Fender Strat - Hals sieht fast aus wie gescalloped - Abnutzungen?

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Hallo liebes Forum,

das Griffbrett meiner Fender Classic Player 60 Strat sieht zwischen den Bünden gewölbt aus. Um das Ganze verstehen, habe ich ein Bild angehangen, auf dem ihr sehen könnt, was ich meine:

PXL_20230112_114113060.jpg


Die Gitarre ist 12 Jahre alt, das Griffbrett wurde vor 2 Jahren neu bundiert und ich hatte bisher keine Probleme mit ihm. Vor ein paar Tagen ist es einem Freund allerdings aufgefallen.

Diese Wölbungen treten nicht am ersten Bund auf und ebenso wenig an den höheren Bünden. Da spiele ich weniger als in der Mitte des Griffbrets. Vielleicht kommen die Wölbungen von meinen Fingern bzw. Händen? Oder springen die Bünde heraus (sieht eigentlich nicht so aus)? Wie gesagt, ich habe überhaupt kein Problem damit, interessieren tut es mich aber doch.

Danke :)
 
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Man unterschätzt, dass das Umfassen, Rutschen übers Griffbrett, tatsächlich materialabtragend ist. Nicht direkt sicht-/spürbar, aber in Laufe von 12 Jahren verschwindet da schon was von der Griffbrettkante.
 
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Ich hatte im englischsprachigen Google teilweise auch etwas von "bad fretjobs" gelesen. Allerdings hatte ich das gute Teil natürlich nach der Bundierung genau inspiziert. Wahrscheinlich waren da schon Abtragungen sichtbar, aber die sind mir einfach noch nicht aufgefallen.

Danke dir für deine Einschätzung :)
 
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Auf dem Bild ist nicht zu erkennen ob die "Mulden" nur unten an der Kante sind, oder -mehr oder weniger- über den ganzen Bund laufen. Wenn es unregelmäßig ist und nicht nur an den Kanten, käme eigentlich nur Verschleiß infrage. Wenn es nur an der/den Kante/n so ist, könnte nach dem Abschleifen der neuen Bundstäbchen eine "Kratzerbeseitigung" daran schuld sein. Oder eine Reinigung der Bünde mit etwas Glattschleifen und Öl. Wenn mittig in einigen Bünden Verschleiß vorgelegen hat, könnte es sein, dass jemand mit Schleifpapier etwas angeglichen hat.
Einfach mal die Tiefen in den Mitten aller Bünde messen und vergleichen.
 
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Ist ganz normal :) Ich hab die selbe Gitarre. Sieht haargenau so aus.

Die Kante ist neu verdammt spitz, spitzer als bei jeder anderen Gitarre die ich jemals gesehen hab. Evt hat er die Kanten etwas weggenommen. Selbst wenn das so wäre, hat er dir ehr einen Gefallen getan. Die sind wirklich sehr kantig, fühlt sich nicht so toll an.

Aber ich denke das es Abnutzung ist. Scallopversuch würdest du vermutlich an den Inlays sehen.

Die andere Seite wäre interessanter. Da sieht man es an den Dots. Die sind sehr nah, wirklich nah, evt 1 mm (eher weniger), an der Oberfläche. Also die würden dann ja halb web sein.
 
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Evt hat er die Kanten etwas weggenommen. Selbst wenn das so wäre, hat er dir ehr einen Gefallen getan.

Aber ich denke das es Abnutzung ist.
So interpretiere ich das Foto auch. Zuerst ungleichmäßige Abnutzung und dann dort, wo sie auftrat, freundlicherweise mit Schleifen ein wenig "eingeebnet". Alle Bünde optisch gleich zu machen, würde teurer werden.
 
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Jo.

Ich hab mal ein Foto gemacht. Meine ist, ka, 7 oder 8 Jahre, von denen sie evt in 4 davon gespielt wurde. War nie wirklich die Hauptgitarre. Der 2.te Bund von links, da sieht man es gut.

Wie gesagt, egal wie, dass es so ist, dafür kann er dankbar sein. Die Kante tut weh. Sieht man an den Bünden rechts daneben.

Wenn da auch nur ein halber mm weg wäre, hätte die dots auf der Gegenseite auf jeden Fall einen Schaden.
Das ist keine "normale" Palisander Auflage, hier hat man quasi eine Art Slabboard gemacht. Nur dass es nicht gewölbt, sondern eben ist (untere Seite mein ich). Aber halb so dick wie normale Strats mit Auflage.
Also hier kann man gar nichts scallopen.

20230114_170232.jpg
 
Grund: Bild eingebunden
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Also hier bei dem obigen Foto handelt es sich nicht um Abrieb, sondern um einen herausgebrochenen Span. Es ist also keineswegs das selbe.

*
 
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das ist kein Span ^^

Die selbe Stelle gibt es überall wo ich oft spiele. Am 5ten, am 12ten, uswusw. Abnutzung, Da reícht es minimal mit dem Nagel rüber zu gehen und das DIng sieht aus wie gescalloped
Beitrag automatisch zusammengefügt:

Hab jetzt mal geschaut, das sieht evt aus wie ein Span. Was es wirklich ist ist Abnutzung plus Pore (ka wie man das im Holz nennt. Diese langlaufenden "Rillen" im Palisander.)
 
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Na ich hab das was neben der Pore mal da gewesen ist eben Span genannt - also das Stückchen Holz das da nun fehlt.

Mich hat wohl auch irritiert dass die benachbarten Bereiche völlig unberührt aussehen.

*
 
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Jo, das Foto war suboptimal. Hab paar mehr gemacht. Dann paast es, jup. Ich denke dass es wirklich mit den Poren zu tun hat. Und mit der übertriebenen Kante. Das Board ist wirklich dünn, die Kante spitz und diese Poren sind stellenweise doch ziemlich tief. Einmal bissl raufdrücken kann da schon dazu führen dass es dann wie scallop aussieht.

Und man muss bedenken dass meine nur paar Jahre gespielt wurde. Nach 12 Jahren, wenn das evt sogar Hauptgitarre war, sieht man da schon Spuren.

Aber dem TE würde ich doch mal empfehlen sich die Gegenseite anzuschauen. Unten ist ein Foto, der Dot hat gerade mal 0.7 mm Abstand zur Fläche. Gegen Body hoch sogar noch weniger.

Also wie erwähnt, wenn da wirklich was gescalloped wurde, wären diese Dots 100% kaputt/halbiert/angeschliffen.

20230114_211400.jpg 20230114_211633.jpg 20230114_211552.jpg

Und hier sieht man den winzigen Abstand.

20230114_211217.jpg
 
Grund: Layout
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Ja, mit den neuen Fotos wird es klarer. Auf dem ersten sah es auch für mich so aus, als ob da lediglich ein Stück abgesplittert war.
Meine alte Neckermann-Tele aus den frühen 70ern hat 239 Mark gekostet, mit gefütterter Plastiktasche und Bergkrone-Ersatzsaiten, aber man konnte nicht mit den Fingerkuppen das Griffbrett wegradieren. Auch die Plastiktasche hat nach einem Vierteljahrhundert lediglich den Tragegriff neu überzogen gebraucht. Neckermann macht´s möglich! :rofl:
 
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Ich habe mal ein Foto von der anderen Seite gemacht. Dort sieht man es auch, aber deutlich weniger ausgeprägt. Das würde für Spielspuren stehen, denn ich nutze häufiger mal den Daumen für Barre, aber natürlich deutlich seltener als das Umfassen der Gitarre unten.
 

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Ab dem 4. Bund fällt es besonders stark auf. Guckt man zwischen Brett und Saite das Stück Fußboden dahinter an (linkes Foto) , erkennt man gleich die Unregelmäßigkeit der Mulden. Wenn der Hals nicht jahrzehntelang schon durchgeknüppelt wurde, dürfte das nicht vorkommen.
Kürzlich war ich bei einem Klampfenhökerer, der hatte viele Japaner aus den 70ern und 80ern da. Teilweise recht mitgenommen, aber sowas habe ich da nicht gesehen. - Dafür aber eine Japsenstrat aus den frühen 70ern, muldenfrei, Sunburst und sauschwer, mit einem unglaublich schönen Trockensound. - Glaube, da muss ich nochmal hin.:cool:
 
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Auf dem Griffbrett sind keine Mulden. Wie die aussehen und sich anfühlen, weiß ich. Worauf ist das dann zurückzuführen? Auf das verwendete Material?
Die Strat ist meine Hauptgitarre und war lange meine einzige E-Gitarre. Ich habe sie viel gespielt, aber mache das nur hobbymäßig, also sollte sie nicht "durchgeknüppelt" worden sein.
 
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Mit Mulde meinte ich den Verlauf zwischen den Bundstäbchen von der Seite aus betrachtet.
Bei meiner Selbstgestrickten ist es noch schlimmer :
pic.png

Aber bei der soll das so.

Am Schattenwurf der Saiten läßt sich das besser erkennen:
fg.png

Die Mulden sind bis zur gebendeten G-Saite etwa gleich tief, unter der A-Seite ist schon weniger. Der Schatten der E-Saite verläuft an der Griffbrettkante gerade, also null Mulde dort. Genau so liebe ich das.
In diesem Sinne sehe ich auf deiner Gitarre natürlich auch das, was ich dann "Mulde" nenne.
Und ja, ich weiß, der eine Dot häng ein wenig zu tief. Mittlerweile sind Messingbundstäbchen drauf, Teillackierung und andere Dots.
gth.png

;)
 
Grund: Ergänzung
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Dort sieht man es auch, aber deutlich weniger ausgeprägt.

Jup, sieht wirklich nach Spielspuren aus. Also bei mir kommt das vom "Blues Grip". Wenn jemand nur klassische Haltung spielt wird er da kaum Spuren hinbekommen. Scheint mir auch speziell ein Problem dieser Gitarre zu sein.
Ich hab ja noch paar andere hier, die wurden auch öfter gespielt und die haben keine Spur Abnutzung.
Die Jimi Strat mit Maple neck hab ich bestimmt doppelt so viel gespielt und die könnte man quasi als neu verkaufen, vom Hals her.
 
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Als Maß für die "Betriebsstunden" der Klampfe haben wir neben der Griffbrettabnutzung auch den Verschleiß der Bundstäbchen.
Ich bin die ganze Zeit davon ausgegangen, dass dies der erste Stäbchenwechsel war. (ggf. bitte widersprechen)
Bei deiner Gitarre passen die beiden Indikatoren nicht zusammen.
Nach 1x Bundstäbchen darf das Holz einfach nicht so aussehen. Ich kenne alte Strats, die schon die 3. Stäbchen drin haben, ohne diesen enormen Abrieb zu zeigen. Bei meinem Mapleboard war an 2 Stellen der Lack durch, es sind die 3. Stäbchen drin. Das wäre mal Abnutzung, die ich nach einem halben Jahrhundert nicht anmeckere. Der Lack war schon hoch deckend Dunkelstbraun und rissig geworden.
Unter diesen Vorraussetzungen sehe ich bei dir einen viel zu hohen Verschleiß bezogen auf die bisherige Nutzung. 2 Gründe fallen mir ein:
1) Wenn das auch bei anderen Gitarren dieses Modells/Baujahrs auftritt, wurde einfach das falsche Holz hergenommen.
2) Wenn das nur bei deiner Gitarre so ist, könnte Chemie in jeglicher Form in das Holz gelangt sein. Erhöhtes Schweißaufkommen, irgendwelche Reinigungsmittel oder alles andere, das mir gerade nicht einfällt.
Den "Dauer-Putzfimmel" mit Stahlwolle schließe ich aus, weil dann das Problem gleichmäßig verteilt wäre.
Da ich mir denke, dass du schon sachgerecht mit deiner Gitarre umzugehen verstehst, tippe ich ganz vorsichtig auf Grund 1).
Und: Die ungleichmäßige Abnutzung geht auch in Zukunft weiter.

Was ich tun würde: Dem Hals ein softiges Scalloping verpassen mit vlt. 1,5mm unter e,h,g, und dann bis 0,5mm unter E.
 
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Ich tippte auch auf Grund 1, da @Senchay ja das gleiche Problem mit seiner Classic Player Strat hat. Fender enttäuscht mich in den letzten Jahren immer häufiger. Ich habe gedacht, dass die Qualität der Gitarren vor ungefähr 10 Jahren noch deutlich besser war. Selbst wenn, das ist schon enttäuschend mit dem Hals, gerade weil ich ihn mit Evo Gold habe bundieren lassen, um ihn lange nutzen zu können. Wahrscheinlich schnalle ich da einen Warmoth-Hals o.ä. drauf, sobald es mich stört. Bis jetzt ist es nur ein optisches Problem, ich bemerke es beim Spielen nicht.
 
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Also möglich ist es. Als ich die Gitarre gekauft hatte, war eine dicke Schicht irgendwas drauf. Da gibt's auch ein topic hier von mir.
Damals wurde spekuliert ob die da evt eine Schutzschicht rauf hauen.
Hat sich wirklich übel angefühlt.

Am Bund selber (in der Mitte) ist keine Spur Abnutzung. Also bei mir ist das eher ein wohltuender Nebeneffekt, wegen der harten Kante.
Würde mir da keinen größeren Kopf machen. Ich glaub irgendwannn ist das Limit erreicht und es geht nicht mehr weiter mit dem reindrücken.

Sehs von einer anderen Seite. Hatte ich an anderer Stelle mal erwähnt. Die Gitarre ist so dermaßen robust, was in meiner Sammlung schon Seltenheit hat, irgendwie.
Die hat schon vieles durch (zb paar Jahre Hitze und Feuchtigkeit in Thailand, aber auch Kälte und Winter in Deutschland. Und bis heute ist die Halsschraube unberührt.
Elektronik hat keinerlei Macken, im Gegensatz zu meiner JH strat zb.
Wenn die Gitarre 12 Jahre alt ist wird sie auch noch weitere 12 halten. Ich spiele meine wegen dem Radius heute nicht mehr so oft (karpaltunnel...) aber an sich hat sie einen festen Platz hier.
 
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