Finger bleiben beim Bending auf Griffbrett haften ("ruckeln")

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HartmutM
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Hallo zusammen,

ich habe das Problem, dass ich manchmal nicht gleichmäßig benden kann, sondern mit meinen Fingern über das Griffbrett „ruckele“. Die Hornhaut auf den Fingerkuppen fühlt sich trocken an und der Hals (der Gitarre ;-) ) ist mit Dunlop Lemon Oil gepflegt.
Hat jemand Tipps, wo ich ansetzen kann?
VG Hartmut
 
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Dr Dulle
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a) Lemon oil weglassen
b) an Grifftechnik und Krafteinsatz arbeiten
 
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Jo. Ich habe mal versucht einfach nur mit dem Finger ohne Seite über das Griffbrett zu gleiten. Scheint wirklich das Öl zu sein.
 
clapton
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Ja, das Lemon Oil wirkt stumpf und trocken. Um die Hornhaut etwas geschmeidiger zu machen, empfehle ich eine Urea-haltige Hand- oder Fußcreme. Das beugt a) Neubildung von Hornhaut vor und hält sie b) etwas feuchter und weicher. Ruhig so eine Fußcreme für Diabetiker nehmen. Die gibt es bei Aldi für knapp 3€ und ist gut. Abends vor dem Schlafengehen ruhig dick eincremen.
 
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Beim nächsten Saitenwechsel versuchen so gut es geht das Lemon-Oil mit Waschbenzin zu entfernen bzw. zu vertreiben und dann wenn nötig in Zukunft mit Leinölfirnis das Griffbrett pflegen...
 
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Hm damit sollte man wohl auch vorsichtig sein.

"Lappen und auch Stahlwolle, die mit Leinöl kontaminiert sind, können sich selbst entzünden und ein Feuer entfachen. Besonders kritisch sind zusammengeknüllte Lappen und Papiertücher. In solchen Fällen können sommerliche Temperaturen schon ausreichen um den Lappen in Brand zu setzen. Auch wenn das Leinölfirnis mit Terpenen zum Halböl angemischt wurde ist das Risiko der Selbstentzündung besonders groß. Der Flammpunkt liegt dabei unter 50°C."

Ausserdem:
"Überstände müssen nach einer Einzugzeit von typischerweise einer halben bis einer Stunde vollständig mit einem Tuch abgenommen werden. Sie würden sonst schlecht aushärten und eine klebrige Oberflächenschicht hinterlassen."

Den Schlussatzbeachten den das wäre ja extem kontraproduktiv. Also unbedingt daran halten.

Und nochmal damit es sicher nicht übersehen wird.

"Mit Leinölfirnis benetzte Materialien wie Stofftücher, Papier, Staub oder Stahlwolle sollten gewässert oder unter Luftabschluss aufbewahrt werden, da die Gefahr von Selbstentzündung besteht. Große Gefahr besteht vor allem bei zusammengeknüllten Lappen, weil hier die Reaktionswärme schlecht abgeführt werden kann."
 
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Ein Sicherheitshinweis ist nie verkehrt.

Mir ist es noch nie gelungen ein Tuch mit Leinöl / Halböl zur Selbstentzündung zu bringen und ich hab das echt schon aus Neugier versucht zu forcieren.

Den kleinen Schnipsel Küchentuch den man für ein Gitarrengriffbrett braucht kann man ja direkt entsorgen oder einfach mutwillig anzünden.

Wenn in Schreinereien große Flächen geölt werden ist der Hinweis unbedingt zu beachten!
 
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ich will ja die Hornhaut, die ich mühselig aufgebaut habe, nicht verlieren, geschmeidig darf sie allerdings werden. Ich werde Deinen Tipp (danke dafür) mal probieren.
 
TanteGünter
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Beim nächsten Saitenwechsel versuchen so gut es geht das Lemon-Oil mit Waschbenzin zu entfernen bzw. zu vertreiben und dann wenn nötig in Zukunft mit Leinölfirnis das Griffbrett pflegen...
+1 für Leinölfirnis!

Ich habe meine Orville Les Paul Custom nach langer Zeit mal wieder auf die Bank gelegt und das Griffbrett mit Feuerzeugbenzin (ist soweit ich weiß alles die gleiche Suppe, nur anderer Name) gereinigt. Dann habe ich Leinölfirnis mit Küchentuch dünn aufgetragen, nach circa 30/45 min sorgfältig die Überreste weggewischt und noch ein bisschen gewartet bis ich dann frische Saiten aufgezogen habe.

Ich habe den Tipp von @Bassturmator jetzt schon einige Male gelesen, auch mit dem Hinweis das Lemon Oil wegzulassen und bin froh, dass ich das mal ausprobiert habe. Das Griffbrett hat sich wirklich noch nie so geschmeidig angefühlt und es sieht auch bedeutend länger "frisch" aus. Hatte einfach eine normale Dose aus dem Baumarkt besorgt, die wird vermutlich ein Leben lang halten. Oft benutzen werde ich es vermutlich nicht, da es so aussieht, als würde es ewig halten und konservieren.

Lohnt sich auf jeden Fall mal auszuprobieren!
 
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Danke, hab es gerade gelesen. Da ich nach Bending gesucht hatte, habe ich es nicht gesehen.
Beitrag automatisch zusammengefügt:

+1 für Leinölfirnis!

Ich habe meine Orville Les Paul Custom nach langer Zeit mal wieder auf die Bank gelegt und das Griffbrett mit Feuerzeugbenzin (ist soweit ich weiß alles die gleiche Suppe, nur anderer Name) gereinigt. Dann habe ich Leinölfirnis mit Küchentuch dünn aufgetragen, nach circa 30/45 min sorgfältig die Überreste weggewischt und noch ein bisschen gewartet bis ich dann frische Saiten aufgezogen habe.
Zur Sicherheit: Du meinst Firnes und kein Leinöl aus dem Supermarkt?
 
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Leinölfirnis ist Leinöl das gekocht wurde und damit voroxydiert ist. Es funktioniert beides.
Wichtig bei Leinölfirnis ist es, einen Firnis zu nehmen, der wirklich nur aus Leinöl besteht und nicht noch zugesetzte Sikkative. Diese sind nicht unbedingt als gesund einzustufen.

Leinöl(firnis) ist in Bezug auf die Selbstentzündung wirklich etwas poblematisch. Aber es spricht ja nichts dagegen, den Lappen oder die Stahlwolle mit Seifenwasser auszuwaschen. Dann ist diese Gefahr gebannt.
Der Lappen kann dann getrocknet und wieder verwendet werden, die Stahlwolle kann man dann wegwerfen.
 
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Leinölfirnis ist Leinöl das gekocht wurde und damit voroxydiert ist
Aus der Wiki:
"Weder in der handwerklichen, noch in der künstlerischen Verwendung von Leinölfirnis gibt es eine einheitliche Definition seiner Zusammensetzung. Es kann jedoch festgestellt werden, dass es sich um ein modifiziertes Leinöl handelt, dessen Trockeneigenschaften „durch unterschiedliche Behandlungen“ verbessert worden sind"

Man sollte sich den Artikel u.U. durchlesen.
Scheint gute Infos zu enthalten wenn man diesbezüglich unerfahren ist was ja vielleicht beim TE der Fall sein könnte.
 
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ch will ja die Hornhaut, die ich mühselig aufgebaut habe, nicht verlieren
an den Fingern der Greifhand braucht man die auch, wenn du nicht irgendwelche merkwürdigen Krankheiten hast, beachte das weiter gar nicht. Ich hab da nie irgendwelche "Pflege:rolleyes:" gebraucht.
Meine Griffbretter schmier ich auch nicht mit irgendwas ein. Entstauben und notfalls mit einem etwas feuchten Tuch etwa beim Saitenwechsel
drüber gehen. Wie oft wechselst du die Saiten denn? Daran könnte es auch liegen.
 
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Hat schon jemand Knochen-Würfeln und Federbüschel-Wedeln angeführt?

Es geht doch um: "Finger bleiben beim Bending auf Griffbrett haften ("ruckeln")". Im älteren Thread war man sich ziemlich einig, dass Bending nicht auf dem Griffbrett, sondern auf den Bünden stattfindet - da kann man auch Kleber auf's Griffbrett schmieren. Statt Kohlenwasserstoffen hilft eher die richtige Spieltechnik.
 
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Myxin
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Im älteren Thread war man sich ziemlich einig, dass Bending nicht auf dem Griffbrett, sondern auf den Bünden stattfindet - da kann man auch Kleber auf's Griffbrett schmieren. Statt Kohlenwasserstoffen hilft eher die richtige Spieltechnik.

Also wenn du keine 6000er oder 6100er Jumbos oder ein scalloped Griffbrett hast, dann werden deine Fingerkuppen schon etwas Kontakt mit dem Griffbrett haben.
Da nützt eine andere Spieltechnik auch nur bedingt was, die zaubert das "Fleisch" an den Fingerkuppen ja nicht weg.
 
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ChP
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Ist da Pipi drin? :gruebel::D
Harnstoff wird grob gesagt aus Luft und Wassetstoff hergestellt. Historisch gesehen hat diese schöne Verbindung leider keinen schönen Namen bekommen. Und es ist mMn der beste Wirkstoff zur Hautpflege. Daher kann ich dem Tipp von oben nur zustimmen, auch wenn es sicher nicht der Schlüssel zu guten Bendings ist.
 
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