Frustlied (deutsch)

von Salatdressing, 13.03.06.

  1. Salatdressing

    Salatdressing Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.03.06   #1
    hey
    ich bin ein absoluter Neuling auf dem Gebiet des Text schreibens. Dieses Lied ist für die Leute, die sich gerade ziemlich beschissen fühlen und denen großes unrecht wiederfahren ist (in der Liebe, Verlust eines Menschen,.....) Würd mich sehr über grundsätzlich Tipps auf Grund mein Schreibstils freuen. Ach... das Lied hat noch keinen Titel, wem ein guter Titel einfällt, ich wäre dankbar.

    Nun sitz ich hier weiß nicht wie lang
    Mit einer Flasche Korn in meiner Hand
    denk darüber nach, was geschah
    Kanns nicht glauben, ist es wahr

    Draußen wird es langsam heller
    Und die Flasche leert sich immer schneller
    Ich weiß nicht was ich machen soll
    Ich weiß nur mein Kopf ist voll

    Warum musste das geschehen
    Ich kann es einfach nicht versteh‘n
    Muss der Weg so steinig sein
    Und das Leben so gemein

    Geh ich immer weiter in diese Gasse
    Bis ich alles und jeden hasse
    Ich werfe keinen Blick zurück
    Renne immer weiter in mein Unglück

    Langsam rutscht die Flasche aus meiner Hand
    und fliegt durch den Raum gegen die Wand
    ich steh auf, doch weiß nicht wann
    weiß, dass es nicht so weitergehen kann

    Warum musste das geschehen
    Ich kann es einfach nicht versteh‘n
    Muss der Weg so steinig sein
    Und das Leben so gemein

    Geh zu Schrank
    Öffne die Tür
    Nehm einen Stift
    Und ein Blattpapier
    Setz mich hin
    - und schreib dieses Lied




    Thx schonmal


    Salatdressing
     
  2. strongtone

    strongtone Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.03.06   #2
    du solltest unbedingt darauf achten, dass die anzahl der silben in jeder zeile gleich bleibt, wenn du in dieser form schreibst. und am besten wäre wenn die betonung immer auf den gleichen silben ist. und ansonsten ... üben,üben,üben =)
     
  3. marcel121234

    marcel121234 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.03.06   #3
    Das mit den Silben ja das stimmt
    nimm eine Melodie und dichte drüber
    kein Stift, ist dir feindlich gesinnt
    schreib nur bis er ist hinüber!!

    und ob 's jetz klappt oder niemmermehr
    hauptsach' du bist jetzt glücklicher

    ...Marcel121234
     
  4. x-Riff

    x-Riff Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 14.03.06   #4
    Ein paar Anregungen, wie Du möglicherweise mehr Vielfalt in Deine Texte bringen kannst:
    1. Löse Dich von den strengen Reimschemata. Insbesondere die Kombination aus kurzen Strophen und der Reimform (a, a, b, b) verführt zu Reim-Dich-oder-Ich-freß-Dich-Versen.
    2. Versuch mal, genauer zu beschreiben. Im Prinzip gibtst Du ausschließlich die Gedanken eines Menschen wieder. Du kannst mehr Ebenen reinbringen, wenn Du auch den Kontext beschreibst (Wie sieht der Raum aus? Wie sieht der Mensch aus? Welche Kleidung hat er an? Was passiert ausserhalb des Raums? Das lockert den Text auf.
    3. Mit den oben beschriebenen Ebenen kannst Du eine metaphorische Ebene mit reinbringen. Das heißt eine Ebene, in der Stimmung, Atmosphäre ausgedrückt wird. Sehr vereinfacht: Die Sonne geht auf/Frühling = Hoffnung. Nacht/Winter = Dunkelheit. Du weißt schon, was ich meine. Versuch aber, nicht allzu ausgelatschte Bilder und Metaphern zu bemühen. Das gibt dem Text eine weitere Ebene.
    4. Erzähl mehr von der Geschichte: Was begreift die Person nicht? Was ist überhaupt geschehen? Alles bleibt sehr abstrakt und damit entsteht Distanz zu der Person.

    Grüße,

    x-Riff
     
  5. Salatdressing

    Salatdressing Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.03.06   #5
    danke für die Kritik, ich hab aber noch ein paar fragen bzw. kommentare dazu

    Sind die Strophen so kurz? Ich find die eigentlich ziemlich lang.
    Das mit dem Reimschema, mach ich irgendwie automatisch, weil ich sonst denke, dass man den Text nicht singen kann

    Der Sinn des Liedes war, dass es allgemein ist und im Prinzip jeden anspricht. Aber mir ist schon klar, dass es dadürch vieleicht etwas langweilig wird.

    Danke nochmal für die Stellungnahmen, werd die auf jedenfall für den nächsten Text im Hinterkopf behalten und versuchen auch anzuwenden.

    Salatdressing
     
  6. x-Riff

    x-Riff Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 14.03.06   #6
    Die Strophen sind nicht zu kurz. Nur zusammen mit Deinem Reimschema engst Du Dich sprachlich sehr ein.
    Zum zweiten: Genau darum geht es ja: sich etwas, das man automatisch macht, bewußt zu machen, um es bei Bedarf zu ändern. Also versuch in den nächsten Texten mal ein anderes Reimschema (a,b,a,b oder x,b,y,b, oder a,b,a,b,a oder a,b,b,a). Experimentiere mal damit. Schreib mal zunächst in Prosa (frei) eine Idee oder Geschichte auf und überlege Dir erst dann, in welcher Weise Du einen Songtext daraus machen willst. Ein songtext muß nicht unbedingt wie ein Gedicht sein, und ein Gedicht muß sich nicht unbedingt reimen! Dass man es singen kann, hängt nicht davon ab, ob es sich reimt. Das hängt eher von der Silbenzahl pro Zeile ab. Es gibt auch ganz frei Formen (z.B.: Atlantis von Donovan), die eher einer über/zu Musik erzählten/gesungenen Geschichten gleichen.
    Eben. Du kannst schon darauf vertrauen, dass ein Leser/Hörer für sich davon abstrahiert. Beispielsweise: In einem song verliert jemand seinen roten Gummielefanten. Der steht für seine behütete Kindheit. Und er steht für den Verlust einer ihm wichtigen Sache. Das muss deutlich werden. Dann kann jeder Leser/Hörer den roten Gummielefanten durch etwas ersetzen, was ihm/ihr wichtig ist. So funktioniert das.

    Viel Erolg,

    x-Riff
     
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