Frage zum Buch Powervoice

von Robbie2006, 12.01.07.

  1. Robbie2006

    Robbie2006 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.01.07   #1
    Da ich (m,19) schon seit längerem mit dem Buch Powervoice trainiere, hab ich mal ne Frage.
    Ich hoffe, ein paar von euch kennen das Buch und die Übungs-CD, weil die mir wahrscheinlich am besten helfen können.

    Frage zum Buch POWERVOICE!

    Ab Übung 14 gibts auf der CD Kopfstimm-Übungen, die ziemlich hoch sind.
    Wenn ich die Nicht-Falsett ansinge, dann rutsch ich spätestens nach 2 Tönen ins Falsett. Wenn ich sie im (gestützten) Falsett ansinge, tu ich mir da schon wesentlich leichter.

    Da in diesem Buch allerdings mit keinem einzigen Wort das Falsett erwähnt wird, ist es vielleicht möglich, dass es den Unterschied zwischen Falsett und Kopfstimme nicht ganz so eng sieht.

    Es ist nicht wirklich herauzuhören, wie es auf der CD gesungen wird.

    Also meine Frage: Denkt ihr man(n) bzw. ich soll das im Falsett an singen, oder in der Kopfstimme, wo ich spätestens nach 2 Tönen ins Falsett kiekse...

     
  2. Elisa Day

    Elisa Day Mod Emeritus Ex-Moderator HFU

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    Erstellt: 13.01.07   #2
    Hi Robbie!
    Genau darin liegt die Gefahr dieser Bücher mit CD: sie gehen nicht individuell auf Deine Stimme / Stimmlage ein sondern setzen Dir irgendetwas vor, das eventuell gar nicht zu Dir paßt.
    Ich kann als Frau nicht beurteilen, ob Du da schon ins Falsett wechseln musst / kannst / sollst. Die Übung ist für Kopfstimme gedacht und vielleicht solltest Du sie Dir selbst runter setzen, um sie in Kopfstimme üben zu können. Ich habe mein Powervoice verliehen und kann mir daher die Übung leider nicht ansehen. :(
    LG
    Elisa
     
  3. IcePrincess

    IcePrincess Vocals Ex-Moderator

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    Erstellt: 13.01.07   #3
    Hi Robbie!

    Ich habe das Buch auch nicht und kann daher leider nicht reinhören.

    Aber vom generellen, technischen Standpunkt aus gesehen solltest Du die Übungen im gestützten Falsett singen, wenn Dir das leichter fällt.
    Es ist nie gut, einen Stimmteil in Bereiche zu pressen, in die er nicht will.
    Höhe und Übergang gewinnst Du auch beim behutsamen Üben. Der Übergang Kopfstimme-Falsett ist bei den meisten Leuten deutlich spürbar - hören kann man ihn nicht immer - da nenne ich als Beispiel mal eine Opernsopranistin, die innerhalb der Arie in ihr Pfeifregister wechselt, das hörst Du auch nicht. Aber in der Kopfstimme würde sie schon lange weg-kieksen.
    Zumal nicht jeder Sänger ein sinnvoll nutzbares Pfeifregister hat. Meine Freundin zum Beispiel liegt stimmlich nur einen Halbton unter mir und hat kein nennenswertes Pfeifregister. Trotz Einzelunterricht.
    Ich hab' das Pfeifregister und kann es - wie Du beschreibst - dazu nutzen, Töne kraftvoll auszusingen, die in der Kopfstimme nur blass kieksen.

    Grüße

    Ice
     
  4. holyman

    holyman Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.01.07   #4
    Vorab: Ich gebe IcePrincess und Elisa Day vollkommen Recht, wenngleich auch ich zugeben muß, das Buch ebenfalls nicht gelesen zu haben!!!
    Aber Folgendes: Das Buch erwähnt wahrscheinlich deswegen das Wort "Falsett" nicht, weil das nichts anderes ist, als die Bezeichnung für die Kopfstimme beim Mann! Das Buch ist Unisex, darum hat das Wort dort nichts zu suchen!

    Es gibt bei der Kopfstimme generell nur eine Art, es richtig zu machen, und das ist die von dir beschrieben gestützte Form. Alles andere wäre falsch und klänge wie Coldplay & Co... einfach grauenvoll! Gutes Beispiel für Richtig wäre zB MUSE.

    Natürlich gibt es individuelle Unterschiede, je nachdem ob du Tenor oder Bariton bist und wo dein Kehlkopf sitzt. Das ist von Natur aus gegeben und du kannst es nicht ändern, auch wenn du noch so verbissen übst!
    Wichtig ist, dass du mit solchen Übungen ein Gefühl bekommst, ab wo du sozusagen "umschalten" mußt! Darüber hinaus solltest du diese "Stütze" nicht einfach nur im Falsett verwenden, sondern auch in der Brust- und Mischstimme. Dann funktioniert das Umschalten in die reine Kopfstimme leichter!
     
  5. IcePrincess

    IcePrincess Vocals Ex-Moderator

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    Erstellt: 17.01.07   #5
    Sorry, holyman, aber diese Aussage ist schlicht falsch.
    Lies' Dir bitte mal die Stimmregister-FAQ von user dirk in unserem FAQ-Bereich durch.
     
  6. holyman

    holyman Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.01.07   #6
    Nun, ich kenne hier mehrere Ansichten (Fistelstimme, etc)... Aber das ist nicht das Grundlegende in diesem Blog... Darum möchte ich mich hier nicht festlegen!
     
  7. Foxx

    Foxx Pop/Rock-Gesang HFU

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    Erstellt: 17.01.07   #7
    Die Kopfstimmen- und Falsettthematik führt hier ja immer wieder zur Verwirrung. Könnte auch daran liegen, dass da insgesamt nicht unbedingt Einigung herrscht:

    Quelle: Wikipedia


    Ich persönlich empfehle gerne, weniger auf die Terminologie zu achten sondern auf das Körpergefühl. Als Mann wird man einen essentiellen Umschlagspunkt in der Stimme entdecken, den es kennenzulernen gilt. Ob man das drüber nun Kopfstimme, Falsett oder meinetwegen Hagebuttenflöten nennt, ist doch im Grunde zweitrangig.
     
  8. holyman

    holyman Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.01.07   #8
    @ Olive Foxx
    Thx, hast meine Ehre gerettet!

    Nochmal zu Robbie2006:
    Mein Tipp: Nimm dir zumindest am Anfang für ein paar Stunden einen Lehrer! Ich denke, du bist noch ein wenig zu früh dran, um schon in höheren Lagen zu singen.
    Nur wer die Töne seiner eigenen Lage richtig bildet, kann darauf aufbauend auch richtig in den hohen Registern singen. Und dazu ist es von pikanter und unerläßlicher Wichtigkeit diesen Knotenpunkt in und auswendig zu kennen!!! Das kannst du dir unmöglich alles selber beibringen, sowas dauert selbst mit Lehrer Jahre!!!
    (Ich bin seit 5 Jahren bei einer Lehrerin und bin noch nicht einmal annähernd dort, wo ich hin möchte!)
     
  9. IcePrincess

    IcePrincess Vocals Ex-Moderator

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    Erstellt: 17.01.07   #9
    Also ich habe klar !zwei! Umschlagspunkte in meiner Stimme - von Brust- in Kopfstimme und dann noch von Kopfstimme in Pfeifstimme/Falsett.

    Vor allem in der klassischen Literatur wird diese Dreiteilung für Männer wie Frauen akzeptiert. dirk übrigens ist Profi aus der klassik-Ecke. Der hat wohl auch drei Umschlagpunkte. Und Whych - korrigier' mich falls ich mich irre - hat auch Kopfstimme plus Falsett...

    Auch der Wikipedia-Artikel geht - so wie ich ihn verstehen - auch mal grundsätzlich von drei Stimmregistern aus, schreibt aber, dass es in der neueren Theorie auch Zwei-Register-Theorien gibt.

    Dem Rat Gesangsstunden zu nehmen ist zwar nichts hinzuzufügen, aber ich weiß, dass das nicht immer geht.

    Mach' im Zweifelsfall so weiter, wie Du Dich wohl fühlst.
     
  10. holyman

    holyman Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.01.07   #10
    Hi Nochmal!
    Wollte nur kurz sagen: Ich weiß auch von 3 Registern.
    Wichtiger, als die Frage nach der Benennung, ist die Thematik der richtigen Anwendung.
    (Habe mir eure FAQs angesehn und bleibe künftig bei eurer Erläuterung: "Kopf, Brust, Falsett" - Thx an der Stelle!)

    Egal ob du in Kopf, Brust oder Falsett Lage singst, die Stimme muß von "unten" kommen (jawohl, auch im Falsett!!!). Ohne dem bekommt die Stimme keinen Raum. Wenn man das nicht richtig beherrscht und man statt dessen nur "vordrückt", kann man keine Übergänge singen und es kommt zu diesem "Kiecksen", weil die Stimme einfach unkontrolliert das Register wechselt oder ausbricht!
    Dieses "offene" Singen allerdings ist gleich zu Anfang einmal die größte Hürde. Da bist du mit einem Lehrer am besten beraten!
     
  11. Johannah

    Johannah Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.11.10   #11
    Hallo =)
    ich bin neu hier. .
    ich habe gerade drüber nachgedacht ob ich mir Powervoice kaufen soll.
    ich weiß viele raten mir davon ab. kann mir vielleicht jemand erklärern wie so ein Buch aufgebaut ist? ich kann mir darunter nichts vorstellen.
    Kennt denn jemand so ein besserer Version von so einem Buch.
    ich möchte auf jeden fall ein Buch wo es um moderne Musik (R'N'B, pop oder rockmusik) geht nicht so oldies oder ähnliches!
    bitte schreibt mir eine Privatnachricht.
    Ich bedanke mich schonmal im Vorraus =)
    Danke
     
  12. ibkoeppen

    ibkoeppen Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.11.10   #12
    Hi -
    für Pop&Rockmusik ist das denke ich recht gut.

    Ich (als Rocksänger) nutze immer die Stimmbildungs-CD, und mich wärmen/lockern die Übungen schön auf und bringen mir auch eine Stimmkräftigung.

    Allerdings sollte man das wohl nicht als das Alleinseeligmachende nehmen, vielleicht zusätzlich zu Unterricht oder so.

    Ich finde auch die stimmanatomischen Dinge in dem Buch schön anschaulich dargestellt.

    Michael
     
  13. Foxx

    Foxx Pop/Rock-Gesang HFU

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    Erstellt: 10.11.10   #13
    Im Literaturempfehlungsthread gibt es Kommentare von Elisa Day und Chris Ryan:

    https://www.musiker-board.de/faq-workshop-voc/116553-gesangsliteratur-cd-dvd.html#post1322736



    Ich persönlich bin kein Freund des Buches. Ich finde dort wird unachtsam mit den Registerbezeichnungen umgegangen, was zur Verwirrung führen kann und finde es auch sonst an vielen Stellen recht oberflächlich. Ich habe auch mit vielen der Übungen nicht viel anfangen können aber da ist natürlich jeder anders.


    Edit: Ups, Buch verwechselt. Links korrigiert.
     
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