Fender Hot Rod Deluxe mulmige/matschige Bässe

von go211, 24.03.16.

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  1. go211

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    Erstellt: 24.03.16   #1
    Hallo ich habe das Problem, dass mein HRD (Version III) in den Bässen ziemlich matschig klingt, insb. bei Humbucker-Klampfen. Zu diesem Problem finde ich einiges im Netz und es gibt auch fertige Mods z.B. Tonehunter bietet sowas an, oder Fromel Electronics als Bausatz. Diese Mods lösen dann alle möglichen "Probleme" und sind ziemlich teuer. Mir geht es eigentlich nur um etwas mehr Bassdefinition. Kann mir jemand hier sagen was hierzu genau geändert werden kann? Ansonsten bin ich mit dem Amp soweit zufrieden, wäre aber trotzdem dankbar, falls noch jemand weitere Tipps zur Soundverbesserung hat.

    Danke und Grüße

    PS: vielleicht lässt sich ja auch über die Röhren was machen. Ich verwende bislang nur eine 12at7 als V1, anstelle der werksmäßigen 12ax7 ... sonst Serie.
     
  2. Rockin'Daddy

    Rockin'Daddy Mod Emeritus Ex-Moderator HFU

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    Erstellt: 24.03.16   #2
    Röhrenmäßig würde ich noch auf eine 12AT7 als Phasentreiber V3 (kann mehr Spannung) und ggf. Sovtek 6L6WXT+ (sehr knalliger, direkter Sound) in der Endstufe setzen. Das Beides macht den Amp nochmal deutlich straffer. Auch kannst du den Amp ein wenig kälter biasen. Das macht ihn halt insgesamt ein wenig "spitzer".
    Allerdings dürfte ein Wechsel der Netzteilelkos das Non plus ultra sein.
     
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  3. Power of Moonlite

    Power of Moonlite Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.03.16   #3
    Ein anderer Lautsprecher könnte da helfen
     
  4. Rockin'Daddy

    Rockin'Daddy Mod Emeritus Ex-Moderator HFU

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    Erstellt: 24.03.16   #4
    Der 80er Celestion ist eigentlich schon ein sehr bassarmer Speaker. (imho)
    Im Gegensatz zum ehemaligen "Gold Label" Eminence ein mächtiger Rückschritt (ich find ihn furchtbar) aber naja.....
    Wenn der grundsätzliche Charakter des Amps und dessen Klang bis auf das Gematsche im Bassbereich passt, finde ich einen Speakerwechsel fast schon zu viel des Guten. Zumal keine Sau weiß, wie der Speaker sich nach dem Break in verhält.
    Wobei mir gerade die simpelste Lösung einfällt: Mal am EQ des Amps gedreht? Ich hab meinen Blues Deluxe trotz vieler Mods im Bass gerade mal auf 9 Uhr gedreht. Dank offener Bauweise machen die schon ordentlich Rumms untenrum...
     
  5. go211

    go211 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.03.16   #5
    - EQ hab ich alles getestet, hilft nicht so wirklich. Ich will ja Bass, nur eben definierter.

    Wie gehen den die bekannten Mods z.B. Fromel dieses Problem an? Ich könnte sowas natürlich einfach mal testen aber scheue mich ungetestet etwa 100 Flocken zu investieren, in ein Amp der neu gerade mal 800 gekostet hat.

    - Speaker hätte ich noch einen V30, allerdings in der 16 Ohm Variante ... könnte sich ein Test lohnen? Was meint ihr? Wie stark wahrnembar wird die Leistungsreduktion durch die 16 Ohm ausfallen?

    - V3 --> 12AT7 werde ich testen ...danke für den Tipp.

    Ziel-Sound insg. wäre: Warm, weich aber trotzdem kein Matsch ;) Die eierlegende Wollmilchsau eben. Wobei für mich nur der Clean-Channel interessant ist. Stilrichtung ist Soul, Hip-Hop, Reggae.
     
  6. Rockin'Daddy

    Rockin'Daddy Mod Emeritus Ex-Moderator HFU

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    Erstellt: 24.03.16   #6
    Ich kenne die Mods nur aus dem Internet per Hörprobe und finde sie wenig aussagekräftig. Vielleicht kann bluesfreak oder stratspieler das genauer ausführen.
    Abgesehen von aufgerauchten Gittern und Folgeschäden? Vermeide Fehlanpassungen, wenn du nicht schlüssig über die garantierten Toleranzen des Herstellers bist. Das bißchen Leistungsverlust wirst du nicht hören.
     
  7. bluesfreak

    bluesfreak Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 24.03.16   #7
    Ich hab auch erst nachsehen müssen und so wie ich das sehe dürften z.B. die Fromel Mods von Billm abgekupfert sein, sprich
    1. Netzteilelkos tauschen und vergrößern
    2. Kondensatoren im Tonestack durch OD und SilverMica ersetzen
    3. Mittenpotibrücke setzen
    4. (Anscheined) Kathodenwiderstände/kondensatoren der Vorstufe tauschen
    5. Ersetzen der beiden Hochlastwiderstände zur Hilfsspannungserzeugung, wobei er allerdings immer noch die "falschen" Werte liefert (470 statt 330 Ohm)

    Mit den Netzteilelkos, dem Tonestack Mod und einer ECC81 in V3 kriegt man den Amp schon deutlich stabiler untenrum.
    Ein V30 macht sich im HRDLx auch gut...den 16Öhmer kannst Du zum testen ruhig mal reinschreiben, die eine Impedanzstufe kann der Amp für kurze Zeit ohne weiteres ab...
     
  8. go211

    go211 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.04.16   #8
    zwischenstand ... erstmal die inverter 12ax7 zusätzlich durch eine 12at7 ersetzt. leider noch nicht das gewünschte ergebnis. etwas mehr headroom, das volume poti reagiert sensibler aber immer noch alles etwas mulmig unten rum. ich glaube ich werde mir jetzt doch einfach eines der im netz erhältlichen mod-kits bestellen ... ist glaube ich für mich die zeitsparendste variente um (hoffentlich) ans ziel zu kommen ... werde nach dem umbau nochmal berichten.

    danke für die vielen tipps! :)
     
  9. zwiefldraader

    zwiefldraader Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.04.16   #9
    Nur so nebenbei... manchmal kann es sein, dass die Bässe gerade deshalb matschen, WEIL der Speaker da eher dünn bestückt ist. Er ist möglicherweise mit den Frequenzen einfach überfordert.
    Vielleicht mal nen Lautsprecher mit ner tieferen Resonanzfrequenz testen, der die Bässe genauso voluminös, aber sauberer abbildet.

    Der V30 ist übrigens bestimmt nicht mein Lieblingslautsprecher, aber er kann ggf. die Bässe schon tighter gestalten, ohne so schnell in die Überforderung zu kommen - zumindest meiner Erfahrung nach. Für Reggae ginge meine eigene Tendenz eher zu einem amerikanisch klingenden Lautsprecher, wobei gerade bei diesen die Bässe meist weniger straff sind.
    Gutes gehört, ohne ihn je gespielt zu haben, habe ich über den Celestion A-Type. Frag doch mal gezielt nach dem bei Leuten, die den kennen.

    Ich selbst hab nen Celestion G12H30 55Hz. Der könnte das auch schaffen und ist sicher cleanfreundlicher als ein V30. Schön sind auch die WGS Derivate dieser Speaker - wobei ich dann eher zum Reaper mit 75Hz tendieren würde, statt zum Reaper 55, weil der die Höhen zu wenig bringt, um ein schönes Clean zu bringen (mMn).

    s´Zwieberl
     
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  10. go211

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    Erstellt: 14.04.16   #10
    danke nochmals für die vielen tips. für alle, die ähnliche probleme haben, hier noch kurz das ergebnis der ganzen aktion:

    ich habe mir jetzt dieses fromel-kit bestellt und verbaut. eigentlich viel zu viel geld für ein paar elkos und widerstände aber ich hatte einfach keine zeit selbst zu recherchieren. man erhält von fromel ein päckchen mit allen bauteilen und eine gut geschriebene aber schlecht bebilderte anleitung. das ganze kostet ca. 95 euro inkl versand (der zoll will dann noch die mwst). letztlich dachte ich: in jedes fx-pedal kostet mich mindestens so viel, jetzt investiere ich halt mal bisschen in den amp ;) umbau hat mich ca. 3 stunden gekostet, geht aber sicher auch schneller, wenn man geübter ist als ich.

    ergebnis: bass-problem gelöst, der amp klingt und reagiert diesbezüglich nun genauso wie ich mir das gewünscht habe auch mit dem serien-speaker. der bass ist definiert, schön "punchy", der mulmige grundsound ist verschwunden, der mich vor allem bei humbucker klampfen (zb hals-pickup es-335) extrem genervt hat.

    zu den anderen mitgelieferten mods:
    • die tone-controlls + reverb reagieren nun deutlich anders (empfindlicher) ... muss ich noch rausfinden, ob ich das besser finde ;)
    • regelweg volume-poti verbessert.
    • der amp klingt bei zimmerlautstärke besser, brillianter, vor allem in den höhen macht sich das bemerkbar.
    • etwas nebengeräuschärmer
    • der rest waren hauptsächlich kleine verbesserungen einzelner bauteile (z.b. andere input-buchsen, metallschicht statt kohleschicht-widerstände etc.)
     
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  11. Funk Brother

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    Erstellt: 21.08.16   #11
    Hallo,

    schön zu hören, dass es hier auch praktische Mod-Erfahrungen zur der Fender Hot Rod Serie gibt...

    Ich habe mir vor ein Paar Monaten einen HR Deville 4x10 gebraucht/ Bj. ca. 2006 zugelegt und bin mit dem Grundsound (nutze eigentlich nur den Clean-Kanal mit einem ebenfalls mit Fromel-Mod upgedateten Ibanez Stereo-Chorus) sehr zufrieden, da die 4 Speaker mit ordentlich Headroom einen satten Punch machen... soweit so gut.

    Kurzer Hintergrund zu meiner nachfolgenden Frage:

    Ich bin ebenfalls auf den Fromel Deville Mod-Kit aufmerksam geworden, da es bei meinem Amp:

    1. Im Leerlauf ein wenig Crackle (unregelmäßiges Knistern) gibt, was wohl die Plate-Resistors sein könnten (Vorstufenröhren sind auf TAD gewechselt/Potis u. Kontakte scheinen soweit OK zu sein...).

    2. Der Effekt-Loop leider ein leichtes Brummen hat (auch, wenn man Pre-Out per Kabel direkt mit Main-In verbindet.) Dies ließe sich wohl bestenfalls mit hochwertigeren Signal-Kondensatoren in den Griff bekommen...

    3. Und schließlich das lineare Mastervolumen im Drive-/More-Drive-Mode bekanntermaßen eine komplette "Fehlbesetzung" ist...

    Fazit:
    Da es mehr Sinn macht die fragile Platine so selten wie möglich ein-/auszubauen u. umzulöten, will ich dies in einem Abwasch machen und vorher ein klareres Bild bekommen, was dabei neben Filter- u. Signal-Kondensatoren sowie den Widerständen angegangen sollte...

    Nun meine Frage an Euch; speziell an @go211:

    1. Im Fromel-Mod Kit soll es auch eine "Global Master Volumen-Neu-Verschaltung" geben, bei der der Drive-Kanal ebenfalls als zusätzlicher Clean-Kanal mit regelbarem Boost genutzt werden kann... das hört sich ganz interessant an... hat dies schon einmal jemand umgesetzt? - Und soweit ja, mit welchen Erfahrungen?

    2. Wie sind die Erfahrungen mit den geänderten Tone-Stack Kondensatoren nach einigen Monaten der praktischen Nutzung in Bezug auf EQ-Regelwege und Transparenz im Clean-Kanal? (ist natürlich wie immer eine subjektive und Setup bezogene Angelegenheit... zumal es ja auch nicht die gleichen Amp-Modelle sind...)

    3. Sonst noch gute Tipps für das Vorhaben?

    Vielen Dank für Eure Einschätzung!

    Beste Grüße, FB
     
  12. go211

    go211 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.11.16   #12
    sorry wegen der späten antwort, ich schaue hier selten rein momentan.

    davon weiß ich nichts. es wird ein 100k poti mitgeliefert, dass man dann entweder _anstelle_ des vorhandenen master vol. verwenden kann, um den zerr-kanal etwas zu zähmen oder man verwendet das alte volume poti, packt es anstelle das masters und nutzt das mitgelieferte als volume poti, dann wird der amp clean auf niedrigen lautstärken besser regelbar und im drive auch etwas besser zu kontrollieren.

    wie bereits beschrieben, etwas empfindlicher ... hatte mich dann nach 1-2 wochen dran gewöhnt. inzwischen kann ich gar nicht mehr sagen wie es vor dem umbau war.

    was ich vielleicht noch erwähnen könnte ... ich habe seit kurzem einen warehouse g12c/s testweise eingebaut ... nicht weil ich mit dem sound des celestion unzufrieden war, sondern einfach aus neugierde ... sehr interessantes ergebnis, der amp wird eine ganze ecke "weicher" aber auf eine angenehme art. allerdings habe ich jetzt wieder etwas mehr bass-mulm, der sich aber gut über den eq in den griff bekommen lässt. muss mal sehen, ob er drinnen bleibt ;)
     
  13. Funk Brother

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    Erstellt: 02.11.16   #13
    @g211 - Danke für den Erfahrungsbericht/die Antworten.

    Falls andere diesen thread lesen - kurz meine Erfahrungen:
    Mein Modell ein Hot Rod Deville 4x10 ca. von 2006 hatte ein nerviges Knistern u. ein Sieb-Elko verlor bereits etwas Flüssigkeit...
    Da im Netz alles gut dokumentiert ist u. viel Ein-/Ausbau der Platine schadet, habe ich das Komplett-Programm durchgezogen. D.h. Mastervolumen Pot auf logarithmisch und hochwertigen Austausch für Signalweg-, Tone-Stag u. Sieb-Kondensatoren sowie die kritischen Widerstände an den Röhren u. die Röhren selbst...

    Das Resultat:
    Traumhafte Ruhe! - Kein Knistern mehr (das war wohl in erster Linie ein Problem bei den Vorstufen-Röhren) und nur noch ein übliches/sehr moderates Rauschen. - Was die im Netz kursierenden Empfehlungen für die Tone-Stag Caps Anpassung anbetrifft, habe ich diese ebenfalls getestet und bin aber wieder auf die Stock-Version zurückgegangen, da für die abgedämpfte 16tel Begleitungen sonst zu viel Dynamik verloren geht, was ja gerade eine besondere Stärke dieses Amps ist. Stattdessen habe ich jetzt ein EQ-Pedal vor dem Input, so dass ich bei Bedarf Bässe absenken kann und so rundum happy bin.
     
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