Feedback in der Kirche

von Radamanthus, 21.03.07.

  1. Radamanthus

    Radamanthus Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.03.07   #1
    Powermixer Dynacord 1000, Boxen EV 100sx, 3 Micros AKG C1000S, Laney Aktiv-/Passiv-Monitore, je 1 AKG und T-bone Funkmicro, E-Piano.

    Hi,

    schön, der Betreff ist ein altbekanntes Thema.

    Wir - unser Gospelchor - haben nun mittlerweile allerhand versucht das auftretende Feedback mit den vorhandenen Mitteln zu minimieren. Letzter (kostengünstiger) Versuch war durch entsprechend lange Boxenkabel die Frontboxen an den unterschiedlichsten Stellen in unterschiedlichsten Ausrichtungen zu plazieren, mit dem Ergebnis dass wir am wenigsten Feedback hatten, wenn die Boxen auf der 2. Empore leicht in Richtung Altar, leicht schräg nach unten ausgerichtet waren. Am allerwenigsten Feedback hatten wir aber, wenn die Boxen quasi umgedreht wurden, und direkt die Aussenwand anstrahlten. Wie es dann klanglich in der Kirche rüberkommt ist was anderes.

    Aufgebaut ist die Anlage auf der 1. Empore der Kirche. Wenn wir es im Altarraum aufbauen haben wir wesentlich weniger Probleme, aber Standard ist halt die 1. Empore.

    Von den Funkmicros und den Monitorboxen kriegen wir normalerweise nie ein Feedback-Problem. Immer die Kombination C1000S mit den Frontboxen.

    Nun habe ich - als Laie auf diesem Gebiet - hier gelesen, dass (automatische) Feedback-Minimizer/Destroyer eher die letzte verbleibende Lösung sind, und erstmal auf 31-Band Equalizer geraten wird. Finanziell sind wir recht schlecht dran,, und so half es uns auch wenig, dass uns ein bekannter Musiker sagte, wir sollten uns doch nen Sabine FBX 2400 anschaffen, und unsere Probleme wären gelöst, meinte er. Die Behringer Teile scheinen ja im allgemeinen recht viel rausch zu produzieren oder gibts da doch Ausnahmen ?

    Auch ist die Frage aufgetaucht ob wir die Wand hinter dem Chor versuchen sollten zu dämpfen - aber mit was, und bringt es was nur eine relativ kleine Fläche zu dämpfen.

    Alles in allem, wir sind auf der Suche nach der "kostengünstigen" Vorgehensweise, was zuerst wir noch versuchen könnten, vieleicht in der Art wie erst Dämpfen, dann Equalizer, dann Destroyer oder so, incl. der Angabe von Quellen wie Geräte und Materialien heissen - und kosten.

    Für Geräte wie Equalizer oder Destroyer möchte ich aber lieber unter 300 € bleiben, ausser es gibt laut eurer Erfahrung zu dieser Preiskategorie nichts annehmbar vernünftiges.


    Gruss
    Bernd
     
  2. livebox

    livebox Mod Emeritus Ex-Moderator HFU

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    Erstellt: 21.03.07   #2
    Mit welcher Richtcharakteristik verwendet ihr das Mikro? So wie ich grad im Musik-Servie gesehen hab, kann man das mit einem Adapter zum Aufstecken wechseln. Der Unterschied zwischen Niere und Hyperniere ist ja nicht extrem, aber nen Versuch wär´s wert.

    Wie du auch schon angesprochen hast, ist Dämmung ne Möglichkeit. Du hast gemeint, die Fläche sei ziemlich klein. Wie viel Quadratmeter hat sie denn ungefähr? Eigentlich lohnt es sich schon bei recht kleinen "Reflektoren". Am einfachsten ist ein großes Tuch (nehmt halt die Farbe, die am wenigsten stört), das vor diese Fläche gehängt wird. Achtet darauf, dass zwischen Stoff und Fläche ein kleiner Abstand bleibt (worin sich dann der Schall "verläuft").

    Ansonsten... habt ihr Effekte auf den Monitor-Wegen? Treten die Rückkopplungen allgemein auf oder nur in bestimmten Situationen? Habt ihr das schon mal mit einem anderen Mikro versucht (von jemand privat oder geliehen oder so)?


    MfG livebox
     
  3. lemursh

    lemursh Mod Emeritus Ex-Moderator

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    Erstellt: 22.03.07   #3
    Das C-1000 ist standardmässig eine Niere... und damit guten Abend.

    Punkt 1: Einen Chor mit distanzmikrofonierung laut zu bekommen (bei den üblichen meist unmöglichen Aufstellungsvarianten) ist etwa wie die Qudratur des Kreises. Ganz einfach aufgrund der Bauweise und Akustik der Kirchen (solange s nicht unbedingt ein moderner Betonklotz ist).

    Punkt 2: Abhängen und dämpfen, wenn aus ästhetischen Gründen erlaubt, unbdeingt probieren, Wird wahrscheinlich nicht die Lösung sein, schadet aber nicht.

    Punkt 3: Die Mic`s gaten, ggf. mit einem etwas höheren Threshold wie üblich, sowie mit schnellem Gate. denn es bgeinnt ja nicht zu koppeln wenn voller Pegel auf den MIC`s liegt, sondern dann wenn es nur noch rel. leise ist.

    Punkt 4: FBQ`s, machen ihren Job, können aber prinzipbedingt keine magelhafte Signalkette ausbügeln, soll heissen die MIC`s so niedrig wie möglich zu gainen, müssen halt die Sänger den Mund mal aufmachen... ;) Die EQ`s des Channelstrips nur sehr sachte bedienen, absenken ist besser als zugeben.

    Punkt 5: Die Anlage insgesamt sauber einpegeln, ab CD, die Bässe lieber etwas absenken,. denn diese halligen Räume neigen sehr schnell zum dröhnen.

    Punkt 6: Auf Effekte (Hall / Delay) und Dynamikgeräte (Kompressoren) verzichten, ausser den Solisten, sofern closed miking.

    Punkt 7: Die Monis so leise wie möglich und korrekte Aufstellposition in Relation der Chormics beachten

    Punkt 8: Über andere MIC`s nachdenken, wenn alle vorhergehenden Punkte keine Verbesserung der Situation bringen. Die MXL603 sollen ganz i.O. sein. Es gehen aber auch Beyerdynamic MCE-530 >HIER<.
     
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