Frage: Zwei Amps gleichzeitig

TvdN
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Moin Moin!

Ich habe letztens Wiegedood live erleben dürfen und der Gitarrensound war kollossal gut. Beide Gitarristen hatten amp-technisch das gleiche Setup: Einen Marshall Gitarrenamp (konnte nicht genau erkennen, welche) und einen Orange AD200. Das klang gleichzeitig sägend und mit einem tollen Bass-Fundament ausgestattet. Einen Bassisten haben die Jungs übrigens dann nicht mehr am Start ^^

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Allgemeine Fragen: Auf was muss man achten, wenn man zwei Amps gleichzeitig spielt? Welche Kombinationen habt ihr schon gespielt? Gibt es einen empfehlenswerteren Umschalter als den Lehle Little Dual?

Und eine spezielle Frage hätte ich dann auch noch: Ich spiele sehr viel mit Effekten und schleife die Modulationen in den Effektweg meines Amps (Orange TH30). Wenn ich jetzt zwei Amps hätte, dann stelle ich mir das ganze so vor, dass ich die Effekte ausschließlich an einem Amp nutze und den anderen unverändert für zB das Bass-Fundament nutze. Ist das ein sinnvolles Setup? Welche anderen Setups wären plausibel?

Ich bin gespannt auf eure Erfahrungen in dem Bereich!
 
Eigenschaft
 
Du kannst das Signal splitten wo du willst, und ggf ja sogar stereoeffekte nutzen. Für das Bassfundament würde ich einen sehr lauten und cleanen Amp mit nem suboktaver spielen, so bleibts definiert. Theoretisch ginge da sogar n billiger lauter Basscombo, aber alles ist erlaubt. Für etwas mürbere Klänge n röhrenamp deiner Wahl.
hatte selber mal überlegt, einen bugera 1960 als günstigen zweiten Amp zu nehmen, dann halt n sehr dreckiges clean mit nem vergleichsweise hochgainigem amp mischen.
 
Ich persönlich finde das totalen Quatsch. Sicherlich kann man da das Quentchen besser klingen ... aber seien wir mal ehrlich. Bisschen übertrieben ist das schon. Wenn jemand der am selben Abend spielt sowas machen würde würde ich denken er muss sich über das Equipment profilieren.
 
Was ist denn nicht quatschig bei Gitarristen. Solchen Leuten geht's ja nicht darum, praktisch zu bleiben, sondern was neues auszuprobieren, und halt die wall of Sound einmal so richtig auszufahren. Und das ganze halt auch nicht ganz auf nüchterne Lunge ;)
 
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Das einzige, worauf man bei so einem Ampsetup aufpassen muss, ist das Problem der Brummschleife. Man bracht relativ sicher einen Trenntrafo. Ich würde zu einer Lehle Splitbox tendieren, da diese beriets was integriert hat und dazu noch gut (neutral) klingt.
 
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Wenn ich mal 'ne Freundin habe die mich richtig gern hat lass ich sie einen Twin und einen 18 TMB mit einer 2x12er (respektive zweimal 1x12er) für mich zum Konzert tragen die ich dann mit A/B Switch schalten kann. Das wär' was ... Aber unnötiger geht's nicht mehr.
 
Aber aber... was heißt unnötig. Es macht spaß, die Optionen zu haben und es sieht geil aus...Vor allem auf das letztere kommts doch an! Wir sind gitarristen :-D
Ich habe meinen Soldano hinter dem Preamp gesplittet und mit einer Seite in mein Delay gegangen. Also Wet/Dry.Konfigutarion! Meistens haben wir aber nur das Dry-Signal abgenommen, aber der Stage-Sound war geil....

full
 
Ich würde wetten, dass man den Sound von Wiegedood ohne den Bassamp nicht hinbekommen würde. Das war ein dunkles Röhren im Hintergrund, einfach sehr stimmungsvoll (und evtl auch unhörbar für alle Nicht-Gitarristen, aber who cares 'bout that? ^^). Und es hat den Bassisten quasi ersetzt, bzw der Sound war schon so stark und in allen Frequenzbereichen vertreten, dass die Unterstützung eines Bassisten auf dieser Ebene unnötig wurde. Soweit will ich gar nicht gehen, aber grade wenn man eine Wall of Sound erzeugen möchte, finde ich das Konzept plausibel, zumal man das zB mit dem Lehle Switcher auch zu- und abschalten könnte (daher auch die Idee, einen Amp für die Effekte zu lassen und dann den Bass-Amp zuschalten, evtl mit einem Oktaver, gute Idee!, wenn es benötigt wird).

Mantar spielen zB auch mit einem ähnlichen Setup, wobei es hier 3 Amps auf der Bühne waren. Und das faszinierende: Bei dieser Zwei-Mann-Truppe (Gitarrist, Drummer) vermisst man weder in der Klangdichte noch in den Frequenzen weitere Instrumente und ich könnte mir vorstellen, dass das Setup daran maßgeblichen Anteil hat.
 
Das meine ich ja nicht. Ich spreche davon dass man für den reinen Gitarrensound so eine Aktion nicht abfeuern muss. Klar, geil isses ... aber wenn du so ankommst musste auch ordentlich den Käse vom Brot spielen sonst machste dich zur Lachnummer. Dann lieber Understatement. :)

Ich sage ja nur, dass es aus SOUNDTECHNISCHEN Gründen heutzutage (Modeling, Mehrkanaler, Multieffekt, ...) nicht mehr nötig ist. :great:
 
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Und wie bekäme ich so ein dunkles Röhren im Hintergrund (ich hoffe, es ist klar, was ich damit meine, besser kann ich es irgendwie nicht beschreiben) mit einem Mehrkanaler hin? Bass reindrehen, wenn der EQ getrennt ist, ok, aber dadurch wird ja auch der Gesamtsound des Amps dumpfer und weniger brilliant. Genauso, wenn ich den EQ von nem Multieffekt nutze, dann verändere ich den kompletten Sound und nicht nur das Bass Fundament. Der Vorteil in meinem Kopf (selbst ausprobiert habe ich es ja noch nicht) ist ja grade, dass man einen unveränderten Sound aus dem einen Amp mit dem Sound des anderen Amps kombiniert. So habe ich dann den zB mit viel Höhen und wenig Bässen eingestellten sägenden Black Metal Sound und erzeuge mit dem zweiten Amp das gewünschte Röhren im Hintergrund, zusammen wird es dann eine ordentliche Wall of Sound. Bei Sludge-Sounds könnte ich mir ähnliche Vorteile vorstellen: Bluesiger Grundsound plus volles Brett aus dem zweiten Amp.
Mir ist unklar, wie man das ohne Kompromisse anders erzeugen kann.

Und ich weiss ja nicht, können wir vielleicht solche Sachen wie Prestige uä aus der Diskussion rauslassen? Mir zumindest ist das schnurzpiepsegal, ob die Leute mit nem Full Stack oder einem kleinen Kombo auf der Bühne stehen, Hauptsache der Sound ist erstklassig. Mir gehts ausschließlich um den Sound, den ich als sehr eindrucksvoll empfunden habe und nicht darum, den größten Amp auf der Bühne zu haben.
 
Ich sage ja nur, dass es aus SOUNDTECHNISCHEN Gründen heutzutage (Modeling, Mehrkanaler, Multieffekt, ...) nicht mehr nötig ist. :great:

Stimmt. Ich habe relativ viel mit Kombinationen aus zwei und drei Amps experimentiert. Macht durchaus Spaß. Ich habe auch haufenweise Profile von solchen Multi Setups gemacht. Das klappt auch sehr gut und klingt auch entsprechend. Zu nem Gig schleppen würde ich den ganzen Kram ohne Roadie jedenfalls nicht mehr.
 
Wenn du bei der Gitarre Bass willst, nimm n oktaver, Alles andere wie eq-Spielchen bringt wummern und dumpfheit statt bass.
 
Ich wollte mir eh demnächst einen Nano POG gönnen, mal schauen, ob mir das reicht oder ob ich weiter träume :D
 
Und wie bekäme ich so ein dunkles Röhren im Hintergrund (ich hoffe, es ist klar, was ich damit meine, besser kann ich es irgendwie nicht beschreiben) mit einem Mehrkanaler hin?
Bin kein Spezialist bei so abgefahrenen Sachen aber ich würde mal in die Richtung Octaver gucken (hab mir das Video nicht angeschaut).
 
Ich wollte mir eh demnächst einen Nano POG gönnen, mal schauen, ob mir das reicht oder ob ich weiter träume :D
Ich bin gleich den ganzen Weg gegangen, der POG2 hat so tolle Regler die den Attack wegregeln und so, kommt unterstützend sehr geil. Ist aber natürlich wieder ne Hausnummer.
 
Hab letzte Woche Wiegedood ebenfalls gesehen, schon ein extrem dicker Sound. Hab selbst mal mittels lehle Splitter nen orange rv mit nem mywatt/hiwatt an einer 215er samt POG2 betrieben, dass bretzelt schon ordentlich, nachbaubar ist der W-Sound mit Sicherheit. Im Falle Mantar muss man halt stepptänzer sein :)
 
Haha, stimmt! Hier das Board vom Mantar-Gitarrero:

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Ich werde mir mal Nano POG und den POG2 bestellen und ausprobieren, ob und welcher von beiden das gewünschte liefert. Ich werde berichten :)
 
Zwei Amps gleichzeitig für totalen Quatsch zu halten ist totaler Quatsch. ;)
Wenn man zwei Amps zur Verfügung hat und einem der Sound gefällt, auf jeden Fall machen!

Es sollte natürlich zur Band und Musik passen, in der man musiziert. Für experimentelles in kleiner Besetzung großartig, kann es bei einer umfangreich besetzten Top40 Band tatsächlich überflüssig oder sogar hinderlich sein (Wieviel Platz brauche ich auf der Bühne und welche Frequenzen decke ich im Band-Spektrum ab).

(Ich mache das zur Zeit zufälligerweise auch: Das Gitarrensignal wird am Anfang der Effektkette (Pedalboard) gesplittet, eine Hälfte geht direkt in einen cleanen Amp mit dezentem, kurz eingestellten Delay davor, die zweite Hälfte geht durch diverse Effekte (Mods, Drives und Booster) in einen zweiten, ebenfalls cleanen Amp mit Hall im FX-Loop. So habe ich auch bei verzerrten Sounds aus Amp 2 immer einen cleanen Sound-Anteil aus Amp 1 und es klingt insgesamt sehr klar und direkt. Die Gitarre klingt durch zwei Boxen übrigens auch einfach "raumgreifender". Mir gefällt's, aber jeder wie er mag!)

Wer das auch exzessiv betreibt ist übrigens Sel Balamir von Amplifier, der spielt teilweise 4 Amps gleichzeitig!
 
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Zwei Amps gleichzeitig für totalen Quatsch zu halten ist totaler Quatsch. ;)
Also sich die Mühe zu machen das Zeug mitzuschleppen finde ich schon Quatsch. Mojo hat es aber an den Sound kommt man auch anders. Mehr sage ich ja nicht. Das ist so wie mit 2 Gitarren. Schöner ist es zwischen Strat und Tele zu wechseln aber es geht auch mit einer davon wenn man auf den Gig fährt.
 
Also sich die Mühe zu machen das Zeug mitzuschleppen finde ich schon Quatsch. Mojo hat es aber an den Sound kommt man auch anders. Mehr sage ich ja nicht. Das ist so wie mit 2 Gitarren. Schöner ist es zwischen Strat und Tele zu wechseln aber es geht auch mit einer davon wenn man auf den Gig fährt.
Wir sollten auch alle Kemper und in-ear spielen, und die Gigs halb so laut machen, aber es heißt halt nicht ZDF musikantenstadl sondern Rock'n'roll, und dafür leiden Musiker und Publikum gleichermaßen für ein schönes Erlebnis ;)
 
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