Fender Telecaster Custom: Bridge-Humbucker auch 500 kOhm-Potis?

EAROSonic

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Hallo,

ich möchte meine Fender Telecaster Custom an der Bridge mit einem DiMarzio Tone Zone T ausrüsten. Normalerweise befindet sich an der Stelle ein Singlecoil. Macht es Sinn, das Tone- und/oder Volumepoti durch ein 500 kOhm zu ersetzen? In der Regel schraube ich nicht viel an den Potis, dennoch sollten sie doch zum Pickup passen.

Danke Euch!
 
Slideblues

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Ein brauchbares 500K log Poti kriegst du für (unter) 5,- Euro... das Wechseln sollte in 15 - 30 Min. erledigt sein (je nach Fertigkeiten)... also... Versuch macht kluch... oder so... Ich habe unzählige PU, mit den unterschiedlichsten Potis "vermählt" und mein Fazit ist.... kann was bringen, muss es aber nicht... Letztlich ist es eine Frage des persönlichen Geschmacks...
 
bagotrix

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Hi,

Tatsache ist, dass die Potis, insbesondere das Volume, den Sound auch ganz aufgedreht etwas beeinflussen. Denn eigentlich ist das Volume dann ganz zugedreht, d.h. es liegt der maximal mögliche Widerstand zwischen dem heißen Ausgang des Schalters und der Masse. Untechnisch gesprochen: Je geringer dieser Widerstand ist, desto mehr Signal kann sich über diesen Seitenzweig aus dem Staub machen. Auch voll aufgedreht wird dieser Widerstand aber nie unendlich groß, es gilt die alte Weisheit: "Ein bisserl Schwund ist immer". Es gibt auch Gitarren, bei denen kann man die Potis per "Lead Free"-Schalter ganz rausnehmen, und da hört man den Unterschied ganz klar. Bei den Signalen innerhalb einer Gitarre kommt nun hinzu, dass das Poti in Zusammenwirkung mit den Eigenschaften einer Spule (=Pickup) auch noch Einfluss auf die Resonanzfrequenz hat. Das Signal wird also nicht nur leiser, sondern vor allem auch in den Höhen bedämpft.

Die Dimarzio-HB im SC-Format sind aber laut Hersteller grundsätzlich dafür ausgelegt, mit den in solchen Gitarren idR vorhandenen 250 KOhm-Potis den beabsichtigten Sound zu bringen. Ihre Resonanzfrequenz im "nackten" Zustand ist also etwas weiter nach oben gerückt und stärker betont als beim Fullsize-Modell und wird erst durch die 250 KOhm wieder zurück in den beabsichtigten Bereich gebracht.

Bei Seymour Duncan gilt übrigens das gleiche für die Modelle JB jr., 'lil 59 und dergleichen. Leider kommuniziert Dimarzio das immer nur recht versteckt, mal hier und da bei Anfragen in Foren oder im Kleingedruckten irgendwo auf der Website.

Jetzt ist es aber gerade bei Deinem Tone Zone T so, dass der insgesamt ein eher dunkel abgestimmter PU ist. Es könnte also durchaus sein, dass der für Dich tatsächlich mit 500 KOhm Volume besser klingt. Bei der Kombination mit schon vorhandenen echten SCs stellt sich aber immer die Frage, ob die dann nicht zu schrill klingen, da sie durch den Wechsel ja ebenfalls weniger Dämpfung bekommen. Bei einem Tele-Neck ist das aber vielleicht gar nicht so unwillkommen, die sind ja oft eh etwas dumpf.

Ich würde den PU dennoch erst mal so einbauen, wie der Hersteller es vorsieht, also ohne weitere Änderungen an der Schaltung. Willst Du die ändern, geht es ja auch später noch. Man kann dann übrigens - falls nötig - auch eine Schaltung entwerfen, bei der für den SC ein 250 KOhm-Volume simuliert wird, indem man einen 500 KOhm-Festwiderstand automatisch parallel zum Volume schaltet.

Solltest Du hinterher den Tele-Twang am Steg zu sehr vermissen, wäre es auch eine schöne Variante, den Tone Zone T per Pushpoti parallel schaltbar zu machen. Gerade wenn ein PU so laut und fett ist, kann das oft besser klingen als ein Coil Split, und es bleibt brummfrei.

Gruß, bagotrix
 
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NOSdriver

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Ich kenne das jetzt nur von der Strat. Habe einen JB je eingebaut und war der Meinung das er clean zu dumpf klingt. HaneHdann einen 500er Volumepoti eingebaut und es war besser. Jedoch haben die anderen Singlecoils zu sehr darunter gelitten. Also zurückgebaut und einen Texas Special eingebaut. Der war mir selbst mir 250er zu spitz. Hab dann den JB wieder eingebaut und bin seit einigen Jahren sehr zufrieden.
 

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