G-Saite nicht bundrein zu kriegen

von Fiddler, 03.07.08.

  1. Fiddler

    Fiddler Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.07.08   #1
    Hallo,

    habe eine Kirkland Konzertgitarre, an der ich jetzt schon etwas länger bastle.

    Sie ist eigentlich ganz nett ,nur die G-Saite ist nicht bundrein zu kriegen.

    Natürlich habe ich zunächst mal neue Saiten probiert. Brachte null. Alle anderen Saiten sind ja auch top, was die Intonation angeht.

    Also habe ich weitere Schritte ergriffen. Knochenstegeinlage gefeilt, Saitenhöhe 4 mm Bassseite, 3,5 Diskantseite am 12. Bund.
    Den Auflagepunkt der G-Saite habe ich soweit es ging zurückgesetzt. Das bracht noch nicht wirklich viel.

    Also habe ich am Sattel (oben) nach Vorbild der Earvana-Sättel die Auflage der G-Saite nach vorn (Also zum Schallloch hin) verlegt, indem ich einen kleinen Reiter zurechtgefeilt und in den Sattel nach Ausfeilen einer Nut, eingeleimt habe. Ist jetzt 1,5mm weiter vorn.
    Viel mehr ging nicht, weil sonst im zweiten Bund das Gegenteil eingetreten wäre, das A wurde zu tief.

    Und siehe da, Intonation besser, bis zum 4. Bund perfekt, ab da geht es bergab. Im 7. Bund habe ich schon 2 Cent Abweichung, klingt schief, im 12. sind es noch 0,5 cent mehr.

    Bin mit meinem Latein am Ende, hat noch jemand ne Idee? Ich verstehe das nicht. Das kann doch nicht an den Bundstäbchen liegen, sonst wären die anderen Saiten doch auch betroffen...

    Wie sieht es mit der Halskrümmung aus? Ich habe einen Truss Rod in der Gitarre, wie sind da die Richtwerte für Nylongitarren? Von wegen Abstand im 8. Bund bei gedrückten Saitenenden?

    Ach ja, bim Händler war die Gitarre schon, der hat mir einen billigen Plastiksteg eingesetzt und sie wieder zurückgeschickt. Thema erledigt...

    Vielen Dank für eure Tips

    Fiddler
     
  2. ibkoeppen

    ibkoeppen Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.07.08   #2
    Hi -

    bevor du irgendwas anderes aufwendiges versuchst -

    kauf dir doch mal 2, 3 unterschiedliche einzelne G-Saiten und zieh die mal auf.

    Ich hatte jedenfalls jetzt auch ein eigenartiges Stimmproblem, was sich mit neuen Saiten gelöst hat.
    (wobei übrigens die G-Saite irgendeine 'Krankheit' hatte, unreine Schwingungen irgendwie, dann andere G-Saite selbes Fabriket aufgezogen und die war dann i.O.)

    Michael
     
  3. Fiddler

    Fiddler Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.07.08   #3
    Hallo,

    ich habe ich schon 3-4 verschiedene G-Saiten draufgehabt. Glaube nicht, dass noch ein Wechsel was bringt.

    Die Bundstäbchen sind auch völlig gerade, werde nicht schlau aus der Sache.

    Gruß

    Fiddler
     
  4. Flageolett

    Flageolett Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.08.08   #4
    Grüßt euch !

    Also ich habe dieses Problem auch. Scheint irgendwie weit verbreitet zu sein, denn das scheint bei vielen Gitarren so zu sein. Zumindest bei denen, die ich in der hand hatte bis jetzt.

    Hab aber mittlerweile aufgegeben, mich darüber aufzuregen ^^

    MFG

    Christoph
     
  5. Disgracer

    Disgracer A-Gitarren-Mod Moderator

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    Erstellt: 20.08.08   #5
    es ist völlig normal, dass eine gitarre nicht zu 100% bundrein ist.

    wenn ich mal den ausgangspost als beispiel nehme:
    da redet der ersteller von einer abweichung von 2 cent.

    jetzt mal für alle die mit diesem begriff nicht so firm sind:
    jeder halbton hat in der temperierten stimmung 100 cent, macht bei 12 halbtönen 1200 cent.

    2 cent sind also 1/50 einer halbtons. das muss man erstmal überhaupt hören können.
    ich bezweifle, dass man das als normalsterblicher kann.
    ansonsten wird sich der ton alleine durch unterschiedlich starkes aufdrücken der saite um wesentlich mehr als 2 cent ändern.

    würd mich ja auch mal interessieren wie der threadersteller das gemessen hat. kein normales stimmgerät wird wirklich centgenau stimmen.. selbst nen peterson strobe tuner (und das ist schon quasi die spitze des eisbergs (1000€ für nen tuner sind kein thema..)) stimmt nur auf 1/10 cent genau.

    zudem sollte man beachten, dass die temperierte stimmung auch nur eine "kompromisslösung" ist, bei der das pythagoräische komma auf die 12 halbtöne verteilt wird.
    beispiel (für alle die den vorhergehenden satz nicht verstanden haben): rein rechnerisch, physikalisch oberkorrekt anhand der intervallverhältnisse berechnet hätte eine kleine terz z.B. 316 cent abweichung vom ursprungston. durch die temperierte stimmung wird sie aber auf 300 cent eingestimmt. das sind 16 cent unterschied, was sicher schon eher im bereich des hörbaren ist, aber immer noch von allen musikern so akzeptiert wird.

    also wer sich wegen 2 cent abweichung aufregt.. naja..
    es gibt leute die hören das gras wachsen ;-)

    dass das allerdings ein weitverbreitetes phänomen ist, ist mir noch nicht aufgefallen. ich schlepp allerdings auch keine zig tausend euro messapparatur mit zum gitarrentesten. und oh graus, ich stimm da sogar nach gehör und nicht nach stimmgerät..
     
  6. Akquarius

    Akquarius Mod Emeritus Ex-Moderator HFU

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    Erstellt: 20.08.08   #6
    ach, das haben wir dir doch längst verziehen ;):D

    ich möchte nicht beurteilen, wie wichtig jemandem eine messtechnisch genaue stimmung der gitarre ist. das ist jedermanns persönliche sache.

    trotzdem würde mich interessieren, womit du die abweichung gemessen hast, fiddler.

    groetjes
     
  7. Deutschmann

    Deutschmann Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.08.08   #7
    Nylon ist bekannter Weise ja ein sehr dehnbares Material, welches auf klimatische Veränderungen reagiert. Die Bundunreinheit muss nicht unbedingt daran liegen, dass ein Bund vielleicht nicht ganz in Ordnung ist.

    Ich gebe Dir den Tipp nur umwickelte G-Saiten zu benutzen. Diese sind zwar etwas teurer (ca. 4,-- €), haben dafür aber eine gute Bundreinheit.

    Mein Tipp: Savarez Saiten .... :)
     
  8. Akquarius

    Akquarius Mod Emeritus Ex-Moderator HFU

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    Erstellt: 29.08.08   #8
    sag mal, musst du hier so rumbrüllen? tu uns bitte den gefallen, und bring deine deine schriftart und -größe auf standard, ja?

    ansonsten, willkommen im forum :)
     
  9. Deutschmann

    Deutschmann Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.08.08   #9
    Sorry, wenn es so rüberkommt, aber das ist in allen Foren mein Schreibstil seit Jahren ... absolute Gewohnheitssache dat ....:)
     
  10. rancid

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    Erstellt: 29.08.08   #10
    Jetzt noch linksbündig und wir kommen ins Geschäft :D

    Gruß,
    Matthias
     
  11. Deutschmann

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    Erstellt: 29.08.08   #11
    Ist es so genehm? .....:) ...... nur das Blau lasse ich mir ungerne nehmen.....:)
     
  12. Akquarius

    Akquarius Mod Emeritus Ex-Moderator HFU

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    Erstellt: 29.08.08   #12
    *seufz* vorerst genehmigt ;)
     
  13. don pepe

    don pepe Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 02.09.08   #13
    Hi Fiddler,
    was ist jetzt aus Deinem G-Saiten Problem geworden? Wenn Du eine Lösung gefunden hast, lass mich nicht dumm bleiben. ;)
     
  14. Fiddler

    Fiddler Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.09.08   #14
    Hallo,

    nett, dass es hier wieder Belehrungen hagelt, aber keine Lösungen.
    Schön wenn man die temperierte Stimmung runterbeten kann, nach Gehör stimmt etc. .
    Wirklich, ohne sarkastisch zu sein, Hut ab, wenn man sich das anlernt.
    Danach habe ich aber nicht gefragt. Das verwässert nur den Post und hilft keinem weiter.


    Habe mich bei den Cent vertan, weiß nicht mehr in welchem Intervall der Tuner anzeigt, aber es war auf jeden Fall eine korrekturbedürftige Unreinheit, die selbst ich hören konnte.
    Ich gehe normalerweise mit meinen Gitarren nicht ins Labor, soweit reicht der Perfektionismus dann doch nicht.
    Dass die G-Saite hier oft Probleme macht kann man auch auf der Seite des Herstellers Earvana nachlesen.
    Ich habe mich ja, wie bereits erwähnt, an deren Prinzip orientiert und am Sattel den Auflagepunkt der G-Saite mit einem kleinen Knochensteg zum Schallloch hin verlagert, was die Bundreinheit in den tieferen Bünden sehr verbessert hat.

    Um den Rest hinzukriegen hatte ich kürzlich die Idee, das Gleiche am anderen Ende andersrum zu machen, das heißt ich habe am Steg ebenfalls eine Vertiefung gefeilt und ein Knochenstück eingepasst, das den Auflagepunkt hier nach hinten verlagert, also weiter vom 12. Bund weg.

    Und siehe da, Bundrein!!! :D

    Jetzt kann ich die Gitarre benutzen, optisch finde ich die Änderungen eher interessant als störend.

    Gruß
    Fiddler
     
  15. cikl

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    Erstellt: 24.09.08   #15
    Schön, das es geklappt hat. Könntest du vielleicht ein Foto von Sattel und Steg machen? Würde mich interessieren, wie das umgesetzt ist und aussieht.
     
  16. Fiddler

    Fiddler Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.10.08   #16
    Hallo,

    hier die Bilder.

    [​IMG]

    [​IMG]

    Ich finde es ist ganz nett geworden. Und den Zweck erfüllt es sehr gut.

    Gruß

    Fiddler

    P.S.: An dieser Stelle möchte ich SHADOW noch lobend erwähnen. Der Preamp bei der Gitarre war von Anfang an defekt. Reperaturversuch bei Händler war vergeblich.
    Als ich nun nach Ablauf der Garantiezeit bei Shadow um Hilfe gebeten habe in Sachen Selbstreparatur, haben sie mir auf Kosten des Hauses einen neuen Preamp geschickt.
    War ich echt platt bei dem Service.
     
  17. rancid

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    Erstellt: 07.10.08   #17
    Und das ist ja die Hauptsache. :)

    Hut ab, das nenn ich mal guten Service. :great:
    Ging mir neulich bei einer Olympus Digitalkamera auch so, das nur nebenbei. :D

    Gruß,
    Matthias
     
  18. cikl

    cikl Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.10.08   #18
    Gute Idee und gut gelungen. :great:. Beim Steg würd ich aus optischen Gründen hinten noch was abfeilen. Sind die Stücke höher als Sattel bzw. Stegeinlage oder sieht das nur so aus. Ansonsten gute Fotos auch.
     
  19. saitentsauber

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    Erstellt: 08.10.08   #19
    Mich - hoffentlich auch Andere - würden jetzt noch 2 Dinge interessieren:

    Hat sich nun die Mensur geändert oder ist sie insgesamt gleich geblieben?

    Funzt Deine Konstruktion mit allen Arten/Marken von Saiten?

    Ansonsten: :great:
     
  20. Fiddler

    Fiddler Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.10.08   #20
    Hy,

    schön, dass es gefällt. :)

    Also die Höhe der Saite hat sich nicht geändert, habe ich genau an die vorherige Höhe angepasst und die Ersatzstücke dementsprechend eingepasst. Das wäre sonst ja auch ganz schön blöd.

    Keine Ahnung wie sich die Mensur geändert hat, wenn überhaupt. Ich habe sie ja am Hals quasi verkürzt und am Steg verlängert, so dass es am Ende wieder bei null rauskomen sollte nur habe ich eben den Auflagepunkt des 12. Bundes verschoben um die Intonation zu korrigieren. Sorry, dass ich hier jetzt nichts vorrechnen kann, war eher Probierarbeit.

    Grundsätzlich funktioniert das bei allen Gitarrenarten. Es ist nur so, dass man bei dickeren Saiten mehr Distanz in die gewünschte Richtung einbauen muss um den gewünschten Effekt zu erzielen.
    Kennt man ja von E-Gitarren. Hier muss man ja auch die Intonation über die Reiter anpassen, wenn man eine neue Saitenestärke wählt.

    @cikl: Wie am Steg was abfeilen??? Das ist der Sinn der Sache, dass da was übersteht.
     
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