Gewaltmusik?

von therisenevil, 18.03.07.

  1. therisenevil

    therisenevil Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.03.07   #1
    Hallo!
    Ich bin letztens auf folgenden Artikel gestoßen, und wollte mal gern wissen, wie Hörer von klassischer Musik dieses Thema sehen...(zu denen ich mich zwar auch zähle, allerdings komme ich aus dem Rock/Metal und habe nicht eine so große Umsicht, was Klassik anbelangt)...Es geht dabei nicht um persönlichen Geschmack, sondern darum, ob man derart objektiv über Musik urteilen kann...

    fudder●●●●● neuigkeiten aus freiburg :  Achtung, Gewaltmusik!
     
  2. Tobbse

    Tobbse Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.03.07   #2
    also ich höre auch gern hin und wieder klassische musik.. aber ich kann nicht wirklich sagen dass ich durch rock musik aggressiver werd (höchstens durch rap aber das hat was mit persönlichen aversionen zu tun...).
    die these des werten Dr., dass ein einschnitt der rock und rap und das ersetzen durch
    klassische musik der kriminalität vorbeugen könnte, ist meiner meinung nach schwachsinn, da es höchstens ein schuss nach hinten werde könnte, aufgrund von einschnitten in die freien meinungen und musikalischen vorlieben der menschen!
    meine meinung dazu!
    mfg,
    tobbse
     
  3. Pyriander

    Pyriander Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.03.07   #3
    Der hat sie ja nicht mehr alle. So einen zusammengesuchten und wissenschaftlich falsch argumentierten Unfug habe ich schon länger nicht gelesen.
    Vielleicht könnte das ein ernstes Kontroverses Thema sein, aber wer solche Sätze loslässt:

    "Das ohrenfälligste dabei ist das Schlagzeug, das ja akustisch nichts anderes darstellt als Schläge, Schüsse, Explosionen und dergleichen."

    dem kann doch keiner mehr helfen.

    Damit ist dann auch bewiesen: In Afrika wurde vor vielen Jahrhunderten schon das Gewehr erdacht und mit Buschtrommeln dessen Klang schon mal simuliert.
     
  4. rockmode

    rockmode Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.03.07   #4
    Was der Herr "Doktor" da zusammenschreibt, entbehrt jeglicher realität.



    und sexualstraftaten gab es früher nicht?
     
  5. Fastel

    Fastel Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 21.03.07   #5
  6. Dimebag1984

    Dimebag1984 Mod Emeritus Ex-Moderator

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    Erstellt: 21.03.07   #6
    Hm. Ich weiss ja nicht ob der gute Mann schon etwas von Meinungsfreiheit und Musik als Kulturgut gehört hat. Wie diese Musik Interpretiert wird, liegt im Auge (Ohr) des Betrachters (Hörers).

    Sicherlich gibt es einige Fälle, bei denen seine Aussagen zutreffen. Doch ist es nicht so, dass der Größere Teil nicht so reagiert?

    Ich meine... Stellt euch diese Gangstarapper vor die Platinalben produziert haben. Was wäre, wenn jeder Käufer ein potenzieller Gewalttäter wäre? :D

    Das kann man wohl getrost aus Humbuk bezeichnen ;)

    PS: Ausserdem sieht er wie ein Psycho aus :D
     
  7. therealpaddy

    therealpaddy Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.03.07   #7
    Also das Buch gibt es tatsächlich zu kaufen, unter anderem bei Amazon - für 98(!) Euro. Ein Scherz fällt also diesmal weg ^^

    Für mich hat der Typ nen gealtigen Schaden. Unsereins stellt sich doch auch nicht hin: "Klassische Musik führt zu einer zu sanften Lebenseinstellung, durch die sich der Klassikhörer im Alltag selbst in Gefahr bringt, weil ihm die Ellenbogen fehlen"... oder so :D
    Man sieht schon, es fällt mir schwer, überhaupt etwas Derartiges zu formulieren. Naja, solche Leute gibts immermal, die sorgen für Unterhaltung. Und WENN ich lesen würde, würde ich mir das Buch schon aus Neugier auch kaufen. Die Masche funktioniert also.

    Für mich haben E- und U-Musik die gleiche Daseinsberechtigung und fertig.
     
  8. wilbour-cobb

    wilbour-cobb Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.03.07   #8
    der typ ist echt, der taucht auch manchmal in irgendwelchen diskussions-runden auf. seine argumentation ist aber so schlecht, dass er bestimmt nicht in irgnedwas bekanntem auftaucht. das buch hat er ja auch selbst veröffentlicht, daher der hohe preis.

    ich persönlich denke, er hat recht. ich höre seit jahren gewaltmusik und habe grade das dringende bedürfniss, wem eine reinzuwemmen. könnte sein, das ich klaus miehling eine zimmer....
     
  9. Fak3d

    Fak3d Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.03.07   #9
    BTW, glaube ich, das der Mann rassistische Tendenzen zeigt

    Ein Zitat aus einer Schrift von ihm:

    "Frith stellt 1981 fest (S. 25): ,,Ein Aspekt des Rhythmus der schwarzen Musik - wofür Disco des jüngste Beispiel liefert - ist die eindeutige Äußerung solcher [sc. sexueller] Spannungen und Bedürfnisse. Im Gegensatz zu den westlichen Tanzformen [...] wird in der schwarzen Musik der Körper und damit die Sexualität durch einen direkten körperlichen Beat und einen intensiven emotionellen Sound unmittelbar angesprochen ...". Auch die Art des Tanzens, die in Diskotheken zu beobachten ist, zeigt den Charakter von Enthemmung, Regellosigkeit und Aggression. Schon 1929 erkannte ein Tanzkritiker im Tanz der ,,schwarzen Musik" Amerikas, aus der später die Rockmusik hervorging (nach Frith 1981, S. 30): ,,Männer und Frauen, die so tanzen, haben auch die Fähigkeit zur Gewalt". Sogar der Pop- und Rockmusik im weiteren Sinne positiv zugewandte Autoren leugnen den aggressiven Charakter nicht (vgl.o. zur Reihe ,,Idole"). Paul Garon beschreibt den Blues als ,,aggressive und kompromißlose Durchsetzung der Allmacht von Begierde und Phantasie im Angesicht aller Unterdrückungen" (Frith 1981, S. 25)"

    Ja, ich kenne keine aggressivere Musik als den Blues :eek:

    Schon 1929 hat man erkannt, wie böse schwarze Musik ist...kein Kommentar
     
  10. Axel S.

    Axel S. Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.03.07   #10
    Manch einer hält sich für einen Wissenschaftler.
    Denk immer dran:
    Das Licht am Ende des Tunnels könnte auch ein Idiot mit einer Kerze sein.

    Gruss
    Axel.
     
  11. Effjott

    Effjott Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 21.03.07   #11
    Völlig willkürliche und an den Haaren herbeigezogene Argumentation des Autors.

    Wie sind demnach Beethovens "Schlacht bei Vittoria" zu bewerten oder Bachs berühmte "Toccata d-Moll" oder "Die Planeten" von Holst oder die gesamten Bruckner-Symphonien oder oder...
    Da liegt der Verdacht doch sehr nahe, dass der Mann meint, eine Marktlücke gefunden zu haben und damit verdienen zu können.
    Wissenschaftlich jedenfalls ist das in keiner Weise.
     
  12. Master Auron

    Master Auron Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.03.07   #12
    Hi liebe Forum-mitglieder!

    Jaja, mit dem Herren hatte ich mal eine Zeit lang E-Mail-Kontakt im Rahmen meines Forschungsprojektes ( siehe dieses Forum) und ich muss sagen, dass er keine schlüssige Argumentation hat, wie wohl aber auch für viele ersichtlich sein wird...

    Mich wundert nur, wieviele Forscher eine ähnliche Meinung vertreten, Herr Miehling hat mir mal einen Aufsatz geschickt, in welchem er eine Reihe von Studien anderer Forscher aufzählt, die seine Thesen angeblich bestätigen, ich glaube, ich versuche mal diese Studien zu finden...wie da wohl geforscht wurde

    MfG

    Master Auron
     
  13. Van der Wiese

    Van der Wiese Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.03.07   #13
    Ähm, sorry....aber bin ich der einzige da der glaubt das das zu 100% ein Fake ist??

    Schaut euch doch mal seine HP an, die ganzen Reisefotos, alle bearbeitet und reingeschnitten (das sogar extrem billig), dann die ganze Zeit sein "unlöblich"...

    Das ist doch alles nicht wahr........!!


    Hab aber schon gehört das der wirklich im Fernsehen war, das kann ich aber irgendwie nicht glauben!

    mfg
    Ich
     
  14. uckkreator

    uckkreator Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.03.07   #14
    Amazon.de: Gewaltmusik - Musikgewalt. Populäre Musik und die Folgen: Bücher: Klaus Miehling
    Hei aber 98€ für Klopapier ist schon recht teuer oder?
    Spass beiseite:
    Also spricht auch Klassiche Musik den das Stammhirn an?
    Also ist in der klassischen Musik Gewalt kein Thema? Sind jetzt Antikriegslieder oder auch Lieder mit Protesten gegen Gewisse Dinge in der Welt böse weil sie von Bands kommen die "Gewaltmusik" fabrizieren?
    OK, wir zwingen allen Leuten auf nur noch Klassik zu hören, ein super Schritt. Es wird sich keiner aufregen, jedem wird Klassik gefallen, wer etwas anderes hört wird strafrechtlich verfolgt. Tolle Idee. Damit wird Leuten (Metal, Rock, HipHop) ihre Kultur genommen! (Wenn man mal davon absieht das Metal teilweise auf Klassik aufgebaut ist)
    Zum Thema Droge: Eine Droge steht im weitesten Sinne für etwas was einen glücklicher macht, etwas damit es einem besser geht oder? Warum sollte man keine Musik hören die einen "glücklich" macht? (sorry mir ist gerade kein besserer Begriff eingefallen). Macht Klassik Klassikfans nicht auch glücklich? ( Wenn nicht warum hören sie das dann?)
    Ausserdem, wenn einen die Musik die man hört nicht aggressiv macht ( Metal macht nicht Aggressiv, durch Selstversuch bewiesen :D ) und einen nicht sonst irgendwie beeinträchtigt nicht hören?
    Das mit dem illegalen herunterladen von Musik würde ich mal so begründen. Wieviele Klassikhören gibt es die sich mit Computern auskennen? Ich würde mal sagen das Alter der Genaration Klassik liegt bei 45++, wer kennt sich da mit dem Herunterladen von Musik aus? Zudem sind bei den Klassikhörern wohl mehr "Besserverdiener" als bei denen der " Gewaltmusik", oder? Es ist ja bekannt das vor allem Jugendliche Musik herunterladen. Warum? Weil sie kein Geld haben oder? Wieviele Jugendliche hören Klassik? Wenn Klassik der Mainstream währe, würden wohl mehr Klassik heruntergeladen werden oder? Mit dem Mainstream lässt sich wohl auf das mit den Straftaten erklären, oder? Währe Klassik der Mainstream würden wohl jede Menge Straftäter Klassik hören, oder nicht? ( Ich lass hier jetzt mal HipHop aussen vor, willl aber keinen Anhänger dieser Subkultur beleidigen). Ist eigentlich genauso wie die Sache Ballerspiele <--> Amokläufe, welcher Jungendliche spielt heute nicht mal einen Egoshooter? Bei mir in der Klasse ( Bayrische Realschule, Klasse 9, Mathezweig, Jungenklasse, Hösbach ( einer der Schulen die bei PISA am besten in Deutschland abgeschnitten hat)) spielen 100% gelegentlich Ballerspiele, wie hoch ist der Durchschnitt in ganz Deutschland? Wie groß ist die Chance das der Amokläufer vorher so etwas gespielt hat? ( Ich weiß, nicht ganz passend). So wie groß ist jetzt die Chance, das eine Straftat von einem "Gewaltmusikhörer" begangen wird?
    Um unsere Gesellschaft ehrlicher und friedlicher zu machen ist das wohl der falsche Ansatz oder?

    Woran ist den Mozart gestorben hä? (Gibt noch bestimmt andere Fälle von solchen Toden). Ausschreitungen sind ein Problem aber diese kommen dadurch das wohl alle Fans andere Meinungen haben, das ist aber ein Grundlegendes Problem. Wieviele Menschen sind schon durch Religionskriege umgekommen? Ist das Gleiche. Ist HipHop die Einzige Musikrichtung die es gibt? Nein. Wieder stark veralgemeintert, der Herr scheint sich das einfach zu machen.


    Tut mir leid das jetzt sagen zu müssen, aber so ne Sch**** hab ich noch nicht gehört?
    1: Wieder total veralgemeinert
    2: Ich weiß ja nicht wie das bei anderen Stillrichtungen so ist, aber warum muss man von Musik die einen gefällt aggressiv machen? ( Und nochmal: Metal ist zum abreagieren )
    Fall für den Psychologen??? Ausserdem ist jeder so wie der? Hä? Nein? Also.
    Ah ja alles klar, Blues zum Beispiel ist so verdammt aggressiv, da muss man ja sofort Straftaten begehen. Was ist eigentlich mit Jazz? :screwy: .
    Zum Abschluss, jeder Mensch ist anderst, es gibt überall solche und solche, gibt schlieslich auf Straftäter die Klassik hören, oder etwa nicht?
    MfG
    Fabian
     
  15. Ruonitb

    Ruonitb Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.03.07   #15
    Hm...einige Mozart Opern sind äußerst gewalttätig; Mozart drückt dort sogar die einzelnen Tötungsarten musikalisch aus...genial - hat ein deutscher Physiker nach einer Analyse von Mozarts Werken herausgefunden. :)
     
  16. Surf Solar

    Surf Solar Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 21.03.07   #16
    Ich denke diese Text sollte alle Zweifel über Sinn und Unsinn der Kommentare dieses Mannes brechen:

    Reinhard Pfaffenberg ( pfaffenberg@gmx.de / Reinhard Pfaffenbergs Heimseite) schrieb:

    Werte Damen und Herren,

    hier ist mein Geständnis:
    Mein Name ist Reinhard Pfaffenberg - ich bin Alkoholiker ...
    Elf Jahre meines Lebens habe ich im Rausch verbracht. Dass es heute nicht mehr so ist, verdanke ich allein der Tatsache, dass es die Anonymen Alkoholiker gibt. Dabei deutete nichts darauf hin, dass ich einmal Alkoholiker werden würde. Ich hatte ein gutes Elternhaus, erlernte den Maurerberuf und wurde mit 18 Jahren zum Grenzdienst eingezogen. Damals kam ich zum ersten Mal mit dem Alkohol in Berührung. Es wurde täglich aus Langeweile getrunken. Dazu kam, dass wir eine Kapelle gründeten. Das bedeutete für mich, dass ich noch mehr Zeit und Gelegenheit hatte, Alkohol zu trinken. Damals konnte ich aber trotz vielen Trinkens nicht bemerken, dass der Alkohol eine negative Wirkung auf mich hatte.
    Auch wenn ich an einem Abend einmal sehr viel trank, genügte es, einmal richtig auszuschlafen, um wieder einsatzfähig zu sein. Meine Vorgesetzten schätzten mich, da ich alle gestellten Aufgaben zu ihrer Zufriedenheit erledigte. Und so kam es, dass ich ziemlich schnell befördert wurde. Zu dieser Zeit lernte ich meine Frau kennen. Obwohl ich ständig mehr trank, ist es ihr nicht aufgefallen, dass mir damals das Trinken schon zur Gewohnheit geworden war.
    Selbst meine zukünftige Schwiegermutter schätzte mich anfangs. Als sie aber merkte, dass ich täglich mehr trank, verbot sie mir den Umgang mit ihrer Tochter. Trotzdem hielt meine Frau zu mir. Nach Beendigung meiner Dienstzeit heirateten wir.
    Zunächst arbeitete ich in meinem Beruf als Maurer. Auf der Baustelle sowie bei Richtfesten wurde immer sehr viel getrunken, was mir aber nicht mehr genügte. Die Folge davon war, dass ich zu Hause weitertrank oder von der Arbeit aus gleich in die Gastwirtschaft ging. Wir wohnten damals auf einem Zimmer und konnten uns unnötige Ausgaben nicht leisten.
    Es kam dadurch oft zu Ehestreitigkeiten, was natürlich für mich ein Grund mehr war, weiterzutrinken. Es genügte mir nun nicht mehr, während der Arbeit und nach Feierabend zu trinken - jetzt musste ich schon morgens eine oder mehrere Flaschen Bier haben, um überhaupt arbeiten zu können.
    Wegen meiner Trinkerei musste ich mehrmals meine Arbeitsstelle wechseln. Da ich aber meine Arbeit noch einigermaßen anständig verrichtete, drückte man oft wegen des Trinkens ein Auge zu.
    An nüchternen Tagen versprach ich meiner Frau immer wieder, mich zu bessern, was aber wieder vergessen war, sobald ich Alkohol hatte. Manchmal nahm ich mir vor, nur ein oder zwei Glas zu trinken - meistens entstanden daraus Trinkgelage von mehreren Stunden oder sogar Nächten. Jetzt passierte es mir schon, dass ich mich am nächsten Morgen gar nicht mehr erinnern konnte, wo ich getrunken hatte und wie lange. Jeder Sonntag endete in der Gosse. Den größten Teil des Geldes für den Lebensunterhalt musste meine Frau verdienen, da sie von mir nichts oder nur sehr wenig zu erwarten hatte.
    Hatte ich einmal keinen besonderen Grund wegzugehen, fing ich absichtlich Streit an, um dann wieder nächtelang nicht nach Hause zu kommen. Oft war ich mittags schon wieder so betrunken, dass ich durch die Straßen schwankte und einmal sogar angefahren wurde.
    War ich einmal nüchtern, versprach ich, mich zu bessern, trank ein paar Tage nicht und holte anschließend das Versäumte doppelt nach.
    In all den Jahren habe ich nicht bemerkt, dass ich meine Frau mit meinem Lebenswandel zugrunde richtete. Sie stellte mich vor die Entscheidung: entweder Alkohol oder Familie!
    Ich brauchte beides - aber den Alkohol an erster Stelle! Obwohl ich wusste, dass meine Frau recht hatte, ging alles so weiter wie bisher.
    Dann entdeckte meine Frau einen Artikel in einer Zeitschrift, in dem über die Anonymen Alkoholiker berichtet wurde. Sie schrieb an die in dem Artikel angegebene Adresse eines AA-Dienstbüros, denn mir fehlte der Mut dazu. - Und ein paar Wochen später besuchte ich das erste Mal eine AA-Gruppe. Auf den ersten Blick schien ich der einzige Alkoholiker zu sein, denn außer mir sah keiner danach aus. Als ich die ersten Lebensgeschichten hörte, merkte ich, dass alle das gleiche Problem hatten. Keiner war damit allein fertig geworden.
    Wie alle anderen versuchte ich, nur immer 24 Stunden lang nüchtern zu bleiben. Der Anfang fiel mir sehr schwer. Aber mit Hilfe meiner Freunde und nach regelmäßigen Gruppenbesuchen wurde ich langsam mit dem AA-Programm vertraut und versuchte, danach zu handeln. Doch ich hatte es mir zu leicht gemacht. Nach vier Rückfällen aber hatte ich endlich begriffen, dass ich als Alkoholiker nie wieder normal trinken kann. Keiner machte mir Vorwürfe, sondern alle versuchten mir zu helfen. Das gab mir wieder Mut und Kraft, an mich selbst zu glauben.
    Dem AA-Programm und meinen Freunden habe ich es zu verdanken, dass ich heute keinen Alkohol mehr trinke. Ich führe jetzt wieder ein normales Familienleben und kann mich heute an Dingen erfreuen, die ich früher nicht wahrnahm. Täglich versuche ich, dem Alkohol zu widerstehen und lebe nach dem Wahlspruch:
    Es ist keine Schande, krank zu sein - es ist aber eine Schande, nichts dagegen zu tun!

    Aber dann wurde ich wieder rückfällig, und meine Frau trennte sich. Und nun lebe ich in München auf dem Waldweg alleine und drangsaliere meine Untermieterin Sandra.

    Ich trinke täglich mehrere Weißbiere, sogar schon Morgens. Natürlich in MASSEN!!! Prost(ata)!



    Quelle: Reinhard Pfaffenbergs Heimseite





    Verschwendet eure Zeit nicht damit, der Mann ist offenbar verwirrt, möchte nur provozieren , oder beides...
     
  17. uckkreator

    uckkreator Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.03.07   #17
    Ich check nur leider nicht was Pfaffenberg mit Klaus Miehling zu tun hat? :confused:
    Kann mir das mal jemand erklären?
     
  18. Fak3d

    Fak3d Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.03.07   #18
    Ähm @ Vulmen: Das was du da verlinkst ist anscheinend eine Hoax-Seite, eine Parodie auf solche "Aufklärer".

    Hat aber eigentlich gar nichts mit unserem Thema zu tun ;) :great:
     
  19. Verwirrt

    Verwirrt Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.03.07   #19
    heisst das nicht das man vorher schon agressiv sein muss um diese Musik überhaupt hören zu können?
     
  20. wilbour-cobb

    wilbour-cobb Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.03.07   #20
    ich finde auf seiner homepage keine reiseberichte und auch keine fotos? nicht das wir was durcheinanderbringen, das ist seine homepage:

    VioWorld Klassik - Der Markt für klassische Musik

    der typ macht ja auch durchaus sinnvolles, ich als anglist habe auch in sein "handbuch zur frühneuenglischen aussprache" mal reinsehen müssen.