Fingersatz Grundlagen

von stirner, 12.06.18.

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  1. stirner

    stirner Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.06.18   #1
    Ich bin ein kompletter Klavier Anfänger und versuche, etwas Jazz zu üben. Dabei spiele ich u.a. Patterns durch unterschiedliche Tonarten/Akkordtypen. Ziele dahinter sind Technik üben, Gehör bilden und Grundlagen für Improvisation aufbauen.

    Theoretisch ist das alles klar. Ich bin mir aber bei Fingersätzen nicht immer sicher. Ich habe lange klassische Gitarre gespielt und da waren Fingersätze essentiell, sie konnten aber im Voraus überlegt und eingeübt werden. Das ist beim Jazz natürlich anders. Eine Meinung, die ich gehört habe, war, dass man im Prinzip alles gleich spielen soll, um Sachen einfach zu halten - ein Pattern wird in allen Tonarten mit dem gleichen Fingersatz gespielt. Eine andere, dass man am besten so viel wie möglich nur mit drei Fingern spielt (ohne 1 und 5), das stellt sicher, dass man später auch schnell spielen kann. Simplify everything.

    Da ich ein Anfänger bin, kann ich auch nicht schnell spielen. Ich kann nicht testen, ob ein Fingersatz nur in langsam funktioniert und ab einer bestimmten Geschwindigkeit nicht mehr praktikabel ist.

    Welche Grundregeln gibt es für Fingersätze, an die man sich halten sollte? Gibt es Dinge, die man immer vermeiden soll? So wie "schwarze Tasten möglichst nicht 1 und 5 spielen"? Soll man versuchen für jede Tonart eine optimale Lösung zu finden oder besser alles einheitlich behandeln?

    Beispiele -
    In Triolen, von Grundton aus: 1-3-1 3-5-3 5-7-5 7-9-7
    (Bei C: CEC EGE GBG BDB)
    Hier habe ich ein Paar Sachen ausprobiert, fühlt sich alles komisch an.

    1-2-3-5 vom Eb aus (Eb-F-G-Bb) und andere Varianten ( 3-5-1-2 etc..) - 1 und 5 auf schwarzen Tasten, 2 und 3 zwischen den schwarzen?

    Skalenläuf in Terzen, Skalen Patterns wie 1234-2345-3456 etc. Immer 1-2-3-4, unabhängig vom Startton?

    Arpeggien über mehrere Oktaven (1-3-5-7-1'-3'-5'-7'-1'' ..)
     
  2. McCoy

    McCoy HCA Jazz & Piano Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 12.06.18   #2
    Keine! :D

    "Keinen Daumen auf schwarzen Tasten" gilt nur für Tonleitern/Läufe. Bei Akkorden, Oktavläufen und anderem braucht man den Daumen häufig auf schwarzen Tasten.

    Jede Tonart hat andere Fingersätze. Deshalb gibt es auch keine Grundregeln. Es gibt Tonarten, die ähnlich sind: Fm, Cm und Gm z.B. Aber genau gleich sind sie nie.

    1234 1234 1234 z.B. klappt leider nicht in allen Tonarten gleich gut. Wenn ich z.B. in D-Dur fis g a h spiele, würde ich 2134 nehmen (nur mal als Beispiel).

    Wenn man die Klassiker spielt (Beethoven, Chopin, Liszt, Czerny etc.) kann man viel über Fingersätze lernen.

    Die beiden Simplify-Ideen halte ich für kontraproduktiv. Schnell wird man dadurch nicht. Klavier muß man leider komplatt anders lernen als Gitarre. Diese Griffbrett-Pattern-auswendiglern-und-dann-abdrück-Geschichte klappt so nicht auf dem Klavier. Natürlich gibt es auch solche Abdrück-Patterns auf dem Klavier, aber es sind eben in jeder Tonart andere.

    Viele Grüße,
    McCoy
     
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  3. pianoonfire

    pianoonfire Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.11.18   #3
    Hallo,
    seit ich mir keine oder kaum noch bewusst Gedanken zu meinem Fingersatz mache, kann ich viel besser spielen, die Finger finden *von alleine* schon ihren besten Platz und ich merk ja ob es guttut oder ein Finger unglücklich an seiner Stelle ist.

    liebe Grüsse
     
  4. McCoy

    McCoy HCA Jazz & Piano Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 25.11.18   #4
    Naja, genau dieses ich-merke-ja ist doch letztendlich dasselbe wie sich-Gedanken-machen ... :nix:
     
  5. stuckl

    stuckl Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 25.11.18   #5
    Ich schreib meinen Schuelern einen Fingersatz an den Canon D-dur.

    ich finde keinen idealen / perfekten, aber mein Grundwissen und Spielpraxis hilft und mir graut wenn ich sehe was die Schüler selbst fuer Ideen und Handhaltungen haben ohne Unterweisung.
     
  6. Günter Sch.

    Günter Sch. HCA Piano/Klassik HCA

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    Erstellt: 28.11.18   #6
    Wer die nötigen bewegungsabläufe beobachtet, findet auch den für ihn günstigsten fingersatz: so einfach wie möglich.
    Geschmeidigen, in alle richtung drehbaren gelenken ist vieles möglich ("virtuosen-fingersätze").
    Dabei sind ein erfahrener lehrer und/oder lange praxis kaum zu ersetzen.
     
  7. mrtheo

    mrtheo Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.12.18   #7
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