Frequenzanalyse

von workstour, 11.06.07.

  1. workstour

    workstour Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.06.07   #1
    Hallo!

    Wie genau geht man eigentlich mit einer Frequenzanalyse um? Es sind ja viele bunte Balken zu sehen, z.b. die von Waves PAZ Frequency Analyzer o.ä.
    Nur wo erkennt man es, dass sich Frequenzen beißen und wie begradige ich es anschliessend?
     
  2. Wolf-107

    Wolf-107 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.06.07   #2
    Naja, indem du dir die einzelnen Elemente von einem Song auf dem Spectrum ansiehst und dann eines nach dem anderen dazuschaltest.
    Idealerweise geht man in der Reihenfolge von den Bässen zu den Höhen (Bass-->Bassdrum-->303-->Snare (z.B.)).
    Ja, und Überlagerungen kriegt man mit EQ's und gates in den griff, und natürlich braucht man ein Gutes Gehör und einiges an Erfahrung.

    Aber der Grundablauf sollte so aussehen (zumindest so in etwa)
     
  3. tonkind

    tonkind Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.06.07   #3
    Hi,

    wenn Du diese Tools in der Summe verwendest, kannst du daran nur ablesen, ob z.B. der geamte Mix zu höhenlastig geraten ist.
    Schleifst Du einen Analyzer in eine Einzelspur siehst Du das Spektrum des einzelnen Instruments - klar.

    Hast Du z.B. eine Bass- und eine Bassdrumspur, siehst Du Dir die Frequenzen einzeln an und stellst beispielsweise fest, dass beide um die, sagen wir 80 Hz einen starken Peak aufweisen. Dann kannst Du davon ausgehen, das es in der Mischung mulmig klingt, sich beide Spuren nicht richtig durchsetzen.

    Abhilfe in diesem Fall: Bei z.B. der Bassdrum-Spur die 80 Hz absenken und eine andere Frequenz anheben, die in der Bass-Spur nicht besonders prägnant ausgebildet ist.
    Du ordnest also beide Spuren nebeneinander im Frequenzspektrum an.
    So wird es transparent und druckvoller in der Mischung.

    Das Absenken und Anheben machst Du mit Filtern, auch Equalizer oder Eqs genannt.

    Und es sei noch gesagt, dass man besser damit fährt, mit den Ohren statt mit den Augen zu arbeiten. Heißt: Solche Analyzer sind etwas mit Vorsicht zu genießen.
    Für den Anfang stellen sie aber eine gute Hilfe dar, um richtiges, frequenzbezogenes Hören zu lernen.

    Es grüßt
    das Tonkind
     
  4. soneworks

    soneworks Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.06.07   #4
    Ein kleiner Tip am Rande aus eigener Erfahrung.
    Ein Analyser im Master zeigt dir immer nur, ob du möglicherweise was falsch gemacht hast. Z.B ein Bild mit starken Überhöhungen oder Einbrüchen bei bestimmten Frequenzen.

    Im Gegenzug kannst Du bei einer sehr ausgeglichenen Linie noch lange nicht von einem perfekten Master ausgehen.
     
  5. workstour

    workstour Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.06.07   #5
    Super, vielen Dank für die Antworten und super Tips! Habe jetzt auf jeden Fall mehr Durchblick:-)
     
  6. Atomwolle

    Atomwolle Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.06.07   #6
    Frage von mir:
    Gibt es so einen "Frequenzanalysierer" umsonst irgendwo zu haben? Sprich zum runterladen, wo man dann am PC seinen Mix darin analysieren lässt?
    Arbeite normelerweise mit HD Recorder, aber möchte auch mal meine Stereo Summe "kontrollieren"


    Mfg
    Wolle
     
  7. workstour

    workstour Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.06.07   #7
  8. tonkind

    tonkind Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.06.07   #8

    Es gibt ein recht taugliches freeware-Programm, das auf alle Fälle reicht, um einen 2-Spur-Mix zu checken.

    www.audacity.de

    Da ist ein Analyzer mit dabei ("Spektrogramm")

    Es grüßt
    das Tonkind
     
  9. soneworks

    soneworks Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.06.07   #9
  10. KlausP

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    Erstellt: 14.06.07   #10

    Sehr richtig!

    Ich bin mal beim Mastern so vorgegangen daß ich professionelle Aufnahmen, deren Sound mir gefiel analysiert habe und dann versucht habe, den Frequenzverlauf auf meinem eigenen Master nachzubilden.

    P.S. ich habe dazu das Freeware Plugin "Inspector" verwendet
     
  11. foxytom

    foxytom Mod Emeritus Ex-Moderator HFU

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    Erstellt: 14.06.07   #11
    Ja, den "Inspector" nehm ich auch, und vor allem, da kannst du einstellen (wohl bei anderen auch), ab wann clipping angezeigt werden soll, -8db, -3db, 0db oder oder.
    Dazu die optische Analyse (diese bunten Balken) und man sieht in welcher Ecke des Frequenzspektrums das Clipping erzeugt wird.
    Feine Sache. Ich tu mir schwer, das rauszuhören, ob s wegen dem Crash-Becken oder dem gleichzeitigen Bassdrum-Schlag clippt

    Blues zum Gruß
    Foxy
     
  12. Controll

    Controll Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.06.07   #12
    Das sind jetzt aber alles nur Plugins, die man für einen Mix verwenden kann. Nichts was live den Eingang analisiert.

    Ich such schon seit geraumer Zeit ein Tool, bei dem ich Live in meinen Laptop das Master Signal einschleifen kann, damit ich dann sehe, wie ausgewogen alles ist. - Setzt natürlich eine Lineare Anlage vorraus, ich weiß, aber darum solls hier erstmal nicht gehen. Mich würde eben besondern beim Send auf den Mehrspurrecorder interessieren, wie das alles so aussieht, was da rüber kommt.

    Wäre cool, wenn ihr mir so ein Programm empfehlen könntet. - Also eins, was direkt das Einganssignal analisiert.

    mfg, Controll.
     
  13. soneworks

    soneworks Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.06.07   #13
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