GEMA Auszahlungsbeispiele für U-Bearbeitungen

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Mal eine Erfahrungsfrage.
Manche Kollegen drängen mich dazu, GEMA Mitglied zu werden, andere schildern aus Erfahrung, dass sich eine GEMA Mitgliedschaft eigentlich nur lohnt wenn man klassische eigene Werke einreicht.

Ich bin aber im wesentlichen nur Bearbeiter (Arrangeur) und meist eher U Musik.

Hat jemand mal eine persönliche Summe, die meinem Beispiel etwa entspricht?
Nehmen wir an, es kommen jährlich etwa 50-100 Bearbeitungen in Konzerten oder Medien vor, mit wieviel oder wenig kann man dann rechnen?
 
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Burkhard Ihme
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Zunächst mußt du die Bearbeitungen bei der GEMA anmelden, und dazu brauchst du die Genehmigung der Urheber. Wenn du also "Yesterday" bearbeitest, wirst du vermutlich keinen Cent bekommen. Früher lag der Anteil für die Bearbeitung mal bei 1/12, im neuen Entwurf steht nun leider gar nichts drin (außer, daß es das gibt).

Was dabei finanziell für den Bearbeiter rumkommt, ist schwer zu sagen, denn es ist natürlich ein Unterschied, ob eine Bearbeitung live aufgeführt wird oder im Fernsehen oder Radio gespielt wird (dazu kommt noch, daß nur einige Sender ausgewertet werden und das auf die Gesamtsumme der Zahlungen umgerechnet wird. Wer 24/7 im Bürgerradio gespielt wurde, kriegt nichts, wer im Nachtprogramm der ARD zu hören ist, kann auf ordentliche Beträge kommen – okay, bei einem Zwölftel der Tantiemen ist das dann schon etwas weniger).
 
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Ja, solche Auskünfte hörte ich schon öfter.
Das vermittelt leider kein Gefühl dafür, ob sich eine Mitgliedschaft nun lohnt oder nicht.

Mal angenommen, es gibt 10 Kirchenkonzerte mit zwischen 50 und 500 Leuten in denen 5 Bearbeitungen von mir gespielt werden, die eher U-Musik zugerechnet werden, 5 Filmmusiken, die evtl. nicht genehmigt werden, aber trotzdem gespielt werden dürfen.
Und 2 Songs, an denen ich mit komponiert habe.

Außerdem gibt es jährlich 5 Radiosendungen a la MDR Kultur mit je einem Titel bearbeiteten Chanson von Piaf oder Brel o.ä.

Und es gibt 2 Konzerte in rennomierten Konzerthäusern, in denen Franz Schubert Arrangements von mir gespielt werden.

Kann man jetzt abschätzen, ob es mehr als 50 Euro im Jahr sind?
 
Burkhard Ihme
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Wie gesagt, das hängt davon ab, ob du die Bearbeitungsrechte hast, was ich bei Piaf und Brel bezweifle, und auch die Duldung bei der Filmmusik heißt, daß du eher nichts kriegst.

Ansonsten kannst du es ja einfach mal ausprobieren. Kostet 50 € Mitgliedsbeitrag im Jahr, dazu kommt eine Aufnahmegebühr von 107,10 €.
 
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OckhamsRazor
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Kann man jetzt abschätzen, ob es mehr als 50 Euro im Jahr sind?

Nein, weil bei deiner bunten Beispielmischung unterschiedlichste Verteilungsschlüssel anzusetzen sind - falls überhaupt. Das könnte aufgrund fehlender Detailinformationen nicht einmal die GEMA abschätzen.

Beispiel Schubert-Arrangements: Da es sich bei Schubert um freie Werke handelt - lässt die Bearbeitung eine eigenständige schöpferische, und daher schutzwerte Leistung erkennen? Die Entscheidung darüber fällt der GEMA-Werkausschuss.
Handelt es sich bei geschützten, lizenzpflichtig genutzten Werken um vom Urheber/Rechteinhaber nachweislich autorisierte Auftrags-Bearbeitungen (in diesem Fall kann das Schätzungsverfahren für Spezialbearbeitungen greifen)?
Welcher Sparte (U/E) sind die Bearbeitungen zuzuordnen?
Wie lang ist die jeweilige Aufführungsdauer?
Usw. , usw. ...

Grundsätzlich gilt: Bei Bearbeitungen geschützter Werke ohne vorliegende schriftiche Einwilligung der Rechteinhaber brauchst du gar nicht erst bei der GEMA anzutanzen.
Aber anstatt hier im Nebel der Mutmaßungen herumzustochern, kannst du auch auf die GEMA-Seiten gehen und dich kundig machen, z.B. unter dem Suchbegriff "Bearbeitungen".
 
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punkadiddle
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Mal angenommen, es gibt 10 Kirchenkonzerte mit zwischen 50 und 500 Leuten in denen 5 Bearbeitungen von mir gespielt werden, die eher U-Musik zugerechnet werden, 5 Filmmusiken, die evtl. nicht genehmigt werden, aber trotzdem gespielt werden dürfen.
Und 2 Songs, an denen ich mit komponiert habe.
und das machst du alles mit dem Akkordeon?
 
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Schöpfungshöhe?
Schriftliche Einwilligung?
157 Euro Eintrittshürde?
Unüberprüfbare Entscheidungen der GEMA Gremien?

Genauso das war schon immer die Quintessenz alles Gehörten.

und das machst du alles mit dem Akkordeon?
Selbstverständlich. Und nicht nur das. Die ganzen Bands für Festivals zähle ich hier nicht dazu.

Ich schrieb auch unzählige personalisierte Schülerarrangements, die natürlich kein Verlag nehmen würde, weil ihnen zu wenig Absatz und zu teure Lizenzen entgegen stehen.

In Theatern spiele ich oft Mixe aus Impros und Bearbeitungen.

Das wird auch gemeldet, aber logischerweise bekomme ich nichts und nach Eurer Einschätzung würde sich das auch als Mitglied kaum ändern.

Hier sind einige gute Beispiele für null Schöpfungshöhe:
Kein einziger Ton ist von mir






 
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