Geplante Dämmmaßnahmen Proberaum

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Hallo,

wir könnten demnächst einen neuen Proberaum beziehen. Der Raum befindet sich in einem alten Bürogebäude auf einem Betriebsgelände einer stillgelegten Firma. Die nächste Wohnbebauung ist ca. 100 m entfernt. Der Raum hat 4,9 x 6,4 m Grundfläche (~30 m²). Raumhöhe 2,24 m.

Der Raum befindet sich im Erdgeschoss und hat zwei Außenwände. Die eine Außenwand ist fast vollflächig mit Fenstern versehen (10 m²). Die andere Außenwand hat ein "normales" Fenster.

Die beiden anderen Wände sind "Innenwände" die jeweils noch in weitere Büroräume führen. Der Raum ist innerhalb des Gebäudes auf der der nächsten Wohnbebauung abgewandten Seite. Die anderen Büroräume sind quasi unser Puffer in die eine Richtung.....

Bezgl. der Schalldämmung hatte ich nun folgendes geplant:

- Die Türen der Innenwände in Laibungsstärke mit Steinwolle Acusonic dämmen und von außen 22er OSB Platte drauf. Diese Türen werden eh nicht benötigt.

- Das "normale" Fenster direkt vor der Glasfläche mit doppeler 22er (also 44) OSB zumachen. Dann Steinwolle in Laibungsstärke, dann wieder 22er OSB. Irgendwie muss ich das zum herausnehmen/öffnen gestalten, da dies die einzigste Lüftungsmöglichkeit sein wird.

- Die Zugangstüre werde ich dämmen - wie weiß ich noch nicht.....

- Die Fensterfront ist das größte Problem. Ich würde hier zunächst doppelte OSB Plattenstärke direkt vor das Glas packen und die Laibung dann wieder dämmen. Das genügt dann sicher noch nicht. Daher habe ich mir vorgenommen, in ca. 50 cm Abstand zur Fensterfront eine Ständerwand in Holzbauweise einzuziehen. Diese wird mit 90er Steinwolle gedämmt und von der Probenraumseite in doppelter Plattenstärke beplankt. So entsteht eine kleiner Hohlraum zwischen abbgedecktem Fenster und meiner Ständerwand.
Die Rahmenkonstruktion der Ständerwand an Decke, Boden + Wände wird jeweils an den aufliegenden Seiten zuvor mit Dämmfilz beklebt.

Der Boden ist massiv und mit Teppichboden ausgelegt. Da würd ich erst mal nichts machen. Die Decke scheint ne Holzkonstruktion mit Holzpaneelen verkleidung zu sein. Da würd' ich auch erst mal nichts machen. Das Stockwerk darüber ist ungenutzt. Ich hoffe die Schallausbreitung über das OG wird scih in Grenzen halten.

Ich hab jetzt das Problem, dass ich überhaupt nicht einschätzen kann, ob die Maßnahmen ausreichend sein werden. Ich habe zwar nen alten Kollegen aus unserem Ingenieurbüro (Bauakustiker) gebeten mal zu prüfen, ob das reicht - aber der ist momentan total im stress und wirft mir nur Bruchstücke hin....

Ich möchte jetzt eben nicht Geld ausgeben wie blöd nur um dann zu merken, dass wir nicht hinkommen und alles für die Katz war. Ich hab die Möglichkeit, mit nem Schallpegelmesser mal vor den Häusern zu messen, wenn wir alles so weit fertig haben.

Band besteht aus 2 x Stromgitarre, 1 x Bass, 1 x Schlagzeug, 1 x Gesang. Geprobt wird 1 x/w bis nach 22 Uhr. Musik: Bluesrock
Schlagzeug wird auf nem Podest aufgestellt. Dachte an ne Holzkonstruktion mit Dämmmaterial drunter und evtl. auf Gummipuffern oder Tennisbällen gelagert.

Hat jemand vielleicht ne Einschätzung ob die Maßnahmen was bringen könnten? In wiefern muss/soll ich die Wände noch von der Probenraumseite her bedämmen. Hab das noch etwas vernachlässigt, da ich der Meinung war dies wären eher Akustische Maßnahmen bzgl. Klangqualität/Bandsound.

Vielen Dank schon mal - ich hoffe man versteht meine Planungen überhaupt :)

Gruß,
jens
 
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Grob scheint es ok zu sein. Auch wenn ich es mir nicht genau vorstellen kann. Problem wird das Fenster sein, mit der herausnehmbaren oder klappbaren Konstrukion.
Dran denken dass es luftsdicht sein soll. Was sind das für Türen, die ihr zumachen wollen? Falls nicht massive (z.B. Brandschutztür) sondern leichte, dann könnte man diese direkt verstärken. Die Tür luftdicht abdichten (gummiband etc.) Davor dann OSB oder Gipskarton. In den Zwischenraum Mineralwolle. Bei der Fensterfront wäre es ein gute Idee, zwischen dem Glas und der ersten Abdeckung mit OSB auch irgendwas reinzustopfen. (siehe meine Beitrag hier im Forum -> das Glas könnte dröhnen und scheppern).
Auch hier muss (auch die) die erste Schicht, wie die Tür, luftdicht verschmiert sein.
Ich würde mir einen einfachen Pegelmesser besorgen und messen (db(A) und dB(C) bzw. lin) wie laut es wirklich ist, und dann abschätzen wie viel dB ihr tatsächlich dämmen müsst.
 
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Danke schon mal! Ja, wegen dem Fenster hab ich auch arge Bedenken. Ich würd gern ganz dicht machen, aber dann war's das mit Frischluft in den Pausen..... Auch danke für Deinen Hinweis mit den dröhnenden Fenstern. Ich würde wohl zuerst Dämmung ans Glas, dann meine der Laibung angepasste OSB-Platte, dann wieder Dämmung, die ich auf die OSB-Platte klebe, welche dann meinen Verschlag bildet. Diese Verschlagplatte müsste ich dann umlaufend mit ner Dichtungslippe versehen, um wenigstens tendenziell dicht zu werden....

Wie sieht das mit den Türen aus. Du Schreibst luftdicht abdichten ist sehr wichtig. Könnte ich die Türblätter (ganz normale Holzwerkstofftüren) umlaufend mit Silikon zukleistern. Dann natürlich wieder meine Laibungsdämmung und außen druff die Platten...

Schallpegelmesser hätte ich sogar in der deluxe-variante zur Verfügung. Hatte auch schon gedacht, alles mal aufzubauen und ne Probe zu messen - innen sowie am Immissionsort. Aber die Jungs sind bissl am stressen wegen ganzer PA auf- und Abbauen für die kurze Messung :)

Die sehn das eh alles bissl lockerer als ich. Allerdings bin ich Verantwortlich und auch der, der eine aufn Deckel bekommt, wenn's zu laut ist. Und wenn man in der Nachbarschaft das erste mal negativ aufgefallen ist, dann hören die das Gras wachsen und es wird nicht einfacher....
 
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Schallpegelmesser hätte ich sogar in der deluxe-variante zur Verfügung. Hatte auch schon gedacht, alles mal aufzubauen und ne Probe zu messen - innen sowie am Immissionsort. Aber die Jungs sind bissl am stressen wegen ganzer PA auf- und Abbauen für die kurze Messung :)

Bassdrum, Snare + Becken und Bassamp reichen. Im Grunde reicht das Schlagzeug. Von dem damit gemessenen Wert 10 dB dazu zählen, mehr ist es nicht wenn die ganze Band spielt.
Bassamp ist sinnvoll um den Bassbereich besser abschätzen zu können. U.a. Resonanzen usw.
 

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