framus star bass

von 2djinn, 23.11.08.

  1. 2djinn

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    Erstellt: 23.11.08   #1
    zuerst einmal hallo an alle, dies ist mein erster post im musiker-board. ich habe zwar überlegt, in den identifikations- und wertermittlungsthread zu schreiben, da es aber nicht nur um identifikation geht und das ganze überdies etwas länger geworden ist, mich entschieden, einen neuen thread zu eröffnen. falls das ungünstig ist, bitte ich einen administrator das ganze zu verschieben, vielen dank.

    mein anliegen: ich habe hier einen vintage bass, der eigentlich sehr nett ist, aber auch noch einige ungereimtheiten aufweist. leider weiss ich nicht so recht, was hier nicht stimmt, ob und wenn ja, was verbastelt wurde oder ob sich vielleicht einige teile nur im lauf der jahre verzogen haben. aber zur sache.

    ich habe den bass vor ungefähr 9-10 jahren von einem freund, dessen vater ihn auf irgendeinem dachboden gefunden hatte, für den, wie ich finde, recht annehmbaren preis von damals noch 50,- DM gekauft. er hat ein paar kratzerchen und lackabriebe und einige bünde sind etwas abgespielt (beschränkt sich aber auf die ersten 3-4, und auch da ist eigentlich nur der zweite besonders in mitleidenschaft gezogen und recht eingekerbt). im unteren bereich des halses wurde, vermutlich nachträglich, eine kleine ösenschraube (inkl. einer zweiten "fehlbohrung") als gurtbefestigung (der echte gurtpin auf der rückseite scheint leider entfernt und das loch mit schwarzem isolierband verdeckt worden zu sein), sowie im oberen bereich eine art rote kunstlederfolie, wohl als schutz oder antirutschvorichtung, angebracht. alles etwas unschön, aber noch akzeptabel. schaut man auf der framus vintage webseite

    http://www.framus-vintage.de/module...atID=4622&instrumentID=4021&modellID=81&cl=DE ,

    so könnte man geneigt sein, den bass als 5/149 Star Bass mit black rose finish zu identifizieren. tailpiece, brücke, korpus, finishvariante, wie auch die pickguardplatte mit eingebauter elektrik scheinen dafür zu sprechen. unterschiede zum modell auf der homepage:

    - der hals (gleiches black rose finish wie der body) weist 21 statt 20 bünde und einen zusätzlichen "dot-inlay" im griffbrett im 17. bund auf
    - der volumenknopf am pickguard ist silber, der andere schwarz
    - das framus logo auf dem body fehlt
    - die form der kopfplatte ist ganz anders, ich habe die gleiche form aber auch schon auf anderen starbass-varianten im internet entdecken können, wenn sie auch seltener zu sein scheint, als die form auf der framus website

    nun möchte ich nicht ausschliessen, dass es in der dunklen framus geschichte einige varianten der instrumente gegeben haben mag, sowie auch die framus homepage selbst noch lange nicht vollständig und die firma noch immer mit der rekonstruktion ihrer vergangenheit beschäftigt ist. mit unterschiedlichen designs ist sicherlich zu rechnen.

    auf der rückseite der kopfplatte steht auch die seriennummer: 29075-62B, wobei das B auch mit geringerer wahrscheinlichkeit ein E sein könnte, da davon etwa die hälfte nicht zu sehen ist. die kopfplatte hat sich mit rissbildung etwas verzogen und nach vorne gebogen, so dass die einstmals passenden stücke von kopfplatte und hals jetzt nicht mehr passen (siehe bild). entweder ist die seriennummer also vor dem zusammenbringen von kopf und hals unsauber aufgebracht worden, oder das fehlende stück des Bs müsste am halsstück zu erkennen sein, was es aber nicht ist. sollte das der fall sein, könnte das ein indiz dafür sein, dass kopf und hals ursprünglich nicht zusammengehörten. allerdings gibt es auf dem betr. stück hals auch gewisse lackunsauberkeiten, die erst nachträglich entstanden sein könnten. zu erkennen ist von dem buchstaben jedenfalls nichts mehr.

    ferner ist das pickguard etwas komisch verbaut. zwischen dem hals und der, von vorne betrachtet, rechten halsbefestigung sind etwa 3-4mm luft, was durch das zwischenlegen eines (unsauber ausgeschnittenen, und deswegen vermutlich nachträglich eingebauten) stückchen holz ausgeglichen wurde.

    fazit: im grossen und ganzen sieht der bass, bis auf das halbe fehlende B der seriennummer und die sache mit dem pickguard/hals, in sich recht stimmig aus, so dass alle teile durchaus original sein könnten (sieht man mal von der ösenschraube und der kunstlederfolie ab). wenn auch keine 100%ige identifikation über die framus vintage homepage möglich ist, so deutet doch einiges auf das 5/149 modell hin. trotzdem würde mich interessieren, was andere zu dem bass zu sagen haben. warum passen pickguard und hals nicht? was hat es mit der kopfplatte/seriennummer auf sich?


    ausserdem hätte ich noch ein paar andere fragen zu dem bass. als ich ihn bekam, waren noch die alten flatwound saiten drauf, die ich aber bald gegen roundwounds tauschte. kann man sagen, dass flatwounds sich auf hollowbody-bässen mit solch schmalen griffbrettern besser machen, als roundwounds (klanglich, als auch von der grösse her)? gibt es da tendenzen, was die meisten leute aufziehen oder ist das eher geschmackssache? ferner sind durch die roundwounds an den bereits runtergewetzten stellen an den ersten drei bünden weitere abnutzungserscheinungen aufgetreten. liegt das an deren vorbelastung (ungleichmässiger abrieb), sind alte bundstäbchen da gefährdeter als neue oder ist das ein problem, das generell bei bässen häufiger auftritt (bin eigentlich gitarrist).

    ich habe auch noch den gurt, den ich damals mit dem bass bekommen habe (siehe foto). weiss zufällig jemand, ob das der original gurt sein könnte?

    zur reparatur:
    anfangs konnte ich dem bass, an den verstärker angeschlossen, noch einige, wenn auch traurige, töne entlocken, die aber schon recht bald verstummten. jetzt kommt da leider garnix mehr, ich spiele ihn nur trocken. ich habe die elektronikabdeckung zwar mal "aufgelötet", um zu sehen, ob es vielleicht nur an einem lockeren kabel o.ä. liegen könnte, das ich mit meinen zugegebenermassen geringen elektronikkenntnissen selbst reparieren könnte. auf einen ungeschulten ersten blick hin, und ohne zusatzgeräte, konnte ich da aber leider nix entdecken. bevor ich das ding aber nun ins musikgeschäft bringe, wo man mir evtl. nur gegen einen kostenvoranschlag weiterhilft, wollte ich hier mal fragen, wie hoch die chancen so sind, die elektrik wieder auf vordermann zu bringen. die pickups scheinen noch halbwegs magnetisch zu sein. im zuge einer reparatur gäbe es wohl zwei philosophien/herangehensweisen: 1. das ganze mit so wenig ersatzteilen wie möglich zu reparieren, nach möglichkeit den alten pickup behalten bzw. vintage ersatzteile verbauen. was die vintage ersatzteile betrifft, so beobachte ich ebay schon seit längerer zeit, bisher leider ohne ergebnis. ansatz 2: den bass mit neuer elektronik richtig auf vordermann bringen. könnte mir vielleicht dazu jemand tips geben? welcher tonabnehmer passt in das pickguard?

    die kopfplatte war schon beim kauf verzogen. wie könnte man die wohl wieder in ihre ursprüngliche position bringen?


    so, es war ein langer text, ich hoffe aber trotzdem, dass hier jemand ein paar ideen hat und mir weiterhelfen kann. die kompetenzen sind sicherlich vorhanden. vielen dank und grüsse, 2djinn
     

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  2. 2djinn

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    bilder teil 2..
     

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