FX Pedalreview - AMT S1 Soldano - Visual Sound H2O - Keeley Time Machine Boost

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Drei auf einen Streich ...

Hallo Freunde des guten Tons.

Ich weiß, der Abschnitt über den Keeley Time Machine Boost ist grausam lang geworden, aber es gab auch für mich nur 2 Möglichkeiten: Zu sagen, hey Leute, saugeiler Booster, kauft Euch das Teil, oder mich damit auseinander zusetzen und zu versuchen das Gerät möglichst mit meiner Worten zu erklären. Leider gab es kein Review, dass ich, ganz der Karl Theodor, schnell abkupfern konnte. Also, der Text ist lang, aber inhaltlich auch sehr interessant. Ich denke, dass es doch den ein oder anderen gibt, der hier interessiert ist. Viel Spaß.

Da Effektpedale hier relativ selten vorgestellt werden, wollte ich heute 3 meiner aktuellen Neuzugänge unterschiedlicher Couleur für Euch etwas genauer unter die Lupe nehmen. Nachdem ich in den letzten Wochen meine Gitarrensammlung doch sehr ausgedünnt habe, war es mir ein Bedürfnis als Erstes einige Pedale, mit denen ich schon seit längerem geliebäugelt habe, als Balsam auf die Wunden zu legen. Letztlich war es dann doch eine schwarze Les Paul, die nötig war, um mich wieder völlig auf die Beine zu stellen.

Aber für eine Erste Hilfe Notbehandlung taugen die Drei allemal. Ich will auch gleich mit dem Kleinsten, einem pfiffigen Burschen aus Omsk Sibirien, in der ehemaligen Sowjetunion, beginnen. Sergej Marichev, der Mann hinter AMT und ehemaliger Techniker in einer sowjetischen Waffenfabrik, ist nicht der erste, der erfolgreich russische Elektronik und Röhrentechnik bei audiophilen Projekten einzusetzen weiß. Warum er allerdings gleich zwei seiner Röhrenpreamps nach ehemaligen sowjetischen Mittelstreckenraketen benannt hat, sollte dann aber schon einmal an anderer Stelle hinterfragt werden.

Das AMT S1 Soldano

Zumindest äußerlich nicht ganz so martialisch wie Sergejs SS 11 und SS 20 kommt das S1 Soldano aus der Legend Amp Serie. Die Firmengeschichte von AMT Electronic ist auch die Geschichte von Sergej Marichev und beginnt im Jahre 1982 in der damaligen Sowjetunion. Aber das könnt ihr alles auf der AMT Homepage nachzulesen. Vordergründig interessiere ich mich für seine Pedale und möchte mich deshalb auch direkt dem S1 Soldano zuwenden.



In etwa so schwer wie ein Päckchen Deutsche Markenbutter und auch nur geringfügig kleiner, kommt der S1 Soldano in einer der üblichen stabilen Pedalboxen, ich kenne das Material nicht genau, aber es macht einen sehr robusten Eindruck. Die Potis mit rutschfestem Gummiknobs sind äußerst stabil und lassen sich mit festem Gripp in Position drehen. Regler für Low, Mid und High sorgen, ganz wie bei einem echten Preamp, für eine genaue Einstellung in den wichtigen Frequenzbereichen. Gain regelt das Eingangssignal, während Level das Output voll aufgedreht noch einmal, um bis zu + 10db anheben kann.

Mit meiner Stratocaster und den Kinmännern geht es dann auch gleich zur Sache, alle Parameter bis auf den Output Level erst mal vorsichtig auf 12 h und dann langsam aufdrehen. Der kleine Russe versucht erst gar nicht mit freundlichen Klängen zu schmeicheln, sondern fängt schon bei der Berührung des Output Level an gefährlich zu knurren und am Käfig zu rütteln. Ich möchte es einmal so formulieren, der S1 fängt in etwa da an wo beim Okko Diablo schon wieder Schluß ist. Oder zumindest kurz davor.

Letztlich gibt es auch nur zwei akzeptable Einstellungen: nämlich sehr heftig und extrem brutal. Dabei bleib das S1 relativ rauschfrei, selbst bei Single Coils bleibt alles erträglich. Mit einer Les Paul und Phat Cat P90 ist das S1 etwas weniger scharf in den Höhen, dafür aber mit kräftigen und drückenden Mitten. Die Bässe bleiben dabei immer Tight und enden nicht in undefinierbarem Matsch. Ich habe jetzt nicht ausprobiert wie das S1 bei tieferen Stimmungen, von denen ich ja auch gar keine kenne, reagiert. Ich kann mir aber gut vorstellen, dass es hier auch alle Anforderungen meistert.

Fazit:

Das AMT S1 Soldano ist ganz klar ein Pedal für böse Buben. Marichev, der seinen Firmensitz schon längst in die USA verlegt hat, gibt mit der firmeneigenen Parole "The new standard of heavey guitar tone" die Ziele ganz klar vor. Obwohl die AMT bei der Legend Amp Serie auch Marshalls, Boogies und sogar einen Fender Twin in kleinen Kistchen steckt, ist die Zielgruppe doch eher irgendwo zwischen Hardrock und Metal Zuhause. Und hier macht das S1 einen zufriedenstellenden Job und vermittelt auch ehrlich den Sound von hart angesteuerten 5881. Es kann nicht sehr viel, das aber richtig. Die Option mit dem zusätzlichen Cabinet Simulation Output ist eine weiterer Pluspunkt und mit einem Straßen Preis von 99 €, ist das S1 doch schon fast ein Schnäppchen.

Mittagspause:

Die ganze Testsession fand sehr zum Ärger meiner Katze an einem sonnigen Samstagnachmittag bei offenem Fenster statt. Wie viele von euch wissen, wohne ich in einem vorwiegend orientalischen Stadtteil von Berlin. Als Exil Bayer habe ich damit auch keine Probleme. Dummerweise verstehe ich nur wenige Worte türkisch und arabisch, so dass ich mir bei manchen Zerrgraden nicht ganz im Klaren war, ob die begeisterten Rufer den S1 Soldano einfach nur gut oder völlig geil fanden. Ich bin mir aber sicher einige Mal die Worte Allah al Akbar, und irgendwas wie Machmah Dschihad verstanden zu haben. Naja, Cat Scratch Fever, wer keine Aufenthaltserlaubnis hat, kann auch nicht die Cops rufen. Trotzdem freue ich mich, dass meine islamischen Nachbarn inzwischen doch so viel von Texas Blues und Hard Rock verstehen.




Das H2O von Visual Sound:

Ich hatte mir ja vor einiger Zeit das MXR Chorus und das Echo Park auf das Brett geholt, wobei sich das MXR einfach nicht anpassen wollte und das Echo Park für ein Stressbrett zu fummelig ist. Die Kompaktlösung war das überarbeitete H2O von Visual Sound, das inzwischen auch kosmetisch aufgewertet wurde und wirklich hübsch anzusehen ist.

Da das Wasserwerk schon einige Male sehr ausführlich getestet wurden und sich bereits als amtliches Delay/Chorus Doppelpedal bewiesen hat, will ich für die Einzelheiten auf das vorzügliche Review von distored.guitar verweisen:

https://www.musiker-board.de/reviews-e-git/296480-effekt-visual-sound-h2o-v2-liquid-chorus-echo.html

und will hier nur kurz über den H2O Sound auf meinem Board berichten. Dazu ein Wort zu meinem Board. Pedaltrain Two - man sollte immer eine Nummer größer nehmen - alle Pedale gehen direkt in den Cleankanal meines Renagade, bzw. Fender Champ Mod. XD. Der Signalweg geht von Tuner durch den Oil Can Phaser - Okko - Tube Zone - AMT S1 - Keeley Boost - H2O - Ernie Ball. Das Wah habe ich aus der Effektkette genommen, es läuft separat.

Dabei ist das ganze Board wirklich so rausch- und brummfrei, dass ich manchmal auf die Signallämpchen schielen muss, um mich davon zu überzeugen, dass ich online bin. Ich weiß nicht, ob ich nur Glück habe, oder ob es an den recht hochwertigen Planet Waves Patchkabeln liegt, jedenfalls geht es hier beängstigend ruhig zu. Auch gibt es keine Dynamikabfälle, sodass ich den Kauf des Lehle Sunday noch einmal verschoben habe. Grund dafür scheint allerdings auch der letzte Kandidat, der Keeley Time Machine Booster, zu sein.

Das H2O bietet zwei Effekte mit außergewöhnlichem Klang, ein Chorus und ein Delay im selben Gehäuse. Die Chorus Partie ist analog und Dank des neuen BBD Chips ist der Effekt sehr weich und musikalisch. Er ist sehr gut regulierbar und geht von feinem Chorus bis zu dicken Lesliesounds. Ich benutze ihn auch sehr oft zum Andicken meiner Acousticgitarre.

Der Delay des H20 steht dem Chorus jedoch nicht hinten an. Obwohl bei diesem Preis natürlich ein digitales Echo dahintersteckt klingt das Voicing doch sehr analog. Die maximale Verzögerung von 800ms ist sehr komfortabel und ein Switch erlaubt die Umstellung zwischen langem und kurzem Echo, was eine besser Kontrolle von 'Slapback' Effekten erlaubt. Die beiden separaten Ausgänge für DRY und WET lassen zwei verschieden Amps für Stereosounds ansteuern. Das H2O fügt sich vorbildlich in mein Board ein und ich habe mich jetzt schon so daran gewöhnt, dass ich es auch gleich festtackern könnte.



Das Fazit:

Für mich persönlich hat das H2O Delay/Chorus Doppelpedal kleinen Referenzstatus. Es versteht sich vorzüglich mit den anderen Kollegen, auch aus der Overdrive und Distortion Abteilung. Schon der Oil Can Phaser von Visual Sound hatte ich schnell in mein Herz geschlossen: Das Auffällige an diesen beiden Pedalen ist die Tatsache, dass sie sich unauffällig in das Board einfügen und in keiner Situation aufdringlich klingen. Wer funktionelle und gutklingende Modulationseffekte sucht, der sollte die Pedale von Visual Sound auf jeden Fall einmal anspielen. Der Straßenpreis für das neue H2O liegt bei 230 €.

Kaffeepause:

Alle Pedale werden über eine zentrale Stromquelle mit 9 Volt versorgt, das Okko und der Keeley Booster mit 12 bzw. 18 Volt. An Gitarren spiele ich, wie auch in Echt, meine Stratocaster mit dem Kinman Blues Set, eine Höfner Verythin mit Schaller Super 50 Alnico 5 und seit gestern, als Nachfolger für die LP Doublecut eine schwarze Gibson Les Paul Classic mit Duncan Phat Cat P90.

Das Keeley Time Machine Boost -TMB:

Je später der Abend, desto schöner die Gäste. Kein Satz der trotz der späten Stunde weniger auf das Keeley Time Machine Boost der Firma Legendary Tones passt, denn schön ist der Booster nun wirklich nicht. Das hat er auch gar nicht nötig, denn wo er herkommt zählen ganz andere Eigenschaften. Legendary Tones begann in den USA, als eine Webseite für Musiker auf der Suche nach dem Gitarrenton ihrer Träume. Es dauerte nicht lange und legendarytones.com wurde zur wichtigsten Informationsbörse und ist auch heute noch eine der führenden Informationsquellen rund um den guten Ton, mit Artikeln und Bewertungen der neuesten Produkte, und einer umfangreichen Sammlung von Informationen über klassische und moderne Equipments, sowie von Sound Dateien und Künstler Profilen.


Die augenblickliche Situation an Board...

Robert Keeley ist Präsident von Keeley Electronics und der Hersteller des Keeley Compressor, einer aktualisierten und verbesserte Version des bekannten Ross Compressor, der für seine transparente Kompression bekannt. Obwohl bei Keeley Electronics, neben einer Vielzahl von Modifikationen bekannter Pedale, auch hochwertige eigene Produkte in Handarbeit und aller höchster Güte gefertigt werden, ist der Time Machine Boost schon so etwas das Lieblingskind der Factory. Der Keeley MOD ist mittlerweile auf allen hochwertigen Effekt Pedalen ein zusätzliches Gütesiegel.

Peter Frampton hat den Time Machine Booster seit Jahren auf seinem Pedalboard, Jeff Beck will sich von seinem nicht mehr trennen und George Lynch wurde gar nicht einem Signature Modell beehrt. Desweiteren haben auch David Gilmore, Joe Perry, Bob Rock und Steely Dan Gitarrist Jon Herrington, ebenso wie Steve Vai und viele andere Profimucker diesen Booster in Gebrauch. Leider sind die Keeley Produkte in Deutschland nicht zu bekommen, es gibt einen Laden in der Schweiz oder eben die Möglichkeit in den USA zu bestellen. Gelegentlich sieht man einen bei Ebay, der aber meistens das Auktionsende nicht mehr erlebt, so wie der hier. Und das mit Grund.



Robert Keeley Electronics sagt über das Gerät, ich übersetze frei:

Das Keeley Time Machine Boost ist ein Zwei-Kanal-Preamp-Gitarren-und-Boost-Effect-Pedal. Es bietet eine Reihe leistungsstarker Gitarrensounds und ist äußerst effektiv für das Anfahren von Röhrenverstärkern in Overdrive und Sättigung. Die beiden Kanäle sind Vintage und Modern. Die Vintage-Kanal ist inspiriert von den begehrten und gefragten Germanium Halbleitern wie sie beispielsweise im Dallas Rangemaster, einer 60s Treble Booster Legende und eines von Claptons Lieblingspedalen, verbaut wurden.

Der Modern-Kanal bietet von JFET Transistoren angeheizt einen + 23dB reinen, sauberen und transparenten Lautstärkegewinn. Die Verwendung eines speziellen Spannungs-Verdoppelung IC gibt dem Time Machine Boost viel Headroom. Wie bei allen von Keeley entwickelten Elektronikteile, wurden in diese Vorstufe und das Boost-Pedal nur top-of-the-line audiophile Teile wie Silberlot, teflonbeschichtet Verdrahtung und Metallfilm Kondensatoren und Widerstände verbaut. Okay, das klang jetzt reichlich trocken, fühl- und hörbar sieht die Sache schon ganz anders aus.

Beeindruckende Eindrücke:

Ich habe den Keeley direkt hinter den drei Zerren und vor dem Delay/Chorus platziert, eine gute Wahl wie sich nun zeigt. Auf der Vintage Seite arbeite ein Treble Booster, auf der Modern Seite ein Clean Booster. Bei dem Treble Booster kann mittels Switch noch einmal zwischen 1966 und 1973 Modus wählen, im Clean Part kann mit dem Switch ein Wrap Drive aktiviert werden. Ich denke einmal, dass das Keeley Java Boost auf der linken Seite und der Katana Pre Amp für den Clean Booster Pate gestanden haben. Dabei kosten diese Teile für sich schon ein kleines Vermögen. Man spürt mit jedem Handgriff dass hier Gitarren- und Soundspezialisten auf hohem Nivau, und den besten Industriestandards nur eines im Sinn hatten: das Beste.

Jeder kennt es diesen Zustand nach dem Tauchen, wenn man Wasser in den Ohren hat, sich das raus schüttelt und mit einem Mal wieder alles völlig klar und deutlich, fast schmerzlich hörbar wird. So will ich meine ersten Eindrücke einmal vorsichtig beschreiben. Kein Witz, so habe ich meine Stratocaster bisher noch nicht gehört. Alles erscheint noch einen Tick klarer, die ohnehin für Hum Singlecoiler sehr offenen Kinmänner klingen noch brillanter, noch dynamischer und dabei hatte ich nur den Clean Booster, bzw. Modern Part aktiviert.

Diese Einstellung kann praktisch ständig beibehalten werden. Ist der Wrap Drive Switch ausgeschalten, kann der Volume Regler praktisch bis zum Anschlag aufgedreht werden, ohne dass eine hörbare Verzerrung eintritt. Kontinuierlich werden Lautstärke und Dynamik bis zu + 23 db angehoben, absolut clean und kompakt und dynamisch, ohne dass das Klangbild angetastet wird. Hier ist gleich schon mal großes Kino geboten. Selbst der kleine modifizierte Champ mit seinem 10" Eminence klingt plötzlich wie ein 12er Combo. Wenn ich jetzt schreibe, man hört förmlich das Holz der Stratocaster schwingen, dann ist das natürlich Blödsinn (so wenig wie Wölkchenahorndecken obertonreicher als Geriegelte sind), aber ich muss auch sagen, außer im Studio waren mir so viel Clean und Dynamik bisher fremd.

Des einen Freud´ des anderen Leid. Das Keeley hört alles und man ist gezwungen sich eine äußerst sauber Spielweise zuzulegen, will man die Freunden, die das Teil zu bieten hat genießen. Ich behaupte jetzt einmal steif und fest, dass man es hört ob ein Kunststoffplek nun eher abgerundete oder steile Kanten hat. Betätigt man den Wrap Drive geht es mit den FETs und ansteigender Lautstärkt in eine angenehme trockene Zerre, bis in etwa das Maximum eines Tube Screamer erreicht ist, nur sehr viel schöner. Die ganzen Möglichkeiten die sich hier ergeben, insbesondere wenn man die Wirkung des TMB auf andere Effektgeräte mit einbezieht, lassen sich wahrscheinlich nur in einem längeren Seminar abarbeiten.

Auf der Vintage Side zeigt sich der Rangemaster. Hier steht der Treble Boost Effekt im Mittelpunkt und damit die NOS Premium Germanium Transitoren, die inzwischen faktisch nur noch in ganz kleinen Mengen verfügbar sind. Die Vintage 1966 Sektion ist exakt der Boost Sound, der auch aus Claptons Rangemaster Boost auf dem John Mayall´s Bluesbreaker Album zu hören ist. Das ist es, was das 1966 so einzigartig macht. Durch die exakte Auswahl der Germanium Transitoren kommt es bei einem Anstieg der Mitten und Höhen zu einem Clipping Effekt, in den gleichen Frequenzen.

Das Vintage 1973 basiert auf einem modifizierten Treble Booster. Brian May benutzt eine solche modifizierte Treble Boost Schaltung in seiner Spezialklampfe und Tommi Iommi fährt seine Riesen Laney Stacks über einen ähnlich veränderten Booster. Nur damit hier klar wird wovon die Rede ist. Für einen Autodidakten wie mich, der sich ohne eine fachliche Ausbildung mehr oder weniger in die Materie eingelesen hat, der Rest ist gefühlt und gehört, ist es ohnehin schwer das Ganze auch noch so zu erklären, dass man es auch versteht. Ich gebe mir natürlich Mühe, trotzdem ist es möglich dass auch mir Fehler unterlaufen. Allerdings, wer nix schreibt kann auch nix Falsches schreiben. Ich denke ihr versteht den dezenten Hinweis.



Fazit:

Das Keeley TMB ist ohne Frage ein Referenzgerät in Sachen Clean und Treble Booster. Hier hat sich eine Gruppe hochqualifizierter Soundtüftlern und Musiker zusammengefunden und mit audiophilen Vorgaben ein Gerät zu bauen, das ihren eigenen Ansprüchen genügt. Das Keeley TMB ist nicht einfach ein weiteres Effektgerät auf dem Board, es nimmt aktiviert Einfluss auf alles was klingt. Es gibt natürlich auch die Option, das TBM vor alle Pedale an den Anfang der Effektkette zu setzen, wo es dann im Zusammenspiel mit Overdrive und Distortion Pedalen ganz andere Qualitäten unter Beweis stellen kann.

Beeindruckend der kompromisslose, hohe Qualitätsanspruch, der weit über das hinaus geht, was man landläufig von Effektpedalen erwartet. Sicherlich wird das TBM, dank seiner audiophilen Qualitäten, in Studiosituationen immer einen guten Job machen. Ich werde es noch in anderen Postionen ausprobieren, jetzt geht es zuerst einmal in den Proberaum.

4:03 h: Die drei haben ihre Feuerprobe erst einmal mit Bravour bestanden, besonders der letzte Kandidat sorgte für großes Aufsehen. Ich hatte den Eindruck, dass der Renagade zum ersten Mal richtig zeigen könnte, was er drauf hat. Im Clean Boost Modus, das Volume auf 1:00 h, das ist die Einstellung, die das ganze Equipment in neuem Licht erstahlen lassen, ohne dabei an einen Effekt zu denken. Der Amp gewinnt an Größe und Headroom und ich traue mich schon fast nicht mehr das Schlüsselwort Dynamik überhaupt noch auszusprechen. Die beiden unterschiedlichen Boost lassen dabei auch ihren Glanz auch auf die andere Pedale fallen. Bisher konnte ich nur Manny´s Guitar Shop in der Schweiz als den nächsten Händler ausmachen. Sicherlich lassen sich aber auch bei einer Bestellung in den USA noch der ein oder andere Dollar sparen, vor allen Dingen wenn der Zoll so freundlich ist, das kleine Päckchen ungehindert passieren zu lassen.

In diesem Sinne, ich hoffe, dass auch heute für jeden etwas dabei war und wünsche Euch allen eine musikalische Woche, :great:

PS: Der Streetpreis für das Keeley TMB liegt bei etwa etwa 300 $ in den USA, Mani´s Guitar Shop in St. Gallen, Schweiz, hat den TMB für inflationäre 299 CHF/230 € im Programm.
 
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Hallo Armin,

Du hast hier wirklich 3 tolle Reviews aus dem Ärmel geschüttelt. Sehr schön geschrieben, witzig, und liest sich fast wie von selbst, und dann noch dazu äusserst informativ! :great::great::great:

lg
Chris
 
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Sehr schöner Bericht. Gibt Kekse. Was hast du denn für den Boost gezahlt, wenn ich fragen darf? Macht mich gerade schon irgendwie an :D Einziger Kritikpunkt ist nur die Tatsache, dass ich mal vermute, der Booster boostet die Höhen und nicht das Zittern, ist also eher ein Treble Boost denn ein Tremble Boost :p
 
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Wirklich erstklassiges Review Armin. Da macht das Lesen wirklich Laune.

Sind ja sehr ausgefallene Treter, die ich bisher z.T. auch nur vom Herstellernamen kannte. Die Modelle selbst hab ich vorher noch nie zu Gesicht bekommen.
Speziell das S1 macht neugierig. Auch wenn dein Fazit "eher was für böse Buben" eigentlich gar nicht zu mir paßt ;). Mit 99€ ist das S1 ja auch gar nicht so teuer.
 
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Hi Armin!! (Ausgewanderter Bayer - furchtbar mit dir!!!;))

Deine Reviews laufen wie immer runter wie Butter:great::great:
Kekse dazu gibts Systembedingt erst später;)
VG
 
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Hi Armin,

wie immer qualifiziert, kompetent und lesenswert geschrieben. Aber was anderes kann man von einem Bayern auch nicht erwarten ;).

Den H2O in der neuen Version nutze ich selbst schon seit längerem und kann Deinen Eindrücken nur zustimmen, das ist ein ganz feines Pedal, das ich zudem bei einem USA-Trip auch noch deutlich günstiger erworben habe :D.

Auch mir macht das System bezügl. der Kekse Ärger, deshalb zunächst einmal ein paar virtuelle Goodies.


Gruß
Rainer
 
Armin H.
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Derz mi blos net aufzwiggà mit de Kekse! Ja , moants ihr dos I den Schmarrn für a Betthupferl schreib, oda wos? Bin I bleed? Bin I jetza der Wimmerlausbatzer, odda wiea? Mia san doch net in da Hofpfisterei. I mog a Leberkassemmel, koane Kekse, ...stimmt's eppa ned?

Merci Buam :)
 
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Derz mi blos net aufzwiggà mit de Kekse! Ja , moants ihr dos I den Schmarrn für a Betthupferl schreib, oda wos? Bin I bleed? Bin I jetza der Wimmerlausbatzer, odda wiea? Mia san doch net in da Hofpfisterei. I mog a Leberkassemmel, koane Kekse, ...stimmt's eppa ned?

Merci Buam :)

Jo merci, des gähd ja no fließend. Host de boarische abstammung no ned daliagn kenna? Oiso, fias nachste moi "fleischkäsebrötchen" :D.

Servas Rainer
 
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Derz mi blos net aufzwiggà mit de Kekse! Ja , moants ihr dos I den Schmarrn für a Betthupferl schreib, oda wos? Bin I bleed? Bin I jetza der Wimmerlausbatzer, odda wiea? Mia san doch net in da Hofpfisterei. I mog a Leberkassemmel, koane Kekse, ...stimmt's eppa ned?

Merci Buam :)

Lass es lieber und bis bald in Muc, bayrischer Saupreiß:D:D
 
Armin H.
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Ja klar, immer vor dem Cleankanal. Kannst auch in den Loop stellen, dann aber gleich sowas wie das SS-11 und SS-20, also richtige Preamps. Die Legend Amp Serie ist eine eigene Serie und hat mit der Drive Serie nur den Hersteller gemein.

http://www.amtelectronics.com/products/amt_legend_amp_series/

Das sind die Teile von der LA Serie, jedes Pedal ein anderer Amp. So haben die sich das ausgedacht :).
 
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dank dir.
in den videos hatten se die teile meistens im loop und auch eher so empfohlen.
drum meine frage

in dem fall werd ich wohl mal den b 1 anstesten müssen:D
 
R
rocketeer
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"Als Exil Bayer habe ich damit auch keine Probleme. Dummerweise verstehe ich nur wenige Worte türkisch und arabisch, so dass ich mir bei manchen Zerrgraden nicht ganz im Klaren war, ob die begeisterten Rufer den S1 Soldano einfach nur gut oder völlig geil fanden."


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Das ist schon verrückt, wie sich so ein Board innerhalb von 7 Monaten verändert. Ich bin richtig erschrocken wie ich das kleine Teil da wieder gesehen habe. Vom harmlosen Pedaluser zum Hardcorejunkie. :D

p1070882k.jpg

By ahero at 2011-12-18
 

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