Fender Starcaster

von get.foo, 28.12.07.

  1. get.foo

    get.foo Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.12.07   #1
    Hey ..ich hab letztens bei Musikstore eine Starcaster von Fender gesehn ..die auch noch ziemlich billig war...kam mir ein bissel komisch...den die Starcaster sieht der Stratcoaster iwi total aehnlich aba dennoch gibts einen starken preis unterschied...kann mir jemand was ueba die starcaster sagen..und sollte man sie sich anschaffen?...denn darueber hab ich schon nachgedacht

    ...thx schon ma
     
  2. oberlutz

    oberlutz Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.12.07   #2
    Hallöle,

    ich würde Dir vom Erwerb dieser Gitarre abraten. Selbst bin ich zwar noch nicht in der Lage gewesen, die Starcaster anzuspielen, dafür aber die etwas teureren Squier Strat Modelle und die waren wirklich lausig.
    Die waren nicht bundrein und Barree ließ sich nur mit dolle viel Kraft greifen, da lernt man als Einsteiger nie richtig Gitarre spielen.
    Wenn es Dein Budget hergibt, dann wirf mal ein Auge auf die Pacifica 112 von Yamaha, die lässt sich wirklich gut bespielen (gestern angetestet) und hat einen guten Preis, obwohl die 88€ vom MS für die Starcaster natürlich echt wenig Geld sind. Von Ibanez gibt es auch einige günstige Modelle.

    Tschüss
     
  3. DerOnkel

    DerOnkel HCA Elektronik Saiteninstrumente HCA

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    Erstellt: 30.12.07   #3
    Man sollte die Dinge nicht vermischen!

    Fakt ist, daß Fender in den 70er Jahren die von Gene Fields entwickelte Starcaster auf den Markt brachte. Sie wurde offiziell von 1976 bis 1982 produziert, erste Modelle tauchten jedoch schon 1975 auf.

    Mit diesem Modell versuchte Fender ganz offensichtlich ein Konkurrenzprodukt zur ES-335 von Gibson zu etablieren, was jedoch nicht gelang.

    In den frühen 2000ern wurden unter dem Namen "Starcaster by Fender" Elektrogitarren für verschiedene Outlets produziert. Die meisten waren als Starter-Pack für einen Preis zwischen 100$ und 200$ angeboten. Die Gitarren basierten eindeutig auf der Stratocaster, besaßen aber einen dreieckigen Kopf.

    Zu diesem Thema fand ich irgendwo im Internet eine Aussage eines Fender-Mitarbeiters:
    Hier ein Bild, welches die beiden Modelle vereint:

    [​IMG]
    Starcaster 1976 (links) und 2005 (rechts)
    Im Hinblick auf Qualität und Wertigkeit haben die alten Modelle die Nase eindeutig und weit vorn.

    Ulf
     
  4. Largeboy5

    Largeboy5 Guest

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    Erstellt: 23.11.08   #4
    Bei diesem Ratgeber geht es um die elektrische Gitarre Starcaster S2 by Fender. Woher kommt dieses Modell? Welche Qualitäten weist es auf?

    In diversen Fachzeitschriften und auch auf eBay wird in letzter Zeit eine elektrische Gitarre namens Starcaster by Fender beworben und zu einem recht günstigen Preis angeboten. Eine Suche auf der Webseite der Firma Fender endet erfolglos, da zwar ein Eintrag für die Marke Starcaster vorhanden ist, der Link aber zu einer leeren Seite führt. Anscheinend unterstützt Fender diese Marke derzeit nicht aktiv.

    Auch eine Suche im WWW führt nicht gleich zum Erfolg, da es eine klassische Gitarre von Fender gleichen Namens gibt, die aber wirklich nur den Namen mit der S2 gemein hat. Offensichtlich handelt es sich bei Starcaster, ähnlich wie bei Squier, um eine weitere Marke im Hause Fender. Was hat es nun mit der Starcaster S2 auf sich? So weit es in Erfahrung zu bringen war, handelt es sich um eine Stratocaster-ähnliche Gitarre, die in Indonesien hergestellt wird. Anders als die klassische Strat verfügt sie über einen Humbucker in Stegposition und ein rückseitig verspiegeltes, transparentes Pickguard. Die Volume- und Toneknöpfe sind aus geriffeltem Metall, ähnlich wie bei der Telecaster. Der größte Unterschied zur normalen Strat stellt der Headstock dar, der nicht etwa die klassische Fender-Form hat (wie z.B. die Squier-Modelle), sondern spitz zuläuft. Der Hals hat einen Walnussstreifen auf der Rückseite und der Body ist metallicblau.

    Recherchiert man etwas intensiver im Web und bezieht auch fremdsprachige Seiten in die Suche ein, so stellt sich heraus, dass es sich bei dieser Gitarre um eine Sonderanfertigung für das amerikanische Clubkaufhaus 'Sam's Club' von Fender handelt. Diese Clubkaufhäuser muss man sich so ähnlich wie die hiesigen Buchclubs vorstellen, deren Ladengeschäfte auch nur an Mitglieder verkaufen ( so weit ich weiß ). Sie verkaufen günstige Ware direkt von der Palette, ähnlich wie bei uns die Discounter. Sam's Club gehört zu WalMart. Angeblich platzte der Deal zwischen Fender und Sam's Club, so dass Fender auf einer Riesenmenge elektrischer Gitarren sitzen blieb.

    Die Qualitäten der Gitarre werden in einschlägigen Foren durchaus kontrovers diskutiert. Häufigster Kritikpunkt scheinen die mitgelieferten Saiten und die Mechaniken sein, die nicht sehr stimmgenau arbeiten sollen. Die Gitarre verfügt über das Zweipunkt-Tremolo der neueren Fender-Modelle und nicht wie andere Billiggitarren über ein sogenanntes Vintage-Tremolo. Hier raten diverse Forenschreiber dazu, eine zusätzliche Feder in das Tremologehäuse einzuhängen, um die S2 stimmstabiler zu machen. Überhaupt lassen viele Äußerungen von Besitzern darauf schließen, dass die Stimmstabilität ein Schwachpunkt dieser Gitarre zu sein scheint.

    Anscheinend gibt es darüber hinaus auch ein bei uns nicht angebotenes Nachfolgemodell, das auch Starcaster heißt, aber mit klassischer SSS-Bestückung und traditionellem Fender-Headstock geliefert wird. Hier lohnt es sich eventuell, zu warten. Besonders viele Exemplare können bisher jedenfalls über eBay nicht verkauft worden sein, was sich durch eine Suche in den abgeschlossenen Angeboten leicht herausfinden lässt. Das ist angesichts des niedrigen Preises verwunderlich. Vielleicht schreibt ja hier mal jemand einen Ratgeber, der die S2 gekauft und in der Praxis getestet hat.

    Nachtrag 1:

    Auf eBay werden in letzter Zeit immer wieder Einzelteile der Starcaster S2 angeboten, also Body, Hals und vor allem das verspiegelte Pickguard mit HSS-Bestückung. Es sieht fast so aus, als seien viele S2 gleich in Bastlerhände gefallen. Jedenfalls scheint der Marktwert der Einzelteile höher zu sein als der Neupreis der Gitarre. Manche Anbieter schreiben dazu, dass es sich um Teile von der S2 handelt, andere orakeln etwas von "Original Fender", was ja irgendwie auch stimmt.
    Bei diesen Angeboten kann man recht schön die Rückseite des Pickguards sehen. Bei den PUs handelt es sich bei den Singlecoils um solche mit je zwei Ferritmagneten. Die gestaggerten Polepieces sind also jedenfalls keine Alnico-Magnete. Das muß aber kein Nachteil sein und hatte bei dem Preis wohl auch niemand erwartet.

    Nachtrag 2 (Aug. 08):

    Auf den Webseiten von Fender führt der Link zu Starcaster jetzt doch nicht mehr ins Leere, sondern es wird neuerdings die weiter oben beschriebene Strat dort vorgestellt (keine S"), und zwar in verschiedenen Farben, einschließlich Sunburst, mit normalem weißem Pickguard (3 SC) und großem Fender-Headstock (wie er von CBS eingeführt wurde). Der Headstock ist in dicken Druckbuchstaben mit "STARCASTER" beschriftet, im Stil der 70er Strats, sieht auf den ersten Blick aus wie "Stratocaster". Allerdings zeigt die Webseite unter "Händler" noch keine Einträge an.

    Außerdem gibt es von diesem Modell noch eine 3/4-Ausgabe, also für Leute mit kleineren Händen (nicht nur Kinder). Sieht aus wie eine geschrumpfte Strat.

    Vielleicht wird die neue Starcaster ja bei uns auch einmal ganz offiziell angeboten
     

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