F-Saite verstimmt sich nach jedem Bending

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fender_cheggas
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Hallo,

ich habe eine LTD EC 1000 Gitarre und spiele diese mit 11-er Saiten auf einer Drop C Stimmung, die Saiten sind hier: C, G, C, F, A, D.

Ich habe folgendes Problem: Sobald die F-Saite gezogen/gebendet wird, verstimmt sich diese um 1/4 bis 1/2 Tonschritt meistens nach unten. Dies hört man sofort und daher stört es.

Ich habe die Gitarre nun bereits zu 2 verschiedenen Musikläden vor Ort gebracht und das Problem geschildert. Es wurde der Hals, die Bridge und der Sattel angeschaut, alles eingestellt. Beim Sattel wurde z.B. geschaut, dass die Saite dort nicht hängen/klemmen bleibt. Laut beiden Musikläden kann die Ursache für das Problem nicht gefunden werden, alles schaut in Ordnung aus. Das Problem besteht weiterhin.
Einer der Musikladenbesitzer meinte zu mir, dass die Bundstäbe etwas ungleichmäßig abgespielt sind und es evtl. helfen könnte, diese zu erneuern (ohne Garantie). Ebenfalls war die Aussage, dass die Ursache für das Problem durch einen Gitarrenbauer behoben/gefunden werden kann (kostet dann unbekannte X Euro).

Ich wollte auf diesem Wege nach eurem Wissen/Erfahrung fragen:
  • Habt ihr irgendwelche Ideen woran das liegen kann?
  • Lohnt sich eine Erneuerung der Bundstäbe und kann dies das Problem lösen?
  • Wie hoch ist die Chance dass ein Gitarrenbauer das Problem beheben kann? Wenn es bereits 2 Gitarrenkenner aus einem Musikläden nicht einmal identifizieren können?
Ich bin über Tips und Ratschläge sehr dankbar, da ein weiteres Spielen mit der Gitarre schwierig ist.

Vielen Dank :)
 
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peter55
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HFU
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Auch wenn der Sattel und seine Kerben "angeschaut" wurden, würde ich mal etwas Graphit in die betreffende Sattelkerbe machen (weicher Bleistift).

Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Bünde daran Schuld sein sollten ;) aber ich bin auch kein Gitarrenfachverkäufer, sondern nur ein Gitarrist mit über 45 Jahren Spielerfahrung :D
 
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fender_cheggas
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würde ich mal etwas Graphit in die betreffende Sattelkerbe machen (weicher Bleistift).

Danke für deine Antwort. Kannst du mir kurz als Laie erklären, was das genau bringt bzw. wie das der Saite verhilft, sich nicht zu verstimmen?
 
benny barony
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Habt ihr irgendwelche Ideen woran das liegen kann?

Ja, am Sattel. Auch wenn dies schon in Betracht gezogen wurde ist es das Naheiegendste und die Problembeschreibung ist ein Musterfall. Grad mit den, wenn auch nur leicht, dickeren Saiten.

Lohnt sich eine Erneuerung der Bundstäbe und kann dies das Problem lösen?

Ich bin kein Techniker, aber eine Erklärung wie dieses Problem durch (ungleichmäßig abgenutzte) Bundstäbchen zu Stande kommen soll würde mich interessieren.

Ein komplett neu angefertigter Sattel sollte im mittleren zweistelligen Euro-Bereich liegen.
 
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OldRocker
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Hallo,

puh ja, es ist für einen "Fachmann" auch schwer zu erkennen wenn ne Saite einfach im Sattel klemmt und um sowas zu beheben muss man mindestens dazu noch Gitarrenbauer (Meister!) sein, Fortbildung kann auch nicht schaden. Und man braucht mindestens die Korrespondenz mit weiteren "Fachmännern". Das alles kann immens teuer werden denn soviel Fachkompetenz und die dafür notwendige Zeit wollen ihre Stundensätze haben....und wenn nicht die Bünde dran schuld sind, dann könnte es natürlich auch noch an den Pickups liegen.

Auweia, böse Welt....nur n Tipp:
Streich die "Fachleute" sofort von der Liste, sowas ist nix ungewöhliches, lass dich nicht verarschen!

Ein Fachmann ohne ""bekommt sowas entweder schnell weg, oder kann schnell beurteilen (worst case!) ob dafür doch evtl. n neuer Sattel gebraucht wird.

Mit den Bünden hat das nix zu tun!

Gruss,
Bernie
 
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Fryst4r
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Ich hatte genau das selbe Problem.
Um das mal auf zu dröseln:
Bei nem Bending verlängert sich die Saite und wird im Sattel bewegt. Wenn sie dann nicht ganz zurück in die alte Position kann verstimmt sie sich nach unten da länger als vorher.
Bei deiner Axt kommt noch erschwerend hinzu, dass die dritte und vierte Saite direkt nach dem Sattel relativ scharf nach links bzw. rechts zur Mechanik abknicken was ein klemmen begünstigt.
Erster Lösungsansatz währe wie schon geschrieben etwas Graphit in die Kerben zu machen.
Wenn das nicht hilft kannst du eine alte Saite in entsprechender Stärke in eine Laubsäge einspannen und den Sattel VORSICHTIG damit schleifen.
Hilft beides nicht bleibt nur der Gang zu jemandem der sich auskennt um den Sattel neu zu feilen oder gleich aus zu tauschen
 
Deltablues
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Eigentlich kann das Problem nur beim Sattel liegen. Ein Indiz dafür könnte sein, dass es beim Nachstimmen „Ping“ macht wenn sich die Saite aus der Verklemmung löst.
 
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DH-42
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Eigentlich ist das ein typischer Problem der Gibson-Style Kopfplatte - hatte meine Les Paul auch. Durch den starken Knick bleibt dit Saite leicht im Sattel hängen. Deine dicken Saiten könnten das Problem noch verstärken. Ein guter Gitarrenbauer sollte den Sattel kurz nachfeilen können. Bei mir hat es das Problem innerhalb von 5 Minuten behoben. Es wundert mich wirklich, was dir da im Musikladen erzählt wurde.
 
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Captain Knaggs
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Danke für deine Antwort. Kannst du mir kurz als Laie erklären, was das genau bringt bzw. wie das der Saite verhilft, sich nicht zu verstimmen?

Es schmiert die Kerbe. Die verstimmte G Saite (bei Dir F) ist ein generell bekanntes Problem bei "Les Paul-artigen" Gitarren. Es kann auch sein dass Deine Sattelkerben, speziell die "F" Kerbe nicht vernünftig für Deine Saitenstärke gefeilt ist. Bei den Tipps die Du bekommen hast, würde ich auch eher mal in einen anderen Laden/zu einem Gitarrenbauer gehen und mich nicht auf deren Urteil verlassen, dass der Sattel in Ordnung sei.

Eine vernünftige Vordehnung der Saiten setze ich jetzt mal voraus, gerade bei Paulas ist das wichtig.
 
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Gosh
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Eigentlich ist das ein typischer Problem der Gibson-Style Kopfplatte - hatte meine Les Paul auch. Durch den starken Knick bleibt dit Saite leicht im Sattel hängen. Deine dicken Saiten könnten das Problem noch verstärken. Ein guter Gitarrenbauer sollte den Sattel kurz nachfeilen können. Bei mir hat es das Problem innerhalb von 5 Minuten behoben. Es wundert mich wirklich, was dir da im Musikladen erzählt wurde.

Hatte mit meiner Gibson auch ständig Probleme mit der G-Saite. Hatte erst den Sattel durch einen "Graph Tech"-Sattel ausgetauscht. Das brachte bereits eine Besserung, aber nach einige Bends hatte die sich aber wieder verstimmt. Auch nach ein paar Anpassungen am "Graph Tech"-Sattel konnte ich das Problem nicht ganz lösen.

Habe mich dann für einen "String Butler" entschieden und seit dem habe ich keine Probleme mehr :)
Wahrscheinliich hätte ein Fachmann auch den Sattel korrekt feilen können, für mich funktioniert nun aber auch der String Butler.
 
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Gast231344
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wie schon geschrieben, das ist bei normaler Stimmung und Gitarren mit gewinkelter Kopfplatte - gerade bei Gibson Style ein gängiges Problem.
Dadurch dass die Saite zum einen einen Knick nach unten weg und zusätzlich noch in die Richtung der Mechanik zur Seite macht, gräbt sich das an die Hintere Kante des Sattels ein und hängt dort etwas fest.
Beim Stimmen hört man dann gern mal dass man am Tuner dreht und der Ton sich erstmal nicht verändert - erst wenn die Spannung groß genug ist macht es ein leises Klinggg.. und die Saite springt quasi im Ton.

wie Gosh schreibt, diese String Butler würden da helfen

Was ich seit einiger Zeit mache - ich schmiere regelmässig eine selbst angerührte Paste in die Sattelkerben.
habe dazu einen weichen Bleistift auf einer feinen Feile abgerieben und den Grafitstaub mit Vaseline verrührt.
Immer wenn ich merke, dass beim Stimmen diese eine Saite wieder etwas anfängt zu zicken oder natürlich bei jedem Saitenwechsel..
schmiere ich ein bissl davon in die Sattelkerben (mit nem Zahnstocher lässt sich das ganz gut auftragen)

Nachteil wenn man nur mit nem Bleistift Grafit in die Kerben bringt - das hält nicht so lange vor - da ist ein Trägermaterial ganz brauchbar.

Es gibt auch diese "NUT Souce" oder wie das Zeug heißt, soweit ich weiß ist das auf Teflon Basis (bin mir da aber nicht 100% sicher) - das Zeug ist aber recht teuer im Vergleich zum Bleistift und Vaseline :D

Nachteil beim Bleistift - die Schwarze Paste könnte bei nem weißen Sattel stören - daher trage ich immer nur wenig direkt in die Kerbe auf und wische alles sauber nachdem die Saiten eingehängt sind.
 
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fender_cheggas
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Danke für die vielen hilfreichen Antworten :) Und ich dachte schon, das wird niemand herausfinden, aber so täusche ich mich :)

Bleistift hat kurz geholfen, war dann aber am nächsten Tag wieder vorbei der Effekt. Wie sieht das Schleifen des Sattels denn genau aus? Gibts dazu Anleitungen? Kann man da viel kaputt machen? Muss man damit unbedingt zu einem Gitarrenbauer oder sollte ich einfach ein anderes Gitarrengeschäft mal ausprobieren?
 
Marschjus
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Wie sieht das Schleifen des Sattels denn genau aus? Gibts dazu Anleitungen?
Findet man mit Sicherheit was dazu.
Kann man da viel kaputt machen?
Nunja...man kann es halt so verschlimmbessern das der Sattel komplett getauscht werden muss.
Muss man damit unbedingt zu einem Gitarrenbauer oder sollte ich einfach ein anderes Gitarrengeschäft mal ausprobieren?
Müssen tut man eigentlich garnichts, ich würde aber mal nach einem Gitarrenbauer ausschau halten, evtl. bekommst du übers MB ja einen Tipp wer bei dir in der Nähe ansässig ist.

Ich würde in den Läden in denen du bereits warst zumindest keine Reparatur oder Einstellarbeiten mehr in Auftrag geben.

Gruß Marcus
 
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murle1
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Danke für deine Antwort. Kannst du mir kurz als Laie erklären, was das genau bringt bzw. wie das der Saite verhilft, sich nicht zu verstimmen?

Diese Frage solltest Du nicht stellen müssen....Die Antwort bietet sich doch an: Wenn Du die Saite bendest, ziehst Du sie ja ein wenig in Richtung Brücke. Ist zu viel Reibung auf dem Sattel, geht die Saite nicht wieder in die "Ausgangsstellung" zurück, und bleibt nach unten verstimmt. Ich kenne jetzt den Gitarrentyp nicht. Aber besonders bei Gitarren mit abgewinkelter Kopfplatte wie bei einer LP, tritt dieses Problem besonders auf bei den mittleren Saiten, die ja zusätzlich auch noch seitlich weg zur Mechanik geführt werden. Ich vermute dort Dein Problem, denn die Bünde haben damit absolut NICHTS zu tun. Dort wo Du diese Antwort bekommen hast, sollte Dein Fuß die Schwelle nicht mehr überschreiten... Und ich möchte Niemandem zu nahe treten: Nicht jeder der in einem Musikgeschäft arbeitet, hat wirklich Ahnung! Leider!!

Sorry!! Ich habe geantwortet ohne die folgenden Posts zu lesen.. Nimm also meinen Beitrag als weitere Bestätigung.
 
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Gogeta2oo2
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Danke für die vielen hilfreichen Antworten :) Und ich dachte schon, das wird niemand herausfinden, aber so täusche ich mich :)

Bleistift hat kurz geholfen, war dann aber am nächsten Tag wieder vorbei der Effekt. Wie sieht das Schleifen des Sattels denn genau aus? Gibts dazu Anleitungen? Kann man da viel kaputt machen? Muss man damit unbedingt zu einem Gitarrenbauer oder sollte ich einfach ein anderes Gitarrengeschäft mal ausprobieren?

Ich würde mich einfach schlau machen über gute Gitarrenbauer/Techniker. In der Regel kannst du dir dort deinen Sattel anpassen lassen bzw einen neuen machen lassen. Kostet wirklich nicht viel, bringt aber sehr viel. Vmtl ist der Sattel deiner Gitarre für Standard-Saiten gekerbt und jetzt verwendest du deutlich stärkere Saiten wegen der tieferen Stimmung.
Selber machen gibts es zig Anleitungen im Netz und auf Youtube, jedoch kann man da schnell was kaputt machen.
 

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