Exorbitante Preiserhöhung bei Epiphone Masterbilt-Gitarren

von TurTur, 19.10.17.

  1. TurTur

    TurTur Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.10.17   #1
    :hat:
    Mal kurz eine unangefragte Zwangsberatung für Interessierte.
    Seit ein paar Tagen kreise ich ja um den Thomann Bestellbutton, wie die Hyäne um's Abendessen. Opfer soll sein, eine Epiphone Century Deluxe Classic VS.

    https://www.thomann.de/de/epiphone_de_luxe_classic_vs.htm

    Gestern habe ich dann, schon auch beeindruckt von meiner Ehrlichkeit, "Ja Schatz, ich weiß, ich hab' schon so viele Gitarren, aber das ist jetzt
    bestimmt die Letzte.", bestellen wollen.
    Wenn Ihr den Link anklickt seht Ihr das Dilemma. Die Gitarre, die gerade noch mit 698,- Euro bepreist war, soll nun, zwar bis zum Jahresende mit 250,- Rabatt,
    für 999,- Euro den Besitzer wechseln.
    Mal kurz geschaut, andere Anbieter, Session, Music Store..., sind auch bei 999,- (ohne Rabatt, wenn ich das richtig gesehen habe).
    OK, 301,- Euro Aufschlag, das wirft Fragen auf. Der angenehme, schnelle und freundliche Kontakt zu einem Thomann-Mitarbeiter klärt auf.
    Epiphone hält das jetzt für angemessen und zwingt Thomann damit, die Preise entsprechend anzupassen. Und ich glaube ihm das auch.
    Die Lage ist etwas diffus. Andere Modelle der Masterbilt Serie, Century Zenith, Century Olympic sind auch z.T. im Preis gestiegen bzw. z.T.
    noch zum alten Kurs erhältlich.
    Ich habe dann den Button gedrückt und habe die Gitarre, vermutlich weil ich so'n netten Kerl bin:whistle:, sagt man, für den alten Kurs kaufen können.:engel:Ich freu' mich so.:love:

    Der Interessentenkreis für diese Art Gitarre wird überschaubar sein, aber schaut mal auf die Spec's und hört euch zahlreiche Klang- und Tonbeispiele an, denn
    das sind schon besondere (andere) Gitarren.
    Ich habe mir dann auch gleich noch ein Attila Zoller floating Minihumbucker, Potis, Potiknöpfe dazu bestellt und weiß jetzt schon:" :hail:"

    Hier hatte ich das auch schon zum Thema. Wen's interessiert:

    https://www.musiker-board.de/threads/epiphone-century-deluxe-goes-jazz.668331/
     
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  2. Paruwi

    Paruwi Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.10.17   #2
    Tja, auch die Epiphans müssen für King Henrys 'Fehlentscheidungen' kräftig bluten

    auch bei den 'normalen' E-Gitarren geht es mittlerweile bis 999€
    teilweise mal locker 20-25% draufgeschlagen.
    es gibt nur noch wenige wirklich 'günstige' Epis

    Trotzdem Glückwunsch zur 'Neuen' :great:
     
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  3. shadok

    shadok Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.10.17   #3
    Preiserhöhung bei Epi erstreckt sich auch auf andere Modelle. Teils recht saftig. Epi G400 Pro z.B. von 289-319€ auf jetzt max. 399€.:mad:
     
  4. JanLieb

    JanLieb Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.10.17   #4
    Ja, das ist mir auch aufgefallen. Ich will mir schon seit ein paar Wochen einen einfachen (preiswerten) Bass (just-for-fun) zulegen und dachte an den Epiphone Toby IV. Den hatte ich mal vor ein paar Monaten im Musicstore angespielt und für ausreichend befunden. Der Toby lag vom Preis bis vor zwei Wochen so um die 189€, jetzt sind es 219€. Zwar in absoluten Zahlen nicht die Welt, aber immerhin + 16%.

    Habe interessehalber mal bei den Akustikgitarren nachgesehen, meine geliebte Epi EJ200SCE NT (2013 für ~300€ erworben) kostet aktuell 429,- €. Der Preisunterschied ist schon heftig (selbst Inflationsbereinigt).
     
  5. BullyPete

    BullyPete Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.10.17   #5
    Ja, auch die Epiphone LPs sind teurer geworden. Für eine Standard, die bisher lange unter 400 EUR lag, werden zwischen 429 und 449 Euro aufgerufen, für Plus Tops sind es 599 EUR. Gleichzeitig fächert Epi die Produktpalette weiter auf. Da stellt sich die Frage, ob das auf Dauer am Markt durchzusetzen ist. Überhaupt scheinen auch verschiedene in Korea oder Indonesien gefertigte Gitarren in Bereiche zu rutschen, wo es dann schon Sinn macht, über US-Originale nachzudenken. Chapman und Zelinsky Private Label gehen meiner Meinung nach nur leicht getrennte Wege in den wirtschaftlichen Abgrund mit ihrer Preispolitik. Hier war wenigstens die Philosophie: Gute Hardware, gefertigt in Asien und Qualitätskontrolle in den USA oder dem UK. Zumindest bei Chapman scheint man da einiges an QC und Hardware einzuschränken, der von mir sehr geschätzte Dean Zelinsky brachte die QC in den USA, aber nicht in Europa, weshalb zumindest in Europa das Konzept floppte. Epi kann aber weder mit überragender Qualitätskontrolle, noch mit Top-Hardware punkten. In den USA gab es wenigstens eine US-Qualitätskontrolle für Epis, um grobe Gurken auszufiltern, in Europa wird das meines Wissens nicht gemacht und ist Sache der Händler. Meine in Korea - vor Dean Zelinskys Ausstieg bei DBZ - gefertigte DBZ Bolero von 2012 ist für mich nach wie vor eine der perfektesten Gitarren out of the box, perfekt verarbeitet und eingestellt. Nur war die 2012 für 350 US$ einschließlich Koffer zu haben mit deutlich besserer Hardware im Vergleich zu Epiphone.
     
  6. Bassyst

    Bassyst Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.10.17   #6
    Eigentlich find ich ja erstaunlich, wie verhältnismäßig günstig gute E-Gitarren im letzten Jahrzehnt geworden sind. Dass dann aber mal der Preis um 30% nach oben korrigiert wird, scheint weder Inflation noch Ressourcenknappheit zu sein.

    Wahrscheinlich wurden in der Vergangenheit Gitarren einfach stark reduziert, um Wettbewerber vom Markt zu räumen (was ja auch ganz gut geklappt hat). Ich glaube, dass wir uns so langsam einem Punkt nähern, wo nur noch wenige große Konzerne agieren ... und die werden jetzt alle gemeinsam die Preise nach oben drehen und in Ermangelung günstiger Konkurrenz müssen wir dann die Preise bezahlen. Auf anderen "Märkten", wie z. B. der Flugbranche, gibt es auch ähnliche Entwicklungen. Die sogenannte Marktkonsolidierung.

    Grüße
     
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  7. 25or6to4

    25or6to4 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.10.17   #7
    etwas strange daran finde ich, dass die bereits durch die Händler eingekauften und bezahlten Gitarren dann im Nachhinein in den Onlineshops teurer gemacht werden, das ist doch bereits bezahlte Lagerware. Das sieht so aus, als würden Hersteller quasi monopolmäßig neue Zahlen bis auf die Strasse durchdrücken können, auch für bereits gelieferte Ware.
     
  8. Eyebala

    Eyebala Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.10.17   #8
    Das war auch bei der Squier Classic Vibe Serie zu beobachten und das schon letztes Jahr im Herbst. Ich hab meine CV 50´s Telecaster (siehe Profilbild) noch für 429€ gekriegt und hatte Glück das mein Musikgeschäft da so kulant war und mir den Pries noch gemacht hatte. Denn genau zu dem Zeitpunkt, ähnlich wie bei dir jetzt, wurde der Preis erhöht und jetzt ist sie 479€. Auch immerhin 50€ mehr.
     
  9. clone

    clone Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.10.17   #9
    Wenn ich das richtig sehe, kostet die Version in Natural Finish weiterhin 699€. Und die Sunburst ist durch den 250 € Rabatt dann am Ende 50€ teurer. Finde ich jetzt nicht so schlimm.

    Ansonsten geht es nun langsam auf Weihnachten zu, da werden Produkte selten günstiger... .
     
  10. shadok

    shadok Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.10.17   #10
    Na ja, gut & günstig. Auch wenn die Dinger gut eingestellt sind und die bunte Lackierung prima aussieht, die Qualität macht sich oft erst im jahrelangen Betrieb bemerkbar. Bei allen Epi's die ich hatte war nach kurzer Zeit der Toggle defekt. Für mich jetzt nicht das Riesenproblem, für andere vielleicht schon. Vom StopTailpiece blätterte der Chrom ab, auch nich so dolle...
    Sooo schön und gut ist's dann auch nicht...
     
  11. TurTur

    TurTur Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.10.17   #11
    Ist das jetzt Satire?

    Wenn nicht, dann möchte ich noch mal hierhin verweisen

    Und der Hinweis auf "nur 50,- Euro teurer", ist jetzt auch nicht so weit über den Tellerrand geschaut.


    Warten wir mal noch ein paar Tage ab und wenn der Staub verflogen ist, sehen wir mehr.
     
  12. clone

    clone Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.10.17   #12
    Nö überhaupt nicht. Du schreibst ja selbst, dass die Lage diffus ist und einige Modelle eben auch (noch) den alten Preis haben. Und den Tellerrandspruch kannst du eventuell auch vermeiden. Es ist gar nicht so unüblich, dass die Preise eines Models in verschiedenen Farben teils erstaunlich unterschiedllich sind und das teils auch noch wieder wechselt.
     
  13. Paruwi

    Paruwi Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.10.17   #13
    Die Epi-Jünger werden mal vorsichtig and die 1000€ Grenze herangeführt,
    anfangs mit Sofortrabatten relativiert, dann bleiben die Rabatte weg.....
    eine 'normale' Epi Paula (PlusTopPro) für 600€ (ohne Koffer) ist schlichtweg eine Frechheit,
    wenn man die Epi Tribute Plus als Vergleich heranzieht

    Ich kann mir nicht vorstellen, dass diese Rechnung für King Henry und Epiphone aufgeht....

    es gibt genügend Alternativen
     
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  14. shadok

    shadok Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.10.17   #14
    Gerade dann wenn man für 599€ schon sowas bekommt. Odeeer für 579€ sowas....;)
     
  15. Paruwi

    Paruwi Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.10.17   #15
    Die gibt es (meines Wissens nach) auch in NL für Europa und eine 3.Stelle in Japan.
    --- Beiträge zusammengefasst, 19.10.17 ---
    ob die besser verarbeitet ist bezweifle ich....

    und die 'Gelbe' ist ein Schlußverkaufs/Ladenräumungs-Preis, die kostet regulär um 830€
     
  16. clone

    clone Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.10.17   #16
    Die Verarbeitung ist ja nun nicht das einzige Kriterium für eine Gitarre. Aber ich stimme dir schon zu bezüglich der neuen Preisgestaltung der Epis. Ich habe da auch Zweifel, dass das einfach so geht... .
     
  17. mynodeus

    mynodeus Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.10.17   #17
    Hallo zusammen,

    da ich drei günstige rein akustische Archtops besitze (eine Epiphone Masterbilt Zenith, eine Godin 5th Avenue, eine The Loar LH-700 VS), kann ich auch die gebotene Leistung aus 1. Hand vergleichen.

    Die The Loar LH-700 VS steht in fast jeder Hinsicht deutlich über den beiden anderen (ist aber auch keine perfekte Gitarre, das kann man bei einer Archtop für den Preis nicht verlangen).

    Die Masterbilt Zenith hat unterirdische Mechaniken, mit denen man kaum leben kann. Die Optik ist klinisch und es fehlt die Anmutung von Handwerkskunst, die die The Loar mit ihrer handpolierten Nitro-Lackierung zu einem leicht höheren Preis bereits hat. Klanglich finde ich die Zenith trotzdem reizvoll und bin froh, sie zu haben, aber 800 EUR (die sie nun kosten soll), wäre sie mir nicht wert.

    Den ursprünglichen Preis von knapp unter 600 EUR für die Masterbilt Zenith fand ich angemessen und kann angesichts der gebotenen Qualität einen deutlich höheren Preis nicht nachvollziehen.

    Aber das muss natürlich jeder selbst entscheiden.

    Sowohl die The Loar als auch die Zenith hatten leider einen zu geringen Halswinkel/zu geringe Höhe der Brücke für eine nachträgliche Bigsby-Montage. Deshalb habe ich mir auch noch eine 5th Avenue gekauft, die eine ausreichende Brückenhöhe aufweist, klanglich aber nicht so komplex ist.

    Gruß myno
     
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  18. badguitarplayer

    badguitarplayer Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.10.17   #18
    Hammer, die Brent Hinds V kostet jetzt 899,-... vorher war sie bei 648,- oder 689,-...
     
  19. Paruwi

    Paruwi Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.10.17   #19
    das sind satte 30% :bang::bang::bang:
     
  20. saitentsauber

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    Erstellt: 19.10.17   #20
    Nehmwer mal an, ein Händler hat 10 Stück einer Ware zu 500€ eingekauft und bietet sie für 700€ an. Weil sie gut geht, bestellt er 10 Stück nach, die kosten ihn jetzt aber 700; er will sie also für 1000 verkaufen.

    Nun will er nett sein, bietet weiter zum alten Preis von 700 an - und bekommt, weil die Ware anderswo zu 1000 verkauft wird, auf einen Schlag 20 Bestellungen ... :evil:
     
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