dann Gain super aufdrehe, wird der Gain an sich nicht so stark mit Reverb versehen.
    b) Wenn ich Reverb in den Effektloop schicke, wird alles mit Reverb versehen- auch Gain und sonstige Einstellungen?
     
  4. GI Peter Pan

    GI Peter Pan Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.02.18   #4
    a) Doch, sogar noch viel schlimmer, weil die Kompression der Zerre alle Aspekte des Reverbs weiter mit hoch zieht.
    b) Alles was in der Signalkette vor dem Reverb kommt

    Hab dir grad mal ein kleines Sample aufgenommen, an dem kann man die Unterschiede ganz gut ausmachen. Erster Durchlauf ist ohne Reverb, zweiter mit Reverb vor dem Preamp, dritter Reverb nach dem Preamp.

    https://drive.google.com/file/d/198kOOJltbIBkBCwJJgECJjcNC5hRJdyn/view?usp=sharing
     
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  5. 25or6to4

    25or6to4 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.02.18   #5
    mein kleines Brett für den O-CR35RT


    das Mooer Envelope Autowah (das Ding ist einfach toll, auch simpelst als Boost und/oder cocked Wah) ist vor dem Amp, die anderen Dinge hängen im Loop. Klingt alles vorzüglich und macht genau was ich will. Basic halt.

    262F9CFB-1735-4EA4-A1AD-063F7F4B399D.jpeg
     
  6. Captain Knaggs

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    Erstellt: 14.02.18   #6
    a) Wenn Du Gain am Amp aufdrehst, dann wird Dein Signal wie folgt laufen Gitarrensignal+Hall...Verzerrung je nach Gainstellung

    b) Im FX Loop Gitarrensignal+Gain.....dieses Signal bekommt den Halleffekt

    Bei a) wird ein "verhalltes" Signal verzerrt

    Bei b) ein verzerrtes Signal mit Hall versehen


    Das Ergebnis klingt unterschiedlich
     
  7. mobi4ever

    mobi4ever Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.02.18   #7
    Wow! Was für ein toller Service! Vielen Dank für dein Sample! Also sollten so Effekte wie Reverb, Delay, Flanger etc. in den Effect Loop und Pedals für mehr Zerre vor den Preamp, oder?
    --- Beiträge zusammengefasst, 14.02.18, Datum Originalbeitrag: 14.02.18 ---
    Was sind das genau für Pedals? Bin mir unsicher, ob ich für Delay, Flanger und Reverb eher einzelne Pedals oder ein Effektgerät kaufen sollte! Dachte, im Effektgerät hat man alles auf einmal und kann Programme so abspeichern mit den jeweils unterschiedlichen Einstellungen?
     
  8. GI Peter Pan

    GI Peter Pan Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.02.18   #8
    Könnte man so sagen, bzw. es wird meistens so gehandhabt. Mag natürlich Einsatzgebiete geben wo die Reihenfolge wechselt, ist halt situationsabhängig.

    Zuerst sollte man sich halt mal darüber im Klaren werden, was man überhaupt braucht. Ich selbst benutze seit Jahren ein Maxon OD808 und sonst absolut gar nichts. Bisschen Reverb kann halt immer ganz nett sein. Chorus und Delay können z.b. für Leads ganz nett sein. Phaser und Flanger sind halt super speziell, da gibts genug Leute, die sowas nie mals in ihrem Leben brauchen etc...
     
  9. Captain Knaggs

    Captain Knaggs Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.02.18   #9
    Für den Anfang wäre ein günstiger Multi nicht schlecht um mal die Auswirkung der ganzen Effekte zu sehen. Wenn Du dann weißt was Du willst kannst Du gezielt aufrüsten.

    Mein erster war so etwas in der Art, ist aber schon eine Weile her:)

    [​IMG]
     
  10. mobi4ever

    mobi4ever Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.02.18   #10
    Danke für die Tips! Ist denn die Qualität in Effektgeräten prinzipiell schlechter, oder wieso nutzen so viele mehrere Pedals? Ich bräuchte ja für Delay, Chorus, Reverb schon 3 Pedals - in einem Effektgerät sind die ja mit drin! Was ist dazu eure Meinung? Qualität von Pedals einfach besser? Oder einfach Pedals, weil die halt an den Effect Loop können aus den bereits hier erörterten Vorteilen?

    Kann ein Effektgerät nicht auch in den Effect Loop?
     
  11. Captain Knaggs

    Captain Knaggs Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.02.18   #11
    Das ist wieder die Glaubensfrage Digital vs Analog. Da gibt es zwei Fronten und man kann sich für eine entscheiden.

    Ich bin allein schon wegen der Flexibilität Multieefekt-Nutzer, aber das braucht nicht jeder.

    Der große Vorteil von Multieffekten ist: Du musst Dir keine Sorgen um Stromversorgung, Verkabelung etc machen. Allerdings bist Du auf die Sounds Deines Multis beschränkt.

    Bei Einzelpedalen kannst Du jeden Effekt einzeln ersetzen, aber du musst Dir Gedanken über die Verkabelung der einzelnen Pedale miteinander machen, bzw. über die Stromversorgung, Anordnung auf dem Pedalboard etc.; weiterhin kann es auch sein dass Du für bestimmte Sounds mehrere Pedale gleichzeitig an oder ausschalten musst, das wird dann ein Steptanz. Dann brauchst Du einen sogenannten Looper/Umschalter, der per Knopfdruck mehrere Pedale schalten kann.

    Die Kosten für vernünftige Peripherie bei Pedalen, also Netzteil, Pedalboard, Patchkabel, evtl Looper sind nicht zu unterschätzen.


    Wenn Du wenig Effekte brauchst so wie @GI Peter Pan, dann ist natürlich ein analoges Pedal absolut ausreichend.
     
  12. GI Peter Pan

    GI Peter Pan Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.02.18   #12
    Ein MultiFX kann generell auch in den Loop. Wenn das MultiFX einen eigenen Loop hat kann das auch mit der "4 Kabel Methode" gleichzeitig als Preamp und Post-Preamp Effektsektion genutzt werden.

    Einzelne Effekte werden benutzt, weil nun mal jedes Gerät unterschiedlich klingt und man sich bei Soundfragen meistens das aussucht, was einem am besten gefällt. Oder, solang keine MIDI-Fähigkeit vorliegt, benutzt mal halt die im Vergleich bessere Haptik eines Multis.
     
  13. stoffl.s

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    Erstellt: 14.02.18   #13
    Ich glaube du solltest dir erst mal klar werden, welche Effekte du überhaupt willst. Nur weil der Amp einen Effektloop hat, heißt das ja nicht, dass du den auch verwenden musst. Überleg dir also wo es soundmässig hingehen soll und mit welchen Effekten du das erreichen könntest.

    Im übrigen bezeichnet man üblicherweise jedes Pedal als Effektgerät, du meinst damit Multieffektgeräte. Die natürlich auch ihre Vor- und Nachteile haben.
     
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  14. mobi4ever

    mobi4ever Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.02.18   #14
    So ist es! Danke! ;)

    Also mit dem Reverb im Crush 35RT kann ich ganz gut arbeiten - Delay und Chorus wären schon mal schön! ;) Aber auch das abspeichern verschiedener Einstellungen finde ich bei Multis interessant! Während eines Liedes mal mehr Power für Solos beim Gain, oder bei einem Intro Delay usw.

    Was haltet ihr eigentlich vom Boss GT1? Wäre noch im preislichen Rahmen! Oder habt ihr andere gute Erfahrung bei Multis?
     
  15. Captain Knaggs

    Captain Knaggs Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.02.18   #15
    Das Boss GT1 finde ich ein super Gerät, vor allem für den Preis.
     
  16. mobi4ever

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    Erstellt: 14.02.18   #16
    Liest sich zumindest gut! Müsste ich mal testen fahren!

    Würdet ihr so ein Multieffektgerät in den Loop hängen oder vor den Preamp? Und wie sollte man dann idealerweise den Amp nutzen, damit die Effekte am besten zur Geltung kommen? Cleankanal mit Treble/Bass/Middle runtergefahren oder 12 Uhr? Stelle mir so vor, dass wenn ein Preset mit speziellen simulierten Amp und Effekten angelegt ist, es ja nicht weiter vom Preamp bearbeitet werden soll, oder? Dirty-Kanal fällt dann doch weg, stimmt's?
     
  17. GI Peter Pan

    GI Peter Pan Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.02.18   #17
    Würdet
    Da, das Ding Vorstufen mitsimuliert wäre theoretisch FX Return die logischste Anschlussmöglichkeit.

    Wenn du in den FX Return des Verstärkers gehst, hast du mit dem Preamp EQ + Drive nichts mehr am Hut. Dein Verstärker macht das Signal dann nur noch laut. Manchmal klingt es aber trotzdem besser in einen cleanen Preamp zu gehen anstatt in den FX Return. Wie du den EQ einstellst ist dann deine Sache, alles auf 12 Uhr ist aber eine gute Ausgangsbasis.

    Verallgemeinert gesagt stimmt das.
     
  18. mobi4ever

    mobi4ever Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.02.18   #18
    Wo du gerade von Return sprichst - die Frage zu Beginn haben wir noch nicht so richtig erörtet. Wo mache ich jetzt was rein? Wie würde ich z.B. das Boss GT1 im Loop anschließen und wo Gitarre?

    Wäre Gitarre normal über den Input und das GT1 nur in den Return oder wie?
     
  19. GI Peter Pan

    GI Peter Pan Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.02.18   #19
    Das GT1 kriegt kein Signal wenn du die Gitarre in den Amp Input steckst, und das GT1 nur in den Return.

    Also entweder:

    Gitarre->GT1->Amp FX Return, für puren GT1 Preamp.

    oder

    Gitarre->GT1->Amp Input, falls du die Preampsektion deines Verstärkers weiter nutzen möchtest

    oder

    Gitarre->Amp Input->GT1->Amp FX Return, falls du vor allem nur die Modulationseffekte des GT1 nutzen möchtest.

    Also eigentlich war die Frage schon geklärt ;).

    Edit: Sollte man vielleicht noch dazu sagen: kann sein, dass die letzte Variante nicht gut klingt, weil das GT1 kein direktes Gitarrensignal mehr kriegt. Die größeren MultiFX Gitarrenpreamps haben genau dafür ja nochmal einen eigen Loop, z.B. das Boss GT100.
     
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  20. Captain Knaggs

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    Erstellt: 14.02.18   #20
    Oder ein Boss MS 3, wenn Du auch 4 Kabel Methode nutzen möchtest, bzw. die Kanäe Deines Amps schalten willst XD

    [​IMG]

    Kostet aber wesentlich mehr. Kann allerdings auch zusätzlich noch externe Pedale einschleifen.


    Für Deinen Bedarf und deine Erfahrungen mit Pedalen dürftest Du aber auch schon viel Freude am GT1 haben
     
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