Farfisa Combo Compact und Fender Leslie 16

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gabypopa
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Hallo aus dem Saarland. Ich habe beim Räumen des Dachbodens meines Cousins eine Farfisa Combo Compact und ein Fender Leslie 16 in hervorragendem Zustand gefunden.
Da ich jedoch nur auf Hammond und Hochtonrotorleslies stehe, möchte ich die beiden Teile verkaufen. Ich habe leider gar keine Ahnung ( und auch nichts im net gefunden ) was preislich hierfür relevant sein kann. Kann mir jemand hier evtl. weiterhelfen??

Vielen Dank und freundliche Grüße

Joachim
 
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Die Farfisa (die rote, nehme ich an?) kannst du versuchen, bei Nord-Fans loszuwerden... :D Spaß beiseite:
Bei der Orgel würde ich mir ehrlich gesagt nicht allzuviel Hoffnung machen, guter Zustand hin oder her. Sowas braucht heute kein Mensch mehr - entweder "richtige" Orgel, sei es Hammond, Böhm oder eine "große" Farfisa, Wersi etc. - oder man geht in Richtung Keyboard. Mit Glück findest du einen Sammler, der genau auf sowas steht, aber so selten sind die Farfisas nicht, dass das eine Goldgrube wird.

Bei dem Leslie hätte ich fast gesagt: versuche es in Einzelteilen loszuwerden, das bringt u.U. mehr. Das wäre, wenn der Zustand wirklich so gut ist wie du sagst, allerdings dann doch zu schade. Preislich komme ich da ohne Fotos auch ins Schwimmen. Diese "Styroporleslies" sind gleichzeitig geliebt und gehasst und bringen typischerweise bei technisch gutem Zustand zwischen 300-500€. Wenn es dann auch noch gepflegt ist (sprich: ohne viel schmieren und justieren sofort sauber und leise läuft) und optisch ebenfalls in gutem Zustand ist, dann ist nach oben sogar noch was drin. Irgendwo bei rund 1000€ ist dann bei den meisten eine Schmerzgrenze erreicht, weil man dann schon wieder über ein verbasteltes "amtliches" Leslie nachdenken kann (also 760, 122, 147 etc. pp.)

Setz es doch mal hier in den Flohmarkt und/oder schau im Analogorgelforum (www.analogorgel.de) - da sitzen die echten Fans (Bedingung ist aber, dass du danach wieder hierher zurückkommst und mindestens zwei neue User von dort mitbringst ;) )

Viel Erfolg!
 
hallo jens und danke für deine rasche antwort. bei der farfisa handelt es sich um die "graue" in perfektem Zustand. wie du richtigerweise schreibst - ist das für mich auch keine "richtige" Orgel ( ich habe selbst 5 Hammonds - M3, C3, L 100, E 100, TR 200) aber trotzdem denke ich, dass es einige Leute gibt, die auf diesen "Vintage Sound" stehen. beim rumgoogeln habe ich festgestellt, dass diese Orgeln in Amerika um die $800 gehandelt werden - ebenso in Italien.
naja werde mal sehen was ich mit diesen Teilen anfangen werde.
danke und bis bald
 
OK, so hoch hätte ich jetzt nicht geschätzt. Klar gibt es Leute, die den Sound mögen, aber ich hätte erwartet, dass die Nachfrage deutlich geringer ist als das Angebot.
Ich hatte jedenfalls auch mal eine Compact (die mitzunehmen war die Bedingung beim Kauf meines Italo-Leslies ;) ) - und habe erst nach zwei Jahren auf dem Flohmarkt einen Käufer gefunden - für letztendlich 50DM. Allerdings war die auch alles andere als top in Schuss... ;)
 
Hallo,

was das Leslie 16 betrifft, ist die Einschätzung von Jens recht optimistisch. Ein wertbildender Faktor ist vor allem, ob das originale Anschluss-Geraffels dabei ist, sprich das scharze zylindrische Ding (etwas hochtrabend "Crossover Network" genannt) mit der Eingangsbuchse und dem Ausgang "to normal speakers" sowie der originale Fußschalter . Das 16 ist ja dazu konzipiert, im Wechsel mit dem normalen Lautsprecher eines (Combo-)Amps betrieben zu werden. Der Schalter "Leslie on" schaltet nicht etwa den Motor an (der läuft immer), sondern lenkt das Ausgangssignal des Verstärkers, nämlich entweder zum Leslie-Lautsprecher oder zurück zum Combo (oder einem anderen Lautsprecher).

Wenn das Leslie in diesem Sinne komplett und in einwandfreiem Zustand ist, sollten sich mit etwas Geduld 300 oder 350 EUR erzielen lassen. Das bis auf die Front baugleiche Fender Vibratone wird wesentlich teurer gehandelt, da gehen gute Exemplare mit komplettem Zubehör schon mal für 600 EUR weg.

Wenn das Anschluss-Geschirr fehlt, ist ein Nachbau technisch kein grosses Problem. Die sogenannte Frequenzweiche besteht aus einer Spule und einem Kondensator parallel dazu, die Schaltung soll unverdauliche Frequenzen vom Leslie-Lautsprecher fern halten. Man kann das Ganze mit überschaubarem Aufwand auch so umbauen, dass es als Stand-Alone wie ein Leslie-Clone funktioniert, also eine "Stopp"-Schaltung nachrüsten. Gebrauchte 16er sind nicht selten schon mehr oder weniger gelungen modifiziert, wenn das Originalzubehör nicht mehr vorhanden ist.

Grüße!
 
Hallo Christoph - es handelt sich hierbei um ein FENDER LESLIE und alle Zubehörteile sind auch dabei. Photo0740.jpg
 
Sorry, das hatte ich überlesen... Das ist das frühe Modell des Vibratone, gebaut 1967/68. Die späteren Modelle tragen quer über die Front einen Querstreifen aus Alu (nehme ich an), auf dem ein roter Schriftzug "Vibratone" angebracht ist. Davon gibt es wiederum zwei Versionen. Diese späteren Modelle scheinen mir gesuchter zu sein als die als solche gekennzeichneten Leslies 16 (bzw. 18 mit JBL-Lautsprecher) oder das frühe Vibratone, obwohl es im Prinzip immer das gleiche Gerät ist. Vielleicht liege ich aber auch falsch, im Prinzip müßte das frühe Vibratone wegen der kürzeren Bauzeit seltener sein als die spätere Ausführung, die bis 1972 produziert wurde.

Grüße
 
hallo christoph, habe Dir Fotos von der Farfisa an Deine email-adresse geschickt.

grüße
joachim
 
A
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Simon98
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