F-Spaced Set und Gibson Les Paul

Pie-314

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Hey Leute, wieder mal eine Frage zu einem typischen Pie-Experiment. 😄

Ich möchte gerne mit DiMarzio Air Norton / Tone Zone in meiner Les Paul experimentieren.
Dort sind aktuell Gibson 490R / 498T drin.
Ich möchte gerne testen, welche PU Kombination besser zu meiner Soundvorstellung (80er Hair Metal) passt, die DiMarzio oder die Gibson.

Ich habe nun ein Set in Reichweite, aber das ist aus einer Ibanez Prestige RG5320C-PW, und damit doch eher F-Spaced.

Meine Fragen:
  1. Habe ich eine realistische Chance, dass F-Spacesd überhaupt in die PU Aussparungen meiner Les Paul passen (Schaubenlöcher etc.)?
  2. Hier im Board hat mal einer behauptet, dass es nahezu keinen Unterschied macht, wenn man F-Spaced PUs bei einer Gitarre mit Standard Spacing einsetzt, die Abstände seien so gering, dass sie nicht ins Gewicht fallen. Die Quelle zu der Aussage finde ich auf die Schnelle nicht. Gibt's da bei Euch Erfahrungen dazu?

Ich weiß, dass es die DiMarzio auch in Standard Spaced gibt.
Aber da bräuchte ich dann erst mal wieder passende Cover dazu, und das mir angebotene Set wäre diesbezüglich bereits komplett, was damit deutlich günstiger käme.

Vielen lieben Dank im Voraus für Eure Meinungen und Erfahrungen dazu! :giggle:
 

Hi @Pie-314

Die Schraubenlöcher sind ziemlich sicher an derselben Stelle (gleicher Abstand) und über String-Spacing würde ich mir keine Gedanken machen: es ist komplett egal (m.M.n.). Es ist eine Optische Sache: Saiten verlaufen ggf. nicht direkt über den Pole Pieces, aber da muss man schon genau hinschauen um es zu sehen. Habe mit früher auch Gedanken drüber gemacht, mittlerweile sehe ich es entspannt.

Gruß
P.
Beitrag automatisch zusammengefügt:

Ich kann später schauen, ob ich Zuhause beide Varianten finde und ein Foto machen kann.
 
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Man könnte sagen "if it´s good enough for the king, it sure is good enough for you" (und der King hat es schließlich erfunden und die längste Zeit seines Lebens wirkliche Goldohren gehabt).
Hier im Board hat mal einer behauptet, dass es nahezu keinen Unterschied macht, wenn man F-Spaced PUs bei einer Gitarre mit Standard Spacing einsetzt, die Abstände seien so gering, dass sie nicht ins Gewicht fallen. Die Quelle zu der Aussage finde ich auf die Schnelle nicht. Gibt's da bei Euch Erfahrungen dazu?
Ich kann hier immer wieder nur mantraartig wiederholen "die Erfindung des F-Spaced Aftermarket-Pickups ist die größte Marketingidee in der Geschichte modernen E-Gitarrenbaus. Period". Ich habe in vielen Selbstversuchen über Jahre immer wieder die gleichen Pickups in unterschiedlichen Sizings in den gleichen Gitarren ausprobiert. Letzten Endes habe ich die F-spaced Varianten immer wieder verkauft und nur die G-sized Varianten behalten. Es ist ein doller Marketinggag und sowohl Seymour als auch Larry kamen seinerzeit sicherlich lange nicht vor Lachen in den Schlaf.

Will heißen, wenn Du es jetzt mit F-sized ausprobierst, wird der Sound nicht wahrnehmbar anders, wenn Du es hinterher mit G-sized ersetzt - und vice versa. Ob es passt, sagt Dir am schnellsten ein Lineal.






P.S.: Wenn man "hat mal einer behauptet" durch "hat jemand mal darüber geschrieben" ersetzt, kommt das ein wenig freundlicher daher. So von wegen Netiquette :hat:.
 
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Öhm, beim 498T ist der Polabstand mit wohl ca. 52mm sogar etwas größer als bei f-spaced DiMarzios mit 51mm.:biggrinB:
 
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Was dann bedeuten würde? :-)
 
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Meine Fragen:
  1. Habe ich eine realistische Chance, dass F-Spacesd überhaupt in die PU Aussparungen meiner Les Paul passen (Schaubenlöcher etc.)?
  2. Hier im Board hat mal einer behauptet, dass es nahezu keinen Unterschied macht, wenn man F-Spaced PUs bei einer Gitarre mit Standard Spacing einsetzt, die Abstände seien so gering, dass sie nicht ins Gewicht fallen. Die Quelle zu der Aussage finde ich auf die Schnelle nicht. Gibt's da bei Euch Erfahrungen dazu?
Das ist was für einen Experten wie @bagotrix
 
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Meine gesammelte Schwarmintelligenz sagt:
Ob beispielsweise bei einem PU mit 50er Pole-Spacing die Saiten genau mittig über einem Polepiece mit 5mm Durchmesser schwingen, oder bei einem 53er Saitenspacing beim gleichen PU 1,5mm außerhalb der Mitte vom Polepiece, wirst du möglicherweise auf einem Oszi darstellen können, aber wohl kaum hören.

Von daher schließe ich mich @Rostl an:
du machst dir unnötig Gedanken
Beitrag automatisch zusammengefügt:

Habe ich eine realistische Chance, dass F-Spacesd überhaupt in die PU Aussparungen meiner Les Paul passen (Schaubenlöcher etc.)?
Die KI sagt, und das entspricht auch meiner Erfahrung:
Ja, F-Spaced Humbucker (und Trembucker) haben andere Maße als Standard-Humbucker, jedoch bezieht sich dies fast ausschließlich auf den Abstand der Polschrauben (Pole Pieces), nicht auf die Außenmaße des Gehäuses.
 
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  • #10
Ja, F-Spaced Humbucker (und Trembucker) haben andere Maße als Standard-Humbucker, jedoch bezieht sich dies fast ausschließlich auf den Abstand der Polschrauben (Pole Pieces), nicht auf die Außenmaße des Gehäuses.
Nachdem ich schon angefragt wurde: Stimmt leider nicht so ganz, sondern ist von Marke zu Marke verschieden:

- Bei Dimarzio gibt's mit der Fräsung keine Probleme. Die Spulenkörper sind eine Winzigkeit breiter, aber die Grundplatte hat Normalmaß.

- Seymour Duncan ist in dem Punkt das Problemkind. Im Bestreben, sich Fender*-Maßen mit dem Humbucker anzunähern, wurden Spulen und Grundplatte bei der Trembucker-Ausführung deutlich verbreitert. Die Standardfräsungen sind oft zu klein, und die Dinger passen nicht in normale HB-Rahmen. Zumindest früher wurde daher ein (allerdings aus unerfindlichen Gründer mattschwarzer) Rahmen mit größerem Ausschnitt beigelegt. Bei HSS-Strats mit Pickguard ist die HB-Fräsung meistens großzügiger, aber der Ausschnitt im Pickguard halt immer noch zu klein. Da muss meist nachgearbeitet werden, dazu sind die Abstände der vorhandenen Befestigungslöcher oft grenzwertig.

- Gibsons "Modern HB" mit "t" am Ende haben Normalmaß, trotz breitem 52 mm-Spacing. Und klingen mMn durchaus sehr gut in Strats.

- Tonerider machen es genauso, sind also problemlos für fast alle Fräsungen und Pickguards.

- Rockinger machen das Spacing bei BridgeHB grundsätzlich etwas breiter als beim Ur-PAF, nicht aber die Außenmaße. Kein F-Spaced also, aber ein Kompromiss, der eigentlich überall ganz gut passt.

Daneben gibt's sicher noch ein paar Varianten, aber generell geht mWn eigentlich nur Duncan so weit, dass es größere Nacharbeiten erfordern kann.

Gruß, bagotrix
 
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  • #11
Statt auf KI und SI (Schwarmintelligenz) sollte man sich eher auf BI (bagotrix Intelligenz) verlassen:unsure:;)
 
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  • #12
Die Bilder geben es nicht her, wegen der Perspektive, aber ich hänge die Fotos trotzdem an. Ich habe nicht nachgemessen ob die Brücken gleich breit sind, gehe aber erstmal davon aus (kann ich bei Bedarf nachmessen, wenn ihr wollt). Die gelben Humbucker sind beide F-spaced, die schwarzen sind normal. Alles DiMarzio. Bei den F-spaced passen die Pole Pieces genau unter die Saiten, bei den normalen fehlt ca. 1mm . Sieht man nur wenn man genau hinschaut. Tone, Sustain etc. sind in keinster Weise betroffen: alles tip-top in beiden Fällen.

1000003821.webp


1000003823.webp


(Sorry für den Staub auf der blauen :D )
 
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  • #13
Vielen lieben Dank an alle für Eure Beteiligung und das Teilen Eures Wissens!

:keks:

Ich habe für mich als Fazit gewonnen, dass ich folglich das Angebot annehme und in meine Les Paul F-spaced DiMarzios einbaue, so als Test, ob sie mir mehr zusagen als das Duo 490R / 498T. :giggle:
 
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  • #14
@Pie-314 : Nur so als Anregung - ein kleiner Erfahrungsbericht mit der für Paulas eher untypischen Bestückung würde sicher nicht nur mich interessieren..

Gruß, bagotrix
 
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  • #15
(...) ein kleiner Erfahrungsbericht mit der für Paulas eher untypischen Bestückung würde sicher nicht nur mich interessieren..

Das ist ja noch offen. :-)
Ich habe die Türkise gestern nach dem Umbau zurück bekommen, und hatte nun ein wenig Zeit, herum zu testen.

Bitte bedenkt, dass die geschilderten Eindrücke subjektiver Natur und mit Worten nicht eindeutig zu beschreiben sind!

Also, mir gefallen die DiMarzios (Air Norton am Hals, Tone Zone am Steg) in der Les Paul sehr gut.
Sie ist nun keine "typische" Les Paul mehr, eher eine Metal HH-Gitarre. Mich erinnert der deutlich komprimiert und stärker zerrendere Ton etwas an Doug Aldrich oder John Sykes.

Die DiMarzios klingen für mich im Vergleich zur Kombi 490R/498T definierter, weniger "matschig", aber auch basslastiger - Was ja zur Beschreibung auf der DiMarzio Seite passt.
Aber zu meinem 80er Classic Rock / Hair Metal Kram passt das sehr gut. :rock::m_git1:

Das F-Spacing sieht man, wenn man den Anblick einer Les Paul kennt und die Gitarre genau ansieht, aber spätestens auf der Bühne würde das vermutlich nicht mal mehr ein Musikerpolizist erkennen.
Und auf das Spiel hat es keine hörbare Auswirkung.

Fazit: Der Pie ist zufrieden mit seiner neuesten Modifikation eines klassischen E-Gitarrenmodelles.
Solltet Ihr noch Fragen haben, versuche ich gerne, diese zu beantworten - so gut es mir eben möglich ist.
 
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  • #16
Interessante Sache das.
Der Vergleich zu Doug Aldrich macht Sinn. Sein Signature Pickup ist ja auch sehr fett unten rum, dennoch tight. Die Höhen sind nicht sehr ausgeprägt.
Den 498 fand ich im übrigen auch immer sehr komprimiert, vor allem in den Mitten.

Viel Spaß mit der Gitarre!
 
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  • #17
Erst mal danke für den Bericht, gerade der TZ in einer LP ist ja alles andere als alltäglich.
Die DiMarzios klingen für mich im Vergleich zur Kombi 490R/498T definierter, weniger "matschig", aber auch basslastiger - Was ja zur Beschreibung auf der DiMarzio Seite passt.
Mir war der TZ ja vor Jahren selbst in einer Washburn N4 schon fast zu fett. Das kommt aber natürlich sehr auf Amp und Einstellungen an - so ein PU ist für mich etwas schwer zu bändigen, wenn man das alles sonst eher auf Medium Output und eher schlanke PUs ausgerichtet hat. Aus dem Resultat in der Paula würde ich aber schließen, dass der viele Wumms nicht zwangsläufig matschig klingen muss. Interessant, da hätte ich jetzt eher andersrum erwartet, dass der Dimarzio gegen den mittigeren 498t da den kürzeren zieht. Allerdings war der vor vielen Jahren bei mir auch schon rausgeflogen, weil er im Bandsound immer etwas schwer zu orten war. Irgendwie hat er aber wohl weniger und trotzdem weicheren Bass mit weniger Attack. Muss mal die olle N2 vorkramen und den TZ mit frischen Ohren hören.

Gruß, bagotrix
 
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  • #18
Also, mir gefallen die DiMarzios (Air Norton am Hals, Tone Zone am Steg) in der Les Paul sehr gut.
Ich muss sagen, dass mir der ToneZone an der Bridge einer Les Paul auch richtig gut gefällt. Stattete damit meine Gibson Classic Custom und Orville Custom aus. Der SH-6 in meiner mittlerweile verkauften Epi Adam Jones 1979 Custom konnte mich dagegen weniger überzeugen. Bei meinen Superstrats war es dagegen genau umgekehrt.
 
  • #19
Die gelben Humbucker
Der gelbe Humbucker an der Bridge ist übrigens auch der Tone Zone. Finde ich super!

Irgendwie habe ich das Gefühl, dass mir generell Equipment gefällt, wenn der Name "Zone" enthält... :gruebel:

...Tone Zone :D

...Metal Zone :evil:
 
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