Gibson SG / Flying V /Explorer Ton-Unterschiede

von BigJim, 21.04.16.

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  1. BigJim

    BigJim Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.04.16   #1
    bisher habe ich nur Les Pauls gegenüber SGs angespielt, und einn gewissen, wenn auch nicht rieisigen Sundunterschied bemerkt.

    sind SGs /Flying V und Explorer, sofern sie die gleichen PUs haben sollten ( was wahr. selten vorkommt, Vs haben meisten 500T drin, SGs of t 498T) soundtechnisch fast identisch ?
    bauart (Material ist bei allen gleich, nur die Korpusform anders.


    SGs und Vs dürften gewichtsmässig fast gleich sein, je nach V-Modell ( die japan. Classic 2015 Vs sind zB superleicht). Explorer dürften von den dreien am schwersten sein, deshalb
    evtl. mehr Bass durch mehr Mahagoni ( aber immer noch weniger als eine Les Paul).
     
  2. Watt83

    Watt83 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.04.16   #2
    Ich kann dir nur meine persönliche erfahrungen mitteilen. Also ich finde das eine flying V in der regel deutlich höhenlastiger klingt als z.b eine sg oder expolerer. Die Sg hat wie ich finde halt den typischen sg sound immer eine portion bissigkeit und rotz im ton.Und eine expolerer schiebt ordentlich im ton an ohne z.b das dicktonige einer lespaul zuhaben.

    Das sind meine erfahrungen, allerdings ist wie du schon geschrieben hast es meistens gar nicht möglich die drei modelle zu vergleichen weil schlicht meistens schon bei der hardware unterschiede herrschen. Und generell gibt es nicht die flying v,explorer ,sg .Auch wenn viele bei den drei direkt am gibson denken .Gabs bzw gibt selbst bei gibson jede menge versionen der jeweiligen modelle.Von denn unzähligen anderen herstellern die diese modelle bauen gar nicht zureden.
     
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  3. winterd

    winterd Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.04.16   #3
    Da würde ich jetzt nicht unbedingt zustimmen. Eine Explorer hat schon einen sehr fetten Sound.
     
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  4. Watt83

    Watt83 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.04.16   #4

    Das stimmt , wollte damit auch keineswegs zum ausdruck bringen das eine explorer keinen fetten sound hätte sie klingt nur nicht so ,,dumpf" wie eine paula finde ich.
     
  5. winterd

    winterd Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.04.16   #5
    Das liegt aber wahrscheinlich mehr an den PUs. Klassische PUs für Explorer und Flying V sind Gibson 500T/496R Pickups, die haben sehr viele Höhen. Wohingegen in Les Pauls doch eher klassische Humbucker wie 57 Classic oder irgendwelche Burstucker verbaut sind. Oder wenn´s etwas moderner sein soll auch mal 498T+490R. Die haben mehr Bässe und klingen dadurch dann auch etwas mulmiger.
    Persönliche Erfahrungen habe ich mit 500T/496R, 498T/490R und Burstbucker Pro Rythm&Lead.
     
  6. neuronenmassaker

    neuronenmassaker Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.04.16   #6
    Tatsächlich sind sich V und SG relativ ähnlich im puren Ton (mal vorrausgesetzt, man spielt mit den gleichen oder zumindest ähnlichen PUs), näher beieinander als zur Explorer.

    Die Explorer ist merklich dicker im Ton, es drückt deutlich mehr von unten. Besonders fällt das dann bei metallastigem Riffing auf, aber durchaus auch sonst.
    Liegt ganz einfach daran, dass bei der Explorer da bauartbedingt viel mehr Mahagonie im Spiel ist als bei der V und der SG, die in dieser Reihenfolge jeweils etwas schmaler im Ton und für gewöhnlich auch im Sustain sind.

    Ausnahmen bestätigen da natürlich die Regel ;)
     
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  7. Honeyspiders

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    Erstellt: 22.04.16   #7
    Mein persönlicher Eindruck (ich hab zwei SG und eine V) ist, dass die V schon nochmal ein gutes Stück fetter klingt. Das ist schon nochmal ein anderes Brett. Allerdings ist es eine im Worn-Look, also kein Klarlack, offenporig holzig, und ich meine dass sich das schon auch ein bisschen auf den Sound auswirkt. ;)
    Ich bin/war ein riesen SG Fan, aber mittlerweile klingen sie mir einfach "zu durchschnittlich", vielleicht müsste ich bei einer zumindest mal was in Sachen PU-Tausch machen...
     
  8. winterd

    winterd Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.04.16   #8
    Bilder! (aber im passenden Thread ;))
     
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  9. Honeyspiders

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    Erstellt: 22.04.16   #9
  10. BigJim

    BigJim Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.08.16   #10
    letztes Wochenende konnte ich die 3 Gitarren nebenander anspielen. und wie erwartet:am dünnsten war die SG, dann kam die Flying V und am
    fettesten war die Explorer.
    der Druck der Explorer war echt unglaublich, habe auch andere "Metal"-Gitarren daneben angespielt, mit EMGs, SD JB, SH6 ..., die klangen
    alle sehr, sehr dünn dagegen. und dabei hat die Explorer nicht mal gematscht.

    aber: bei der Explorer sind auch die outputstärkesten 500T an der Bridge drin. ( und jede andere Gibson Form würde mir besser gefallen, liegen, egal ob V, SG oder LP)

    nun meine Frage:

    wenn ich den 500T in eine V oder sogar SG einbauen würde, käme der Sound dann an die Explorer nah hin ?

    oder macht das mehr an Mahagoni bei der Explorer soviel aus ?

    eine LP Standard wäre nochmals schwerer als eine Explorer. wenn man dort den 500T einbauen würde, wäre die Standard dann
    noch " fetter" und drückender als die Explorer ? oder wäre eine LP durch die Ahorndecke doch eine komplett andere Sound-Ausrichtung ?
     
  11. Honeyspiders

    Honeyspiders Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.08.16   #11
    Hätte ich auch so erwartet.
    Hab ich mittlerweile getan: Meine Special hat P90er von Duesenberg bekommen. Was soll ich sagen, die Wärme im Klang hat mich beim ersten Spielen fast umgehauen. Als dünn würde ich da sicher nichts mehr bezeichnen. :)
     
  12. AgentOrange

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    Erstellt: 26.08.16   #12
    Der 500t klingt recht grell und bissig. In der dicken Explorer gleicht sich das aber gut aus.

    Ich hab alle drei Gitarren aus der gleichen Preisklasse (~1000€) schon mit dem gleichen Pickup gespielt und direkt verglichen (Suhr DA. Meine Explorer hat den auch drin).
    Die Explorer klingt am fettesten, hat Unmengen an Tiefmitten und eher bedämpfte Höhen. Die SG und die V unterscheiden sich kaum, beide etwas schlanker als die EX, die V hatte minimal mehr Pfund als die SG. Dadurch kommen die höheren Frequenzen mehr zur Geltung, insgesamt etwas ausgeglichener.

    Zum Vergleich standen auch 3 Paulas mit dem
    Gleichen PU (eine Standard Anfang 90s, eine relativ aktuelle Goldtop und eine Custom aus den 70s mit Ahornhals). Die klangen alle deutlich frischer als die Explorer und haben weniger Pfund untenrum, die Custom hatte im Vergleich fast schon grelle Höhen.

    Im Rückvergleich klangen sowohl die SG als auch die V richtig matt und langweilig. Die Explorer besticht einfach durch die schiere Dicke im unteren Drehzahlbereich ;)
     
  13. crazy-iwan

    crazy-iwan Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 26.08.16   #13
    Kann ich absolut zustimmen.
    Nein. Die EX klingt einfach deutlich fetter, unabhängig vom Tonabnehmer.
    Die V finde ich mit dem 500t recht ausgeglichen, etwas langweilig, die SG macht sich mit dem deutlich besser und sauberer in den Bässen, rotziger obenrum.
     
  14. BigJim

    BigJim Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.08.16   #14
    Danke für die Antoworten !

    demnach kann ich es also vergessen, einen V pder LP mit einem 500T zu bestücken und fast den gleichen sound wie bei einer
    Explorer rauszuholen. am ehehsten wird wohl eine V mit einem 500T hin kommen.


    kann mir jmd. erklären, warum eine Gibson LP, zB standard oder LP Custom, die sogar mehr als die Explorer auf die waage bringen, nicht denselben "Druck" wie eine Explorer erzeugen kann, bei einem Mehr an Mahagoni ? ja, viele bezeichnen sie sogar eher als hell und schrill, im gegensatz zur Explorer ( und auch V),
    die eher dunkel klingen.

    ist es die Ahorndecke und der oft ausgefräste Body ?

    was wäre dann bei eine Epiphone LP Custom: keine richtige Ahorndecke ( nur Furnier), keine Fräsungen im Body, also reines
    Mahagoni, auch 4 kg schwer. komischerweise haben die auch nicht diesen sound einer Gibson Explorer oder Flying V .....
     
  15. PeaveyUltra120

    PeaveyUltra120 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.08.16   #15
    Ist halt eine völlig andere Konstruktion
     
  16. AgentOrange

    AgentOrange Mod Emeritus Ex-Moderator

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    Erstellt: 29.08.16   #16
    Du hast dir die Antwort selbst gegeben: die Ahorndecke macht es aus. Es gibt aber auch einige Paulas ohne Ahorndecke...

    Der Mahagoni-Teil ist nicht soooo hoch, die Decke ist schon sehr dick. Dazu ist ne Paula auch recht klein.
     
  17. Compo

    Compo Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.09.16   #17
    Moin, mit dem Thema Gitarrenbauformen beschäftige ich mich auch zur Zeit.
    Wenn ich die Gibson SG Standard, eine Gibson Flying V pro und eine Gibson Explorer vergleiche dürften die sich doch vom Klang her mit gleichen Tonabnehmern nicht groß unterschieden.
    Alle 3 Gitarren haben Mahagoni als Holz.
    https://www.thomann.de/de/gibson_sg_standard_tc_2015.htm?ref=search_prv_2_2
    https://www.thomann.de/de/gibson_flying_v_pro_2016_t_wr.htm?ref=search_prv_2_2
    https://www.thomann.de/de/gibson_explorer_2016_t_ch.htm?ref=search_prv_1_2

    Den einzigen Unterschied dürfte doch da nur die Masse machen oder nicht ? Und selbst der sollte soo klein ausfallen, dass ihn kaum jemand hört.
    Oder übersehe ich da was ?
     
  18. crazy-iwan

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    Erstellt: 13.09.16   #18
    Ich spiele schon lang ne SG, habe lang genug ne V, und war länger kurz vor ner Ex.
    Die SG ist schlank. Sie schmiegelt sich durch, schiebt im richtigen Moment, und hat viel Luft.
    Die V schiebt mehr. Sie hat nicht viel Luft, und klingt insgesamt etwas wie eine Stämmige, weniger bewegliche SG. Als würde sie hier und da gegenecken, weil sie etwas größer ist. Sie ist auch etwas perkussiver.
    Die Ex ist n Schlägertyp. Sie legt ein Fundament, wie beide anderen das nicht legen, und wirkt fast schwerfällig - obwohl sie das nicht ist.

    Das sind meine Hör- und Spieleindrücke. Ich fand sie gewaltig genug, als dass ich immernoch über eine Ex nachdenke. Ich finde auch, dass jede der Gitarren mit anderen Tonabnehmern harmoniert. Die 500T machen alle 3 recht langweilig. Steuerbar, glatt, langweilig.

    Ob ich nun selber bei einem Song, in dem alle 3 Gitarren eingesetzt wurden, diese benennen könnte, bezweifle ich.
     
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  19. Honeyspiders

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    Erstellt: 13.09.16   #19
    Ja, alles andere! :tongue: :D
    Z.B. das.

    Es spielen so viele Sachen ne Rolle, die im Zusammenspiel und Kombination sich wieder anders äußern können.
     
  20. Compo

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    Erstellt: 13.09.16   #20
    Aber das sind doch nur subjektive Eindrücke. Hast du auch in allen Gitarren exakt die selbe Hardware ?

    Ich würde es wirklich gerne erklärt bekommen, woher diese Unterschiede kommen sollen. Immer wieder bleibe ich bei diesem Thema hängen aber kann selber keine logische Erklärung finden wie die Form den Klang beeinflussen soll.
    Das ist wie ein jucken, bei dem man nicht weiß wo es juckt :tongue:

    @ Honeyspiders Wenn die Hardware gleich ist, was bleibt da noch übrig was den Klang so stark färben kann ?

    Nicht mich falsch verstehen, ich bin einfach nur neugierig und auf der Suche nach Wissen.
     
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