Gibson R7 Goldtop etc. Dynamikprobleme

von bibsi, 21.12.06.

  1. bibsi

    bibsi Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.12.06   #1
    Hallo hab mal dem Hoss ne Email geschrieben da sich der ganz gut mit les pauls auskennt . hab mir gedacht ich stelle die email hier mal rein , vielleicht haben ja andere auch ein ähnliches problem.

    ich hoffe mich köpft hier kein moderator weil ich das thema bei e-gitarren reingestellt habe , hier scheint mir es aber am sinnvollsten.

    Vielleicht hat ja jemand von euch ne idee und kann mir helfen.

    danke schon mal :

    So hier die mail :

    Hallo, ich verfolge ja mit Begeisterung immer deine Seite und deine Beiträge in den Foren etc.
    Hab mal eine Frage an dich vielleicht kannst du mir helfen. Wäre super nett.

    Habe (ich schreib jetzt alles klein bin zu faul auf die Großschreibtaste zu drücken ) :::)))))))
    habe jahrelang mit folgendem equipment gespielt: marshall dsl 100 top mit 4 x 12 box , gibson explorer.
    bei liveauftritten und sonstiges hatte ich nie probleme damit, das wenn ich einen ton stehenlasse dieser
    in kürzester zeit in den obertonbereich kippt und auch so lange da stehen blieb wie ich wollte.
    da hat es gerumpelt und so weiter und so fort .auf gut deutsch da war sehr viel dynamik dahinter.
    konnte das kontrollieren wie ich wollte , was auch sehr zu meiner spielkultur beigetragen hat.


    nach einiger zeit sind wir auf den trichter gekommen das wir mit inear und pods spielen sollten
    damit nicht alles auf der bühne kreuz und quer in die micro´s drückt.
    so und nun war es aus mit kontrollierten obertönen etc. was ich auch versteh da ja überhaupt kein
    "feedback" mehr da ist. spielte quasi nur mit dem marshall jmp-1 direkt in die pa und mit in-ear.
    zeitgleich hab ich mir eine r7 goldtop darkback v.o.s gekauft, wo ich sagen muß absulut der hammer.
    das ding liegt mit dem fetten hals einfach wahnsinnig geil in der hand.

    das mit den nicht mehr vorhandenen obertönen konnte ich natürlich nicht so stehen lassen.
    hab mir jetzt eine reussenzehn endstufe gekauft und wieder eine marshall 4 x 12 1960 a box.
    diese kombiniert mit dem marshall jmp-1

    so aber jetzt kommt es : nix mit obertönen und tönen stehen lassen. ich mein nicht die kurzen picking obertöne
    (die gehen ohne weiteres) , sondern die dann so schön kippen wenn man den ton stehen lässt. auch nicht wenn ich richtig aufdrehe.
    wie gesagt , bei der alten kombi war das kein problem , da hab ich nur den ton drücken müssen am griffbrett und
    schon ging es ab.

    das komische ist mit meiner explorer geht das auch nicht mehr so wie früher aber die hat mehr dynamik wie die goldtop.
    wenn ich mit der goldtop spiele und den ton ausklingen lasse, bleibt der eigentlich so wie ich ihn das letzte mal angeschlagen hatte.
    aber es passiert nicht die kleinste veränderung (dynamik) . das komische ist , die gitarre hat einen super anschlag , klingt richtig
    fett und auch nicht muffig oder so und hat einen richtig geilen punch.

    An was kann das also liegen?

    Sind die burstbucker tonabnehmer daran schuld ? hab gehört die haben nicht so viel output.
    sind die pickups überhaupt mit dafür verantwortlich ob da was mit obertönen passiert ?

    liegt es an dem preamp? röhren alt oder so ?
    oder an der endstufe? röhren alt oder so ?
    hab ja gehört das man da viel mit den röhren machen kann
    oder soll ich mal andere pickups ausprobieren ?

    wäre super wenn du mir ein wenig helfen könntest . hab auch schon viele foren durchgelesen aber da schreiben viele leute einfach
    nur irgendwas rein , damit sie halt auch was gesagt haben .
    ich hoffe ich war nicht zu ausführlich wenn du noch fragen hast frag einfach.

    sollte diese mail beim falschen angekommen sein , dann bitte an hoss weiterleiten .


    danke
    gruss peter

    bibsibayer@yahoo.de


    P. S. Rock´n Roll never die´s and don´t forget Motorhead

     
  2. MAI

    MAI HCA Gitarren/Amps HCA

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    Erstellt: 21.12.06   #2
    Sei mir nicht böse, aber Du sendest eine persönliche Anfrage an jemanden und machst Dir nicht mal die Mühe, auf Sachen wie Groß/Kleinschreibung und Satzzeichen zu achten, um die Sache entspannter leserlich zu gestalten.

    Halte ich nicht gerade für korrekt, zumal Du ja auch eine gewisse Gefälligkeit erwartest. Aber na ja...:rolleyes:

    Zum Thema:

    Les Pauls in dieser Kategorie sind absolut top.
    Ich denke nicht, daß es irgendwie an den Burstbuckern liegt ( der geringe Output ist der Transparenz und der Ansprache des Tons eher zuträglich als hinderlich ).
    Ich hab selbst eine LP VOS'59 und muß sagen: es liegt an der spielerischen Ansprache der Gitarre selbst, also den darauf zugeschnittenen Gitarrenspiel wie sehr der Ton umkippt.
    Meiner Meinung nach sind die Custom Shop Reissues keine Gitarren, die alles in HiFi präsentieren sondern schlichtweg Gitarren, bei denen man immer etwas mit dem Ton kämpfen muß.
    Es braucht etwas Übung, mit dem Plektron die richtigen Nuancen rauszukitzeln. Das ist völlig normal und tritt auch bei meiner VOS auf.
    Die Gitarren sind halt etwas zickig ( wird auch den 50er Originalen nachgesagt ) und man muß schon selbst etwas dafür tun, um den gewünschten Ton herauszubekommen. Das macht gerade den Spaß aus und wenn man es dann mal drauf hat, ist es höchste Tonkultur.:D

    Mein Tip hierzu ist: probier einfach mal ein paar verschiedene Plektren aus ( verschiedene Materialeien, Stärken usw. ) und versuch mal, einen anderen "Druckpunkt" beim Anschlag zu erzielen.

    Es gibt mit Sicherheit andere Gitarren, bei denen es leichter in die Obertöne überkippt. Der Charakter der Reissues wird nicht ohne Grund eher als "holzig" beschrieben.

    Vielleicht mal die Spielweise der Gitarre noch ein bißchen anpassen, dann kommst Du evtl. besser damit klar.

    Andere Frage: Wenn das solche Priorität für Dein Spiel hat: Ist es Dir nicht schon beim Anspielen der 57er VOS aufgefallen?

    Pickupveränderungen, bzw. Amp oder ähnliches austauschen würde ich für überstürzt halten.

    Vielleicht wäre eine PRS besser geeignet für Dein Spiel ( da geht's schon fast von alleine ).
     
  3. bibsi

    bibsi Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.12.06   #3
    Jetzt mit Großschreibung.
    Hi, ich glaub wir reden hier ein bißchen andeinander vorbei.

    Diese Töne die ich meine entstehen auch wenn ich gar nicht mit dem Plek anschlage.
    Hört sich an wie ein Feedback - Ton ist aber ein Oberton. Und egal wie ich den Ton mit dem Plek anschlage es verändert sich nicht. Habe ja auch geschrieben, das diese kurzen
    quitschigen Obertöne ( weiß den Fachausdruck nicht ) , die man mit Plek und Daumenhaut macht, wunderbar funktionieren.
    Die Gitarre selbst hab ich über einen 800er getestet , der aber nur so halb laut aufgedreht war, aber das hat mir genügt um zu sagen ist gut.
    Deswegen auch ja meine Frage ob es am Preamp oder der Endstufe liegen kann.
    Und ob die Pickups was damit zu tun haben?
     
  4. bibsi

    bibsi Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.12.06   #4
    Ach ja , bei meiner Explorer hatte ich vorher ( Dsl 100 Kombi) keinerlei Probleme damit.
    Jetzt mit der Neuen Kombi schon . Also muss es doch was mit dem Preamp und der Endstufe zu tun haben. Ob da die Frequenz zwischen Gitarre und Amp nicht stimmt?
     
  5. MAI

    MAI HCA Gitarren/Amps HCA

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    Erstellt: 21.12.06   #5
    Jetzt verstehen wir uns. Ich denke, Du meinst auch prinzipiell ein Feedback.
    Das Problem dabei ist jetzt: Jede Gitarre hat aufgrund des Holzes, der Konstruktion und dem ganzen Drumherum eine gewisse Eigenresonanz, fängt also bei einer gewissen Frequenz / Ton, rückwirkend vom Amp kommend, "von selbst" zu schwingen an ( einfach ausgedrückt ). Das ist gewissermaßen ein "Wechselspiel" zwischen Deiner Explorer und Deines Amps.
    Das Problem nun ist, daß die Les Paul natürlich ganz anders aufgebaut ist: Die Hals Korpus-Verbindung ist ganz anders ( LP= Single Cutaway; Explorer= fast schon Double Cutaway ). Dann die verschiedenen Hölzer, Hardware, auch Pickups etc.

    Meiner Ansicht läßt sich dieses Zusammenspiel nicht auf die LP so leicht übertragen.

    Möglicherweise könntest Du deine Paula für Feedbacks anfälliger machen, indem Du ungewachste Pickups einbaust ( die Burstbucker, die ab Werk eingebaut werden, sind gewachst, die Replacement Burstbucker sind ungewachst ). Dies gibt aber keinerlei Garantie, daß es danach funktioniert.
     
  6. screamer04

    screamer04 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.12.06   #6
    Ich glaube, dass dieser Satz noch etwas übersehen wurde.
    Wenn ICH es richtig verstehe, klappt es jetzt weder mit deiner alten Explorer, noch mit deiner R7.
    Wenn du ansonsten nichts im Setup geändert hast (andere Kabel, viele zusätzliche Effekte e.t.c. verändern dieses feedbackverhalten ebenfalls), dann kann es ja praktisch nur an der Vorstufe, der Endstufe oder der Box liegen.
     
  7. hoss

    hoss HCA Gibson, Fender, vintage HCA

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    Erstellt: 22.12.06   #7
    Hi Bibsi, bin erst heimgekommen und hab Dein Mail gesehen.

    Die Explorer, wie jede dünne Gibson (SG, Firebird) ist obertonreicher, "kreischender" und höhenlastiger unterwegs.
    In der Tat muss man bei einer Les Paul mehr um den richtigen Sound kämpfen. Nicht dass diese Gitarren von Haus aus schlechter klingen, aber sie bieten ein breiteres Soundspektrum, dass man sich erarbeiten muss/kann oder erforschen sollte.

    Ein Geheimnis bei der Les Paul (und das wissen wirklich die wenigsten - auch alte Füchse selten!) ist die Höhenstellung der Pickups. Wenige Zehntelmillimeter am Pickup oder den einzelnen Magnetschrauben können sehr viel ausmachen.
    Tipp bei einer Historic: Halspickup eben mit dem Pickuprahmen verschrauben, Stegpickup ein klein wenig rausschauen lassen. Polschrauben eben mit der Metallkappe versenken.

    (an die USA Standarduser: Bitte nicht nachmachen, weil die PU Rahmen viel tiefer sind).
     
  8. burny

    burny Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 22.12.06   #8
    Moin.
    Da sich das Feedback-Verhalten durch den Austausch des Verstärkers (und der Box?) geändert hat, und nicht durch den Austausch der Gitarre, kann man rein logisch betrachtet stark davon ausgehen, dass eben der Ampwechsel (und/oder die Speakerbox?) die Ursache ist. Und nicht die Gitarre.

    Ein logisches Vorgehen wäre: wieder DSL und 4x12 mit Explorer benutzen. Ist dann alles "beim Alten" was das Feedback (=Umkippen in Obertöne) anbelangt, dann das mit der R7 versuchen.
    Vermutlich verhält sich die R7 anders als die Explorer (andere Kontruktion, andere Hölzer, andere PUs, eventuell andereSaiten, andere Saitenlage, andere Bünde usw.) bzw. erfordert eine andere Spielweise. Wenns mit der Explorer klappt, musst du dann halt mit der R7 so lange rumprobieren bis du sie so weit im Griff hast, dass du sie ähnlich singen lassen kannst wie die Explorer (notfalls Ampsettings am DSL anpassen, z.B. mehr Höhen, mehr Gain oder wasauchimmer).
    Die R7 wird sich aber nie 100% wie deine Explorer verhalten, daher hast du nie die Garantie, dass alles, was mit der Explorer geht, auch mit der R7 geht, und umgekehrt.
    Das Umkippen in die Obertöne ist (wie schon zuvor von anderen genannt) eine Art Feedback, eine Wechselwirkung aus dem, was vom Amp kommt mit dem Schwingungsverhalten der Gitarre, der Saiten und der Saitenlage, der Reaktion der PUs darauf und deiner Spielweise.
    Ciao
    Burny
     
  9. edeltoaster

    edeltoaster Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.12.06   #9
    lest doch mal,mit der explorer geht es auch NICHT MEHR SO WIE FRÜHER.dann muss es wohl an deinem rack liegen!imho haben dedizierte preamps/endstufen ein ganz anderes obertonverhalten und DAS ist hier das problem.kannste dir vll mal ein topteil leihen irendwo und das dann nochmal in der probe testen?
     
  10. screamer04

    screamer04 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.12.06   #10
    Endlich mal einer, der genau liest ;).
    Genau das habe ich oben im Post doch auch schon erwähnt!
    Habt ihr den etwa alle überlesen?

    @topic:
    burny hat aber eine sicherlich gute Möglichkeit vorgeschlagen.
    Wenn du einfach mal beide Gitarren (alte Explorer+neue R7) über einen DSL 100 mit der möglichst gleichen 4x12" box spielst, sollte sich schnell herausstellen, ob das Problem in deinem jetztigen Setup liegt.
    Was hat sich denn in dieser Zeit neben dem neuen Amp-Setup im Equipment verändert?

    PS: euer Philosophieren über die Unterschiede zwischen seiner neuen und seiner alten Gitarre mag zwar richtig sein, aber mit der eigentlichen Fragestellung hat's nicht wirklich viel am Hut.
     
  11. edeltoaster

    edeltoaster Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.12.06   #11
    riiiiiischdiiiisch!:great:

    es liegt am verstärker-setup,die gitarre kann erstmal nix für! (vll auch zusätzlich eher outputschwächere pus mit weniger obertönen)
     
  12. bibsi

    bibsi Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.12.06   #12
    Moin Moin

    Also mal rießengroßes Lob an den HOSS. Bist einfach der Beste.
    Der Mann kennt sich halt aus mit Paula´s

    Hab deinen Rat befolgt und die Polschrauben soweit reingeschraubt, bis sie bündig mit den Kappen waren.
    Hattenn gestern Abend einen Gig und ich schon gespannt wie Harry , ob das was gebracht hat . Und siehe da Gitarre rein und es geht.

    Wie die Sau , hammergeil . Geht ab wie Schnitzel .
    Jetzt kommen die Töne wieder wie ich will und wann ich will .
    Vielen lieben Dank nochmal Hoss . Werd dir, sollten wir uns jemals sehen in unserem
    Leben ein Bier ausgeben :))))))))))))))))))))))
     
  13. hoss

    hoss HCA Gibson, Fender, vintage HCA

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    Erstellt: 23.12.06   #13
    :great: Bibsi, hol Dir einen Account im Les Paul Forum, was ich dort gelernt habe ist unglaublich.
    Wenn Dir irgendwann die Burstbucker in Deiner R7 auf die Nerven gehen, hab ich auch schon die nächsten "golden Tone" Ratschläge für Dich bereit!
     
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