Gibson Humbucker nachrüsten, aber welche UND wo sind die Unerschiede?

von rackham77, 12.11.08.

Sponsored by
pedaltrain
  1. rackham77

    rackham77 Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    24.10.06
    Zuletzt hier:
    29.11.16
    Beiträge:
    124
    Ort:
    Bad Reichenhall
    Kekse:
    41
    Erstellt: 12.11.08   #1
    Hallo zusammen,

    hab da mal wieder ne Laienfrage. hehe
    Also, ich spiel momentan ne Hagstrom Swede und würd die gern mit anderen humbucker nachrüsten da mir die originalen zu starken output habn bzw zu agressiv sind.
    häts gern wärmer und würd deshalb mal gern mit den Humbucker von ner Gibson Les Paul probieren.
    Jetzt hab ich aber gesehen das es da sämtlich ausführungen gibt mit verschiedenen Humbuckern. Da gibts ja die die

    classic 57,
    classic 57 zebra,
    Burstbucker,
    490R Humbucker
    usw usw

    Kann mir da jemand weiterhelfen wo da klanglich die Unterschiede sind?

    achja noch ne Frage. Neck und Brigge position haben ja nen verschiedenen Klang. Liegt das an der Position oder daran das es verschiedene Humbucker sind? bzw muss ich darauf achten das der Humbucker der richtige ist für die Position?

    Hoffe ihr könnt mir da bischen auf die Sprünge helfen!:great:
     
  2. exoslime

    exoslime Helpful & Friendly User HFU

    Im Board seit:
    29.08.06
    Zuletzt hier:
    30.09.20
    Beiträge:
    5.628
    Kekse:
    160.071
    Erstellt: 12.11.08   #2
    alternativ kann ich dir Tonabnehmer von Harry Häussel oder Bareknuckle empfehlen, die haben sicher genau das richtige für dich im Angebot, einfach nur anschreiben:
    http://www.haeussel.com/
    http://www.bareknucklepickups.co.uk/

    Ich habe selbst bei meiner Gibson SG die Original Tonabnehmer durch Häussel getauscht und mich auf die Empfehlung des Hauses für meine Klangvorstellung verlassen und wurde dabei nicht enttäuscht.

    oder du schaust dich mal bei namhaften Herstellern wie Dimarzio
    http://www.dimarzio.com/
    oder
    Seymour Duncan
    http://www.seymourduncan.com/
    um.

    schöne grüsse
    exoslime
     
  3. _xxx_

    _xxx_ Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    17.07.06
    Beiträge:
    11.679
    Ort:
    Benztown-area
    Kekse:
    20.658
    Erstellt: 12.11.08   #3
    Wenn Du einen Pickup suchst der "milder" klingt, bist Du bei Gibson falsch. Die klassischen Modelle sind zwar schwächer, aber vom Klang her auch nicht mild und warm, der warme Klang liegt bei Gibsons eher am guten Holz dass verwendet wird und die Pickups sind entsprechend abgestimmt.

    Ich kann Dir einen Duncan PearlyGates empfehlen, ein sehr warm klingender Pickup mit tollen Harmonics und trotz wenig Output einem wunderbar rockig-rauhen Grundklang. Dürfte zu Deiner Klampfe gut passen.
     
  4. m?h

    m?h Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    21.08.03
    Zuletzt hier:
    29.12.14
    Beiträge:
    825
    Kekse:
    108
    Erstellt: 12.11.08   #4
    Servus,

    der verschiedene Klang von Neck und Bridge wird hauptsächlich durch die andere "geografische" Lage definiert.
    Das ist ganz einfach so, weil die Saite mehr mittig anders schwingt als am Rand.

    Kannst du "unplugged" nachprüfen indem du mal mit dem Plek auf höhe des Halses anschlägst und mal direkt nach der Brücke.

    Trotzdem sind die Tonabnehmer auch auf die Bedürfnisse "Hals" oder "Brücke" ausgelegt soweit ich weiß. Ganz einfach da man halt für den jeweiligen Platz auch verschiedene Frequenzen eher fördern will.

    Aaaber es macht z.B. gar nichts wenn du die mischt, falls du das willst.
    Ich habe zum Beispiel am Neck meiner Tele einen "Strat-Bridge-Humbucker-in-Single-Coil-Format" plaziert... und das klingt super :)

    Hoffe ich konnte helfen.
    lg René
     
  5. _xxx_

    _xxx_ Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    17.07.06
    Beiträge:
    11.679
    Ort:
    Benztown-area
    Kekse:
    20.658
    Erstellt: 12.11.08   #5
    Der Klang wird nicht nur durch die Lage definiert. Ausser dass man verschiedene Frequenzen rausfischen will, braucht man am Hals auch weniger Lautstärke weil die Saiten in dem Bereich weiter ausschwingen und daher lauter sind. Ausserdem gibt es öfter mal konstruktive Unterschiede (Beispiel Air Norton oder diverse Lace Pickups).
     
  6. m?h

    m?h Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    21.08.03
    Zuletzt hier:
    29.12.14
    Beiträge:
    825
    Kekse:
    108
    Erstellt: 12.11.08   #6
    ich sagte ja nicht "nur".

    Du weißt wie's gemeint war, ich wollte mich da jetzt auch nicht in Details verrennen :great:
     
  7. _xxx_

    _xxx_ Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    17.07.06
    Beiträge:
    11.679
    Ort:
    Benztown-area
    Kekse:
    20.658
    Erstellt: 12.11.08   #7
    Ja, ich habe es ja nur etwas vervollständigt damit es nicht falsch ankommt :) Obwohl ich in einiger meiner Gitarren auch Stegpickups am Hals einsetze, aber da kommt man nurch durch Experimentieren hin, den für sich richtigen auszusuchen.
     
  8. rackham77

    rackham77 Threadersteller Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    24.10.06
    Zuletzt hier:
    29.11.16
    Beiträge:
    124
    Ort:
    Bad Reichenhall
    Kekse:
    41
    Erstellt: 12.11.08   #8
    danke erstmal für die Antworten.
    Also vom Holz her sind sich die Gitarren anscheinend ähnlich. Is beides Mahagoni Holz.
    Glaubt ihr das macht dann trotzdem wirklich so den grossen Unterschied mit nem klasichen Gibson Les Paul Humbucker auf ner Gibson und meiner Hagstrom`?


    Hab nen Alnico II pro gefunden der mir vieleicht gefallen könnte. oder eben der von _xxx_ empfohlene Pearly Gates!
    Nur hab ich jetzt gesehen das meine Hagstrom auch nen Alnico II HUmbucker hat. Nämlich den Custom 58 Alnico-5 Humbucker. Weis wer wieviel sich die voneinander unterscheiden? hab nämlich nix über den gefunden.

    Falls ihr euch jetzt wundert das ich mich so auf ner Gibson Les Paul aufhänge, Ich hab mal ne Gibson les paul in nem Laden angespielt und der klang war wirklich unglaublich. Richtig voll und warm und trotzdem so transparent. Einfach voll und ganz das was ich suche. Nur leider bei weitem nciht meine Preisklasse. Meine Hagstrom is sicher nicht schlecht aber dagegen kackt die klanglich einfach ab. ;)
     
  9. _xxx_

    _xxx_ Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    17.07.06
    Beiträge:
    11.679
    Ort:
    Benztown-area
    Kekse:
    20.658
    Erstellt: 13.11.08   #9
    Duncan Alnico II Pro ist der Pickup von Slash, z.B. "Sweet Child" oder "October Rain" ist genau der Sound dieses Pickups in einer Paula. Auch ein relativ warm klingender Pickup, aber "rotzig" ist er dafür gar nicht. Der macht sich in der Halsposition gut, für den Steg würde ich ihn eher nicht empfehlen.

    Alnico II Magnet ist mehr so die "weichere" Vintage-Variante, während Alnico 5 den moderneren Klang mit mehr Output produziert. Dann ist noch Keramik üblich, das ist in Outputmonstern wie 500T drin. Klingt recht trocken und sehr heftig im Vergleich zu diversen AlNiCo-Mischungen, üblicherweise in der alten Les Paul Classic zu finden.
     
  10. Chogall

    Chogall Guest

    Kekse:
    0
    Erstellt: 13.11.08   #10
    Hi, hab da mal ne dumme Frage die ich hier loswerden will.

    Ich spiele eine ESP-Eclips und würde gerne die Tonabnehmer tauschen. Mir wurden von einem Freund "zwei" orginal "Gibson `57 classic Humbucker" angeboten. Meine Frage ist, ob ich überhaupt "beide" (baugleiche Humbucker) in meine Gitarre einbauen kann?

    Die beiden neuen Gibson-Humbucker hätten jeweils ein 1-adriges Kabel, was mich jetzt ins Grübeln kommen lässt, da mein ESP-Humbucker in der Bridgeposition ein 4-adriges Kabel besitzt.

    Wie ihr vielleicht aus meinen Ausführungen erkennen könnt, hab ich von Elektronik, Verkabelungen, Wiederständen, usw. überhaupt keine Ahnung! Hab damals in der Schule wohl einbisschen gepennt. Schande über mich!

    Ich bräuchte da mal einen schnellen Rat!
     
  11. Stoner

    Stoner Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    06.12.04
    Zuletzt hier:
    29.03.20
    Beiträge:
    2.821
    Ort:
    Berlin
    Kekse:
    15.798
    Erstellt: 13.11.08   #11
    Um welche Eclipse geht es genau? Wenn es eine mit Aktiven PUs ist (-> EMG), dann ist der aufwand etwas höher, da die Elektrik vollkommen neu gemacht werden muss. So schlimm ist das aber nicht, du bräuchtest nur weitere Potis, Kondensatoren und Kabel.

    Weißt du, woher die beiden Gibson PUs stammen? Wenn sie wirklich baugleich sind, dann hast du das Problem, dass der PU am Hals sehr viel kräftiger sein wird als der, der an der Brücke ist (die Saiten schlagen am Hals ja viel weiter aus als an der Brücke). Das Problem könnte man zwar durch einen starken Höhenunterschied in den jeweiligen Rahmen eindämmen, aber ob das ausreicht, weiß ich nicht.

    Also frag, wo er die PUs her hat und ob sie jeweils für die Bridge und die Neck Position gedacht sind.

    Bei den Gibsons der Mantel die Masse und die Ader in der Mitte Heiß. Die zwei Übrigen bei PUs mit vier Adern sind jeweils der Eingang der einen Spule und der Ausgang der anderen Spule. So ist es möglich, dass man durch einen gewissen eingriff in der Schaltung nur eine Spule nutzt (Splitting/Singlecoil).

    Lässt sich im Bezug auf Gitarrenelektrik ganz einfach nachholen;).
    Workshops bei Rockinger.
     
  12. _xxx_

    _xxx_ Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    17.07.06
    Beiträge:
    11.679
    Ort:
    Benztown-area
    Kekse:
    20.658
    Erstellt: 13.11.08   #12
    Klar kannst Du, aber wenn Du einen 5-weg Schalter in Deiner ESP hast mit zwischenpositionen, werden diese nicht mehr bedient. Du kannst mit den Gibsons dann maximal drei Sounds haben: Steg, Hals oder die zwei gemischt.

    Und je nachdem wie die aktuelle Verdrahtung aussieht, muss man wenig oder viel ändern - daher kann es Dir keiner so pauschal sagen. Das Problem mit der unterschiedlichen Lautstärke könnte wie oben erwähnt auch vorkommen, wobei das für die meisten nicht sooo kritisch ist.
     
  13. Chogall

    Chogall Guest

    Kekse:
    0
    Erstellt: 13.11.08   #13
    Erst mal vielen Dank für eure Mühen!!!

    Und jetzt zu dem, was ich über meine Gitarre und die Tonabnehmer weiss:

    1. Meine ESP hat keine EMG-Tonabnehmer
    2. Die beiden Gibson Tonabnehmer heißen " ´57 Classic - Vitage Syle Humbucker" und sind exakt identisch. Der Typ im Laden hat aber gesagt, dass die Position des jeweiligen PUs beim Einbauen keine Rolle spielen würde und das steht auch auf der sperrlichen Gebrauchsanweisung, die bei den Humbuckern dabei ist (Suitable for both bridge and neck position).
    3. Meine ESP hat einen 3-Wegeschalter.

    Über die genaue Modell-Bezeichnung kann ich nichts sagen, steht hat "ESP" und "Eclips" auf dem Headstock.
     
  14. Stoner

    Stoner Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    06.12.04
    Zuletzt hier:
    29.03.20
    Beiträge:
    2.821
    Ort:
    Berlin
    Kekse:
    15.798
    Erstellt: 13.11.08   #14
    Gut, dann gibt es keine Probleme (...außer, dass du vielleicht ein Push/Pull Poti zum Splitten hast, aber das ist eigentlich egal. Ohne Modifikationen am PU selbst kannst du eh nicht splitten...).
    Schaltpläne gibt es bei seymourduncan.com. Der Mantel ist als Masse zu verlöten.
    Was möchtest du nun wissen?
     
  15. rackham77

    rackham77 Threadersteller Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    24.10.06
    Zuletzt hier:
    29.11.16
    Beiträge:
    124
    Ort:
    Bad Reichenhall
    Kekse:
    41
    Erstellt: 14.11.08   #15
    und wie siehts mit nem Seymour Duncan Humbucker SH-1 '59 aus? Wie kling der denn? sieht mich auch gut an.
    blöd das man Humbucker nicht einfach mal anspielen kann wie bei ner gitarre. :rolleyes:
     
  16. Granufink

    Granufink Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    22.08.07
    Zuletzt hier:
    30.09.20
    Beiträge:
    2.227
    Kekse:
    8.084
    Erstellt: 14.11.08   #16
    Hallo zusammen,

    weil die Frage nach identischen PUs aufgekommen ist: Es gab früher keine separaten Steg- und Halsversionen der PUs, bis auf fertigungsbedingte Toleranzen waren die Teile quasi gleich. Daher gibt es von den Kopien bzw. daran angelehnten Typen der PAFs auch keine Extrawurst für die Steg- bzw. Halsposition (Gibson '57 Classic, Burstbucker, P-490R/T). Erst beim Burstbucker wurden Toleranzen berücksichtigt und daher kann man diese in drei "Stärken" bekommen, die man natürlich gerne auch so kombinieren kann, dass Hals- und Steg-PU etwas unterschiedlich sind. Bei den Typen P-490T und P-490R wurde erstmals (in den 80ern, soweit ich weiß) der etwas weitere Saitenabstand zum Steg hin berücksichtigt, daher liegen die Polstücke der Stegversion etwas weiter auseinander - elektrisch sind sie aber praktisch gleich.
    Spezielle Stegversionen sind z.B. der P-498T (der werksseitig sehr oft mit dem P-490R kombiniert wird) oder auch P-500T (kombiniert mit P-496R, beide mit Keramikmagneten).

    Bei meiner Gitarre mit '57 Classics fällt der Pegelunterschied beider PUs eher gering aus, man darf ja auch nicht vergessen, dass der Steg-PU positionsbedingt sowieso immer etwas schwächer (dünner) klingt; jedenfalls ist das 490/498-Set nicht "besser", eher klingt der Steg-PU dicker. Mit etwas Feingefühl bei der Höheneinstellung lässt sich die Lautstärke halbwegs angleichen.
     
  17. _xxx_

    _xxx_ Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    17.07.06
    Beiträge:
    11.679
    Ort:
    Benztown-area
    Kekse:
    20.658
    Erstellt: 17.11.08   #17
    SH-1 klingt ähnlich wie Gibson 490, nur etwas weicher und weniger "beißend" in den Mitten. Das ist quasi der ganz klassische PAF.
     
  18. DerOnkel

    DerOnkel HCA Elektronik Saiteninstrumente HCA

    Im Board seit:
    29.11.04
    Zuletzt hier:
    12.12.19
    Beiträge:
    4.015
    Ort:
    Ellerau
    Kekse:
    36.802
    Erstellt: 18.11.08   #18
    Da kann ich mir, angesichts der damaligen Streuungen in der Produktion, nicht die Frage verkneifen, was denn der "klassische PAF" ist?

    Ulf
     
  19. _xxx_

    _xxx_ Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    17.07.06
    Beiträge:
    11.679
    Ort:
    Benztown-area
    Kekse:
    20.658
    Erstellt: 19.11.08   #19
    Heute? Duncan '59, DiMarzio PAF Classic, Gibson 490. Die sind zwar geringfügig unterschiedlich, aber gut miteinander vergleichbar.

    Streuungen waren zwar teils recht groß, ich nehme da so einen quasi-Mittelwert als Referenz, also die alten mit 8-9k.
     
  20. Big Daddy

    Big Daddy Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    15.06.04
    Zuletzt hier:
    30.09.20
    Beiträge:
    1.275
    Ort:
    Großostheim
    Kekse:
    4.588
    Erstellt: 19.11.08   #20
    Wenn man in der Nähe von Aschaffenburg wohnt, kann man das schon: http://www.acys-lounge.de/
    Hab mich auch von Acy ausgiebig beraten und mir von ihm verschiedene PU´s vorspielen lassen.
    Meine (Haupt-)Gitarren: eine alte Aztec Les Paul aus den 70ern, eine Gibson LP Special und eine BFG.
    Neck-PU ist bei allen dreien der Häussel Vin N A2.
    An der Bridge sitzt bei der Aztec ein AGL ANGUS B, bei der BFG ein Häussel Classic und bei der Special ein Häussel Vin+ B.
    Hab die Bridge PU´s zum Testen untereinander getauscht und in der jetztigen Bestückung gefiel mir der Sound am besten.

    Aber bevor ich jetzt ins schwärmen komme: Ich kann die Häussles nur empfehlen klarer definierter Klang, kein Gematsche und von moderatem Output bis Metal ist für jeden Geschmack was dabei.
    Aufgrund deiner Vorstellungen würd ich dir den Vin+ oder vielleicht den Classic empfehlen.
     
Die Seite wird geladen...

mapping