Gibson Les Paul Studio - Burstbucker vs. 490 R 498 T

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banjogit

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Hallo zusammen,

ich hab mich mal nach einer Gibson Les Paul Studio umgesehen und habe jetzt folgende Frage:

Das günstigere "Worn Brown" Modell hat sog. "Burstbucker" verbaut, die teureren, lackierten Modelle (Winered, Fireburst etc.) hingegen haben 490 R Humbucker am Hals
und 498T am Steg.

Worin besteht der klangliche/qualitative Unterschied dieser Pickups? Sind die Burstbucker billigere Pickups?

Danke im voraus
Hans
 
jf.alex

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Die Worn Brown Paula hat keine Burstbucker, sondern Burstbucker Pro- Pickups.

Die Burstbucker Pro sind eher moderate Alnico V- Pickups, deren Besonderheit darin besteht, dass die beiden Spulen minimal unterschiedlich stark gewickelt sind, um Produktionsschwankungen der E- Gitarren- Frühzeit zu simulieren. Die BBPros haben nur ein wenig mehr Output als klassische PAFs.

Der 490R ist ein moderater Halspickup, der am Steg üblicherweise entweder mit einem 490T oder einem 498T ergänzt wird. Die 490er haben Alnico 2- Magneten und klingen daher etwas wärmer bzw. dumpfer, der 498T hat stärkeren Output und einen Alnico V- Magneten. Er komprimiert recht stark und klingt ziemlich mittig.

Beide Bestückungen sind gut. Im direkten Vergleich ziehe ich aber die BBPros vor. Für mich sind das die perfekten Allrounder von Jazz bis Classic Metal.

Alex
 
banjogit

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Vielen Dank für die detaillierte Antwort!

Noch 'ne Frage:
Die Studio gibt's ja entweder als Chrom oder als Gold Hardware-Version.

Besteht bei Gold die Gefahr, dass die Farbe event. mal abgeht?
 
digitalpig

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(...)
Besteht bei Gold die Gefahr, dass die Farbe event. mal abgeht?

Ja, wobei das bei verchromten Teilen eigentlich auch so ist.

Das sind normale Abnutzungserscheinungen: Man schrubbelt mit dem Plek über die Kappen, der Handschweiß tut sein Übriges dazu und nach einiger Zeit (Jahre!) sieht man das auch. Bei verchromten Kappen macht sich das dadurch bemerkbar, dass die Stellen dann nicht mehr glänzen und matt (und vielleicht sogar ein bisschen rau) sind.

Bei vergoldeter Hardware ist es dann allerdings so, dass dann unter der Goldschicht der eigentliche Werkstoff der Hardware - bei Pickup-Kappen ist das soweit ich weiß Neusilber - viel deutlicher sichtbar wird, weil er eben nicht goldfarben, sondern silberfarben ist.

Das gehört aber mit dazu, finde ich, mich stört es bei meiner Les Paul jedenfalls überhaupt nicht. Das zeigt doch nur, dass die Gitarre viel erlebt hat :)

Viele Grüße!
Felix
 
meikii

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Hi,

Was die PU's betrifft so ist das tatsächlich Geschmacksache. Im übrigen klingen die beiden Gitarren auch trocken gespielt etwas (nicht Welten aber auch nicht wenig) unterschiedlich: Die "normale" Studio klingt etwas wärmer, komprimierender während ich persönlich die worn brown als eher spritzig und transaparent empfinde. Da die jeweils verbauten PU's diesen Charakter tendenziell unterstreichen ist für mich die normale Studio etwas "mehr Vintage" während die WB etwas moderner und rockiger in meinen Ohren klingt.

Beides klingt für mich jeweils sehr geil und beide Gitarren haben ihre bevorzugten Einsatzgebiete. Ich habe mich letzten Endes für die Worn Brown entschieden, da sie - subjektiv für meinen Geschmack - einfach mehr losrockt. Manchmal drängt sich mir der Vergleich einer Verschmelzung von SG und Les Paul auf, irgendwo dazwischen rangiert für mich die WB...

....und wie immer: Nur Hören bringt weiter....

vg meikii
 
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Hallo,

ist zwar nicht unbedingt zum Thema gehörend, aber dennoch meine Frage, da Ihr grad Studios so schön vergleicht: die Studio, die ich dazumal hatte (winered mit Chrome-HW, gebaut 2005), besass einen recht breiten und ziemlich (für mich dem Empfinden nach) klobigen Hals. Ist das heute auch noch so, oder unterscheiden sich die Studios hier? Hat das was mit dem/einem 50s Profil oder 60s Profil zu tun oder nicht?

THX und Gruß
Michael
 
RobbinCrosby

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Die normale Studio hat den 59er Hals. Also auch noch bis dato.
 

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